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Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Griechenland war traditionell ein Auswanderungsland – viele Griechen sind im 20. Jahrhundert als "Gastarbeiter" ausgewandert. Doch seit 1991 wurde Griechenland langsam zu einem Einwanderungsland, welches besonders viele Personen aus der Nachbarschaft nämlich Albanien und Bulgarien anzog. Durch die wirtschaftliche Krise und den Zuwachs an Geflüchteten hat sich beim Thema Migration und Integration vieles im Land verändert.

In Griechenland gibt es 26 interkulturelle Schulen. (Liste dieser Schulen: https://edu.klimaka.gr/leitoyrgia-sxoleivn/diapolitismika/548-katalogos-sxoleia-diapolitismikis-ekpaideyshs.html)
Diese hatten sich seit ihrer Einführung das Ziel gesetzt, Diskriminierung zu beseitigen und ausländische Schüler/-innen durch den Austausch mit inländischen Schüler(inne)n allmählich in die Schulgemeinde zu integrieren. Mit der Zeit entwickelten sich die interkulturellen Schulen jedoch zu „Ghettos“, da griechische Eltern es vermieden, ihre Kinder dorthin zu schicken. (Siehe: Tsaliki, 2016: http://www.uav.ro/jour/index.php/jpe/article/view/656/720)
Weitere Infos zu den Multikulturellen Svhulen finden Sie unter: http://www.multicultural-schools.eu/el/.

Zwei der beliebtesten Schulen für Griechischunterricht für Migrant(inn)en sind die Migranten-Sonntagsschule im Athener Stadtteil Exarcheia und die Odysseus-Solidaritätsschule in Thessaloniki. In beiden Einrichtungen wird ehrenamtlich unterrichtet.

Im Schuljahr 2010/2011 waren 79 057 ausländische Kinder in Grundschulen eingeschrieben, von denen 43 285 in Griechenland geboren waren.
Auf die Kinder, die in Griechenland geboren waren, folgten jene, die in Albanien (24 130), in der ehemaligen UdSSR (2506, von denen viele Rücksiedlerstatus haben), in Ländern der Europäischen Union (5417, davon 1150 in Deutschland) sowie in asiatischen (1098) und arabischen Ländern (672) geboren waren.
In Attika kommen 14% der Schüler/-innen aus dem Ausland, in den Schulen Athens sind es jedoch drei von zehn. Der Ausländeranteil pro Schule bewegt sich zwischen 5,4% und 83,74%. (Quelle: Griechisches Nationales Statistisches Amt)

Im Schuljahr 2011/2012 waren 128 000 Ausländer/-innen und Rücksiedler/-innen in Kindergärten, Grund- und Sekundarschulen eingeschrieben, was einen rasanten Anstieg von 93 650 im Schuljahr 2001/2002 bzw. 45 717 im Schuljahr 1995/1996 bedeutet. (Quelle: Griechisches Nationales Statistisches Amt)

Seit dem Ausbruch der Krise hat sich jedoch die Zusammensetzung dieser Schülergruppe verändert. Viele Albaner/-innen, Pole(inne)n und Bulgar(inn)en, die sich über Jahre in Griechenland niedergelassen hatten, kehrten aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in ihre Herkunftsländer zurück. Der Rückmigrationsfluss hat sich seit Ausbruch der Wirtschaftskrise im Jahr 2011 verstärkt. Dazu gibt es momentan keine genauen Zahlen.

Geflüchtete in Griechenland
Durch den Krieg in Syrien und die große Ankunft von Flüchtlingen in Griechenland seit 2012 hat sich die Anzahl der Migrant(inn)en aus Syrien, sowie anderen arabischen Ländern, Afghanistan, Pakistan und dem Irak erhöht. Laut Schätzungen sind zwischen 2015-2017 über eine Million Personen durch Griechenland gereist. Ihr Ziel ist die Niederlassung in Zentral- oder Nordeuropa (Quelle: http://migration.iom.int/europe/). Viele von den Geflüchteten, die momentan in Griechenland leben, nehmen an Integrations- und Bildungsprogrammen teil. Zu den NGOs, die dieses Ziel verfolgen, gehören ELIX und Arsis.

