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Transitional Justice Reconciliation Talks: A Simulation for Use in Youth and Adult Education

Das Simulationsspiel dreht sich um die Themen Übergangsjustiz und Versöhnung.

Zu diskutierende Themen in diesem Rahmen sind:

  • Internationaler Gerichtshof,
  • nationaler Gerichtshof,
  • Wahrheitskommission,
  • Entschädigungen,
  • Erinnerungskultur.

Kategorien

Konflikte & ihre Bearbeitung

Zielgruppe

Mitarbeiter/-innen in der Jugend- und Erwachsenenbildung

Gruppengröße

minimum 8 Personen; Idealgröße 16 oder 24 Personen (möglichst immer eine durch 8 teilbare Gruppengröße)

Dauer

bis zu 5 Stunden

Ziele

Mit dem Simulationsspiel sollen die Teilnehmenden Einblicke in die Dynamik und Komplexität von post-konfliktiven Lösungen erhalten sowie verschiedene Ansätze von Übergangsjustiz (transitional justice) kennen lernen.

Ziel der Verhandlungen ist es, Konsens über bestimmte Richtlinien zu erreichen, die den Friedensprozess im fiktiven Land "Zamal" vorantreiben sollen. Diese Richtlinien sind gemeinsam zu erarbeiten. Sie sollen die zu umsetzenden Maßnahmen enthalten und wie diese Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Rahmenbedingungen

Eine Person übernimmt die Moderation der Gespräche. Die Moderation legt ebenfalls die Sitzordung fest und bestimmt die Dauer der Diskussionsrunden.

Eine Person steht als Unterstützung außen vor. Diese Person nimmt nicht an den Verhandlungen teil, sondern ist für den einleitenden Teil und die nachbesprechung zuständig. Die Person darf von der Moderation oder den Interessensgruppenvertreter/-innen angesprochen werden, um eventuelle Fragen in Bezug auf den Zeitplan oder Spielregeln zu klären. Im Idealfall tritt diese Person aber während des Simulationsspiel nicht in Erscheinung.

Vorbereitung

Recherche zum Thema Übergangsjustiz

Rollenkarten vorbereiten

Ablauf

Vorbereitung: maximal 1 Stunde (moderiert durch die unterstützende Person)

  • Einleitung: 15 Minuten
  • Einlesezeit: 30 Minuten (je nachdem)
  • Strategieentwicklung in den Interessensgruppen: 15 Minuten

Durchführung (Spiel): maximal 3 Stunden

Nachbesprechung (Auswertung): maximal 45 Minuten (moderiert durch die unterstützende Person)

Material

Informationen zum Szenario des Simulationsspiel sowie Hintergrundinformationen zum Thema Übergangsjustiz

Rollenkarten für die verschiedenen Interessensvertreter/-innen:

  1. UN-Institution für Übergangsjustiz (Gesprächsmoderator)
  2. Vertretung der Armee des Landes "Zamal"
  3. Vertretung der Volksbefreiungsallianz (politischer Flügel der Volksbefreiungsarmee)
  4. Mitglied der Nationalen Republikanischen Partei
  5. Mitglied der Vereinten Demokratischen Front
  6. Mitglied der Partei Frauen in Aktion
  7. Mitglied der Partei Kampf gegen Straffreiheit
  8. Nichtregierungsorganisationen "Gegen das Vergessen"

Auswertung

In der Auswertung sollten folgende Punkte angesprochen werden:

  • Erläuterung der Rollenverteilung und der damit zu vertretenden Ziele und Absichten
  • Sicht der Teilnehmenden auf ihre Rollen: Was war interessant? Was war schwierig? Was waren die Herausforderungen?
  • Was haben die Teilnehmenden im Spiel gelernt?
  • Einschätzung der Lösungsvorschläge: Wie realitätsnah und umsetzbar sind die Vorschläge?
  • bei Arbeit mit jüngeren Teilnehmenden: Schwierigkeiten von politischen Verhandlungen und Entscheidungen erläutern sowie auf die Bedeutung von Kompromissen eingehen

Hinweise

Das Simulationsspiel wurde von Fatimah Asghar, Subhash Ghimire, Katarzyna Jakubowska, Fitz King, Maciej Krasniewski, Evelyn Maib und Sophie von Hatzfeldt im Rahmen eines internationalen Workshops von Humanity in Action 2010 entwickelt und im Dezember 2011 modifiziert.

Hintergrund

Das Setting ist frei erfunden. Das Land "Zamal" hat 15 Jahre Unterdrückung durch ein Regime und einen brutalen Bürgerkrieg hinter sich. Der nun herrschende Frieden wirft Fragen nach der Zukunft des Landes auf und den Maßnahmen, die zu ergreifen sind, um mit der schwierigen Vergangenheit des Landes umzugehen.