Willkommen bei den Länderinfos: VEREINIGTES KÖNIGREICH VON GROSSBRITANNIEN UND NORDIRLAND

Londoner Bauwerke vor Union Jack.
Londoner Bauwerke vor Union Jack.Bild: © E.baille / fotolia.com

Der Text gliedert sich in die vier Kapitel: 

Im Impressum erhalten Sie Informationen über Erstellungsdatum, Verfasser/-in und Ansprechpartner/-in.

Allgemeine länderkundliche Informationen - Vereinigtes Königreich

Relevante Links, die einen allgemeinen Überblick über Land und Leute geben:

Länderinformation des Auswärtigen Amts:
https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/grossbritannien-node

Informationen der Britischen Botschaft: https://www.gov.uk/government/world/organisations/british-embassy-berlin.de

Länderprofil bei Wikipediade.wikipedia.org/wiki/Vereinigtes_Königreich

Informationen des britischen Fremdenverkehrsamteswww.visitbritain.de

Grunddaten

Stonehenge.
Stonehenge.Bild: © emmi / fotolia.com

Einwohner: 64,60 Millionen (November 2017)

Hauptstadt: London
   weitere größere Städte: Birmingham, Glasgow, Liverpool, Leeds, Sheffield, Edinburgh

Amtssprache: Englisch 
   weitere Sprachen: Gälisch, Kornisch, Walisisch

Altersstruktur Kinder und Jugendliche (Mitte 2017): 
0-14 Jahre:    17,53% (männlich: 5 819 363/ weiblich: 5 532 123)
15-24 Jahre:  11,9% (männlich: 3 938 643/weiblich: 3 770 511)
25-54 Jahre:  40,55% (männlich: 13,387,903/ weiblich: 12 873 090)
55-64 Jahre:  11,98% (männlich: 3 843 268/weiblich: 3 918 244)
über 64 Jahre: 18,04% (männlich: 5 246 475/weiblich 6 439 832)

Lebenserwartung: Frauen: 83 Jahre, Männer: 78 Jahre

Bevölkerungszuwachs: Wachstumsrate: 0,52% (Stand 2017)

Verwaltung: Parlamentarische Monarchie mit Zweikammersystem
   England: 36 Bezirke, 25 Grafschaften und London
   Schottland:  32 Unitary Councils
   Wales:  22 Unitary Councils
   Nordirland:  28 Bezirke

Staatsoberhaupt: Ihre Majestät Königin Elisabeth II (Amtsantritt 6. Februar 1952; Krönung: 2. Februar 1953)

Regierungschef: Premierministerin Theresa Mary May (Conservative Party, Amtsantritt: 13. Juni 2016)

Religion: Protestanten: rund 30 Mio. Anglikaner (Church of England), 600 000 Mio. Mitglieder der Church of Scotland, 0,2 Mio. sonstige Protestanten; Katholiken: 8 Mio.; Muslime: 2 Mio.; Hindus und Sikhs: 1,2 Mio.; Juden: 300.000; Sonstige: 11 Mio.


Arbeitslosenquote: 4,39 % (2017), Jugendarbeitslosigkeit (15-24 Jahre): 14,6 % (2015)

Internationale Mitgliedschaften: Vereinte Nationen (1945), Weltbank (1945), Internationaler Währungsfonds (1945), OEEC/OECD (1948), NATO (1949), Commonwealth (1949), Europarat (1950), EG/EU (1973), Mitglied der OSZE (1973) sowie in allen wichtigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen

Quellen: Auswärtiges AmtCIA – World FactbookNationales Statistikamt des Vereinigten KönigreichsNOMIS Official Labour Market Statistics

Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen - Vereinigtes Königreich

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland. Mehr lesen unter 

Relevante Gesetze

Seit Ende der 1990er Jahre hat das britische Parlament zunehmend Kompetenzen an die regionalen Parlamente in Schottland, Wales und Nordirland abgetreten1, darunter auch die Bereiche Bildung und Jugendarbeit. In der Folge haben sich Gesetzgebung und Strukturen in den vier Landesteilen zum Teil unterschiedlich entwickelt. Die hier aufgeführten (aktuelleren) Gesetze beziehen sich deshalb weitgehend nur auf England.

In England gibt es keine nationale Gesetzgebung, die ausschließlich Kinder und Jugendliche oder Jugendpolitik betrifft. In einer Reihe von Rechtsvorschriften werden Aspekte, Bedürfnisse und Rechte Jugendlicher und deren Regulierung behandelt.

Children and Young Persons Act (1933)
Nach diesem Gesetz ist die Verabreichung von Alkohol an Kinder unter fünf Jahren gesetzeswidrig, es sei denn, es ist aus medizinischen Gründen erforderlich. Der Kauf von Zigaretten und Tabak wird ab 16 Jahren erlaubt und die Strafmündigkeit von Kindern auf 8 Jahre sowie das Mindestalter für die Todesstrafe auf 18 Jahre erhöht. Weiterhin regelt das Gesetz die Beschäftigung von Minderjährigen zwischen 13 und 17 Jahren. Einige der Regelungen, die sich auf die Beschäftigung von Kindern beziehen, haben heute noch Gültigkeit.

Ausgewählte Erweiterungen:
1955:  Maßnahmen zum Schutz von Jugendlichen vor unsittlichen Schriften
1963: Erhöhung der Strafmündigkeit auf 10 bzw. 14 Jahre
1969:  Bestimmungen über die Anordnung der Hilfe zur Erziehung durch Jugendgerichte

Education Act (1944)
Der Education Act garantiert das Recht aller jungen Brit(inn)en auf eine umfassende Bildung, unabhängig vom Vermögen und Einfluss oder der sozialen Stellung der Eltern. Im Zuge dieses Gesetzes wurde erstmals auch ein Ministerium für das Erziehungswesen eingerichtet, dem aber in erster Linie eine Schieds- und Überwachungsfunktion auf dem Felde der Bildungspolitik zukommt. Die eigentliche Schulverwaltung liegt in den Händen der kommunalen Schulbehörden.

Children Act (1989)
Mit dem Gesetz nähert sich Großbritannien den Zielen der UN-Kinderrechtskonvention an. Das Gesetz bezieht sich auf die Obhut, Erziehung und Unterstützung von Kindern in Familien sowie in Pflegeheimen, bei Tagesmüttern und in anderen Formen der Betreuung. Die Gültigkeit des Gesetzes ist auf England und Wales beschränkt. Das entsprechende Gesetz für Schottland ist der Children (Scottland) Act (1995), für Nordirland die Children (Northern Ireland) Order (1995).

Education Act (1996)
Das Gesetz verpflichtet die lokalen Behörden, Freizeit- und außerschulische Bildungsangebote (youth services) für Jugendliche bereit zu stellen.

Sexual Offences Act (2000/2002)
Der Sexual Offences Act aus dem Jahr 2000 gleicht die gesetzlichen Regelungen für sexuelle Handlungen heterosexueller und homosexueller Personen an. Für beide Gruppen sind sexuelle Handlungen jetzt ab 16 Jahren erlaubt (in Nordirland ab 17). Bei der Erweiterung im Jahr 2002 wurden alle Arten von sexuellen Übergriffen und Missbrauch sowie das Strafmaß umfassend behandelt.

Education Act (2002)
Neuregelung der Lehrpläne sowie Verpflichtung, Schüler/-innen an allen relevanten Entscheidungen die Schule betreffend zu beteiligen.

Anti-Social Behaviour Act (2003)
Neuregelung zum Umgang mit auffälligen und gewaltbereiten Jugendlichen

Children Act (2004)
Mit dem Children Act von 2004 wurde ein neuer Rahmen für die Jugendpolitik in England geschaffen, der auf das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen bis zum 19. Lebensjahr ausgerichtet ist. In Verbindung damit steht die Entwicklung des neuen Children’s Service, das heißt eine Zusammenführung von Jugend- und Sozialarbeit zu einem System ähnlich dem deutschen Jugendhilfesystem sowie Einführung eines Kinderkommissars, der den Interessen von Kindern und Jugendlichen eine Stimme verleiht.

Der Children Act 2004 legte den Grundstein für grundlegende Veränderungen im Bereich der Jugendhilfe und hatte die Implementierung neuer, verbindlicher Strukturen auf allen Ebenen zur Folge. Dazu gehören die Schaffung kommunaler, behördenübergreifender Verwaltungsstellen, neue Prüfungsvorgaben für alle staatlichen Träger und ein integrierter Qualifizierungsansatz für Mitarbeiter/-innen der Jugendhilfe. Infolgedessen wurden alle kinder- und jugendrelevanten Abteilungen unter einem Dach auf nationaler Ebene zusammengeführt. Darüber hinaus entwickelte man eine koordinierte landesweite Strategie, um relevante Dienstleistungen und Angebote für Jugendliche in allen Kommunen zu gewährleisten. Im April 2008 ging im Rahmen des Local Area Agreement die zentrale Verantwortung für die koordinierte Strategie von den Regierungsstellen auf die Kommunen über.

Nur der erste Teil des Children Act 2004 (Einrichtung von Kinderkommissar(inn)en) besitzt im gesamten Vereinigten Königreich Gültigkeit, die Teile 2 bis 5 gelten nur für England und Wales. – Weitere Informationen im Kapitel „Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder“.

