Gesetzliche und finanzielle Grundlagen

Relevante Gesetze
Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen
Finanzierung

Relevante Gesetze

Folgende Gesetze und Verordnungen regeln die Aufgaben des Jugendministeriums

Die Mitgliedschaft in einem Jugendverein ist freiwillig. Für die Mitgliedschaft sind keine speziellen Voraussetzungen (zum Beispiel im Bereich der Bildung) erforderlich. Die Jugendvereine sind anerkannt als Träger, die zur Erziehung und Bildung beitragen. Dabei setzen die unterschiedlichen Vereine verschiedene Schwerpunkte in ihrer Arbeit.

Gesetzliche Grundlage für die Gründung von Jugendvereinen ist das Gesetz vom 1. Juli 1901. Hier wird unter anderem festgelegt, dass jeder Verein seine Gründung der Préfecture des Departement erklären muss. Die Genehmigung als Jugendverein arbeiten zu können, wird vom Jugendministerium erteilt.

Frankreich hat die Internationale Kinderrechtskonvention unterzeichnet und anerkannt.

Weitere kinder- und jugendrelevante Gesetze

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Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Im Gegensatz zum deutschen Jugendschutzgesetz setzt sich der Schutz der Minderjährigen (Jugendliche unter 18 Jahren) in Frankreich aus den verschiedensten Gesetzen und Bestimmungen zusammen.
Während die deutsche Gesetzgebung direkt die Gruppe der Minderjährigen anspricht, bezieht sich das französische Gesetz auf einen bestimmten Bereich, in dem Verpflichtungen für die Nutzer entstehen. Beispielsweise findet sich ein Teil der Bestimmungen zum Alkoholkonsum im Gesetz zur Regelung des Getränkeausschanks.
Gemäß article 388 du Code civil (Art. 388 Bürgerliches Gesetzbuch) gilt eine Person bis zur Vollendung des 18. Lebensjahr als minderjährig. Jugendliche sind Personen bis 21 oder 25 Jahren.

Mit 15 Jahren darf man:

Mit 16 Jahren darf man:

Mit 17 Jahren darf man:

Mit 18 Jahren darf man:

Mit 21 Jahren darf man:

Mit 23 Jahren darf man:

Jugendliche unter 13 Jahren dürfen sich zwischen 23.00 und 6.00 Uhr nur in Begleitung eines Erwachsenen oder Erziehungsberechtigten auf öffentlichen Plätzen aufhalten.

Straffällig gewordene Kinder und Jugendliche, die mindestens 10 Jahre alt sind, können vom Jugendgericht strafrechtlich verurteilt werden, wenn die Umstände und die Persönlichkeit des Straftäters dies rechtfertigen. Jugendliche Delinquenten zwischen 13 und 18 Jahren können gegebenenfalls unter richterliche Aufsicht gestellt werden.

Links
http://www.protection-of-minors.eu/de/country/FR - Informationen zum Kinder- und Jugendschutz in Europa der BAG Kinder- und Jugendschutz
http://www.ambafrance-de.org/Jugendschutzbestimmungen-in-Frankreich -Jugendschutzbestimmungen in Frankreich
www.jcomjeune.com/ - Website zu Kinder- und Jugendrechten in Frankreich
http://wiki.crin.org/mediawiki/index.php?title=France - Wiki zu Kinderrechten in Frankreich
http://www.bag-jugendschutz.de/PDF/MDA12-Laender_einzeln/Jugendschutzbestimmungen_Frankreich.pdf - Europäischer Jugendschutzatlas Frankreich der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz

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Finanzierung

Sechs Euroscheine hängen an der Leine.
Sechs Euroscheine hängen an der Leine.Bild: Bru-nO / piaxabay.com

Staatliche nationale Förderung

Auf staatlicher Seite wird die Jugendarbeit im Wesentlichen aus Mitteln des Ministeriums für Frauenrechte, Stadt, Jugend und Sport finanziert.

Im Jahr 2009 wurde der Fonds d’Expérimentation pour la Jeunesse (FEJ) aufgelegt, aus dem innovative Maßnahmen gefördert werden, die den Bedürfnissen von Jugendlichen unter 25 Jahren gerecht werden. Vorrangige Ziele des FEJ sind die Förderung schulischer Erfolge und die Verbesserung der sozialen und beruflichen Integration Jugendliche. 545 geförderte Projekte, die ein weites Spektrum an Themen umfassen, wurden bis Anfang 2012 durch den FEJ gefördert. Alle Projekte werden extern evaluiert mit dem Ziel, die effektivsten Programme zur Begleitung Jugendlicher beim Übergang zu erfassen, um die Jugendpolitik mit neuen Maßnahmen zu bereichern. Bisher wurden über 462 000 Jugendliche in Frankreich von FEJ geförderten Maßnahmen erreicht. Der FEJ verfügt über ein Budget von 156 Millionen Euro für den Zeitraum zwischen 2009 und 2014. Die Gelder stammen teils aus privaten teils aus öffentlichen Mitteln.

Das französische Außenministerium fördert den internationalen Jugendaustausch mit Hilfe zweier Programme:

  • Programme Jeunesse/Solidarité Internationale (J.S.I.)
    Programm zur Förderung gemeinsamer, solidarischer und dauerhafter Maßnahmen zwischen Jugendlichen im Rahmen der Nord-Süd-Kooperation 
  • Programme Ville Vie Vacances/Solidarité Internationale (VVV/SI)
    Programm zur Förderung der Teilnahme von benachteiligten Jugendlichen an internationalen Solidaritätsmaßnahmen insbesondere in den Ländern Afrikas 

Außerdem fördern die Verwaltungsorgane auf regionaler Ebene, die Conseils Régionaux, die Jugendarbeit mit Mitteln aus ihren Kassen. 

Private und sonstige Finanzierungsquellen

Die nichtstaatlichen Finanzierungsquellen der Jugendarbeit in Frankreich resultieren, ähnlich wie in Deutschland, aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Stiftungsgeldern und Sponsoring. Genaue Angaben über die Höhe und den Anteil dieser Mittel an der gesamten Jugendarbeit lassen sich nicht machen.

Einige wichtige Stiftungen, die in Frankreich Kinder- und Jugendprojekte unterstützen, sind: Fondation pour l'EnfanceFondation de la deuxième chanceFondation de la vocationFédération Nationale de la Mutualité Française (FNMF)Fondation Ronald McDonaldFondation RATP, Fondation Air France (AF)Fondation Adecco.

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