Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Für den Kinder- und Jugendbereich relevante Ministerien sind:

Weitere Informationen zu den Arbeitsbereichen der Ministerien hier... (pdf-Dokument, 138 kb)

Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Die großen überregionalen Jugendbewegungen des Landes haben sich im Rat der Jugendbewegungen (Moezet Tnuot Hanoar) zusammengeschlossen. Er ist der wichtigste jugendpolitische Dachverband Israels. Die Jugendbewegungen definieren sich politisch und religiös sehr unterschiedlich. Folgende Verbände gehören dem Rat an (siehe Jugendverbandsarbeit > Überregionale Jugendverbände):

  • Ariel (religiöse Jugendbewegung)
  • Betar Brit Trumpeldor (Bund Joseph Trumpeldor)
  • Bnei Akiwa (Söhne Akiwas)
  • Esra (religiöse Jugendbewegung)
  • Ha’ichud Hachaklai (Landwirtschaftunion)
  • Hamachanot Ha’olim (Einwanderer-Scharen)
  • Hanoar Hadati Haowed Wehalomed (Religiöse Arbeitende und Lernende Jugend)
  • Hanoar Hale’umi Haowed Wehalomed (Nationale Arbeitende und Lernende Jugend)
  • Hanoar Ha’owed Wehalomed (Arbeitende und Lernende Jugend)
  • Hanoar Hazioni (Die Zionistische Jugend)
  • Haschomer Hazair (Junger Wächter)
  • Hazofim (Pfadfinder)
  • Makabi Zair (Junge Makabäer)
Seminar der lokalen Jugendräte in Pequiin, Chanuka 2006 (Foto: Homepage CHEWRA WENOAR; 28.12.06)

Der Nationale Schüler- und Jugendrat (Moezet Talmidim Wenoar Arzit) ist die landesweite Gesamtvertretung der Schüler/-innen und Jugendlichen in Israel. Er setzt sich aus 45 gewählten Vertreter(inne)n zusammen, die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen repräsentieren: säkulare, religiöse, arabische, drusische und beduinische. Aufgaben und Arbeitsschwerpunkte wurden 1996 von damals 726 Delegierten gemeinsam erarbeitet, verabschiedet und in dem Dokument „11 Grundsätze“ festgehalten. Innerhalb des Erziehungsministeriums wurde im Amt für Gesellschaft und Jugend (Chewra Wenoar) das Referat für Schüler- und Jugendräte (Jechida L’moazot Talmidim Wenoar) eingerichtet, um die Arbeit der Räte in Schulen, Gemeindeeinrichtungen und Jugendverbänden zu unterstützen.

Auf örtlicher Ebene sind in den Schulen Schülerräte (Moazot Talmidim) aktiv. Sie vertreten die Interessen der Schülerschaft gegenüber der Schulleitung, praktizieren demokratische Prinzipien innerhalb der Schule und arbeiten mit anderen örtlichen Schüler- und Jugendräten zusammen. Aus ihrer Mitte werden gewählte Delegierte in acht  regionale Schüler- und Jugendräte (Moazoth Hatalmidim Wehanoar Hamechosiot) entsandt. Über 30 600 Schüler/-innen engagierten sich in 750 Schülerräten des Landes. Vertretungen der Schüler- und Jugendräte beteiligen sich an Sitzungen von Gemeinderäten, der Erziehungskommissionen des Parlaments und des Erziehungsministeriums.

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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Auf städtischer und gemeindlicher Ebene sind die Ämter für Jugend, Sport und Freizeit für Jugendhilfe und Jugendpolitik zuständig. In Zusammenarbeit mit Behörden, Eltern, Schulen und Nachbarschaftsausschüssen entwickeln und organisieren die einzelnen Referate der Jugendabteilungen kulturelle, sportliche und pädagogische Jugendprogramme. Die Aktivitäten beziehen sich auf Jugend- und Gemeindezentren, soziale Dienste, Sommer- und Freizeitprogramme, Kultur- und Sportveranstaltungen, Fortbildungs- und Qualifizierungsangebote für Jugendarbeiter. Die Jugendämter kooperieren eng mit den örtlichen Vertretungen des Erziehungsministeriums und des Wohlfahrtministeriums.

