Staatliche nationale Förderung
1993 wurde aus dem Bundesjugendplan der Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) entwickelt. Dieser ist als gesetzesfreie Fondsverwaltung das Hauptinstrument der Jugendförderung des Bundes und als solcher ein Kernstück der Kinder- und Jugendpolitik in der Bundesrepublik Deutschland.
Durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes werden Bestrebungen der Kinder- und Jugendhilfe, einschließlich der Jugendarbeit angeregt und gefördert, soweit sie über die Verpflichtungen der Länder und Gemeinden hinausgehen. Aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes wird eine Vielfalt an Aktivitäten gefördert, um die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der freien und öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, die im außerschulischen Bereich einen breiten Erziehungs- und Bildungsauftrag hat, zu erfüllen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist als oberste Bundesbehörde fachlich für die Verteilung der Gelder aus dem KJP, soweit es um Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe von überregionaler Bedeutung geht, zuständig.
Für Zuschüsse und Leistungen für laufende Zwecke an Länder, Träger und für Aufgaben der freien Jugendhilfe standen 2011 im KJP 149 817 000 € zur Verfügung. Für 2012 sind 147 931 000 € vorgesehen.
(Quelle: www.bundesfinanzministerium.de/bundeshaushalt2012/pdf/epl17/s1702101.pdf)
Private und sonstige Finanzierungsquellen
In der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine Reihe von öffentlichen und privaten Stiftungen, die im Bereich der Jugendarbeit fördern, entweder längerfristig oder aber projektbezogen. Auch Wirtschaftsunternehmen unterstützen konkrete Projekte und finanzieren diese ganz oder teilweise. Stellvertretend für viele dieser Stiftungen, karitativen Gesellschaften und Wirtschaftsunternehmen seien an dieser Stelle folgende genannt:
Die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. ist eine der bedeutendsten Jugendstiftungen in Deutschland. Sie verwaltet die Mittel, die jährlich aus dem Verkauf der vom Bundesfinanzminister herausgegebenen Sonderpostwertzeichen mit Zuschlägen Für die Jugend erwirtschaftet werden und verwendet diese, laut Satzung, zum "Wohle der deutschen Jugend".
Ziel der Stiftung Demokratische Jugend ist vorrangig die Förderung von Projekten der Jugend- und Jugendsozialarbeit in den neuen Bundesländern. Die Schwerpunkte dabei sind: Verbesserung von Freizeitangeboten, Ausbildung benachteiligter Jugendlicher, Motivierung von Eigeninitiative, Dienstleistungen etc.
Die Deutsche Shell AG unterstützt finanziell seit Jahren das Erstellen einer wissenschaftlichen Studie zur Lage und Situation von Kindern und Jugendlichen (Shell-Jugendstudie).
Die Stiftung Jugend forscht e.V. wurde 1965 ins Leben gerufen und ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Zeitschrift Stern sowie zahlreichen Patenfirmen auf regionaler Ebene. Die Stiftung unterstützt durch Wettbewerbe die Forschung junger Menschen.
Die sk stiftung jugend und medien ist ein Beispiel für die vielen regionalen Initiativen, die Jugendlichen vor Ort Mittel zur Verfügung stellen. Seit 1976 informiert, berät und qualifiziert die gemeinnützige Stiftung der Sparkasse KölnBonn 10- bis 21-Jährige aus der Region. Ihr Angebot umfasst Workshops zur kreativen Medienbildung und zur Berufsorientierung. Darüber hinaus begleitet die Stiftung PädagogInnen in Schulen und Jugendeinrichtungen bei der Projektarbeit.


