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Vor Ort

Unterkunft

Die richtige Wahl des Veranstaltungsorts trägt sehr zum Gelingen der internationalen Begegnung bei. Denn schließlich will sich jeder während seines Aufenthaltes wohl fühlen. Lassen Sie sich bei der Wahl der Unterkunft nicht alleine von der Finanzierbarkeit leiten, sondern überlegen Sie stattdessen, welche Art der Unterbringung für Ihre Gruppe und das geplante Programm sinnvoll ist. Auch aus organisatorischer und pädagogischer Sicht ist dies eine wichtige Entscheidung.

Prinzipiell können Sie sich zwischen einer Unterbringung bei Gastfamilien oder einer Gruppenunterkunft entscheiden. Je nach Gruppengröße, Thema, Zielgruppe und finanziellen Mitteln kann dann die Unterkunft ganz unterschiedlich ausfallen: Von der Unterbringung in einer Jugendherberge oder auf dem Zeltplatz über Mehrbettzimmer bis hin zu Hotelzimmern ist alles denkbar. Eine gemeinsame Unterbringung und/oder gemischte Unterbringung der Gruppen ist auf jeden Fall sinnvoll.

Besonders günstig ist es auch, wenn die Räumlichkeiten und die Umgebung Gegebenheit bieten, „informell“ und auch in kleineren Gruppen freie Zeit zu verbringen. Ausreichend Platz zum Zusammensein, Diskutieren und Faulenzen tragen zu einer entspannten Atmosphäre bei.

Bedenken Sie, dass auch die Umgebung, in der die internationale Begegnung stattfindet einen Einfluss auf die Programmgestaltung und die Atmosphäre hat. Die Landschaft, das Gemeinwesen und die Besonderheiten der Region sollten deswegen in das Programm miteinbezogen werden. Eine landeskundliche Vorbereitung der Gruppe sowie Ausflüge in die Umgebung und Informationen über die Region vermitteln einen vielfältigen Eindruck von den regionalen Besonderheiten. Die Zusammenarbeit mit Institutionen oder Initiativen und der Bevölkerung vor Ort können interessante lokale Bezüge herstellen.

Verpflegung

Eng gekoppelt an die Unterkunft ist auch die Verpflegung. Die Verpflegung innerhalb einer internationalen Jugendbegegnung darf allerdings nicht nur kostengünstig sein und satt machen – sie ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendbegegnung.

Wenn alles neu ist, kann Essen, das ungewohnt ist und keine Auswahl und Abwechslung bietet, nicht nur empfindliche Mägen krank machen, sondern die Stimmung der gesamten Gruppe negativ beeinflussen. Egal ob sie selbst oder fremd versorgt werden, die Mahlzeiten sollten landestypische Essgewohnheiten berücksichtigen. Selbstverpflegung ist natürlich mehr Aufwand, bietet aber gleichzeitig die Gelegenheit für soziales und interkulturelles Miteinander und Lernen (zum Beispiel durch das Zubereiten landestypischer Mahlzeiten und Lieblingsrezepte).

Auf der anderen Seite muss die Zeit für Einkauf, Kochen und Abwasch eingeplant werden. Im Vorhinein sollten Sie genau abklären, ob Sonderwünsche beziehungsweise Diätbedürfnisse erfüllt werden müssen. Gerade Teilnehmende mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Hintergründen befolgen bestimmte Regeln bei der Ernährung (zum Beispiel kein Schweinefleisch in muslimischen Ländern). Siehe dazu auch die Toolbox Religion > Ernährung.

Denken Sie auch daran, dass Teilnehmende möglicherweise auch zwischen den Mahlzeiten Hunger oder Durst haben können. Falls es das Budget erlaubt, sollten grundsätzlich Mineralwasser und im Winter warme Getränke ausreichend zur Verfügung stehen. Andernfalls ermöglichen Sie, dass sich die Teilnehmenden vor Ort mit dem Nötigen versorgen können.

Quelle: DJO Deutsche Jugend in Europa. Internationale Begegnungen mitgestalten. Ein Handbuch zur internationalen Jugendarbeit mit, von und für Migranten.