Education Act (2005)
Neuregelung der Inspektion von Schulen sowie Veränderungen in der Ausbildung von Lehrer/-innen

Education and Inspections Act (2006)
Dieses Gesetz verpflichtet die lokalen Behörden, allen 13- bis 19-Jährigen einen Zugang zu so genannten positiven Bildungs- und Freizeitaktivitäten sowie entsprechenden Einrichtungen zu gewährleisten. Darüber hinaus müssen die lokalen Behörden die Meinung von Jugendlichen bei Entscheidungen, die diese Aktivitäten und Einrichtungen betreffen, berücksichtigen.

Children and Families Act (2014)
Enthält Gesetzesänderungen, die vor allem die Bereiche Adoptionsverfahren, Pflegekinder, Familiengericht und sonderpädagogischer Förderbedarf betreffen.
(Der komplette Children and Families Act 2014 steht als PDF-Download bereit unter: http://www.legislation.gov.uk/ukpga/2014/6/pdfs/ukpga_20140006_en.pdf. Einen Überblick über die Reformen des Children and Families Act 2014 auf der Website des Bildungsministeriums unter: http://www.education.gov.uk/a00221161/children-families-bill)

Children and Young People (Scotland) Act 2014
http://www.legislation.gov.uk/asp/2014/8/contents/enacted

Gesetzliche Neuregelungen finden Sie unter: www.opsi.gov.uk/legislation/uk.htm

Dossier zur Gesetzgebung im Kinder- und Jugendbereich unter http://www.oijj.org/en (englische Version)

nach oben

Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

                              

RegelungAlter

Schulpflicht*
- Beginn der Schulpflicht (Nordirland)
- Beginn der Schulpflicht (England, Wales, Schottland) 
- Ende der Schulpflicht

 

4            
5
17,18

Mündigkeit
- Bedingte Strafmündigkeit (Schottland) 
- Bedingte Strafmündigkeit (England, Wales, Nordirland)
- Sexuelle Mündigkeit für beide Geschlechter 
- Befugnis zur Heirat mit Zustimmung der Eltern
- Sexuelle Mündigkeit für homosexuelle Jugendliche in Nordirland
- Volljährigkeit

8
10
16
16
17
18

Arbeit
- Erlaubnis zur Teilzeitbeschäftigung (bis zu zwei Stunden an Schultagen und sonntags, samstags halbtags) 
- Erlaubnis zur Vollzeitbeschäftigung (ausgenommen ist die Arbeit in Bars und Wettbüros)
- Recht einer Gewerkschaft beizutreten 
- Jungen dürfen mit Einwilligung der Eltern Mitglied der Streitkräfte werden
- Mädchen dürfen mit Einwilligung der Eltern Mitglied der Streitkräfte werden


14

16
16
16
17

Recht zum Erwerb des Führerscheins
- Mopeds, Behindertenfahrzeuge und einige Traktoren
- Motorräder und PKW
- LKW und Kleinbusse bis 16 Personen
- Schwerlaster und Busse über 16 Personen

16
17
18
21
Altersbegrenzungen bei Filmen
- Für Filme der Kategorie U (Universal) bestehen keine Einschränkungen
- Für Filme der Kategorie PG (Parental Guidance) ist der Besuch der Entscheidung der Eltern überlassen
- Besuch der jeweils für die Altersgruppe freigegebenen Filme


U
PG
15, 18

Weiteres
- Kauf von Tabakwaren und Rauchen in der Öffentlichkeit erlaubt
- Erlaubnis zum Kauf von Lotterielosen
- Konsum von leichten alkoholischen Getränken in der Öffentlichkeit
- Aktives Wahlrecht
- Barbesuch und Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit erlaubt
- Passives Wahlrecht
- Befugnis zum Verkauf von Alkohol
- Adoption eines Kindes

16
16
16
18
18
21
21
21

* In Großbritannien besteht anstatt der Schulpflicht eine Bildungspflicht oder Unterrichtspflicht, die auch durch Hausunterricht oder selbständiges Lernen erfüllt werden kann. Das Alter für die (Aus)Bildungspflicht wurde im September 2013 von 16 auf 17 Jahre hochgesetzt und wird bis zum Jahr 2015 auf 18 Jahre hochgesetzt. (siehe: Raising the participation age unter: www.gov.uk)

 

Links
http://www.protection-of-minors.eu/de/country/GB - Informationen zum Kinder- und Jugendschutz in Europa der BAG Kinder- und Jugendschutz
http://wiki.crin.org/mediawiki/index.php?title=United_Kingdom - Wiki zu Kinderrechten im Vereinigten Königreich
http://www.bag-jugendschutz.de/PDF/MDA12-Laender_einzeln/Jugendschutzbestimmungen_Grossbritannien.pdf - Europäischer Jugendschutzatlas Großbritannien der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz

Finanzierung

Britische Pfundnoten.
Britische Pfundnoten.Bild: PDPics / pixaxaby.com

Staatliche nationale Förderung

Die Kinder- und Jugendhilfe im Vereinigten Königreich wird entweder durch die kommunale Ebene oder durch freie Träger umgesetzt. Die kommunale Kinder- und Jugendhilfe finanziert sich aus Zuwendungen der Zentralregierung sowie zusätzlich durch kommunale Steuereinnahmen. Der Bereich der freien Träger erhält seine Unterstützung sowohl durch die Kommunen als auch durch private Spenden und Zuwendungen diverser Wohltätigkeitsorganisationen.

Kommunen sind dazu verpflichtet, Kinder- und Jugendhilfeangebote zu machen. Finanzielle Unterstützung erhalten die Kommunen dabei durch das Regierungsprogramm “Delivering Differently for Young People“.

Landesweit wurden in Großbritannien dem Jugendbereich in den vergangenen Jahren starke finanzielle Einschränkungen auferlegt. Statistiken bezeugen die Verluste im Kinder- und Jugendhilfebereich durch jährlich Kürzungen der öffentlichen Ausgaben:

HaushaltsjahrAusgaben für Kinder- und Jugendhilfe
2010/11£ 1,2 Md
2012/13£ 791 Mio
2013/14£ 712 Mio
2015/16£ 527,9 Mio
2016/17£ 447,5 Mio
geplant für 2017/18£ 415,8 Mio

(Quelle: Official Statistics. Department for Education)

Als Folge mussten viele Träger der Kinder- und Jugendhilfe ihre Angebote einschränken oder komplett schließen, Stellen für Jugendarbeiter/-innen wurden gestrichen und Plätze für junge Menschen in der Jugendhilfe fehlen. Um die Angebote dennoch möglichst aufrechtzuerhalten, ist man auf lokaler Ebene auf freiwillige und ehrenamtliche Helfer angewiesen.

Auch in Wales sind die Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe gesunken, wie die Statistiken der Walisischen Regierung zeigen. Beliefen sich die Ausgaben im Haushaltsjahr 2013/14 noch auf £ 40,5 Millionen, verringerten sie sich im Haushaltsjahr 2014/15 auf £ 34,8 Millionen. Damit gehen ein Rückgang an Beschäftigten im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe einher und ein Rückgang der jungen Menschen, die die Angebote der Jugendhilfe wahrnahmen.

Weitere Informationen: Bericht der National Youth Agency  „Youth services in England: Changes and trends in the provision of services“ und Bericht von UNISON (Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst) “The Damage: The UK’s youth services how cuts are removing opportunities for young people  and damaging their lives

Private und sonstige Finanzierungsquellen

Das Vereinigte Königreich zeichnet sich durch eine bunte Landschaft von zahlreichen privaten und gemeinnützigen Wohlfahrtsorganisationen aus, den „Charity Organisations“, die eine Reihe von zeitlich befristeten, aber auch langfristig angelegten Projekte vorrangig im Bereich der freien Träger fördern. 

Social impact bonds sind eine Form des sozialen Investments, die auf einem "Zahlung nach Ergebnis" System basieren. Investor(inn)en fördern soziale und innovative Maßnahmen, wobei sich die Regierung erst dann finanziell beteiligt, wenn diese Maßnahmen gute Ergebnisse zeigen. Auf diese Art wurde beispielsweise der Youth Engagement Fund finanziert, der mit £16 Millionen benachteiligte jungen Menschen beim Übergang in Ausbildung und Arbeit unterstützte. 

Finanzierungsmöglichkeiten für das Jahr 2012 für Projekte und Organisationen, die mit jungen Menschen arbeiten, finden sich in der Spezialausgabe Research and Youth Policy Digest.

Eine Initiative zur Förderung von lokalen Jugendaktivitäten waren die Jugendbanken (YouthBank UK). 1999 aus einem nationalen Pilotprojekt entstanden, vergaben Jugendliche darüber Gelder an andere Jugendliche. Die Jugendbanken formierten sich auf lokaler Ebene und entschieden selbst über ihre Vergabekriterien. Sie erhielten ihre finanziellen Ressourcen durch eine Reihe von unterschiedlichen Sponsoren sowie der öffentlichen Hand. YouthBank UK war 2011 gezwungen Insolvenz anzumelden, YouthBank Scotland und YouthBank
Ireland
bestehen weiterhin.

