Sport

Sport spielt bei deutschen Jugendlichen nach wie vor eine sehr große Rolle. Das belegt allein schon die Mitgliederzahl der Deutschen Sportjugend, die bei etwa neun Millionen liegt. Es sind also mehr als ein Drittel der Jugendlichen unter 27 Jahren in einem Sportverein tätig, die meisten davon sicherlich mehr aktiv denn passiv. Die Deutsche Sportjugend im Deutschen Sportbund (dsj) wirkt jugend- und sportpolitisch. Sie will zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen beitragen, die Befähigung zum sozialen Verhalten fördern und Kinder und Jugendliche zu gesellschaftlichem Engagement anregen. Jugendarbeit im Sport ist Bildungsarbeit mit jungen Menschen. Auf dieser Grundlage unterbreitet die dsj vielfältige Angebote auch über den sportpraktischen Bereich hinaus, die allen Kindern und Jugendlichen offen stehen.

Außerschulischer Kindersport im Verein, in kommerziellen Einrichtungen oder informellen Bewegungsszenen hat heutzutage neben dem Schulsport für die meisten Kinder die größte Bedeutung für die Einübung sozialen Verhaltens im Freundeskreis. Kinder aus den neuen Bundesländern beteiligen sich weniger am vereinsorganisierten Sport als Kinder aus den alten Bundesländern.

Über die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund am organisierten Sport gibt es keine bundesweiten Erhebungen. Schätzungen auf der Basis von Erhebungen in einzelnen Bundesländern gehen von fünf bis zehn Prozent junger Menschen aus, die organisiert Sport betreiben.

Die wohl beliebteste Sportart in Deutschland ist Fußball, das auch immer mehr von Mädchen und jungen Frauen gespielt wird. Fast zwei Millionen Jugendliche unter 18 Jahren sind in Fußballvereinen registriert, davon in der Altersgruppe sieben bis 14 Jahre bereits zirka 180 000 Mädchen.

Weitere beliebte Sportarten sind (nach Mitgliederzahlen) Turnen, Tennis, Handball, Schwimmen, Leichtathletik, Tischtennis, Volleyball, Basketball und Badminton sowie im Winter insbesondere das Skifahren. Außerhalb von Vereinen fahren Jugendliche in Deutschland sehr viel Rad oder betreiben Inline-Skating.

Die Ausstattung mit Sportstätten ist im Allgemeinen recht gut. Vielen Städten und Gemeinden fehlt aber zunehmend das Geld für die Instandhaltung oder Modernisierung der Anlagen. Bei öffentlichen Sportstätten wie etwa Halfpipes für Skater betätigen sich immer öfter private Sponsoren am Bau der Anlagen.
(Quellen: Deutsche Sportjugend; Erster Deutscher Kinder- und Jugendsportbericht, Schorndorf 2003)