Internationale Jugendarbeit
Zentrale Einrichtungen und Organisationen
Zusammenarbeit mit Deutschland
Internationale Zusammenarbeit
Zentrale Einrichtungen und Organisationen
Folgende Einrichtungen und Organisationen sind auf Bundesebene von Bedeutung:
- Deutsch-Französisches Jugendwerk
- Deutsch-Polnisches Jugendwerk
- Ostseesekretariat für Jugendangelegenheiten
- Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch - Tandem
- Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct
- Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH
Der internationale Austausch von Führungskräften, Mitarbeitern und Fachkräften der Jugendarbeit findet mit dem Ziel des fachlichen Erfahrungsaustauschs statt. Die Verantwortung hierfür liegt entweder bei entsprechenden Fachorganisationen oder bei IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Als Teil eines Netzwerkes von europäischen Nationalagenturen fungiert die Deutsche Agentur für das EU-Programm JUGEND IN AKTION. Sie ist beauftragt, die Europäische Kommission und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bei der Umsetzung des Förderprogramms JUGEND IN AKTION, das auch den Europäischen Freiwilligendienst umfasst, in Deutschland zu unterstützen.
Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR), die Deutsche Sportjugend (dsj) und der Ring Politischer Jugend (RPJ) bilden das Deutsche Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (DNK). Das DNK vertritt die deutschen Jugendorganisationen in den verschiedenen Strukturen der multilateralen Jugendzusammenarbeit (zum Beispiel im Europäischen Jugendforum) und arbeitet mit internationalen Institutionen wie der Europäischen Union, dem Europarat und den Vereinten Nationen zusammen. Nähere Informationen zum DNK: www.dbjr.de/dnk.
Die multilaterale Zusammenarbeit erhält durch das zusammenrückende Europa für die Ju-gendverbände eine zunehmende Bedeutung, ebenso wie die Forderung nach Schaffung geeigneter Beteiligungsstrukturen Jugendlicher über Zusammenschlüsse im Rahmen des gesamteuropäischen Einigungsprozesses.
Zusammenarbeit mit Deutschland
Siehe Internationale Zusammenarbeit sowie das entsprechende Kapitel bei den anderen Ländern.
Internationale Zusammenarbeit
Im Mittelpunkt der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit in Deutschland stehen die Förderung und Unterstützung von Begegnungsprogrammen für Jugendliche und Fachkräfte der Jugendarbeit. Hierbei geht es nicht zuletzt darum, andere Länder, Völker und Kulturen kennen zu lernen, um dadurch einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten, um Verständnis für andere aufzubauen und den eigenen Standort besser beurteilen zu können. An zentraler Stelle stehen in diesem Zusammenhang die Förderung des europäischen Bewusstseins und der europäischen Zusammenarbeit.
Durch die Mitwirkung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in den Gremien der europäischen jugendpolitischen Zusammenarbeit auf der Ebene der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und des Europarates, durch die bestehenden bilateralen Vereinbarungen über jugendpolitische Zusammenarbeit sowie durch die Arbeit der gemischten Fachausschüsse für die bilaterale Zusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland mit anderen Staaten im jugendpolitischen Bereich wird die internationale Jugendpolitik der Bundesrepublik Deutschland umgesetzt.
Derzeit gibt es Regierungsabkommen und Vereinbarungen mit zirka 30 Ländern, die in bilateralen Gremien eine Abstimmung über die Richtlinien für den Austausch mit dem betreffenden Land sowie über Art und Umfang des Austauschs herbeiführen. Neben den reinen Austausch- und Begegnungsprogrammen gibt es Sonderprogramme für Aus- und Weiterbildung sowie für besonders herausgehobene Themen und Bereiche.
Die Programme werden in der Regel von freien Trägern der Jugendarbeit durchgeführt, vor allem von Jugendverbänden, Bildungsstätten sowie anderen Organisationen und Institutionen der Jugendbildung und Jugendsozialarbeit, von Trägern internationaler Jugendgemeinschafts- und Sozialdienste (Workcamps) und auch von kommunalen Behörden.
Besondere Länderschwerpunkte waren in der Vergangenheit Frankreich, die Länder der Europäischen Union und nach 1989 die Länder Mittel- und Osteuropas mit dem großen Nachbarland Polen an der Spitze. Gute Kontakte bestehen aber auch zu Ländern in Übersee (Japan) sowie einigen Ländern Lateinamerikas (Chile). Neu ist die Zusammenarbeit mit China.


