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Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Präsidentenpalast in Helsinki.
Präsidentenpalast in Helsinki.Bild: anneileino / pixabay.com

Die Verantwortung für den Bereich Jugendarbeit und -politik obliegt dem Ministerium für Bildung und Kultur (Opetus-ja kulttuuriministeriö, www.minedu.fi/OPM/?lang=en), das für Bildung, Forschung, Kultur, Jugend und Sport zuständig ist. Die Ministerin heißt Ms. Sanni Grahn-Laasonen.

Innerhalb des Ministeriums ist die Unterabteilung für Jugendpolitik (Youth Policy Division), die in der Abteilung für Kultur, Sport und Jugendpolitik angesiedelt ist, für Jugendfragen verantwortlich. Die Tätigkeit dieser Unterabteilung umfasst: 
• Jugendarbeit und Jugendaktivitäten, 
• die Koordinierung der Jugendpolitik, 
• die Verbesserung der Lebensbedingungen junger Menschen, 
• die Vorbeugung von Rassismus und Förderung der Beziehungen zwischen den Ethnien.

Neben dem Ministerium für Bildung und Kultur spielt auch das Ministerium für Soziales und Gesundheit (www.stm.fi) eine Rolle in der Jugendarbeit, zum Beispiel im Bereich der Kinderhilfe oder der gesundheitlichen Aufklärung. Auch das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft (www.tem.fi/?l=en) trägt seinen Teil zur Jugendpolitik bei – unter anderem bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Nach dem Gesetz über die Jugendarbeit müssen zudem das Büro des Premierministers und die anderen Ministerien sektorübergreifende Entwicklungsmaßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Jugendlichen umsetzen. Auf nationaler Ebene werden diese Maßnahmen vom Ministerium für Bildung und Kultur koordiniert, auf regionaler Ebene von den Provinzbehörden und auf lokaler Ebene von den Kommunen.

Schaubild zu den Strukturen der Jugendarbeit in Finnland - Quelle: Finnisches Unterrichtsministerium: Jugendarbeit und Jugendpolitik, Grundinformation Jugend, Helsinki 2007
Schaubild zu den Strukturen der Jugendarbeit in Finnland - Quelle: Finnisches Unterrichtsministerium: Jugendarbeit und Jugendpolitik, Grundinformation Jugend, Helsinki 2007
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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Die Jugendarbeit wird in Finnland in drei Bereiche unterschieden: 
• die gesellschaftlichen Tätigkeiten von Jugendlichen selbst, 
• die unterschiedlichen Verbesserungsmaßnahmen für die Jugendarbeit und 
• die Dienstleistungen, die diese beiden Bereiche miteinander verbinden. 

Langfristiges Ziel der finnischen Regierung ist es, die Jugendarbeit neben der Schulpolitik zu einem zweiten Standbein zur Förderung der aktiven Bürgerschaft Jugendlicher zu entwickeln. Hierbei lässt sich die Regierung von dem Grundsatz leiten, dass Jugend nicht in Problemkategorien gesehen werden darf, sondern die zentrale Zukunft und Kraftreserve des Landes ist, die es in jeder Hinsicht zu fördern gilt. 

Im Dezember 2011 hat die finnische Regierung das Programm für die Kinder- und Jugendpolitik 2012-2015 verabschiedet. In diesem werden die Ziele, Schwerpunkte und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen definiert. Dieses Programm ist der Nachfolger und die Weiterentwicklung des Programms für die Kinder- und Jugendpolitik von 2007-2011, welches das erste sektorübergreifende Regierungsprogramm in dem Themenfeld seit 1979 war. Nach dem Gesetz über die Jugendarbeit von 2006 muss das Programm für die Kinder- und Jugendpolitik alle vier Jahre erneuert werden. Es steht in enger Verbindung mit weiteren Regierungsprogrammen zum Beispiel im Bereich Gesundheit oder Beschäftigung.

