x

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen

Programmentwicklung

Der zeitliche Rahmen

Die Entwicklung und Vorbereitung des Programms ist ein Prozess, der möglicherweise im Laufe der Zeit angepasst und geändert werden muss. Es ist dennoch wichtig, frühzeitig mit der Programmerstellung zu beginnen. Soziale Gruppenphasen wie Kennen lernen und Orientierung, Projektphasen, Zeit zur freien Verfügung sowie Auswertung und Abschied können den Rahmen bilden, den Sie schon zu Beginn bei der Planung berücksichtigen.

Programmpunkte, auf die man als Leitungsteam keinen wirklichen Einfluss hat (zum Beispiel Ankunft und Abreise der Teilnehmenden, Essenszeiten, Empfang im Rathaus, andere) können Sie als gesetzt nehmen und teilen die weiteren Programmpunkte auf die verbleibende Zeit auf. Im Anschluss daran können Sie die passenden Methoden hinzufügen. Die Gewinnung ehrenamtlicher Referent(inn)en, „prominenter“ Expert(inn)en und Besichtigungen interessanter Orte müssen langfristig geplant werden.

Verantwortlichkeiten festlegen

Es empfiehlt sich, unmittelbar mit der Programmgestaltung festzulegen, wer für was verantwortlich ist, sprich wer welche Teile vorbereitet und durchführt. Denn nichts ist unangenehmer, als unvorbereitet vor der Gruppe zu stehen und nicht zu wissen wie man den nächsten Programmpunkt gestaltet.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch zu vereinbaren, wer für welchen Teil der Vorbereitung verantwortlich ist, zum Beispiel:

  • wer schreibt die Einladung für die Referent(inn)en,
  • wer kümmert sich um die Unterkunft,
  • wer führt die Korrespondenz mit den Teilnehmenden und andere.

Hier sollten Sie klare Termine und Zeiträume festlegen, in den die vereinbarten Aufgaben erledigt werden müssen. Vergessen Sie nicht einen Zeitpuffer einzuplanen, damit Sie nicht in Zeitnot kommen, wenn etwas nicht so klappt wie geplant.

Freie und "freiwillige" Zeit einbauen

Neben der inhaltlichen Arbeit am Thema sollte es unbedingt auch genügend Zeit geben, in denen keine geplanten Aktivitäten stattfinden. Diese „freie“ Zeit können die Teilnehmenden nutzen, um einander besser kennen zu lernen, etwas gemeinsam zu unternehmen, oder einfach auszuspannen. „Freiwillige“ Programmangebote und eine passende Umgebung (ein gemütlicher Aufenthaltsraum oder Garten, Spiel und Musik, Sportmöglichkeiten, andere) können die Interaktion zwischen den Teilnehmenden während der „freien Zeit“ fördern und möglicherweise zur Mitarbeit beim „offiziellen“ Programm motivieren. Weder Langeweile noch Terminstress sind für eine entspannte Jungendbegegnung förderlich.

Für die Gäste stellt die internationale Begegnung oft die erste Möglichkeit dar, ein bestimmtes Land zu besuchen. Sie wollen Land und Leute kennen lernen und die Umgebung (Sehenswürdigkeiten, landschaftliches Besonderheiten) erkunden. Berücksichtigen Sie auch dies bei der Gestaltung der „freien“ Zeit und machen entsprechende Angebote. Und: Jugendliche möchten selbständig, das heißt auch einmal ohne Betreuer/-innen unterwegs sein. Bestimmte (jugendspezifische) Orte sind für Jugendliche interessant, aber für Betreuer/-innen nicht wichtig. Geben Sie aus diesem Grund die Möglichkeit, zum Beispiel in Kleingruppen, die Umgebung auf eigene Faust zu erkunden.

Ideen der Teilnehmenden bei der Planung berücksichtigen

Noch ein Hinweis: Für die Identifikation der Teilnehmenden am Programm ist entscheidend, dass diese sich als aktiven Teil der Begegnung fühlen. Indem Sie die Teilnehmenden in die Planung mit einbeziehen, steigern Sie die Motivation. Falls Sie die Gruppe bereits kennen, können Sie Ideen und Anregungen der Jugendlichen erfragen und berücksichtigen. Beteiligen Sie die Gruppe bei den ersten Schritten an der Projektplanung und informieren Sie regelmäßig über den Stand der Planung und ggf. notwendige Veränderungen. Spätestens zu Beginn der Begegnung sollten sie die Erwartungen bzw. Wünsche der Teilnehmenden eruieren und diese wenn möglich in den Programmablauf einbeziehen. Z.B. können Sie erfragen, was die Teilnehmenden während der Begegnung gern tun möchten (bzw. was sie auf gar keinen Fall tun wollen) oder was sie im Gastland gerne sehen (bzw. von ihrer eigenen Umgebung gern herzeigen) möchten.

Zeitraster für die Vorbereitung und Entwicklung einer internationalen Begegnung

Mit der Planung einer internationalen Begegnung sollte mindestens ein Jahr im Voraus begonnen werden. In der untenstehenden Übersicht sind die einzelnen Schritte der Vorbereitung als Aufgaben in Zeitphasen eingeteilt.

In diesem Zeitraum sollten die Aufgaben in etwa erledigt werden, damit die Zeit am Ende, bevor es dann losgeht, nicht zu knapp wird. Je nach Begegnungsort, Teilnehmer/-innenzahl oder je nachdem, wie viele Länder an der Begegnung beteiligt sind, ändert sich die Gewichtung der einzelnen Punkte im Zeitplan oder sie erübrigen sich sogar.

Hinter jedem Thema stecken zahlreiche Arbeitspakete, die bei einer detaillierten Planung weiter aufgeschlüsselt werden müssen und an unterschiedliche Personen verteilt werden können. Welche weiteren Aufgaben, Ideen und Informationen es zu den einzelnen Punkten gibt, wird ersichtlich, wenn Sie auf die Verlinkung klicken, die Sie zu dem entsprechenden Thema in der Toolbox führt.

Phase 1: Ein Jahr vor der Begegnung

  • Thema und das Ziel der Begegnung stehen fest,
  • Suche eines geeigneten internationalen Partners zur Durchführung der Begegnung, eventuell Ausschreibung,
  • Erstellung eines groben Programmplans (Unterrichtseinheiten, Dauer der Begegnung),
  • Leitungsteam zusammenstellen,
  • Aufgabenliste zusammenzustellen und eine konkrete Aufgabenverteilung im Team vornehmen,
  • Finanzierung:

    • Kostenplan erstellen,
    • Fördermöglichkeiten suchen,
    • Antrag stellen.

Phase 2: Sechs Monate vor Beginn der Begegnung

Phase 3: Drei Monate vor Beginn der Begegnung

nach oben