------------------------------------------

Fußnoten:

1 Bei dieser Form der Dezentralisierung (devolved administration) handelt es sich nicht um einen Föderalismus wie in der Bundesrepublik Deutschland. Die Parlamente in den drei Landesteilen verfügen über keine eigene Verfassungsgrundlage, sondern sind von der Mehrheitsentscheidung des britischen Parlaments abhängig. In der politischen Praxis ist der Schritt zurück zum zentralistischen Einheitsstaat jedoch nicht mehr vorstellbar.

nach oben

Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Seit Juli 2016 liegt die Zuständigkeit für nationale Jugendpolitik beim Department for Culture, Media and Sport (DCMS), insbesondere beim Office for Civil Society. Seit November 2018 ist Mims Davies der Conservative Party Minister for Civil Society und somit für Jugend zuständig. Matthew Hancock ist seit dem 8. Januar 2018 Staatssekretär des Ministeriums für Kultur, Medien und Sport (Secretary of State for Culture, Media and Sport).
Das DCMS ist für den außerschulischen Bereich der Jugendpolitik zuständig. Ebenfalls in Verantwortungsbereich des DCMS fällt derbritische Freiwilligendienst National Citizen Service sowie die Unterstützung der lokalen Behörden bei der Umsetzung der Jugendhilfeangebote.

Zwischen Juli 2013 und Juli 2016 übergab die britische Regierung die Verantwortung für Jugendpolitik an das Cabinet Office. Seit September 2014 war Rob Wilson Minister für Zivilgesellschaft, für Jugendpolitik und Jugendhilfe zuständig. Zuvor war das Department for Education neben Bildung und Familie auch für die Kinder- und Jugendhilfe zuständig. Bildungsminister war seit Mai 2010 Michael Gove. Es löste mit dem Regierungswechsel im Mai 2010 das Ministerium für Kinder, Schulen und Familie (Department for Children Schools and Families) ab.

Im Department of Health ist die Gesundheitsministerin mit verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendgesundheit betraut.

Das Department for Work and Pensions ist für Jugendbeschäftigung zuständig.

In den letzten Jahren hat die britische Regierung einen Ansatz der Dezentralisierung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe verfolgt, der der lokalen Ebene mehr Verantwortung und Macht einräumt. Seitdem fallen Entscheidungen über die Bereitstellung von Angeboten und Aktivitäten der Kinder- und Jugendhilfe verstärkt auf lokaler als auf nationaler Ebene. Dies ermöglicht einerseits eine bessere Anpassung an die Bedarfe vor Ort, führt andererseits aber zu fehlenden Standards seitens der nationalen Ebene.

Aufgrund der Dezentralisierungsprozesse und der damit zusammenhängenden zunehmenden Verwaltungsautonomie in Schottland, Wales und Nordirland sind das Department for Culture, Media and Sport, das Department for Education bzw. das Cabinet Office in vielen Bereichen nur für England zuständig. Darunter fällt auch die Kinder- und Jugendhilfe. Die anderen Landesteile haben in diesen Feldern eigene Ministerien mit entsprechenden Zuständigkeiten. Insbesondere in Schottland und Nordirland können deshalb Strukturen und Terminologie abweichen. Gleichzeitig ergibt sich aus der Tatsache, dass die Bevölkerung Englands 85% der Gesamtbevölkerung des Vereinigten Königreichs ausmacht, eine gewisse Vorreiterschaft Englands bei der Entwicklung politischer Maßnahmen. So wirken sich zum Beispiel Maßnahmen in den Bereichen Beschäftigung und Jugendstrafrecht auf das gesamte Vereinigte Königreich aus. 

In Nordirland ist das Department of Education, in Schottland das Department for Education and Training und in Wales das Department for Children, Education, Lifelong Learning and Skills für Fragen der Bildung sowie der Kinder- und Jugendhilfe zuständig.

Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

In den letzten Jahren sind eine Reihe von Programmen und Initiativen von der britischen Regierung ins Leben gerufen worden, die zu nicht unerheblichen Änderungen im gesamten Sektor der Kinder- und Jugendhilfe geführt haben. Nachfolgend werden die wichtigsten dieser Programme und Initiativen aufgeführt. Sie gelten größtenteils nur für England.

Nach mehreren tragischen Todesfällen von Kindern und Jugendlichen, die auch im Zusammenhang mit einer ungenügenden Vernetzung und Kommunikation von beteiligten Einrichtungen gesehen wurden, veröffentlichte die Regierung 2003 ein Grünbuch mit dem Titel Every Child Matters. Das Papier enthält einen neuen Ansatz, nach dem alle Kinder und Jugendlichen in England von der Geburt bis zum 19. Lebensjahr unabhängig von ihrem Hintergrund oder ihrer Lebensumstände die Unterstützung erhalten sollten, die sie benötigen. Folgende Schwerpunkte, „outcomes“ genannt, stehen dabei im Mittelpunkt:

  • Gesundheit: physische und psychische Gesundheit verbunden mit einem gesunden Lebensstil; 
  • Sicherheit: geschützt sein vor Schaden und Verwahrlosung; 
  • Freude und Erfolg: Spaß am Leben und den eigenen Fähigkeiten entwickeln; 
  • einen positiven Beitrag leisten: in die Gemeinschaft einbezogen sein und nicht am Rande stehen; 
  • finanzielle Sicherheit: um alle Potentiale für den persönlichen Lebensweg ausschöpfen zu können. 

Diese fünf Schwerpunkte bilden die Grundlage für die Kinder- und Jugendpolitik der britischen Regierung und damit auch den Kern des 2004 verabschiedeten Children Act, der wiederum die gesetzliche Basis für die Entwicklung von effektiveren und zugänglicheren Diensten für Kinder, Jugendliche und deren Familien darstellt (siehe Kapitel „Gesetzliche Grundlagen“).

Umgesetzt wird das Gesetz durch verschiedene Regierungsprogramme. Das Programm „Every Child Matters: Change for Children“ (2004) bildet dabei den nationalen Rahmen für die lokalen Reformprogramme und die damit verbundenen vielfältigen Umstrukturierungen im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.

2005 und 2006 folgten das Grünbuch „Youth Matters“ und das Programm „Youth Matters: next steps“, welche „Every Child Matters“ ergänzen und die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen Jugendliche im Alter zwischen 13 und 19 konfrontiert werden, angehen. Ergebnis waren Vorschläge für eine radikale Umstrukturierung von Angeboten und Diensten für Teenager. Die Schwerpunkte von „Youth Matters“ sind:

  • Motivation junger Menschen zu mehr Engagement/Aktivitäten; 
  • Stärkung des freiwilliges Engagements von Jugendlichen (Partizipation); 
  • Schaffung eines verbesserten Informationsangebots sowie von Hilfs- und Unterstützungsangeboten; 
  • Entwicklung verbesserter individueller Serviceleistungen für junge Menschen, die ernste Probleme haben und/oder in Schwierigkeiten geraten sind. 

Zentrales Vorhaben des Regierungsprogramms sind so genannte integrierte Unterstützungsdienste für Jugendliche. Seit Januar 2007 sind die lokalen Behörden gesetzlich verpflichtet, in Jugendfragen mit dem freiwilligen und dem privaten Sektor zusammenzuarbeiten. Ziel ist es, das Wohlergehen von Jugendlichen durch Zugang zu ausreichenden Bildungs- und Freizeitaktivitäten, auch als „positive activities“ bezeichnet, sicherzustellen. Hierfür hat die Regierung nationale Standards festgelegt, die unter anderem folgende Punkte umfassen:

  • Zugang zu zwei Stunden sportlichen Aktivitäten pro Woche (inner- und außerschulisch); 
  • Zugang zu zwei Stunden „konstruktiven“ Freizeitaktivitäten in Jugendgruppen, Jugendklubs und in der Klasse; 
  • Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit; 
  • Zugang zu einem breiten Angebot an Freizeit-, Kultur- und anderen bereichernden Erfahrungen; 
  • Zugang zu sichereren und angenehmen Plätzen, an denen man sich mit anderen treffen kann. 

Weitere Informationen zu Youth Matters gibt es hier

Im Juli 2007 veröffentlichte die Regierung „Aiming High for Young People“, eine 10-Jahresstrategie (2008-2018) zur Förderung „positiver Aktivitäten“ von jungen Menschen. Die Strategie beruht auf der Annahme, dass aktive Partizipation Jugendlichen hilft, soziale und emotionale Fähigkeiten zu entwickeln. Insgesamt enthält das Papier 55 Verpflichtungen, mit denen die Beteiligung Jugendlicher, insbesondere benachteiligter Jugendlicher, an positiven, das heißt angenehmen und sinnvollen Freizeitaktivitäten erhöht werden soll. 

Der im März 2008 von der Regierung vorgelegte Umsetzungsplan für Aiming High beschreibt unter anderem die Kernaktivitäten zur Umsetzung der Strategie in den nächsten zwölf Monaten und die vorgesehenen Finanzmittel. Insgesamt sind bis 2018 679 Millionen Pfund für die Umsetzung der Strategie sowie weitere 160 Millionen Pfund für die Renovierung und Ausstattung von Jugendeinrichtungen vorgesehen.