Unter den Geflüchteten gibt es auch viele unbegleitete Minderjährige. Die Zahl wird momentan auf ca. 3000 geschätzt.
(Quelle: Growing number of unaccompanied refugee and migrant children in Greece in urgent need of shelter, care and protection. ReliefWeb vom 27.Oktober 2017.)

Zu den NGOs, die sich intensiv mit diesem Thema befassen, gehört auch Faros. Einer der wichtigsten Träger zum Schutz von minderjährigen Geflüchteten und von Geflüchteten generell ist das „Griechische Konsortium für die Flüchtlinge“.

Gesetzesnovelle für die Einwanderer zweiter Generation
Die Kinder, die in den 90er Jahren mit ihren Familien nach Griechenland gekommen und im Land geblieben sind, stellen die Einwanderer der zweiten Generation dar. Da sie bis vor Kurzem große juristische Probleme in Bezug auf ihre weitere Aufenthaltsberechtigung im Land hatten, haben sie sich zusammengetan, um dieselben Rechte einzufordern, die in anderen EU-Ländern gewährt werden.

Im Jahr 2015 wurde das Gesetz 4251/2014 für die Einwanderer zweiter Generation bezüglich der Verleihung der griechischen Staatsbürgerschaft verabschiedet. Die Gesetzesnovelle verbessert die Rechte von Einwandererkindern und erleichtert die Einbürgerung. Einwanderer der zweiten Generation erhalten die griechische Staatsbürgerschaft, wenn sie in Griechenland geboren sind und zur Schule gegangen sind. (Quelle: Griechenland Zeitung, Deutschlandfunk)

Einen großen Beitrag zur Änderung des Gesetzes leistete die Jugendorganisation Generation 2.0., die sich intensiv mit der Integration von jungen Migrant(inn)en in Griechenland beschäftigt.

Das Ministerium für Migration und neue Integrationsstrategie
Griechenland hat ein Ministerium für Migration, welches sich mit der Integration von Nicht-Griech(inn)en und dem Umgang mit Geflüchteten auseinandersetzt. Das Ministerium hat eine „Nationale Strategie zur Integration von Bürgern aus Drittstaaten“ erstellt.
(Quelle: http://www.ypes.gr/UserFiles/f0ff9297-f516-40ff-a70e-eca84e2ec9b9/ethnikisratig_30042013.pdf).

Das Kapitel „Kinder, Jugendliche und zweite Generation von Migranten“ der Nationalen Strategie zur Integration von Bürgern aus Drittstaaten setzt die Ziele für die Integration der nicht-griechischen Kinder und Jugendlichen, die Information der ausländischen sowie der inländischen Eltern, die Schaffung von Strukturen zu Unterstützung und die Schaffung von einem Konsens in der griechischen Bevölkerung.

Außerdem stellt das Ministerium für Migration monatlich Statistiken zur Verfügung, die das Alter, das Geschlecht, die Herkunft und den Wohnsitz von neuen Migrant(inn)en in Griechenland aufklärt.

Zudem hat die Aristoteles Universität Thessaloniki für das Bildungsministerium eine Strategie zur schulischen Integration von Flüchtlingskindern und Jugendlichen erarbeitet, die formale und non-formelle Bildung kombinieren soll, Stakeholder wie Schulen, NGOs und Gemeinden zusammenbringen soll und eine Öffnung der Gesellschaft für erfolgreiche Integration erzielen soll.

Das Ministerium für Bildung rechnet, dass sich ca. 2500 Flüchtlingskinder zwischen 6-16 Jahren im Land befinden und diese in ca. 1000 Schulen verteilt sind oder verteilt werden. Die Tendenz dieser Zahlen ist steigend.

