x

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen

Methodenbox Interkulturell

Methodenspeicher

Ihr Methodenspeicher ist leer.

Krisenkontrollzentrum

Bearbeitung "kritischer Situationen" in Bereichen wie Moderation, Präsentation, Projektmanagement, Teamentwicklung etc. zur Reflexion und Ergänzung von Bewältigungsstrategien und konkreten Verhaltenstipps.

Kategorien

Konflikte & ihre Bearbeitung, Train the Trainer

Zielgruppe

Jugendliche, Multiplikator(inn)en, Fachkräfte

Gruppengröße

10 bis 50 Personen

Dauer

1-2 Stunden

Ziele

  • Vorliegende Lösungshinweise zu kritischen Situationen aufnehmen und reflektieren
  • In kurzen, intensiven Diskussionen weitere Bewältigungsstrategien und Verhaltenstipps erarbeiten und dokumentieren
  • Ideensammlung als Übersichts"galerie" bzw. für schriftliche Dokumentation visualisieren

Rahmenbedingungen

Inhaltliche Voraussetzung ist eine Themensammlung "kritischer Situationen" sowie das Vor­liegen erster Hinweise zu ihrer Bewältigung. Außerdem sollte die Gesamtgruppe über eine gemeinsame Arbeitssprache verfügen – oder die schriftlichen Unterlagen müssen mehr­sprachig erstellt werden.

Zur Durchführung wird ein ausreichend großer Raum (zur Not mehrere kleine Räume) benötigt, in dem alle Teilnehmer/-innen, aufgeteilt in Dreier- bis Fünfergruppen, arbeiten können, ohne sich gegenseitig zu stören. Pinnwände (oder geeignete Wandflächen) und Tische sollten in der Anzahl der Kleingruppen vorhanden sein.

Vorbereitung

Zu einem definierten Problemfeld (z.B. "Schwierige Situationen in der Moderation von Großgruppen") werden kritische Situationen gesammelt, z.B. aus Dokumentationen früherer Veranstaltungen zum Thema, durch eine Vorabfrage im Teilnehmerkreis oder ein Brainstorming im Leitungsteam. Die Situationen werden stichwortartig auf Moderationskarten geschrieben oder ausgedruckt, z.B. "Allgemeines Schweigen zu Beginn einer Plenumsdiskussion" oder "Probleme mit der Medientechnik". (Eine Auswahl an Beispielen finden Sie im unten stehenden Download.)

Zu jeder Problemsituation werden konkrete Handlungsvorschläge als erste Lösungsideen zusammengestellt (durch Expertenbefragungen, aus Trainersicht oder aus früheren Veranstaltungen zum Thema, vgl. die Beispielsammlung unten) und in großer Schrift auf einem DIN A4-Bogen ausgedruckt.

Titelkarten (sichtbar) und dazugehöriger Lösungsbogen (verdeckt) werden zusammen in Klarsichthüllen gesteckt.

Die Anzahl der zu bildenden Kleingruppen (je 3 bis 5 Teilnehmer/-innen) wird kalkuliert und Arbeitsstationen in entsprechender Anzahl werden vorbereitet, idealerweise in einem gesonderten Raum: Pinnwände mit davor gestelltem Arbeitstisch und der nötigen Anzahl von Stühlen werden entlang der Wände platziert, mit den Arbeitsflächen zur Wand, so dass in der Mitte des Raumes eine freie Fläche bleibt. Die Stationen werden mittels Nummerkarten an der nach innen weisenden Seite durchnummeriert.

Die Klarsichthüllen mit den kritischen Situationen werden gleichmäßig auf die Stationen verteilt und nebeneinander an den Pinnwänden angebracht. Auf jedem Tisch werden Moderationskarten, Stifte und Pinnwandnadeln bereit gelegt.

An der Stirnseite des Raumes wird ein Flipchart mit der Arbeitsanleitung (siehe unten stehenden Download) aufgestellt.

Ablauf

Vor dem Betreten des Krisenkontrollzentrums werden die Teilnehmer/-innen gebeten, sich in die vorab kalkulierte Anzahl von Task Forces (je 3 bis 5 Personen) aufzuteilen. Jede Task Force erhält die Nummer ihrer Startstation.

Im Krisenkontrollzentrum erläutert die Moderation kurz, knapp und präzise den Ablauf anhand des Anleitungsplakats, klärt eventuelle Verständnisfragen und bittet die Task Forces, sich an ihre jeweiligen Startstationen zu begeben.

Während der Bearbeitung steht die Moderation zur Klärung von Verständnisfragen zur Verfügung und signalisiert die Übergänge zur zweiten und dritten Arbeitsphase nach 10 bzw. 20 Minuten.

Nach einem deutlichen Abschlusssignal am Ende der dritten Arbeitsphase werden die Pinnwände mit der Arbeitsfläche in den Raum hinein gedreht und die Teilnehmer/-innen eingeladen (ggf. in Verbindung mit einer Kaffeepause), sich die erarbeiteten Ergebnisse in Ruhe anzuschauen und zu zweit oder zu dritt zu besprechen.

Material

  • Vorbereitete Moderationskarten mit Problemtiteln
  • DIN A4-Bögen mit Lösungs­hinweisen
  • Klarsichthüllen

Für jede Station:

  • Pinnwand
  • Tisch und Stühle in der Anzahl der größten Kleingruppe
  • Moderationskarten, Stifte, Pinnwandnadeln
  • Flipchart mit vorbereitetem Anleitungsplakat

Auswertung

Zusätzlich zur Ergebnisgalerie sollten Informationsfragen und Vertiefungswünsche in einer anschließenden Plenumsrunde gesammelt und systematisch bearbeitet werden, zum Beispiel in Form von Rollenspielen zu besonders bedeutsamen Problemsituationen.

Zur Ergebnissicherung sollten die vorgegebenen und die ergänzten Lösungsideen in schrift­licher Form als Nachschlagewerk zur Verfügung gestellt werden.

Hinweise

Das Krisenkontrollzentrum sollte durchaus spannungsvoll inszeniert werden: geheimnisvolle Vorankündigungen im Programm, dramatische Musik- und Lichteffekte zur Begrüßung und zur Kennzeichnung der Phasenwechsel sowie entsprechende Wortwahl ("May the Force be with you!") am Ende der Einweisung und sonstige Science-Fiction-Versatzstücke tragen zur Motivierung und Aktivierung der Teilnehmer/-innen bei.

Zeitplan:

  • Einweisung in der Gesamtgruppe (5 Minuten)
  • drei Kleingruppenphasen à 10 Minuten (30 Minuten insgesamt)
  • Ergebnis-Galerie (10 Minuten, bei Kombination mit Kaffeepause entsprechend länger)
  • eventuell Auswertung/Nachbearbeitung im Plenum (15 bis 60 Minuten)

Varianten

Falls keine vorbereiteten Lösungsideen zur Verfügung stehen, können diese auch vollständig von den Task Forces erarbeitet werden, die dann jedoch mehr Zeit pro Arbeitsphase benötigen (je 15 bis 20 Minuten).

Quelle

transfer e.V.