Im Hinblick auf die Förderung des freiwilligen Engagements Jugendlicher wurde im Mai 2004 eine Kommission eingerichtet mit der Aufgabe, einen nationalen Rahmen für Jugendaktion und -engagement zu entwickeln. Deren im März 2005 veröffentlichter Bericht sprach sich für Veränderungen des freiwilligen Engagements von Jugendlichen im Hinblick auf Vielfalt, Qualität und Quantität aus. Die Regierung startete daraufhin ein neues Freiwilligenprogramm, dessen Ziel es ist, innerhalb von fünf Jahren eine Million zusätzliche junge Freiwillige zu werben. Für die Umsetzung der Empfehlungen wurden insgesamt 100 Millionen Pfund bereitgestellt. Mit diesen Mitteln wurde unter anderem die Einrichtung von „v“, einer unabhängigen und jugendgeführten Nichtregierungsorganisation, die sich der Förderung freiwilliger Aktivitäten Jugendlicher verschrieben hat, gefördert. 

Der National Citizen Service (NCS) ist das Flaggschiff der britischen Regierungsprogramme für Freiwilligendienste. Er wendet sich an 15- bis 17jährige in England und Nordirland. Im Mai 2010 wurde das Programm von Premierminister David Cameron ins Leben gerufen als Teil des gesellschaftspolitischen Programmes „Big Society“ der Koalition aus der Conservative Party und den Liberal Democrats.
Das Programm besteht aus vier Phasen, die mit Outdoor Teambuilding Aktivität beginnen, 30 Stunden Freiwilligentätigkeit beinhalten und mit einem Zertifikat enden (ausführliche Informationen unter: http://www.ncsyes.co.uk/)
Seit seiner Gründung im Jahr 2010 hat die Teilnahme an den Programmen stetig zugenommen: 2012 nahmen 26,003 junge Menschen am NCS teil, 2013 waren es 39,556 und 2014 waren es 57,609. Im Jahr 2015 möchte die Regierung 120 000 Plätze zur Verfügung stellen und 2016 sollen 150 000 Plätze werden
Im Haushaltsjahr 2014 -2015 war der NCS mit einem Budget von £129.579 Millionen ausgestattet,  2015 -2016 verfügt er über £140.000 Millionen.
(Mehr Informationen zum NCS auf der Webseite der Regierung, im Jahresbericht des Cabinet Office und Evaluation des NCS.)

Aufgrund der seit einiger Zeit stark zurückgehenden Wahlbeteiligung, insbesondere bei Jungwähler(inne)n, läuft seit mehreren Jahren unter dem Titel „Hear by Right“ (Recht gehört zu werden) eine Partizipationsoffensive. Diese legt Standards für eine aktive Beteiligung von jungen Menschen an demokratischen Prozessen in Organisationen und Kommunen fest, die vom Kommunalverband in Zusammenarbeit mit der National Youth Agency entwickelt wurden. Die Partizipationsoffensive gilt auch für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und stellt damit eine einzigartige Verknüpfung von politischem Willen und dessen praktischer Umsetzung durch die Strukturen der britischen Jugendhilfe dar. Ermöglicht wird dies durch die Bereitstellung von beeindruckenden finanziellen Mitteln. 

Mit “Positive for Youth” veröffentlichte die Regierung im Dezember 2011 einen neuen regierungsübergreifenden Ansatz der britischen Jugendpolitik, der in Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Fachkräften ausgearbeitet wurde. „Positive for Youth“ richtet sich an die Altersgruppe der 13 bis 19 Jährigen und vereint die jugendpolitischen Angelegenheiten von neun verschiedenen Regierungsabteilungen. Die Hauptziele von „Positive for Youth“ sind:

  • junge Menschen darin zu stärken, die Qualität von Jugendhilfeangebote selbst zu überprüfen und zu verbessern.
  • die Einrichtung einer Untersuchungsgruppe, die die Regierungspolitik auf ihren "Jugendfaktor" überprüft und gemeinsam mit einem Jugendsonderausschuss die Regierung berät.
  • Unterstützung gefährdeter Familien und Jugendlicher durch die Einrichtung von Beratungsstellen.
  • Förderung von Vermittlungsangeboten und Kontakten zwischen Unternehmen und Jugendlichen. Weitere Informationen unter: Business in the Community.
  • Überarbeitung gesetzlicher Richtlinien für lokale Behörden zur Sicherstellung von ausreichenden Maßnahmen und Dienstleistungen für Jugendliche.
  • Stärkung der Kommunen und Förderung zivilgesellschaftlicher Organisationen.
  • Anhebung des schulpflichtigen Alters auf 18 Jahre bis 2015, Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und bessere Vorbereitung der  16 bis 24 Jährigen beim Übergang in Arbeit.
  • Schaffung von Jugendinnovationsgebieten (Youth Innovation Zones) zur Entwicklung neuer, kreativer Ansätze, die systemübergreifend alle Unterstützungsdiensten für Jugendliche einbeziehen.
  • weiterer Ausbau von myplace Jugendzentren, an deren Planung und Betrieb Jugendliche mitwirken. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Erreichen benachteiligter Jugendlicher. Weiter Informationen finden Sie hier.
  • jährlich stattfindendes Audit zur Prüfung der erzielten Fortschritte von „Positive for Youth“ sowie die Veröffentlichung eines Berichts mit den durchgeführten Maßnahmen und deren Wirkungen.

Derzeit existiert keine aktuelle übergreifende Jugendstrategie. Im November 2016 kündigte der damalige Jugendminister Rob Wilson an, dass die Regierung eine neue jugendpolitische Grundsatzerklärung für die Jahre 2017 – 2020 erarbeiten wird, nachdem mehrfach der Vorwurf im Raum stand, die Regierung verfolge keine kohärente Politik in Bezug auf Kinder- und Jugendhilfe. Ein Jahr später, im November 2017, verwarf das Department for Digital, Culture, Media and Sport die Pläne zur Erstellung einer eigenständigen jugendpolitische Grundsatzerklärung wieder. (Weitere Informationen: https://www.cypnow.co.uk/cyp/news/2004514/government-ditches-youth-policy-statement)

Mann spielt den Dudelsack.
Mann spielt den Dudelsack.Bild: sharonang / pixabay.com

2007 veröffentlichte die Schottische Regierung ihre Strategie für die Jugendhilfe („Moving forward: a national youth work strategy“). Schwerpunkte sind unter anderem die Förderung, Sicherheit, Aktivität und Gesundheit von jungen Menschen. Nähere Informationen zu den kinder- und jugendpolitischen Schwerpunkten der schottischen Regierung sind auf deren Homepage zu finden. Darüber hinaus bietet YouthLink Scotland einen guten Überblick über die Ziele und Inhalte der Strategie. Zudem hat die Regierung 2011 eine Strategie zur Bekämpfung der Kinderarmut aufgelegt. Sie setzt dabei auf: 

  • den Abbau von Kinderarmut durch die stärkere Förderung und Qualifizierung von einkommensschwachen Eltern und Familien und damit die Förderung des Zugangs zu mehr und besserer Arbeit. 
  • die Stärkung und Verbesserung der frühkindlichen Förderung und der Bedingungen für gesundes Aufwachsen, um den Armutszirkel von klein auf zu durchbrechen.

2014 legten die schottische Regierung, Education Scotland und YouthLink Scotland eine gemeinsam entwickelte National Youth Work Strategy 2014-2019 vor. 

In der Strategy for the Delivery of Youth Work 2005-2008 beschreibt die Nordirische Regierung ihre Prioritäten für die Kinder- und Jugendarbeit im besagten Zeitraum. 2013 veröffentlichte das Nordirische Department of Education mit Priorities for Youth den Rahmen für die Jugendarbeit, Jugendpolitik und Visionen für junge Menschen. 

In Wales wird die Kinder- und Jugendhilfe von den 22 lokalen Verwaltungsbezirken und von freien Trägern umgesetzt. Anfang 2014 legte die walisische Regierung ihre National Youth Work Strategy for Wales 2014-2018 vor. Sie bildet die Fortsetzung einer Kinder- und Jugendhilfepolitik, die im Jahr 2000 mit der Strategie “Extending Entitlement: supporting young people in Wales” begann. Einen besonderen Fokus legt die walisische Regierung dabei auf die Partizipation von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungen.

Die Grundsätze, auf die sich die Jugendarbeit in Wales stützt, und einen Überblick über die Art, Zweck und Umsetzung der Jugendarbeit in Wales sind in Youth Work in Wales: Principles and Purposes zusammengefasst.
Weiter Informationen lieferen die Webseite der walisischen Regierung und die Vereinigung der walisischen Verwaltungsbezirke (Welsh Local Government Association).

Aktuelle Informationen zur Kinder- und Jugendpolitik im Vereinigten Königreich finden sich auf der Homepage der National Youth Agency, zum Beispiel im monatlichen Newsletter.

nach oben

Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Die Nationale Jugendagentur (National Youth Agency) ist ein zentraler Akteur der Kinder- und Jugendpolitik in England. Unter ihrem Dach sind alle relevanten Aufgaben vereinigt, die im Zusammenhang mit der Entwicklung von Kinder- und Jugendhilfestrukturen sowie Jugendangelegenheiten stehen. Ihre Finanzierung erfolgt vorrangig durch die Regierung. Auf politischer Ebene ist die National Youth Agency an der qualitativen Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe beteiligt und verfolgt die Entwicklung der jugendpolitischen Schwerpunkte. Als zentraler Akteur der Kinder- und Jugendpolitik übt die National Youth Agency großen politischen Einfluss aus und betreibt Lobbyarbeit für die Jugendhilfe. Darüber hinaus publiziert sie eigene Zeitschriften und relevante Forschungsergebnisse.