Leo Baeck-MATNASS in Haifa (Grafik: Website HACHEWRA LMATNASSIM 18.6.08)

MATNASS ist das hebräische Kürzel für Zentrum für Kultur, Jugend und Sport (MERKAS TARBUT, NOAR WESPORT), im Plural wird von MATNASSIM gesprochen. Vor allem in kleineren Orten und Entwicklungsstädten sowie in sozial benachteiligen Nachbarschaften mit wenig Angeboten zur Freizeitgestaltung sind die Zentren für Kultur, Jugend und Sport beliebte Gemeindezentren mit vielfältigen Programmen für Bevölkerungsgruppen unterschiedlichen Alters. Sie verfügen über Sportanlagen, Klubräume, Kinos, Theater, Musik, Sprachkurse und bieten Freizeitaktivitäten und Abendschulungen an. Die Zentren sind selbstständige Einrichtungen, werden jedoch vom Erziehungsministerium gefördert. Etwa 21 % der jüdischen und 25 % der arabischen Oberschüler/-innen nehmen an Aktivitäten teil.

Als Dachverband der etwa 180 Gemeindezentren mit 816 Zweigstellen fungiert die 1969 gegründete Vereinigung der MATNASSIM in Israel (HACHEWRA L’MATNASSIM B’ISRAEL). Darin arbeiten Vertreter des Ministeriums, städtischer und gemeindlicher Behörden sowie freier Trägerorganisationen zusammen. Die Vereinigung ist eine der wichtigsten jugendpolitischen Institutionen in Israel. Sie beschäftigt in ihrer Zentrale etwa 500 und im Land insgesamt etwa 18 000 Angestellte. Das Gesamtbudget beträgt mehr als 1,25 Milliarden Schekel. Jugend- und Gemeindezentren in freier oder kommunaler Trägerschaft arbeiten auch ohne der Vereinigung der MATNASSIM formal anzugehören in pädagogischen und jugendpolitischen Fragen mit ihr zusammen.

Um Einsparungsmöglichkeiten für staatliche Unterstützungen zu prüfen, kündigte das Finanzministerium 2005 die versuchsweise Privatisierung von bis zu 10 % der Programme in den MATNASSIM an, um deren Aktivitäten effizienter und kostengünstiger zu machen. Die Vereinigung der Zentren protestierte scharf. Privatisierungsmaßnahmen müssten zu einer Ausdünnung und qualitativen Verschlechterung des Gesamtangebotes führen und seien sozial ungerecht, weil sie finanziell schwache Nachbarschaften und Entwicklungsstädte benachteiligten, wo die Angebote der MATNASSIM besonders wichtig seien.

Die Gemeindeschule (BEIT SEFER KEHILATI) ist eine verbreitete pädagogische Einrichtung des so genannten informellen Erziehungssystems, der außerschulischen Bildungsarbeit. Nach Beendigung des Unterrichts fungieren das Gelände und die Räume der Schulen als Gemeindezentren für Jugendliche des Ortes. Insgesamt gibt es 250 solcher Gemeindeschulen in Israel, davon 70 in arabischen Gemeinden. In den Gemeindeschulen wird Jugendarbeit mit Gemeinwesen-, Eltern- und Schülerarbeit verknüpft.

Die außerschulische Bildungsarbeit in Israel ist stark durch Programme von Nicht-Regierungsorganisationen geprägt. Die meisten haben sich auf besondere Schwerpunktthemen und Aktivitäten spezialisiert und werden durch das Erziehungsministerium unterstützt. Verschiedene gesellschaftspolitische Gruppen und Strömungen in Israel unterhalten eigene Bildungsstätten und Tagungshäuser mit jugendpolitischer Zielsetzung, die von Organisationen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit genutzt werden. 

In der außerschulischen Jugendarbeit wird die Aus- und Fortbildung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen pädagogischen Fachkräften durch staatliche oder unabhängige Einrichtungen gefördert. Jugendleiterinnen und Jugendleiter werden in Kursen und Seminaren der großen Jugendverbände ausgebildet. Es ist auch möglich, an entsprechenden Lehrgängen und Kursen von Bildungseinrichtungen teilzunehmen, die spezifische Konzepte und Arbeitsschwerpunkte anbieten.

