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Umgang mit Krisen

Das Auftreten von kritischen Situationen oder Krisen während einer internationalen Begegnung ist relativ wahrscheinlich und nichts, wovor Sie Angst haben müssen. Es kann hilfreich sein, im Vorfeld zu bedenken, welche Schwierigkeiten während der Begegnung auftreten können, um dann im Ernstfall vorbereitet zu sein. Sie können sich zum Beispiel überlegen,

  • mit welcher Wahrscheinlichkeit etwas passieren kann (zum Beispiel beim Entstehen unvorhergesehener Kosten),
  • was Sie bedenken müssen, um unangenehme Situationen zu vermeiden (finanzielle Reserven einplanen) und
  • was Sie tun können, wenn die Krise dennoch aufgetreten ist (zum Beispiel Ausgaben an anderer Stelle einsparen).

Ziel ist es immer, den Schaden zu verringern oder Gefahrenquellen zu beseitigen. Es empfiehlt sich, bestimmte Informationen und Ressourcen für einen Krisenfall vorzubereiten, wie Kontaktlisten von Ärzten, Krankenhäuser, Botschaften, Konsulaten und andere.

Doch wann wird aus einer kritischen Situation eine wirkliche Krise? Krisen entstehen dann, wenn etwas Unvorhergesehenes zu einem ungünstigen Zeitpunkt passiert und unter Zeitdruck Entscheidungen getroffen werden müssen, zu denen das nötige Wissen oder schlicht die Erfahrung fehlt. Eine Krise für die Begegnung wäre es, wenn jeder einzelne Teilnehmende betroffen und der Erfolg der Begegnung als Ganzes gefährdet ist. Um dann eine geeignete Lösung zu finden, sollten Sie sich im Leitungsteam zusammensetzen und alle möglichen Vor- und Nachteile der einzelnen Lösungsvorschläge gemeinsam diskutieren. Es kann hilfreich sein, die Teilnehmenden in die Erarbeitung der Lösung mit einzubeziehen. Aber nicht jede Krise kann lange diskutiert werden.

Bei Krisen innerhalb der Gruppe, versuchen Sie herauszufinden, welche Gründe es dafür gibt. Sprechen Sie mit den Teilnehmenden, um zu erfahren, was in Ihnen vorgeht. Überlegen Sie gemeinsam, wie Sie am besten damit umgehen können. In jeder Begegnung gibt es einen emotionalen Tiefpunkt, bei dem die Teilnehmenden weniger motiviert, passiver oder auch mal traurig sein können. Er ist Teil der gruppendynamischen Prozesse und geht in der Regel wieder rasch vorbei.

Quelle: DRJA - Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch gGmbH , Praxishandbuch zum deutsch-russischen Jugendaustausch, Kapitel 8, Hamburg 2008.

Mehr über den Umgang mit Krisen erfahren Sie auf DIJA.de in der Toolbox Interkulturelles Lernen > Methodenbox interkulturell: Stichwort 'Konflikte & ihre Bearbeitung'.