Ähnliche Aufgaben wie die National Youth Agency für England werden in Nordirland vom Youth Council for Northern Ireland und in Schottland von YouthLink Scotland wahrgenommen. Die Wales Youth Agency wurde Ende 2005 aufgelöst, eine Nachfolgestruktur gibt es derzeit nicht. Das Vertretungsorgan für Jugendarbeit und den Freiwilligensektor in Wales ist das Council for Wales of Voluntary Youth Services.

Der Nationale Rat der Freien Träger (National Council for Voluntary Youth Services, NCVYS) war ein Zusammenschluss von über 180 freien Trägern der Jugendhilfe, die auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene agieren. 1936 gegründet war er der einzige Dachverband in England, der die freie Jugendhilfe repräsentierte. Er informierte seine Mitgliedsorganisation über jugendpolitische Entwicklungen und betrieb Lobbyarbeit für die freien Träger. Am 1. April 2016 wurde der NCVYS mit dem seit 1925 existierenden Ambition zusammengelegt. Ambition ist das nationale Mitgliedsgremium für Jugendorganisationen mit der Hauptaufgabe, diese zu unterstützen, ihre Reichweite zu steigern, ihren Einfluss zu vergrößern und die Qualität zu verbessern. Die Ziele von Ambitionen für die Jahre 2015-2018 können in dem Strategiepapier Leading the Way nachgelesen werden. Aufgabenbereiche des NCVYS wurden nach dessen Schließung 2016 auch von UK Youth übernommen, eine Dachorganisation, die gemeinsam mit den Partnern in Schottland, Wales und Nordirland 4890 lokale Jugendorganisationen vereint und mit diesem Netzwerk ca. 730 000 Jugendliche erreicht.

Das Centre for Youth Impact, CYI (http://www.youth-impact.uk/) wurde im September 2014 von der Regierung und mit einem Startkapitel des Cabinet Office gegründet, um eine führende Rolle  bei der Unterstützung des Jugendbereichs zu übernehmen. Es entstand, um der unzureichend evidenzbasierten Wirkung von Jugendarbeit entgegenzuwirken. Aufgabe des CYI ist es, die Entwicklung, Förderung, Evaluierung, Finanzierung und Umsetzung qualitativ hochwertiger Angebote für junge Menschen zu verbessern. Dazu arbeitet das CYI eng mit dem Project Oracle zusammen.

Die Rolle der freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Vereinigten Königreich ist nicht mit der der freien Träger in Deutschland zu vergleichen. Auch wenn sie wichtige Arbeit leisten, so wird die Kinder- und Jugendhilfe doch hauptsächlich durch die Kommunen umgesetzt. Allerdings hat die britische Regierung mit ihrer im Juli 2007 veröffentlichten 10-Jahresstrategie „Aiming High“ die Rolle der freien Träger gestärkt (siehe auch das Kapitel „Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme“).

nach oben

Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Der Britische Jugendrat (British Youth Council) wurde 1948 mit der Aufgabe ins Leben gerufen, britische Jugendorganisationen und die nicht organisierte Jugend auf internationaler Ebene zu vertreten. Seit 1977 arbeitet er auch auf nationaler und lokaler Ebene. Heute ist er ein eigenständiger freier Träger der Jugendarbeit und vertritt die Interessen von über 180 Jugendorganisationen und einem Netzwerk von über 400 lokalen Jugendräten. Seine Mitgliedsorganisationen lassen sich grob in fünf Gruppen aufteilen: örtliche Gruppen, nationale Jugendverbände, konfessionell oder parteipolitisch gebundene Organisationen, Jugendabteilungen der Gewerkschaften sowie „uniformierte“ Organisationen wie Pfadfinderinnen und Pfadfinder.

Der Britische Jugendrat setzt sich für die Beteiligung junger Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben ein und unterstützt sie bei der Vertretung ihrer Interessen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Dabei verfolgt man einen Peer-Ansatz. So müssen Mitglieder im Vorstand oder in den Komitees jünger als 26 Jahre sein. 

Auch auf internationaler Ebene vertritt der Britische Jugendrat die Interessen britischer Jugendlicher und seiner Mitgliedsorganisationen. Er ist unter anderem Mitglied im Europäischen Jugendforum und im Commonwealth Youth Forum.

nach oben

Jugendarbeit

Jugendverbandsarbeit 
Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche
Jugendinformation 

Jugendverbandsarbeit

Sprung.
Sprung.Bild: geralt / pixabay. com

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit

Ein großer Teil der Jugendarbeit im Vereinigten Königreich wird vom ehrenamtlichen Sektor und dort insbesondere von den Jugendverbänden geleistet. Diese werden von der Regierung finanziell gefördert.

Die größten Jugendverbände sind traditionell orientierte, oft uniformierte Jugendgruppen wie ScoutsGuides oder Boys’ und Girls’ Brigades. Darüber hinaus gibt es vor allem im ländlichen Raum kleine Gemeindejugendklubs, die häufig von Eltern oder anderen Gemeindemitgliedern auf freiwilliger Basis geleitet werden.

Parteipolitische Jugendorganisationen sind den großen Parteien angeschlossen. Sie versammeln Jugendliche und Studierende, die parteipolitische Interessen vertreten, aber nicht ausschließlich die gleichen politischen Ziele verfolgen.

Religiöse Zusammenschlüsse: Organisationen wie die Young Men’s Christian Association (YMCA) stehen in engem Bezug zu ihren Gemeinden, sind aber auch offen für junge Menschen aus anderen Glaubensgemeinschaften. Ihr Angebot umfasst Reisen, internationale Camps, Jugendklubs, Sportveranstaltungen, Musikfestivals, Laientheater sowie diverse Bildungsangebote. - Siehe dazu auch das Kapitel „Glaubensgemeinschaftliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“.

Da die Jugendverbände seit einiger Zeit unter Nachwuchsproblemen leiden, wurde ein weiterer Weg der Interessenvertretung für Jugendliche eingerichtet: Seit 1999 gibt es ein nationales Jugendparlament, das UK Youth Parliament. Es besteht aus über 369 gewählten Mitgliedern sowie deren Stellvertreter(inne)n im Alter zwischen 11 und 18 Jahren. Ziel des Jugendparlaments ist es:

  • Jugendlichen ein Forum der Mitbestimmung und Meinungsäußerung zu ermöglichen entsprechend den Prinzipien der UN-Kinderrechtskonvention; 
  • Jugendlichen auf nationaler Ebene die Möglichkeit zur Beteiligung an sie betreffenden Entscheidungen zu geben; 
  • Jugendliche zu ermutigen, auch auf lokaler Ebene aktiv zu werden und sich in die Gestaltung des Gemeinwesens einzumischen. 

Darüber hinaus will das Jugendparlament möglichst breit die unterschiedlichen Lebenslagen (Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, sexuelle Orientierung, Behinderung, etc.) von Jugendlichen repräsentieren.

Das Jugendparlament verfasst ein jährliches Manifest mit Stellungnahmen und Forderungen der Delegierten zu allen relevanten gesellschaftlichen Themen. Die nationale Abteilung für Kinder- und Jugendpolitik trägt dafür Sorge, dass dieses Manifest auf allen politischen Ebenen diskutiert und darüber hinaus von der Regierung beantwortet wird.

Finanziert wird die Arbeit durch eine jährliche Förderung von umgerechnet 375 000 Euro aus dem nationalen Budget sowie durch zusätzliche Sponsorengelder und Zuschüsse der kommunalen Ebene für die Arbeit vor Ort. Ein Großteil der Arbeit des Jugendparlamentes findet auf lokaler Ebene statt und wird durch das Jugendhilfesystem unterstützt. Partner des Jugendparlaments in den anderen Landesteilen sind das Scottish Youth ParliamentFunky Dragon in Wales (seit 2014 nicht mehr in Betrieb) und das Northern Ireland Youth Forum.

Nicht direkt an die Jugendverbandsstrukturen angebunden sind die Award-Programme. Der größte und international bekannteste unter ihnen ist der Duke of Edinburgh’s Award. 1956 unter der Schirmherrschaft von Herzog Prinz Philip von Edinburgh als Programm eingeführt, fördert der Award praktisches Handeln, soziales Engagement, sportliche Betätigung sowie die Entdeckung und Ausweitung persönlicher Hobbys und Interessen. Über die Programmteile Dienst, Expedition, Talente und Fitness sowie über die Stufen Bronze, Silber und Gold sollen Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren geschult und zu Aktivitäten angeregt werden. Der Duke of Edinburgh's Award ist keine Organisation, sondern wird von Einrichtungen wie Schulen, Heimen, Jugendgruppen und Unternehmen bei ihrer Arbeit mit jungen Leuten eingesetzt. Derzeit sind mehr als 250 000 Jugendliche in dem Programm engagiert. Finanziert wird das Programm vom Königshaus, vor allem aber auch durch Sponsoring der Wirtschaft. Der Duke of Edinburgh’s Award wird außer im Vereinigten Königreich noch in etwa 60 anderen Ländern angeboten. – Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Duke of Edinburgh's Award.