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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Eine zentrale Rolle bei der Formulierung aktueller jugendpolitischer Themen nimmt der Arbeitsbereich Gesellschaft und Jugend (MINHAL CHEWRA WENOAR) im Erziehungsministerium ein. Hier werden Konzepte und Bildungsprogramme entwickelt und jährlich landesweite jugendpolitische Schwerpunktthemen proklamiert. Trotz der Vielfalt und der Verschiedenheit der Programme lassen sich zentrale Themengebiete vergangener Jahre unter folgenden Überschriften zusammenfassen: 

  • Einheit und Vielfalt 
  • Einwanderung und Zionismus 
  • Toleranz und Demokratie 
  • Bürgerschaft und Engagement 
  • Krieg und Frieden 
  • Erinnern und Gedenken 
  • Gewalt und Drogen 
  • Umwelt und Natur 
  • Bildung und Arbeit 

Sie werden hier skizziert und im Kapitel Kinder- und jugendpolitische Strukturen > Aktionsprogramme durch aktuelle Projektbeispiele illustriert.

Dialog zwischen Säkularen und Religiösen (Foto: Website Gescher)

EINHEIT UND VIELFALT
Die Stärkung und Festigung individueller und kollektiver jüdisch-zionistischer Identität gilt in Israel als zentrales jugendpolitisches Anliegen. Angesichts vielfältiger innergesellschaftlicher Spannungen ist die Schaffung und Bewahrung der Einheit der Nation (ICHUD LE’UMI) ein gesamtgesellschaftliches Anliegen. Auf die Vermittlung verbindender Werte wird großen Wert gelegt, auch wenn diese politisch, kulturell oder religiös sehr unterschiedlich und zum Teil gegensätzlich definiert werden. Es geht zum Beispiel um die Eingliederung der Neueingewanderten und ihre Beziehungen zu den Alteingesessenen (OLIM CHADASCHIM und WATIKIM), um die Verbesserung des Verhältnisses zwischen jüdischer und arabisch-palästinensischer Bevölkerung in Israel (JEHUDIM und ARAWIM), um den Umgang mit Konflikten zwischen Säkularen und Religiösen (CHILONIM und DATI’IM), um den Abbau der Spannungen zwischen westlich und orientalisch geprägten Bevölkerungsgruppen (ASCHEKNASIM und MISRACHIM), um die Überwindung sozialer Unterschiede zwischen Großstädten und Entwicklungsstädten, um die Durchsetzung von Frauenrechten und den Dialog zwischen den Generationen.

EINWANDERUNG UND ZIONISMUS
Die zionistische Grundüberzeugung von der Notwendigkeit eines jüdischen Staates prägt Gesellschaft und Politik in Israel. Der Staat Israel wird auch als Heimstätte für alle noch in der Diaspora lebenden Jüdinnen und Juden angesehen. Der jüdisch-arabische Konflikt und judenfeindliche und israelfeindliche Einstellungen in vielen Teilen der Welt haben zu einer Stärkung jüdisch-zionistischer Identität geführt. Traditionelle jüdische Werte werden betont, um jüdische Identität, zionistische Ideale und das israelische Nationalbewusstsein zu stärken. Themen wie staatliche Selbstbehauptung, Wahrung der kollektiven Identität und Eingliederung der Neueingewanderten bilden inhaltliche Schwerpunkte jugendpolitischer Arbeit.

TOLERANZ UND DEMOKRATIE
Erziehung zu Toleranz und demokratischen Werten hat in einer Gesellschaft, deren Einwohnerschaft zu einem großen Teil aus Ländern ohne ausgeprägte demokratische Traditionen stammt und die seit Jahrzehnten immer wieder in Notstands- und Kriegssituationen lebt, einen besonders hohen Stellenwert.