In dem Regierungsprogramm wurden unter anderem folgende kinder- und jugendpolitischen Schwerpunkte und Ziele festgelegt: 

  • Die Bürgerkompetenz der Kinder und Jugendlichen soll gefördert und der Gemeinschaftssinn gestärkt werden,
  • Alle Kinder und Jugendlichen haben die gleichen Chancen an kulturellen, sportlichen und anderen freizeitlichen Aktivitäten teilzunehmen,
  • Jugendliche finden Arbeit und die Jugendarbeitslosigkeit sinkt,
  • Diskriminierende und rassistische Bewegungen werden unterbunden,
  • Jungen und Mädchen haben die gleichen Rechte und Möglichkeiten,
  • Jugendliche haben die Möglichkeit, unabhängig zu leben,
  • Ungeachtet ihrer Herkunft haben alle Kinder und Jugendlichen Zugang zu guter Bildung,
  • Ein gesunder Lebensstil von Kindern und Jugendlichen wird durch vorbeugende Maßnahmen gefördert,
  • Alle Angelegenheiten, die Kinder, Jugendliche und Familien betreffen, werden kompetent und in enger und guter Zusammenarbeit aller Beteiligten verwaltet. 

Das gesamte Programm für die Jahre 2012-2015 kann in englischer Sprache unter www.minedu.fi/export/sites/default/OPM/Julkaisut/2012/liitteet/OKM8.pdf?lang=en abgerufen werden.

Das vorherige Programm für die Jahre 2007-2011 finden Sie hier unter www.minedu.fi/export/sites/default/OPM/Julkaisut/2008/liitteet/opm21.pdf?lang=en.
Auf der Grundlage des Programms für die Kinder- und Jugendpolitik 2007-2011 wurden weitere Programme für bestimmte Zielsetzungen ausgearbeitet, unter anderem das Programm für das Wohlergehen von Kindern, Jugendlichen und Familien (www.minedu.fi/lapset_nuoret_perheet/Osa-alueet/Lapset/?lang=en). Dieses hat folgende Schwerpunkte:  

  •  eine kinderorientierte Gesellschaft 
  •  Wohlergehen von Familien 
  •  Vorbeugung von sozialer Ausgrenzung 

"Avartti – Die jungen Leute tun’s!"(http://avartti.fi) ist ein zielorientiertes und langfristig angelegtes Aktivierungsprogramm im Bereich der vorbeugenden Jugendarbeit, das in Finnland seit 1999 umgesetzt wird. Das Programm wird in unterschiedlichen Formen und unter verschiedenen Namen in mehr als 100 Ländern angeboten. Avartti richtet sich an junge Leute zwischen 14 und 25 Jahren. Auf drei Ebenen (Bronze, Silber, Gold) können die Jugendlichen im Rahmen von künsterlischen, sportlichen und dienstleistungsorientierten Aktivitäten sowie "Abenteueraufgaben" für sechs bzw. zwölf Monate aktiv werden. Das Programm soll die Ausdauer und aktive Bürgerschaft von Jugendlichen fördern, ohne Konkurrenzsituationen zu schaffen. Begleitet werden die Jugendlichen dabei unter anderem von Fachkräften der Jugendarbeit, Lehrer(inne)n, Eltern sowie Haupt- und Ehrenamtlichen aus dem Sportbereich. Mittlerweile hat sich Avartti zu einer anspruchsvollen Methode der Jugendarbeit entwickelt, die sowohl von Organisationen als auch von Kommunen, Kirchengemeinden und Schulen bei ihrer Erziehungsarbeit als Arbeitsmittel genutzt wird.

2005 verabschiedete die finnische Regierung den Aktionsplan "A Finland Fit for Children", über den die UN-Kinderrechtskonvention in Finnland umgesetzt wird. Dabei wurden folgende Ziele festgelegt: 

  • Kinder erhalten zuhause Liebe und Fürsorge,
  • Kinder haben sichere und lang anhaltende Beziehungen und eine Umgebung, die ein Gefühl von Sicherheit vermittelt,
  • Kinder haben Zugang zu allen grundlegenden und speziellen Serviceeinrichtungen, die sie benötigen, sowie ein gesichertes Auskommen,
  • Kinder genießen steigende Partizipationsmöglichkeiten im Alltag,
  • Kinderrechte sind weithin bekannt. 