Minderheiten
Roma und Sinti sind in Griechenland eine der Minderheiten, die den Staat weitgehend beschäftigen. Eins der Hauptprobleme besonders für Kinder und Jugendliche dieser Gemeinden ist der Nichtbesuch von Schulen. Das führt dazu, dass Minderjährige dieser Gemeinden weitgehend vom Staat nicht erfasst werden und keinen Ausweis oder keine Krankenversicherung besitzen. Damit ist nicht nur die Erfassung, sondern v.a. auch der Schutz von Jugendlichen schwierig. Ab den späten neunziger Jahren verfolgte Griechenland eine Integrationsstrategie, die sich im Rahmen der „Nationalen Strategie zur Integration von Roma“ gebildet hat. Diese Strategie verfolgt das Ziel, Minderjährige in den Schulen zu integrieren, die Eltern über die Vorteile des Schulbesuchs zu informieren und die Öffentlichkeit über das Zusammenleben zu informieren. Dazu arbeiten Kommunen, Gemeinden, Regionen und der Zentralstaat zusammen.1

Eine weitere Minderheit in Thrakien stellen die Pomaken (Mehr unter de.wikipedia.org/wiki/Pomaken) dar. Diese Minderheit wurde über viele Jahrzehnte diskriminiert und ausgeschlossen, jedoch verfolgt seit kurzem die griechische Regierung eine Integrationsstrategie, um den Pomaken besseren Zugang zur Bildung und zum Arbeitsmarkt zu gewähren. Dazu soll besonders für Schulkinder der bilinguale Unterricht in den Sprachen Pomakisch und Griechisch stattfinden. Diese Politik wird durch weitere schulische und außerschulische Aktivitäten begleitet.2

Oft werden Pomaken mit der Integrationspolitik für die muslimische Minderheit von Thrakien in Verbdingung gebracht. Die muslimische Minderheit, die zum größten Teil in Thrakien in den Städten von Komotini und Xanthi lebt, wurde auch weitgehend vernachlässigt. Jedoch zielt auch hier der griechische Staat auf die Integration dieser Minderheit. Dazu finden Informationskampagnen für die Öffentlichkeit sowie Informationen für Eltern von muslimischen Kindern statt. Die schulische Bildung für diese Minderheit wurde zuletzt auch entsprechend angepasst, zielt auf Inklusion statt Abgrenzung und auf Mitmachen statt Stehenlassen. Dabei finden auch hier, ähnlich zu den Programmen für die Pomaken, schulische und außerschulische Aktivitäten statt.
(Quelle: http://www.museduc.gr/el/

Inklusion

Es wird damit gerechnet, dass in Griechenland knapp 10% der Bevölkerung Menschen mit Behinderungen sind. Dabei wird nicht unterschieden, ob es eine geistige oder körperliche Behinderung ist, oder ob es sich um Autismus und Lernstörungen handelt. In Griechenland wird der Begriff „AmeA“ verwendet, der für „Atoma me Anapiria“ also „Personen mit Behinderung“ steht. Für dieses Kapitel wird das Kürzel AmeA verwendet, da die relevante Gesetzgebung sowie relevante Organisationen diesen Begriff verwenden.
(Quelle: http://www.fa3.gr/eidiki_agogi/0-AMEA-politiki-kanones-gia)

Gesetzgebung
In Griechenland wird die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt. Zudem wurde am 07.09.2017 ein neues Gesetz verabschiedet, welches a) die Zugänglichkeit von allen öffentlichen Gebäuden verbessern soll, b) Familien von Personen mit Behinderung stärker unterstützen soll, c) die Inklusion von Personen mit Behinderung in öffentlichen Gremien fördern soll, d) besondere Unterstützung von Eltern von Kindern mit Behinderung und weiteren Maßnahmen, die das Leben der Menschen mit Behinderung verbessern soll.
(Quelle: https://left.gr/news/)
Der Nationale Dachverband von Personen mit Behinderung betonte, dass dieses Gesetz nicht die alltäglichen Probleme der Menschen mit Behinderung angeht, jedoch eine gute Basis darstellt, die weiter ausgebaut werden kann.