Unterschiedlich - aber gleichwertig (Plakat zum Unabhängigkeitstag 2000)

Entsprechende Programme zur Demokratieerziehung und Konfliktlösung versuchen, an Bürger- und Menschenrechten orientierte Werte und Einstellungen zu vermitteln, Zivilcourage zu fördern und gegen Vorurteile und rassistische Einstellungen zu wirken. Gegenstand aktueller Programme zum Thema Toleranz und Demokratie ist auch das Spannungsverhältnis zwischen Staat und Religion in Israel, das sich als jüdischer und demokratischer Staat definiert. Dabei geht es um die Frage nach dem zukünftigen Verhältnis von religiösen und nicht-religiösen Bevölkerungsgruppen und Verbänden und Parteien im Land.

BÜRGERSCHAFT UND ENGAGEMENT
Freiwilliges Engagement in sozialen, kulturellen und politischen Organisationen hat in Israel eine stark ausgeprägte Tradition. Ohne ehrenamtliche Arbeit könnten viele sozialpolitischen Projekte und Initiativen nicht existieren. Ein erklärtes Ziel jugendpolitischer Arbeit ist, mehr junge Menschen zu freiwilligem Engagement für ihre Gemeinde, ihre Gesellschaft und ihren Staat zu motivieren. Entsprechende Programme werden von staatlicher Seite stark unterstützt. In vielen gesellschaftlichen Bereichen des Landes finden sich Einsatzstellen für Freiwilligendienste, auch in jüdischen und sozialen Organisationen im Ausland. Durch Erziehungsministerium und Lokalbehörden werden besondere Anstrengungen unternommen, Gruppenleiter/-innen und pädagogische Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit zu qualifizieren und zu begleiten. Staatliche und nichtstaatliche Bildungseinrichtungen fördern die Aus- und Weiterbildung von Engagierten in der Jugendarbeit.

Kind mit Schutzmaske gegen Gasangriffe (Foto: Website PIKUD HAOREF)

KRIEG UND FRIEDEN
Menschen in Israel sind vom ersten Tag der Staatsgründung 1948 an bis heute mit Gewalt, Terror und Krieg konfrontiert. Damit verbundene Fragen und Probleme prägen das israelische Alltagsleben. Ein Leben angesichts der potentiellen Möglichkeit eines Kriegs mit Massenvernichtungswaffen und andauernder Terroranschläge bringt besondere pädagogische und jugendpolitische Herausforderungen mit sich. Hoffnung und Sehnsucht nach Frieden werden immer wieder enttäuscht. Mangelnde Perspektiven auf eine grundsätzliche Verbesserung der Situation bringen die Gefahr der Resignation, Verhärtung oder Flucht mit sich. Verschiedene jugendpolitische Programme versuchen, dem entgegenzuwirken und thematisieren Krieg, Terror und den jüdisch-arabischen Konflikt. Sie bemühen sich um ein Verständnis der vielschichtigen Ursachen von Spannungen, um die Entwicklung von Gesprächs- und Streitkulturen und um Verständnis für Kompromisse. Internetgestützte Foren bieten Kindern und Jugendlichen Raum, Ängste, Wut und Zweifel zum Ausdruck zu bringen und untereinander auszutauschen.

ERINNERN UND GEDENKEN
Eine sehr jüdische Form des Gedenkens ist Erinnern durch Forschen und Lehren. Außerhalb der Schulen bemühen sich verschiedene jugendpolitische Einrichtungen um eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart der Geschichte. Bei der Entwicklung eines historischen Bewusstseins und einer eigenen Identität wird der Beschäftigung mit den eigenen familiären und kollektiven Wurzeln große Bedeutung zugemessen. Einen zentralen Stellenwert in der Gedenk- und Erinnerungsarbeit nehmen Geschichte und Folgen des nationalsozialistischen Judenmordes ein. Die SCHOA (Holocaust) wird in den größeren Zusammenhang von Judenfeindschaft und Überlebenskampf in der Geschichte des jüdischen Volkes und Israels eingeordnet. In den vergangenen Jahren ist eine vergleichende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen kollektiven Erinnerungen und Narrativen verschiedener Völker und Nationen hinzugekommen. Eine Herausforderung stellt das Spannungsverhältnis zwischen spezifisch jüdischen und universalen Deutungen der Geschichte dar.