Um diese Ziele zu erreichen wurden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, so beispielsweise die Kinderechte im Lehrplan zu verankern und die Zahl von Kinderparlamenten auszuweiten. Darüber hinaus wurde das Amt einer bzw. eines Ombudsfrau/-man für Kinder eingerichtet. 

Die Jugendakademie (www.nuortenakatemia.fi), eine Kooperation großer Jugend- und Sportverbände in Finnland, hat ein Studienbuch für Freizeitaktivitäten entwickelt, in dem junge Leute ab einem Alter von 13 Jahren ihre freiwilligen Aktivitäten verzeichnen (lassen) können. Ziel ist die Förderung der Anerkennung von freiwilligem Engagement. Es bezeugt die Initiative eines jungen Menschen, seine langjährigen Verpflichtungen, seine Führungsqualitäten etc. und kann unter Umständen Anerkennung bei der Bewerbung um einen Studien- oder Ausbildungsplatz finden oder sogar als Ersatz für bestimmte Studieninhalte gelten. Mittlerweile wurde das Studienbuch über 13 000 Mal verteilt.

Weitere Aktionsprogramme gibt es im Kultur- und Sportbereich. Eine Beschreibung ist in den entsprechenden Unterkapiteln im Kapitel Kinder- und Jugendhilfe in der Praxis zu finden.

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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Auf nationaler Ebene
Als Sachverständigenorgane stehen dem Ministerium für Bildung und Kultur der staatliche Beirat für Jugendfragen sowie der Bewertungs- und Zuwendungsausschuss zur Seite (www.minedu.fi/OPM/Nuoriso/nuorisoasiain_neuvottelukunta/?lang=en).

Die Mitglieder/-innen des staatlichen Beirats für Jugendfragen (Nuorisoasiain neuvottelukunta - Nuora) werden für vier Jahre vom Staatsrat berufen. Vorgeschlagen werden sie von überregionalen Jugendorganisationen sowie von Organisationen und Vereinigungen, die in der Jugendarbeit aktiv sind. Zentrale Aufgabe des Beirates für Jugendfragen ist es, das jährliche jugendpolitische Entwicklungsprogramms mit vorzubereiten und dessen Umsetzung zu verfolgen und zu überwachen. Des Weiteren ist es Aufgabe des Beirats, die Standpunkte Jugendlicher in die Beschlussfassungen von Regierung und Parlament einzubringen. Er fungiert als Sachverständiger bei der Behandlung von Fragen der Jugendarbeit und -politik sowie der Lebensbedingungen von Jugendlichen. Die Sachkenntnis des Beirates wird in erster Linie von den verschiedenen Parlamentsausschüssen und den Ministerien genutzt. Der Beirat verfasst darüber hinaus Stellungnahmen zu allgemeinen Diskussionen. 

Eine weitere wichtige Tätigkeit des Beirats ist die Publikation von Daten über die Lebensbedingungen und Einstellungen von Jugendlichen. Die wichtigsten Publikationen sind das jährliche Jugendbarometer, in dem die Werte und Einstellungen von Jugendlichen abgefragt werden, sowie die Jahresbücher, die die Lebensbedingungen Jugendlicher beschreiben. Außerdem veröffentlicht der Beirat Untersuchungen zu den politischen Einstellungen und den Wahlaktivitäten Jugendlicher und unterhält eine Internetdatenbank zu den Lebensbedingungen von Jugendlichen.

Der Beirat arbeitet in enger Kooperation mit anderen Akteuren der Jugendarbeit wie zum Beispiel Jugendorganisationen, Jugendforschungsinstituten, Vertreter(inne)n der kirchlichen Jugendarbeit sowie den Ministerien zusammen. 

Der Bewertungs- und Zuwendungsausschuss unterbreitet dem Ministerium für Bildung ud Kultur jedes Jahr einen Vorschlag für die Verteilung der staatlichen Fördermittel auf die nationalen Jugendorganisationen. Darüber hinaus bewertet er das Förderungssystem und unterstützt dessen Weiterentwicklung. Die Mitglieder/-innen des Ausschusses werden von den nationalen Jugendorganisationen nominiert.