Beispiele weiterer Award-Programme:

Überregionale Jugendverbände

Im strukturellen Aufbau der Dachverbände der Jugendarbeit im Vereinigten Königreich fehlt häufig die regionale Ebene. In vielen Fällen arbeiten deshalb nationale Verbände mit lokalem Verbänden sowie kommunalen Jugendringen auf derselben Ebene zusammen.

nach oben

Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche

Religiös orientierte Angebote für Jugendliche werden im Vereinigten Königreich über national organisierte Verbände oder regional gebundene Projekte vermittelt. Ziel ist es, ein breit angelegtes Angebot zur Unterstützung Jugendlicher in unterschiedlichsten Lebenslagen bereit zu stellen sowie die jungen Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu fördern. Als Beispiel ist hier die Young Women's Christian Association (YWCA, Christlicher Verein junger Frauen) zu nennen. Als Äquivalent zum Christlichen Verein Jungen Menschen (YMCA) hat sich diese Organisation, die sich als christlich und feministisch zugleich versteht, das Ziel gesetzt, insbesondere Mädchen und junge Frauen auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu begleiten. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt die Girls Friendly Society.

Andere Organisationen versuchen deutlich stärker, für die eigene (christliche) Ausrichtung bzw. den christlichen Glauben zu werben und Jugendliche zur Mitgliedschaft zu motivieren. Zu diesen eher traditionell ausgerichteten Organisationen sind die Boys’ Brigade und die Girls’ Brigade zu zählen. Beide Organisationen gehören wie die Pfadfinder/-innen zu den „uniformierten“ Jugendgruppen.

Weitere Beispiele für nationale Organisationen, die eine glaubensgemeinschaftliche Ausrichtung haben, sind:

Kathedrale von Salisbury
Kathedrale von SalisburyBild: falco / pixabay.com

Beispiele der zahlreichen, meist auf freiwilliger Basis arbeitenden und mit extrem eingeschränkten Ressourcen ausgestatteten lokalen religiös orientierten Gruppen gibt es hier

Die Muslim Youthwork Foundation unterstützt speziell Organisationen und Jugendarbeiter/-innen, die mit muslimischen Jugendlichen arbeiten. Ziel ist es, die Chancen für muslimische Kinder und Jugendliche zu erhöhen und als Plattform für die muslimische Jugendarbeit gegenüber Regierung und Öffentlichkeit zu fungieren.

Die Organisation Muslim Youth Helpline bietet jungen Muslim(inn)en Unterstützung an, bei der glaubensgemeinschaftliche und kulturelle Besonderheiten des Islams berücksichtigt werden. Wichtigstes Element ist dabei der Informations- und Beratungsdienst Muslim Youth Net, der sich speziell an die Zielgruppe richtet.

Literaturhinweis: 

Jugendinformation

Strukturen der Jugendinformation

Der National Careers Service bietet Jugendlichen und Erwachsenen Informationen für ihre Zukunftsplanung. Wenn die Fragen über das allgemeine Informationsangebot hinaus gehen, können die Jugendlichen mit einem Berater direkt Kontakt aufnehmen, um ganz spezielle Fragen zu Lebensplanung, Arbeit und Ausbildung/Lernen zu besprechen.

Die britische Regierung stellt Schulen und Kommunen finanzielle Hilfe zur Verfügung, damit diese frühzeitig sozial benachteiligte und gefährdete Jugendliche identifizieren und mit ihnen arbeiten können. Weitere Informationen finden Sie beim Department Education: http://www.education.gov.uk/16to19/careersguidance/a0064052/the-role-of-schools-and-local-authorities-in-careers-guidance 

Es gibt eine große Bandbreite von nationalen und lokalen Organisationen und Einzelpersonen, die Information, Beratung und Unterstützung für Jugendliche anbieten. Viele sind in der Dachorganisation Youth Access zusammengeschlossen. Damit verpflichten sie sich zur Einhaltung von Qualitätsstandards und zu jugendgerechter Arbeit. Darüber hinaus stellen zahlreiche kommunale und freie Träger wie beispielsweise das Citizen Advice Bureau (Bürgerberatung) ebenfalls Einrichtungen zur Information und Beratung von Jugendlichen zur Verfügung. Daneben entstehen zunehmend Informations- und Beratungsangebote im Internet. 

Als Beispiel für einen auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtetem Informations- und Beratungsdienst sei hier musl!m youth.net genannt. Dieser bietet einen kostenlosen Service für muslimische Jugendliche im Vereinigten Königreich. Neben Telefon, E-Mail und persönlichen Kontakten stellt die Internetplattform Informationen zu verschiedenen Themenbereichen bereit.

Auch in den anderen Landesteilen des Vereinigten Königreichs stehen Jugendlichen Beratungs- und Informationsdienste zur Verfügung. In Nordirland ist dies NEELB Youth Service, dessen Zielgruppe Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren und Fachkräfte der Jugendarbeit sind und der über ein Netzwerk von 25 Informationspunkten in Schulen und Jugendklubs verfügt. In Schottland bietet Young Scot Zugang zu Informationen sowie Kontakte zu lokalen Jugendinformationsdiensten.

Internationale Kooperationen

Das Vereinigte Königreich wirkt beim European Knowledge Centre for Youth Policy mit, der Wissensplattform von Europarat und Europäischer Kommission zur Jugend in Europa. Die fünf Themenbereiche sind: ABC der Jugendpolitik, besseres Verständnis der Jugend, Information über die Jugend, Partizipation von Jugendlichen und freiwillige Aktivitäten von Jugendlichen.

Die Europäische Jugendinformations- und Beratungsagentur ERYICA kooperiert mit Young Scot Enterprise in Schottland und dem WELB Youth Infomationen Service in Nordirland.

Darüber hinaus wirkt das Vereinigte Königreich beim europäischen Netzwerk Eurodesk mit: Eurodesk UK

nach oben

Aktionsfelder im Kinder- und Jugendbereich - Vereinigtes Königreich

Hier gibt's Infos zu den Aktionsfeldern im Kinder- und Jugendbereich im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland. Mehr lesen unter

Bildung und Beschäftigung

Bildung

Informationen zum Bildungssystem im Vereinigten Königreich unter www.bildung-weltweit.de und in der Europäischen Enzyklopädie zu nationalen Bildungssystemen EURYPEDIA.

Beschäftigung

Im Zeitraum Juli bis September 2017 waren 11,9 % der 16- bis 24-Jährigen im Vereinigten Königreich arbeitslos gemeldet. Damit ist ein leicht rückläufiger Trend im Gegensatz zu 13,1% des Vorjahres zu verzeichnen.
517 000 junge Menschen zwischen 16-24 Jahren waren im Zeitraum Juli –September 2017 arbeitslos, 28 000 weniger als im vorangegangenen Quartal und 71 000 weniger als im 2016.
(Quelle: House of Commons Library. Youth unemployment statistics.)

Für Arbeitsmarktstatistiken in UK siehe auch: NOMIS Official labour market statistics

Die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit ist ein zentrales Anliegen der Regierung. Es besteht Schulpflicht bis zum 16. Lebensjahr. Die allgemeine Erwartung und das erklärte politische Ziel sind, dass danach der überwiegende Teil der Jugendlichen einer der folgenden Optionen zur Weiterqualifizierung folgt:

Finazielle Unterstützung von der Regierung liefert die „Education Maintainance Allowance” für 16- bis 19-Jährige aus Nordirland, Schottland und Wales und der 16-19 Bursary Fund für diejenigen in England. Diese Zuschüsse solles es allen Jugendlichen unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern ermöglichen, die angestrebten beruflichen Qualifikationen zu erreichen.

Das Work Programme ist das seit 2011 existierende Regierungsprogramm zur Wiedereingliederung von Sozialhilfeempfänger(inne)n in das Arbeitsleben in Schottland, Wales und England. Junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren werden in dieses Programm vermittelt, wenn sie neun Monate Arbeitslosengeld beziehen.

Am Work Experience scheme können 18 – bis 24-Jährige, die keine oder nur wenige Arbeitserfahrungen haben, freiwillig teilnehmen, nachdem sie drei Monate lang Arbeitslosengeld erhalten haben und bevor sie am Work Programme teilnehmen. Hier werden die Jugendlichen in Praktika vermittelt und im Idealfall vom Arbeitgeber übernommen.

Mehrere Flaschen schottischer Gin.
Mehrere Flaschen schottischer Gin.Bild: u_8rfrqf07 7 pixabay.com

Genuss- und Rauschmittel
Der aktuelle Bericht “Smoking, Drinking and Drug Use Among Young People in England in 2013” des Health & Sovial Care Information Centre zeigt, dass junge Menschen weitaus gesündere Verhaltensweisen an den Tag legen als noch vor 10 Jahren. Der Anteil der jungen Menschen, die Tabak, Alkohol und Drogen konsumieren ist zwischen 2003 und 2013 drastisch zurück gegangen.2

Alkoholkonsum: 39% der 2013 befragten Schüler/-innen, so wenig wie noch nie seit Beginn der Umfragen im Jahr 1982, gaben an mindestens einmal in ihrem Leben Alkohol getrunken zu haben. Im Jahr 2003 waren es noch 61%. Am häufigsten tranken die männlichen Jugendlichen Bier und Cider (63 %), gefolgt von Spirituosen (16 %) und Alcopops (13 %). Die Alkoholaufnahme bei weiblichen Jugendlichen verteilte sich auf Bier und Cider (30 %), Wein (25%), Spirituosen (22 %) und Alcopops (20 %). Der Alkoholkonsum nimmt mit dem Alter zu.

