Methodenbox Interkulturell

Methodenspeicher

Ihr Methodenspeicher ist leer.

Obstsalat

Übung zu Sprachanimation und Spracherwerb, die für multinationale Gruppen geeignet ist.

Kategorien

Kommunikation & Sprache

Zielgruppe

Multinationale Gruppe

Gruppengröße

Rund 10 bis 20 Personen

Dauer

Ca. 15 Minuten

Ziele

  • Abbau von Sprachhemmungen
  • spielerisches Erlernen einiger Worte
  • „Aufwärmen“

Rahmenbedingungen

Ausreichend großer, möglichst leerer Raum.

Vorbereitung

Obstsorten in den verschiedenen Sprachen am besten vorher auf Flipchart oder Pinnwand schreiben. Kann auch gemeinsam mit den Teilnehmer(inne)n gemacht werden, dann entsprechend mehr Zeit einplanen.

Ablauf

Jede/-r Spieler/-in bekommt eine Obstsorte zugeteilt, so dass mindestens drei Spieler/-innen eine Obstsorte darstellen. Sobald der/die Spieler/-in in der Mitte eine Obstsorte nennt, müssen diese „Früchtchen“ den Platz wechseln. Ruft er „Obstsalat!“, müssen alle den Platz wechseln.

Es kann zur Erleichterung einige Runden lang nur in einer Sprache gespielt werden. Eine anspruchsvollere Variante besteht darin, mehrere (alle?) Fremdsprachen gleichzeitig zuzulassen, was v.a. die Sprecher/-innen der kleineren Sprachen ausnahmsweise auch mal begünstigt. Die benutzten Wörter sollten jedoch für alle sichtbar aufgeschrieben werden.

Material

  • Flipchart oder Pinnwand
  • Stifte

Auswertung

Es ist keine Auswertung vorgesehen.

Varianten

Man kann natürlich auch andere Wörtergruppen benutzen. Wichtig dabei ist es, für sie einen übergeordneten Begriff zu finden (wie z.B. Obstsalat). So könnte man für das Spiel Koffer Bekleidungsstücke oder für das Spiel Zoo Tierarten suchen.

Die Übung ist für andere Sprachen adaptierbar.

Hintergrund

In vielen internationalen Jugendbegegnungen kennen die Teilnehmer/-innen die Partnersprache nicht oder nur wenig, so dass die Verständigung schwierig ist, will man sich nicht von vornherein auf Englisch oder Deutsch beschränken. Es stärkt aber das Gruppenklima und das Selbstgefühl, wenigstens einige Worte oder Sätze in der Partnersprache äußern zu können bzw. es schafft einen anderen Zugang zur Sprache, Gelerntes ohne „Leistungsdruck“ anwenden zu können. Daher wird die so genannte „Sprachanimation“ eingesetzt, um Hemmungen zu nehmen, für die fremde Sprache zu sensibilisieren und den Spracherwerb zu fördern.

Quelle

Tandem, Deutsch-Polnisches Jugendwerk (Hrsg.): Deutsch-polnisch-tschechische Sprach­animation bei Jugendbegegnungen. Dokumentation eines von Tandem und DPJW durchgeführten Workshops. Erstellt von Katerina Karl Brejchová und Hansjürgen Karl.