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Fundraising 

Fundraising bedeutet in den angelsächsischen Ländern: Geldbeschaffung, und dort bietet das System erheblich weniger öffentliche Gelder, sodass Zuschüsse selbst verdient werden müssen. Flohmärkte, Feste, Sportveranstaltungen – all dies ist dort gang und gäbe.

Auch in Deutschland gewinnt das Fundraising zunehmend an Popularität. Der Fantasie für attraktive Angebote, die zu Verkaufbarem oder zur Spendentätigkeit führen, sind hier keine Grenzen gesetzt. Die optimale Verknüpfung besteht wohl darin, eigene Finanzierungen mit Gruppenaktionen zu koppeln, die zudem die innere Zusammengehörigkeit festigen. Wenn es dann noch gelingt, das benötigte Geld etwa für eine Auslandsfahrt selbst zu verdienen, ist das die Krönung. Beispiele beziehungsweise Ideen für solche Aktionen wurden beispielsweise von den Veranstaltern der International Democratic Education Conference (IDEC) 2005 zusammengetragen.

Youth Banks sind Initiativen mit drei bis zehn Jugendlichen, die in ihrem Umfeld Altersgenossen bei der Umsetzung von Ideen mit Know-how, Infrastruktur, Motivation und Geld helfen. Nicht viel – aber kurzfristig! Die Fördersummen für Jugendprojekte liegen zwischen 50 Euro und 400 Euro. Die Jugendlichen agieren vollkommen eigenständig wie eine kleine Stiftung in ihrem Ort.

Sponsoring

Beim Sponsoring gibt es das Geld nur für eine Gegenleistung, die mit dem Förderer vertraglich vereinbart wird. Da die Partner in der Regel Wirtschaftsunternehmen sind, ergeben sich automatisch auch ethische Fragestellungen (Passt der Förderer zu unserem Träger und zu unserem Vorhaben?). Außerdem kann es steuerlich problematisch werden, weil Sponsoring von den Finanzämtern in der Regel als Geschäft - und damit nicht als gemeinnützige Tätigkeit - veranschlagt wird. Die erwähnten Gegenleistungen umfassen meist Aktionen der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit (Präsentationen, Kampagnen, Werbeaufdrucke etc.). 

Sponsoring als Finanzquelle für den internationalen Jugendaustausch kann die traditionellen Förderinstrumente wahrscheinlich (noch) nicht ersetzen, ist aber als zusätzliche Geldquelle eine beachtenswerte Möglichkeit.

Beispiel Eurocamps
Die Eurocamps für Kids im Kinder- und Jugenderholungszentrum Güntersberge (Harz) vereinen seit einigen Jahren Kinder aus vielen Nationen unter 14 Jahren, die nach den bestehenden Vorgaben nicht förderfähig sind. Nicht zuletzt durch eine effektive Zusammenarbeit des Trägers mit Sponsoren ist es möglich, diese Großveranstaltung stets gut ausgestattet durchzuführen. Dabei spielen auch Sachspenden von Wirtschaftsunternehmen eine beachtliche Rolle.  

Beispiel Sozialsponsoring
Auf lokaler Ebene tun sich mehrere kleinere Vereine zu dem Verein zusammen. Dieser Verein kann sich nun der örtlichen Unternehmerschaft mit einem Logo „Sozialsponsor in XY“ anbieten. Für einen Mindestbeitrag von zum Beispiel 250 Euro jährlich beziehungsweise 5 % des jährlichen Werbeetats kann ein Unternehmen das Recht erwerben, das Logo als Werbung etwa in Schaufenstern, Briefpapier oder Anzeigen zu verwenden. Die hiermit eingenommenen Mittel kommen den Vereinsmitgliedern zu gleichen Teilen zugute.

Crowdfunding

Sie haben eine Idee, aber kein Geld? Dann versuchen Sie doch, möglichst viele Menschen, die sich vor allem im Internet tummeln, davon zu überzeigen und Ihnen Geld zu spenden. Initiativen wie die Bildungsspender gemeinnützige UG bieten Einrichtungen und Initiativen eine Plattform, um ihre Idee vorzustellen und Engagierten die Möglichkeit, diese zu unterstützen. Je nach Kreativität des Ideengebers für das geplante Projekt, springt auch für die Förderer etwas dabei heraus. Eine Übersicht zu verschiedenen Plattformen für das so genannte Crowdfunding gibt es unter: http://www.crowdfunding.de/plattformen/

 

Weiterführende Literatur- und Linktipps hier...

Weitere Hinweise nimmt die Redaktion gerne entgegen!

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