Von staatlicher Seite
In der schulischen Bildung hat sich in den letzten Jahren die sogenannte „Spezielle Erziehung“ für AmeA durchgesetzt. Sie gilt als nationale Integrationspolitik für Kinder mit Behinderung in den Schulalltag. Spezielle Erziehung ermöglicht Kindern mit Behinderung die gängigen Schulen zu besuchen, wobei sie den Unterricht mit nicht-behinderten Kindern besuchen und durch spezialisierte Erzieher/-innen dabei unterstütz werden. Dieses Konzept wurde weitgehend von den AmeA NGOs begrüßt und soll weiter ausgebaut werden. So haben sich Integrationsschulen und Integrationsklassen gebildet, die die Integration von Kindern mit Behinderung ermöglichen sollen.
(Eine Datenbasis mit Pressmitteilungen, Gesetzgebungen sowie weiteren Daten zum Thema „Spezielle Schulen“ findet man unter: https://www.minedu.gov.gr/eidiki-agwgi-2/sxoleia-eidiki-ekpaideusi-5).

Zudem werden insgesamt 62 regionale Unterstützungszentren für Menschen mit Behinderung betrieben (Quelle Noesis mit Landkarte: www.noesi.gr/pronoise/keddy). Diese Zentren unterliegen direkt dem Bildungsministerium und widmen sich der Unterstützung von Kindern mit Behinderung. Besonderer Schwerpunkt ist der Bereich Schulbildung für Kinder mit Behinderung, Information für Eltern von Kindern mit Behinderung, Information und Unterstützung von Lehrer/-innen von Kindern mit Behinderung sowie die Verbreitung von Information an die Gesellschaft und die Öffnung der Gesellschaft für eine breitere Inklusion der Personen mit Behinderung.
(Quelle: Noesis mit Karte: https://www.noesi.gr/pronoise/keddy)

Eine weitere Einrichtung ist ELEPAP, welche als Ganztagsschule für Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen gilt und sechs Branchen in Griechenland unterhält.

Von zivilgesellschaftlicher Seite   
Die Interessenvertretung für Personen mit Behinderung ist der Nationale Dachverband von Personen mit Behinderung. Eine der wichtigsten Angelegenheiten des Dachverbands bleibt das Thema Zugänglichkeit, denn die öffentliche Infrastruktur ist weitgehend nicht behindertengerecht.

Neben diesem Dachverband bestehen unterschiedliche Vereine und Verbände für Menschen mit Behinderung wobei Kinder und Jugendliche einen besonderen Stellenwert haben. Eine Auswahl von Vereinen und Trägern finden Sie hier:

Zudem unterhält Noesis eine Google Maps-Karte mit öffentlichen, privaten und non-profit Organisationen für Menschen mit Behinderung.

Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder

Hilfe und Unterstützung für Kinder und Jugendliche bietet als zentralstaatliche Organisation das Nationale Zentrum für soziale Solidarität an, welches dem Ministerium für Arbeit, sozialer Sicherung und gesellschaftlicher Solidarität unterliegt. Darüber sind zwei nationale Hotlines organisiert, für Kinder und Jugendliche, die 24 Stunden 365 Tage im Jahr kostenlos telefonisch erreichbar sind. Themen über Kindesmissbrauch, sexuelle Gewalt, traumatische Erfahrung bis zu Pubertäts- und Schulproblemen sollen diese Hotlines abdecken. Nach einem Anruf werden Sozialarbeiter/-innen oder/und weitere zuständige Personen und Institutionen eingeschaltet, um der anrufenden Person Unterstützung zu bieten.

Diese Unterstützungsinstitutionen sind regional organisiert und unterliegen dem gleichen Ministerium. Sie heißen „Zentren der sozialen Vorsorge der Regionen“ und bestehen aus mehreren Abteilungen, darunter auch stets die Abteilung „Schutz der Kinder“. Diese Zentren bieten Schutz für Kinder und Jugendliche, kurzfristige Unterbringung, soziale und psychologische Unterstützung sowie Informationskampagnen für Eltern und die breite Öffentlichkeit an. Eine Liste mit allen Zentren der sozialen Vorsorge findet sich hier: http://www.ypakp.gr/texts/editor_uploads/pronoiaka/KKPP.pdf.

Neben den Zentren fungiert auch ein Ombudsmann für Kinder und Jugendliche. Der Ombudsmann setzt Kinderschutz, Information und die Ausbildung von Jugendberater(inne)n in den Mittelpunkt.

