Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
Estland ist kein Einwanderungsland und das Thema "Migration" steht in der Politik nicht im Vordergrund. In Estland leben nach 1945 noch zwei nennenswerte ethnische Minderheiten: Russen und Finnen. Die russische Minderheit wird als historisch- nationale Minderheit angesehen und ist mit 406 049 (1999) am stärksten vertreten.
In der Kinder- und Jugendarbeit gibt es bislang noch keine Programme, die sich speziell an Jugendliche mit Migrationshintergrund richten.
Basierend auf den Ergebnissen des staatlichen Programms „Integration in die estnische Gesellschaft 2000-2007“ hat die Regierung eine Fortsetzung der Integrationsstrategie 2008-2013 erarbeitet. Diese sieht vor, die Integration junger Menschen nicht-estnischer Herkunft weiterhin über das Bildungssystem zu fördern, insbesondere durch Sprachförderung. Diese soll aber nicht erst in der höheren Schulbildung greifen, sondern schon in der frühkindlichen Bildung beziehungsweise der Grundschule ansetzen, wo die Kinder am schnellsten Sprache erlernen. Hier soll vor allem die Methode der Sprachimmersion greifen. Informationen
Der vom Ministerium für Bildung und Forschung finanzierte Jugendverband Avatud Vabariik (Offene Republik) unterhält für russischstämmige Jugendliche an weiterführenden Schulen und Gymnasien eine eigene Sektion.
Links
http://welcome.teretere.eu/integration-plan - Informationen zum Aktionsplan mit indiviudellem Stundenplan und Maßnahmen zur Förderung ausländischer Kinder bei der Eingewöhnung und zur Bewältigung der Aufgaben in estnischen Schulen
http://estonia.eu/about-estonia/society/integration-in-estonian-society.html - Informationen zur Integrationspolitik in Estland
www.praxis.ee/ - Link zum Bericht "Integration Monitoring 2011"


