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Sachsen

Wer ist offiziell für die Förderung und die Förderrichtlinien des internationalen Jugendaustausches zuständig?

Die Zuständigkeit für den Bereich der internationalen Jugendarbeit liegt beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.

Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz
Landesjugendamt
Carolastr. 7a, 09111 Chemnitz
Ansprechpartner: Herr Sascha Rösch
Fon: 0371 2408 1143
E-Mail: sascha.roesch(at)lja.sms.sachsen.de, Internet: www.landesjugendamt.sachsen.de/Landesjugendamt.htm

Was wird [besonders] gefördert?

Seit dem 6. April 2010 gilt die Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung von Trägern der freien Jugendhilfe bei der Erbringung von Angeboten des überörtlichen Bedarfs. Diese regelt auch die Förderung der internationalen Jugendarbeit (Punkt 2.4 der Förderrichtlinie).

Bezuschusst werden Projekte, die die Begegnung und den Austausch sächsischer und ausländischer junger Menschen ab dem vollendeten zehnten Lebensjahr zum Ziel haben. In angemessenem Umfang können auch Personen, die nicht zur Zielgruppe des SGB VIII gehören, einbezogen werden, sofern dies für die Erbringung der Leistungen erforderlich ist.

Zuwendungsfähig sind Projekte mit einer Dauer von mindestens fünf und höchstens 21 Tagen. An- und Abreisetag gelten zusammen als ein Projekttag. Bei Projekten mit der Tschechischen Republik und der Republik Polen kann die Projektdauer unterschritten werden (Kurzzeitprojekte).

Ist eine Förderung des Projektes auch über einschlägige Bundes- und EU-Programme möglich, ist diese zu beantragen und in Anspruch zu nehmen. Die beantragten Mittel sind im Ausgaben- und Finanzierungsplan darzustellen. Eine Bezuschussung durch den Freistaat Sachsen kann ergänzend bis zum Höchstsatz der günstigsten Förderrichtlinie erfolgen. Von einer Förderung ausgeschlossen sind Projekte mit überwiegend touristischer Ausrichtung sowie Projekte, die überwiegend dem Leistungsvergleich oder der Leistungsdarstellung dienen.

Darüber hinaus werden internationale Projekte mit Fachkräften der Jugendhilfe bezuschusst, die sich an haupt-, neben- und ehrenamtlich in der Jugendhilfe Tätige richten und den fachlichen Austausch von sächsischen und ausländischen Fachkräften zum Ziel haben. Die Dauer der Maßnahme soll zehn Tage nicht überschreiten. An- und Abreisetag gelten zusammen als ein Projekttag.

Wie viel Geld kann ich bekommen?

Für Projekte der internationalen Jugendarbeit im Inland werden Zuschüsse zu den Sachausgaben in Höhe von bis zu 12 Euro pro Tag und Teilnehmer gewährt. Bei eintägigen Projekten (Kurzzeitprojekte mit Tschechien und Polen) im Inland werden Zuschüsse zu den Sachausgaben in Höhe von bis zu 10 Euro pro Teilnehmer gewährt.

Für Projekte im Ausland wird sächsischen Teilnehmenden ein Fahrt- beziehungsweise Flugkostenzuschuss von bis zu 70 Prozent der tatsächlich entstandenen Fahrtkosten für An- und Abreise, maximal jedoch bis zu 350 Euro je Teilnehmer gewährt. Bei Kurzzeitprojekten mit Tschechien und Polen im Ausland wird sächsischen Teilnehmenden ein Betrag von bis zu 12 Euro als Zuschuss zu den Fahrtkosten gewährt. Die notwendigen Betreuer werden in die Berechnung der Zuschüsse einbezogen.

Für internationale Projekte mit Fachkräften der Jugendarbeit werden zur Abgeltung von Aufwendungen, insbesondere für Vorbereitung, Auswertung und die Sprachmittlung, Zuschüsse zu den Sachausgaben in Höhe von bis zu 30 Euro pro Tag und Teilnehmer gewährt. Für Projekte im Ausland wird sächsischen Teilnehmenden ein Fahrt- beziehungsweise Flugkostenzuschuss von bis zu 70 Prozent der tatsächlich entstandenen Fahrtkosten für An- und Abreise, maximal jedoch bis zu 350 Euro je Teilnehmer gewährt.

Wo bekomme ich die Antragsformulare?

Die Anträge sind bei der Bewilligungsbehörde, dem Kommunalen Sozialverband Sachsen, erhältlich.

Kommunaler Sozialverband Sachsen
Außenstelle Chemnitz, Fachbereich 3, Fachdienst 360
Reichsstraße 3, 09112 Chemnitz
Fon: 0371 577-397
Internet: www.ksv-sachsen.de

Wo und bis wann muss ich die Anträge einreichen?

Anträge sind bis zum 30. November des Vorjahres bei der Bewilligungsbehörde, dem Kommunalen Sozialverband Sachsen einzureichen. Der Antrag muss die Art des zu fördernden Projektes, die Konzeption, Angaben zu Projektdauer und -ort sowie zur Anzahl der Teilnehmenden enthalten. In jedem Fall ist ein Ausgaben- und Finanzierungsplan beizufügen, in dem die vorgesehenen Eigenmittel auszuweisen sind.

Wer berät mich?

Der Kommunale Sozialverband Sachsen berät bezüglich der Förderung von internationalen Maßnahmen.

Ansprechpartnerin: Frau Schädlich
Fon: 0371 577-397
E-Mail: heidemarie.schaedlich(at)ksv-sachsen.de

Was ist sonst noch gut zu wissen?

Der Kommunale Sozialverband Sachsen ist zugleich auch Landeszentralstelle für den Kinder- und Jugendplan des Bundes einschließlich Tandem, ConAct, Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, Deutsch-Polnisches und Deutsch-Französisches Jugendwerk und setzt die Richtlinien des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Förderung um. Hierzu werden jährlich die geltenden Antragsfristen durch Rundschreiben an die Jugendämter der Landkreise und kreisfreien Städte bekannt gegeben.