Todesgefahr Ecstasy (Grafik: Website Regierungsbehörde für Kampf gegen Drogen)

GEWALT UND DROGEN
Gewalt (ALIMUT) gegen Jugendliche, Jugendgewalt und Jugendkriminalität sind in Israel breit diskutierte Themen. Gewalt an Schulen, in Jugendgruppen und in Familien ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem. Fälle sexuellen Missbrauchs in Institutionen hohen öffentlichen Ansehens wie Armee, Kibbuzbewegung oder religiösen Schulen schockierten in den vergangenen Jahren die Öffentlichkeit. Untersuchungen unter Jugendlichen konstatierten einen dramatischen Anstieg des Drogenmissbrauchs. Jugendpolitik versucht darauf durch breite Aufklärungs- und Informationsarbeit, spezielle Beratungsstellen, Antigewalt-Programme und Schulungsprogramme zu reagieren. Mit Unterstützung verschiedener Ministerien (Erziehung, Gesundheit, Wohlfahrt) betreiben staatliche Institutionen, gemeinnützige Vereine und Stiftungen Beratungs- und Hilfsprojekte für Jugendliche zur Gesundheitsvorsorge und Hilfe in Krankheits- und Notfällen. Besondere Schwerpunkte liegen in der Suchtprävention und Anti-Drogenberatung.

UMWELT UND NATUR
Israelinnen und Israelis fühlen sich traditionell stark mit ihrem Land und der Schönheit der Natur verbunden. Das Prinzip des Lernens in der Natur ist in der Jugendarbeit stark verbreitet und oft verbunden mit Wanderungen und Ausflügen (TIJULIM). Obwohl die Öffentlichkeit heftig auf Umwelt zerstörende Pannen und Skandale reagiert, genießen ökologische und umweltpolitische Fragen im allgemeinen Bewusstsein noch keinen dauerhaft hohen Stellenwert. Das Ministerium für Umweltschutz (MISRAD L’HAGANAT HASSWIWA) arbeitet eng mit dem Dachverband der MATNASSIM und örtlichen Gemeindezentren sowie Natur- und Umweltschutzgruppen zusammen. Seine Erziehungsabteilung kümmert sich um Informations- und Bildungsarbeit im außerschulischen Bereich. In Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden arbeiten im Land etwa 40 Erziehungszentren für Umwelt an der Qualifizierung der Lehrerschaft, der Unterstützung von schulischen Lernprogrammen und der Entwicklung von örtlichen Aktivitäten und Veranstaltungen. Dazu gehören Schulwettbewerbe, Jugendwanderungen und Foto- oder Kunstprojekte.

Chemistry Olympics for High School Students (Grafik: Website Technion 18.6.08)

BILDUNG UND ARBEIT 
Schulische und berufliche Qualifizierung Jugendlicher und junger Erwachsener sind aktuelle jugendpolitische Schwerpunktthema innerhalb der Arbeitswelt. Dabei geht es vor allem um die Betreuung Jugendlicher aus eingewanderten Familien und Entwicklungsstädten mit einem hohen Anteil von Arbeitslosen. Oftmals handelt es sich um so genannte Schulabbrecher-Jugend (NOAR MENUTAK) ohne schulischen oder beruflichen Ausbildungsabschluss. Das Erziehungsministerium und Bildungsinstitutionen auf regionaler Ebene bieten Fortbildungsmaßnahmen für Pädagog(inn)en an und unterstützen deren berufliche Weiterbildung. Eine Reihe neuer Programme führt Kinder und Jugendliche mit Mitteln des elektronischen Datenaustausches an die praktisch unbegrenzten Lernmöglichkeiten des 21. Jahrhunderts heran. Dadurch sollen die enorme Kluft zwischen Zentrum und Peripherie innerhalb des Landes verkleinert und die Distanz zwischen Israel und der Welt verringert werden.

In der außerschulischen und schulischen Jugendarbeit werden zu den genannten kinder- und jugendpolitischen Schwerpunktthemen Aktionsprogramme entwickelt. Den Kurzbeschreibungen praktischer Beispiele folgen Links zu Einrichtungen und Institutionen, die sich mit den genannten Themen beschäftigen. 

Kurzbeschreibungen und Links hier...

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