 

Jugendforschung wird in Finnland hauptsächlich von den Universitäten und der finnischen Jugendforschungsgesellschaft (Nuorisotutkimusseura, www.nuorisotutkimusseura.fi/en) betrieben. Die Hauptaufgabe der Jugendforschungsgesellschaft ist es, die interdisziplinäre Jugendforschung in Finnland zu fördern und entsprechende Forschungsergebnisse zusammenzustellen und zu verbreiten. Die Gesellschaft fördert nationale und internationale Kooperation zwischen Forscher(inne)n, Universitäten, Verwaltung und Parteien. Durch das 1999 gegründete Jugendforschungsnetzwerk führt die Jugendforschungsgesellschaft eigene Studien durch und fördert die Forschung anderer. Schwerpunkt der Forschungsvorhaben sind dabei Jugendliche im Übergang von der Schule in den Arbeitsmarkt, die Jugend- und Ausbildungskultur sowie die Werte junger Menschen in Finnland.

Im Rahmen der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention wurde in Finnland 2005 das Amt einer bzw. eines Ombudsfrau/-mann für Kinder eingerichtet (www.lapsiasia.fi/en/frontpage). Erste Ombudsfrau wurde Maria Kaisa Aula, aktuell ist Tuomas Kurttila Ombudsmann für Kinder. In Kooperation mit staatlichen Stellen, Organisationen, Forschungseinrichtungen und Interessengruppen setzt sie sich für die Rechte und Interessen von Kindern ein.

Auf regionaler Ebene
Finnland setzt sich aus den fünf Provinzen Südfinnland, Westfinnland, Ostfinnland, Oulu und Lappland (plus die autonome Provinz Åland) zusammen. Im Provinzialverwaltungsgesetz wird vorgeschrieben, dass jede Provinzialverwaltung über eine Jugendabteilung verfügen muss. Dieses ist meistens Teil der Bildungs- und Kulturabteilung.

Die Jugendarbeit der Provinzen wird vom Ministerium für Bildung und Kultur gesteuert, was in der Praxis bedeutet, dass Ministerium und Provinzialverwaltung dreijährige Zielvereinbarungen verabschieden, die jährlich überprüft werden. Auf diesen Zielvereinbarungen basieren die finanziellen Mittel, die das Ministerium für Bildung und Kultur für die regionale Ebene zur Verfügung stellt. 

In den Zielvereinbarungen sind unter anderem folgenden Aufgaben festgelegt:

  • Gewährung regionaler Entwicklungsbeihilfen für die Jugendarbeit,
  • Bewertung der Basisdienstleistungen der kommunalen Jugendarbeit,
  • Schulungen zu aktuellen Entwicklungen der Jugendarbeit,
  • Organisation von regionalen Verhandlungstagungen für die Jugendarbeit,
  • regionale Beobachtung, Bewertung und Entwicklung der Entwicklungs- und Lebensbedingungen Jugendlicher,
  • regionale internationale Zusammenarbeit der Jugendarbeit,
  • Unterstützung der Jugendwerkstätten,
  • Unterstützung der Nachmittagsbetreuung von Schüler(inne)n,
  • sonstige vom Ministerium für Bildung und Kultur zugewiesene Aufgaben. 

2006 hat das Ministerium den Provinzen für ihre Jugendarbeit Mittel in Höhe von 450 000 Euro bewilligt.

Auf kommunaler Ebene
In Finnland gibt es 415 Kommunen. Ihre Aktivitäten bilden die Basis für die staatliche Jugendarbeit. Derzeit haben nur 12 Kommunen einen separaten Jugendausschuss, in den meisten anderen ist der Jugendbereich mit dem Sport-, Kultur- oder Bildungssektor kombiniert. Insgesamt sind in der kommunalen Jugendarbeit rund 3400 Jugendmitarbeiter/-innen beschäftigt.