Zigarettenkonsum: Der Anteil der rauchenden Jugendlichen hat 2013 ein Rekordtief erreicht. Regelmäßige Raucher waren 2013 nur noch 3% der befragten 11- bis 15-Jährigen im Vergleich zu 9% im Jahr 2003 und 12% 1994.  Auch der Tabakkonsum nimmt mit zunehmendem Alter zu.

Drogenkonsum: Ähnlich wie beim Alkohol- und Tabakkonsum sind auch beim Drogenverhalten sinkende Tendenzen feststellbar. Während der Befragung 2013 gaben nur noch halb so viele Schüler/-innen (16%) wie 2003 (30%) an, schon einmal Drogen genommen zu haben. Ebenso wie in den Vorjahren war auch 2013 Cannabis mit Abstand die am häufigsten genutzte Droge, von der 7% der Befragten angaben, sie innerhalb des letzten Jahres konsumiert zu haben. Doch auch der Cannabiskonsum geht drastisch zurück: 2006 waren es noch 10,1%, 2001 waren es 13,4%. An zweiter Stelle nach Cannabis steht das Inhalieren flüchtiger Substanzen zur Erzielung psychoaktiver Wirkungen (3,6% der Befragten), gefolgt von Stimulanzien wie Kokain, Crack, Ecstasy, psychedelische Drogen wie LSD oder halluzinogene Pilze und Opiate wie Heroin oder Methadon, die 1.9% der Befragten konsumiert hatten.

(Quelle: Health & Sovial Care Information Centre: Smoking, Drinking and Drug Use Among Young People in England in 2013 und National Statistics: Drug misuse: Findings from the 2013/14 Crime Survey for England and Wales.)

Seit 1982 untersuchen Forschungsinstitute im Auftrag der britischen Regierung regelmäßig das Trink- und Rauchverhalten sowie den Drogenkonsum von 11- bis 15-jährigen Schüler(inne)n in England. Die Ergebnisse der Untersuchungsreihe sind auf der Homepage des Health & Sovial Care Information Centre abrufbar.

Im Rahmen der Prävention arbeitet das Innenministerium seit 2005 eng mit dem Bildungs- und dem Gesundheitsministerium zusammen.3 Die nationale Drogenpräventionsstrategie für Kinder und Jugendliche:Every Child Matters: Change for Children, Young People and Drugs ist dabei eng mit dem Regierungsprogramm „Every Child Matters: Change for Children“ verknüpft (siehe Kapitel „Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte“) und hat folgende Schwerpunkte:

  • Umsetzung der Strategie und Stärkung der Verantwortlichkeiten, so dass auch lokale Stellen verstärkt einbezogen werden; 
  • Sicherstellung, dass Dienste und Einrichtungen vor allem den Bedürfnissen von besonders für den Drogenkonsum anfälligen Kindern und Jugendlichen angepasst werden; 
  • Aufbau von weiteren Diensten und Arbeitskapazitäten. 

Die nationale Strategie wird von etwa 150 regional arbeitende Drogenaktionsteams (Drug Action Teams) umgesetzt. Diese arbeiten eng mit anderen Einrichtungen zusammen. Im Jugendbereich sind dies insbesondere Einrichtungen der Jugendhilfe, des Gesundheitswesens und der freien Träger. Gefördert wird diese Partnerschaft mit rund 55 Millionen Pfund, die zusätzlich insbesondere für die lokale Ebene zur Verfügung stehen. Bisher herausragende Aktivitäten waren:

  • FRANK, Friendly, confidential drugs advice  - Aufklärungskampagne, die Millionen Jugendliche über eine Hotline und eine Website erreichte, http://www.talktofrank.com/;
  • Positive Futures – nationales Integrationsprogramm, das Sport- und Freizeitaktivitäten nutzt, um benachteiligte Jugendlichen positiv zu beeinflussen und ihnen neue Chancen zu eröffnen, http://www.positive-futures.net/
  • Blueprint – Forschungsprogramm zu Drogenpräventionsprogrammen in Schulen.
nach oben

Sport

Sprinter am Start.
Sprinter am Start.Bild: © Stefan Schurr / fotolia.com

Sport- und Outdoor-Aktivitäten gehören auch zum festen Bestandteil der Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Grundlage ist die Überzeugung, dass Aktivitäten wie Klettern, Abseilen, Kanufahren, Segeln und Höhlenklettern Kindern und Jugendlichen andere bzw. neue Erfahrungen ermöglichen, ihre Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Disziplin fördern und sich außerdem positiv auf die Entwicklung von Selbstvertrauen und Teamfähigkeit auswirken.

Im Jahr 2011 veröffentlichten die Gesundheitsministerien der vier Länder Großbritanniens Empfehlungen zur körperlichen Aktivität: „Start Active, Stay Active“. Darin enthalten sind neben den "Guidelines for children and young people (5-18 years)" erstmals auch Richtlinien für Kinder unter 5 Jahren. Die Richtlinien sehen vor, dass sich alle Kinder und Jugendlichen mindesten 60 Minuten pro Tag sportlich betätigen sollen und sitzende Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum vermeiden sollen.4
Ziel der Regierung ist es, Übergewicht und anderen Erkrankungen, die durch körperliche Inaktivität entstehen, zu bekämpfen. Bereits 2008 hatte die britische Regierung die Initiative „Healthy Weight, Healthy Lives“ ins Leben gerufen, mit der sektorübergreifend gegen das zunehmende Übergewicht in der Bevölkerung angegangen werden sollte. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf Kindern und Jugendlichen. Ein wichtiger Partner bei der Umsetzung ist der Youth Sport Trust, eine Nichtregierungsorganisation, die sich die Verbesserung von Sportangeboten für Kinder und Jugendliche zum Ziel gesetzt hat.

Die meisten kommunalen Jugendbehörden unterhalten Zentren für Outdoor-Aktivitäten, die von den verschiedenen Projekten kurz- und langfristig gebucht werden können, und bieten Kurse für Mitarbeiter/-innen an. Weitere Zentren für Aktivitäten im Freien werden unter anderem auch vom Sports Council und vom Outward Bound Trust unterhalten. – Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Department for Culture Media & Sport.

Der Outward Bound Trust ist die älteste und erfahrenste Organisation zur Förderung der persönlichen Entwicklung durch Aktivitäten im Freien im Vereinigten Königreich. Er verfügt im englischen Lake District, in Wales und in Schottland über fünf und weltweit über 38 Zentren (unter anderem in Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden). Der Ansatz des Outward Bound Trust basiert auf zwei einfachen Prinzipien: „Erstens ist jeder fähig, mehr zu leisten, als er sich zutrauen mag, und zweitens haben viel zu wenig Menschen wirklich die Erfahrung gemacht, was in Teamarbeit und durch gegenseitige Unterstützung erreicht werden kann.“ Der Outward Bound Trust bietet beispielsweise Expeditionen zwischen 8 und 20 Tagen sowie Überlebenskurse für Großstadtjugendliche an.

nach oben

--------------------------------

Fußnoten:

1 Catherine Mayer: “Unhappy, Unloved and Out of Control – An epidemic of violence, crime and drunkenness has made Britain scared of its young. What’s causing the crisis?”, in: Time Magazine, Vol. 171, Nr. 7/2008 und Der Strassenkinderreport: Zur Lage der Kinder und Jugendlichen in Großbritannien.

2 siehe auch: "Number of children trying smoking drops to record low." In: The Guardian, Thursday 24 July 2014

3 weitere informationen im UK Government Web Archive: Young people's substance misuse strategy

4 „All children and young people should engage in moderate to vigorous intensity physical activity for at least 60 minutes and up to several hours every day. All children and young people should minimise the amount of time spent being sedentary (sitting) for extended periods.“ Department of Health: Start Active, Stay Active. A report on physical activity for health from the four home countries’. London, 2011, S. 26ff.

Partizipation und Citizenship

Politische Bildung 
Freiwilliges Engagement 

Politische Bildung

Nach langen Diskussionen wurde politische Bildung oder citizenship education, wie es im Englischen heißt, im September 2002 als Teil der verpflichtenden Lehrpläne für 11- bis 16-Jährige in England eingeführt. Nordirland, Schottland und Wales folgten diesem Beispiel, setzen jedoch auf andere Ansätze, die im Zusammenhang mit der jeweiligen spezifischen nationalen Identität stehen. So liegt in Nordirland beispielsweise eine besondere Betonung auf dem Thema Konfliktbewältigung.

