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Leitung der Begegnung

Stellen Sie sich vor: Es ist der erste Tag der Begegnung und Sie und Ihre Kolleg(inn)en haben sich zum ersten Treffen am Veranstaltungsort zusammengefunden. Wahrscheinlich kennen Sie sich untereinander noch nicht oder nur kaum. Alle sind ein wenig nervös, weil bald die Teilnehmenden eintreffen und das Programm losgehen soll.

Nicht nur für die Teilnehmenden ist der Anfang mit allerlei Unsicherheiten verbunden, auch für die Leiter/-innen: Kommt das Programm an? Werden wir gut zusammenarbeiten? Werden mich die Teilnehmenden akzeptieren? Während einer internationalen Jugendbegegnung passieren sehr viele Sachen parallel und oft müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden. Außerdem bedeutet der Einsatz rund um die Uhr, eine hohe psychische und körperliche Belastung für die Leitungspersonen.

Bemühen Sie sich am ersten Tag der Begegnung um ein vertrauensvolles und ungezwungenes Kennen lernen ohne die Teilnehmenden. Halten Sie regelmäßig kleine Teamtreffen ab, um Programmpunkte zu besprechen und Abmachungen zu treffen und auch um Zeit miteinander zu verbringen. Teilen Sie die Pflichten gerecht auf und informieren Sie die Teilnehmenden über die Zuständigkeiten.

Teilnehmende haben (vor allem zu Beginn) ein großes Bedürfnis nach Orientierung und Information. Suchen Sie deswegen immer wieder das persönliche Gespräch mit ihnen und halten Sie die Gruppe bezüglich des Programms auf dem Laufenden. Besprechen Sie bei dieser Gelegenheit ihre Probleme und gehen Sie auf ihre Wünsche und Vorschläge ein.

Um Unsicherheiten und Missverständnissen vorzubeugen, können Sie jeden Morgen das Programm in der Gesamtgruppe vorstellen, offene Fragen beantworten und die Möglichkeit geben, sich zu äußern. Zum Abschluss des Tages ist es ratsam, den Tag Revue passieren zu lassen und nochmals die Gelegenheit zu geben, das Erlebte zu reflektieren. Während der Begegnung ist es für die Motivation der Gruppe wichtig, Erfolge und Teilerfolge zu benennen und die Leistung jedes einzelnen anzuerkennen.

Berücksichtigen Sie Mentalitäts- und Kulturunterschiede bei der Leitung von Gruppen! Das, was für Sie selbstverständlich ist, ist es für Menschen aus anderen Ländern, mit anderem kulturellen Hintergrund noch lange nicht. Dies betrifft Teilnehmende und Leitungspersonen gleichermaßen. Machen Sie sich deshalb mit Sitten und Bräuchen des Landes, in das Sie reisen, beziehungsweise der Länder, mit denen Sie zusammenarbeiten, vertraut und erkundigen Sie sich bei Ihren Partnern, was in ihrem Land üblich und was zu beachten ist. Wenn etwas nicht so läuft, wie Sie sich das gedacht oder geplant haben, bleiben Sie offen und denken daran, dass Sie auch immer etwas von ihren ausländischen Kollegen und Gästen lernen können.

Zu guter Letzt: Vergessen Sie nicht: Auch Sie als Gruppenleitung sollen Spaß und Freude an der Begegnung haben!

Quelle: DRJA - Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH., Praxishandbuch zum deutsch-russischen Jugendaustausch, Kapitel 8. Hamburg 2008.