Neben der Förderung von Jugendorganisationen und Freizeitaktivitäten von Jugendlichen besteht ein vorrangiges Ziel der lokalen Jugendarbeit darin, die Lebensbedingungen der Jugendlichen zu verbessern. Aufgaben der kommunalen Jugendarbeit sind unter anderem

Rote Holzhäuser am Fluss in Porvoo.
Rote Holzhäuser am Fluss in Porvoo.Bild: LUM3N 7 pixabay.com
  • die Förderung der aktiven Staatsbürgerschaft von Jugendlichen,
  • die pädagogische Anleitung von Jugendlichen, 
  • die sportliche, kulturelle, internationale und multikulturelle Jugendtätigkeit,
  • die Umwelterziehung Jugendlicher,
  • der Unterhalt von Jugendräumen und Freizeitgestaltungsmöglichkeiten,
  • die Bereitstellung von Informations- und Beratungsdienstleistungen für Jugendliche,
  • die Arbeit mit jugendlichen Migrant(inn)en,
  • die Unterstützung von Jugendvereinen und Jugendgruppen,
  • der Unterhalt von Werkstätten für arbeitslose Jugendliche,
  • Sucht- und Drogenprävention,
  • die Organisation der Nachmittagsbetreuung für Schüler/-innen.
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Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Der nationale Jugendrat Finnlands ist die Finnische Jugendkooperation Allianssi (Suomen Nuorisoyhteistyö Allianssi, www.alli.fi/etusivu). Allianssi wurde 1992 gegründet, hatte aber mehrere Vorläuferorganisationen. Heute sind unter ihrem Dach mehr als 100 Mitgliedsorganisationen vereint - bildungs- und freizeitorientierte Organisationen genauso wie politische Jugendorganisationen, Pfadfinder und kirchliche Gruppen. Darüber hinaus gibt es mehrere persönliche Mitglieder.

Neben ihrer Funktion als Vertretung der Interessen von Jugendlichen und Jugendorganisationen gegenüber Regierung, Parlament, Verwaltung und Öffentlichkeit fungiert Allianssi als Serviceeinrichtung für Jugendarbeiter/-innen, bietet aber auch direkte Angebote für junge Leute. So sammelt und vermittelt Allianssi Informationen, die die Jugend betreffen, und ist Träger einer Bibliothek für Jugendpolitik (die einzige dieser Art im nordischen Raum) sowie des Internetangebots Jugendinfohaus (www.nuorisotiedonkirjasto.fi/english/) für Fachkräfte der Jugendarbeit und junge Leute (Kurzinfo auf Englisch). Außerdem fördert Allianssi das Konzept der Jugendinformation, repräsentiert die Informationszentren im Bereich der internationalen Zusammenarbeit und bietet Dienstleistungen für lokale Zentren an. Darüber hinaus gibt Allianssi neben zahlreichen Informationsbroschüren die Zeitschrift Nuorisotyö (Jugendarbeit) heraus, fördert den Jugendtourismus und -austausch, vermittelt Au-pair-Stellen, Workcamps, Freiwilligenstellen etc. und organisiert Studienreisen ins Ausland.

In Deutschland kooperiert Allianssi mit dem Deutschen Bundesjugendring (www.dbjr.de), dem Deutschen Nationalkomitee für internationale Jugendarbeit (www.d-n-k.org) sowie mit IJAB – Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (www.ijab.de). Auf europäischer Ebene ist Allianssi ein aktives Mitglied des Europäischen Jugendforums (www.youthforum.org) und vertritt Finnlands in der European Youth Information and Counselling Agency (ERYICA, http://eryica.org). Darüber hinaus kooperiert Allianssi eng mit den nationalen Jugendräten der Region, zum Beispiel im Rahmen des Nordischen Rates sowie der Ostsee- und der Barentssee-Kooperation.

Lokale Jugendräte
Mit Blick auf eine weiterhin zu stärkende Jugend sind in mittlerweile 200 Gemeinden lokale Jugendräte (auch als Jugendforen oder Jugendparlamente bezeichnet) eingerichtet worden. Sie dienen als Kanäle für die Beteiligung von Jugendlichen an lokalen Entscheidungsprozessen und setzen sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in ihrer Gemeinde ein. Die Jugendräte variieren bezüglich ihrer Organisation und Zusammensetzung ihrer Mitglieder. Ihre Arbeit wird von Allianssi unterstützt.

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