Hilfen für Kinder und Jugendliche werden in Griechenland von verschiedenen Trägern bereitgestellt. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele:

  • Die öffentliche Einrichtung zur Beschäftigung von Arbeitskräftepotential - OAED befasst sich mit aktiver Arbeitsmarktpolitik zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit sowie zur Förderung der Beschäftigung und Berufsausbildung von Arbeitslosen und Arbeitnehmer(inne)n durch entsprechende Programme. Gleichzeitig verwaltet sie die Maßnahmen zur Arbeitslosenversicherung, d.h. die grundlegende Arbeitslosenhilfe, die über die OAED an die Berechtigten ausgezahlt wird, aber auch andere Geld- und Sozialleistungen. Die OAED gehört dem europäischen EURES-Netzwerk an, welches das Ziel verfolgt, das Angebot an und die Nachfrage nach Arbeitsstellen auf europäischer Ebene in Einklang zu bringen.
    Zudem steht die Implementierung der Jugendgarantie in Griechenland weiterhin auf der Agenda. (Ministry of Labour, Social Security and Welfare. Directorate of Employment: Greek Youth Guarantee Implememntaion Plan. May 2014.)
  • Die SOS-Kinderdörfer sind als Organisation in Griechenland aktiv und bieten neben Unterstützung für Eltern auch gewisse Dienstleistungen für Kinder und Jugendliche an, die Schutz und Obdach benötigen.
  • Der Bund Mazi gia to paidi (Gemeinsam für die Kinder) ist eine Schirmorganisation von zehn gemeinnützigen Vereinen, die seit 1996 mit dem Ziel besteht, ihre Bemühungen zugunsten von Kindern in Not zu bündeln. Die zehn Vereine bieten jährlich koordinierte Hilfe für mehr als 30 000 Kinder, für 10 000 von ihnen systematisch.
  • Colour Youth ist die Organisation der griechischen LGBTQ-Community für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von bis zu 30 Jahren. Sie führt Informationskampagnen mit dem Ziel, die öffentliche Meinung zu sensibilisieren. Eine von ihnen trägt den Namen „Erzähl es uns“ und ermutigt Homophobie-Opfer, das Schweigen über ihre Erfahrungen zu brechen.
  • Chamogelo tou Paidiou (Das Lächeln des Kindes) ist eine Freiwilligenorganisation, die eine Reihe von Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Schutz von Kindern anbietet. Sie betreibt eine landesweite SOS-Hotline für Kinder, das nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder sowie AMBER Alert Hellas und verfügt über mobile medizinische Versorgungseinheiten und Heime für Kinder, die in der Regel auf Anordnung der Staatsanwaltschaft dorthin eingewiesen werden. Sie kooperiert mit dem europäischen Telefon für vermisste Kinder.
  • Kivotos tou Kosmou (Arche der Welt) ist eine nicht gewinnorientierte Organisation für fachliche Mutter- und Kindbetreuung, die 1998 im Athener Stadtviertel Akadimia Platonos von dem damals 26-jährigen Pater Antonios Papanikolaou gegründet wurde. Sie richtet ihr Angebot an vernachlässigte Kinder, Kinder alleinerziehender Eltern und Waisenkinder. Dank einer Freiwilligengruppe, die viele verschiedene berufliche Qualifikationen aufweist, werden in Athen 400 Kinder ab dem Säuglingsalter und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren betreut. Kinder und Jugendliche gehen nach der Schule zur Arche, die ihre Verpflegung, Bekleidung, medizinische und zahnmedizinische Versorgung, Hausaufgabenbetreuung und Fremdsprachenunterricht übernimmt. Parallel hierzu werden eine Kindertagesstätte, ein solidarischer Lebensmittelladen, eine Unterkunft für obdachlose und misshandelte Mütter sowie ein Zeltlager angeboten. Des Weiteren wird auch psychologische Betreuung und materielle Hilfe für Eltern geboten. Filialen der Arche wurden inzwischen auch in anderen Teilen Griechenlands eröffnet.