Untersuchungen aus den letzten Jahren zeigen allerdings, dass der politischen Bildung häufig zu wenig Bedeutung beigemessen wird. So wurde die Lehre in dem Unterrichtsfach in einem Viertel der untersuchten Schulen als unzureichend bewertet. Mehr als die Hälfte der Schüler/-innen wussten nicht, was politische Bildung ist oder konnten keine konkreten Beispiele aus dem Lehrstoff benennen. Auch wenn ein anderes Viertel von Schulen guten Unterricht erteilt, beurteilten Schulinspektor(inn)en politische Bildung als das am schlechtesten unterrichtete Fach in englischen Sekundarstufen. Zwar wird die Notwendigkeit und Legitimität von politischer Bildung im Unterricht nicht mehr bestritten, ihre Stellung innerhalb des Curriculums bleibt jedoch unklar.

Gleichzeitig gibt es in allen Landesteilen Anstrengungen, der politischen Bildung im außerschulischen Bereich mehr Bedeutung zukommen zu lassen. So bildet die aktive Teilhabe Jugendlicher an der Gesellschaft einen Schwerpunkt der „Every child matters“-Programme in England. Auch die „Hear by right”-Offensive zur Beteiligung und Demokratieerziehung von Jugendlichen zielt in diese Richtung (siehe Kapitel „Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte“). Darüber hinaus werden in England Programme gefördert, mit denen über 16-Jährige und damit dem Schulalter Entwachsene mittels Trainings zur aktiven Teilhabe motiviert werden sollen (Post-16 Citizenship).

Wie auch in Deutschland engagieren sich zahlreiche Organisationen im zivilgesellschaftlichen Bereich mit Seminaren, Kampagnen, der Erstellung von Materialien etc. für die politische Bildung. Als Beispiele seien hier nur die Citizenship Foundation und die Jugendorganisationen der politischen Parteien genannt.

Quelle: Rhys Andrews/Andrew Mycock: Citizenship Education in the UK: Divergence within a Multi-National State, in: Citizenship Teaching and Learning, Vol. 3, No. 1, April 2007, Download unter http://www.citized.info/ejournal/Vol%203%20Number%201/Andrew%20Mycock.pdf.

Link
Reader zur "Jugendbeteiligung vor Ort" mit internationalen Praxisbeispielen aus der Schweiz, Finnland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich. IJAB Bonn, 2012. Download hier ...

Freiwilliges Engagement

England, Schottland, Wales und Nordirland verfügen seit jeher über eine große Angebotsvielfalt im freiwilligen Engagement und zahlreiche Programme in Kurz- und Langzeitfreiwilligendienstformen. Sie waren jedoch in britischer Tradition einer unabhängigen Zivilgesellschaft nicht staatlich geregelt und nicht durch langfristige Förderprogramme finanziert. Das änderte sich als 2010 durch die Regierung David Camerons der Freiwilligendienst National Citizen Service (NCS) unter staatlicher Regie eingeführt wurde.

Der NCS bietet Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren zumeist im Rahmen ihrer Schulferien für 3-4 Wochen einen Freiwilligendienst in Form einer Mischung aus Workcamp, Gruppenseminar zur persönlichen und beruflichen Kompetenzentwicklung und der Umsetzung eines konkreten sozialen Projektes. Der gesamte Dienst wird als Ausbildung betrachtet.

Seit seiner Einführung hat die Teilnahme an den Programmen stetig zugenommen: Die Teilnehmerzahlen stiegen von 26.000 Jugendlichen im Jahr 2012 auf annähernd 100.000 im Jahr 2016.

Der National Citizen Service wird durch eine staatliche Stiftung verwaltet, den
NCS Trust.

Freiwilliges Engagement ist ein Schwerpunktthema der britischen Jugendpolitik und liegt somit im Zuständigkeitsbereich des Department for Digital, Culture, Media and Sport. Neben dem NCS gibt es ein zweites landesweite staatliche Freiwilligenprogramme die National campaign for youth social action sowie die nationale Datenbank für Freiwilligentätigkeiten Do-it.org

Im April 2017 unterstrich die Regierung ihre Unterstützung für freiwillige Aktivitäten von jungen Menschen, indem der National Citizen Service Act 2017 verabschiedet wurde, der den National Citizen Service gesetzlich verankert.

Weitere Informationen zum Thema "Freiwilliges Engagement (Voluntary Activities)" erhalten Sie im European Knowledge Centre for Youth Policy unter: http://pjp-eu.coe.int/en/web/youth-partnership/voluntary-activities1

(Quelle: Mirko Schwärzel: Freiwilligendienste im europäischen Vergleich. In: Newsletter für Engagement und Partizipat in Europa. 10/2017)

nach oben

Kultur und Kreativität

Graffiti.
Graffiti.Bild: © Banana Republic / fotolia.com

Zuständig für die Bereiche Kultur und Kreativität junger Menschen in England ist das Department for Digital, Culture, Media and Sport (DCMS). Die Aufgabengebiete umfassen:

  • Kunst und Kultur
  • Rundfunk
  • Kulturindustrie
  • Kulturgüter und historisches Erbe
  • Bibliotheken
  • Museen und Gallerien

Das DCMS kooperiert dabei mit einer Vielzahl von Nichtregierungsorganisationen:

  • Arts Council England, zuständig für: Musik, Tanz, Theater, Literatur, Bildende Kunst, Zirkus, Mussen usw.
  • Heritage Lottery Fund, zuständig für den Schutz von Kulturerbestätten
  • British Film Institute, zuständig dafür, das filmische Erbe zugänglich zu machen und den zukünftigen Erfolg des britischen Films zu fördern
  • Historic England, zuständig für den Schutz des historischen Erbes
  • British Council, Großbritanniens internationale Organisation für kulturelle Beziehungen und Bildungsangebote


2016 veröffentlichte das DCMS das Culture White Paper, das die Wichtigkeit von Besuch und Teilnahme an kulturellen Aktivitäten betont, sowohl für Kunstschaffende als auch für das Publikum und Wege aufzeigt, um jungen Menschen den Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern.

Der Taking Part survey liefert Zahlen und Fakten zum kulturellen und sportlichen Engagement von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen: Bildende Kunst, Mussen und Gallerien, Kulturerbe, Biblioteken und Sport. Die Studie erscheint seit 2005 im Auftrag des DCMS.

Zu den wichtigsten nicht-staatlichen Akteuren (teilweise mit öffentlicher Förderung) im Bereich Kunst und Kreativität für junge Menschen zählen:

Beispielhafte Programme:

Das Programms „Creative Partnerships“ fördert die Zusammenarbeit von kreativ Tätigen wie Künstler(inne)n, Autor(inn)en, Schauspieler(inne)n oder Architekt(inn)en und Schulen. „Creative Partnerships“ zielt insbesondere auf Schulen in stark benachteiligten Gegenden Englands. Es wird derzeit vom Arts Council England realisiert. – Weitere Informationen gibt es hier.

Das Projekt „Young Roots“ ist ein Projekt des Heritage Lottery Fund mit dem Ziel, Jugendliche zu motivieren, in kreativer Weise die kulturelle Vielfalt der britischen Gesellschaft zu entdecken und die eigenen Wurzeln zu erkunden (z.B. Theaterstücke, die auf historischen Geschehnissen beruhen, Workshops von Museen, Archiven und Sammlungen). Dem Projekt stehen jährlich 5 Millionen Pfund zur Verfügung. Gefördert werden Projekte, deren Zielgruppe hauptsächlich Jugendliche im Alter von 13 und 20 sind.

Informationen zu kulturellen Bildungsprogrammen 
in NordirlandArts Council Northern IrelandCreative Youth Partnerships Northern Ireland,
in SchottlandScottish Arts
in Wales: National Youth Arts Wales

Integration und Inklusion

Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Der Ausländeranteil liegt in Großbritannien leicht unter dem EU-Durchschnitt.
Die meisten Einwanderer nach Großbritannien im Zeitraum 2013 - 2016 kamen aus drei Ländern: China, Indien und aus Polen.
Einwanderung war eines der zentralen Themen im Wahlkampf vor dem EU-Referendum in Großbritannien.

Nach früheren Zuwanderungsphasen (insbesondere aus den ehemaligen Kolonien) hat die Einwanderung nach Großbritannien aufgrund einer stabilen Wirtschaft und niedriger Arbeitslosigkeit seit den 1990ern stark zugenommen. So stieg die Zahl der Asylanträge von jährlich rund 35 000 Bewerbungen, die zwischen 1991 und 1998 gestellt wurden, auf 100 000 Bewerbungen im Jahr 2002. Einschränkende Maßnahmen haben seither zu einem steilen und beständigen Absinken der Asylanträge geführt. Gleichzeitig wurden ab 2002 Rekordzahlen hinsichtlich der Vergabe von Arbeitserlaubnissen erreicht. Zwischen 2002 und 2005 erteilten die Behörden rund 130 000 Genehmigungen. Ab 2004 kam es infolge des EU-Beitritts von zehn neuen Mitgliedstaaten noch einmal zu einem drastischen Anstieg der Zuwanderung aus Mitteleuropa und dem Baltikum. Parallel dazu stieg die Angst der Brit(inn)en vor dem Umfang und den Auswirkungen der Migration. Umfragen zeigen, dass die Anzahl der Menschen, die Immigration und Rasse als die wichtigste bzw. eine der wichtigsten Herausforderungen für das Vereinigte Königreich ansehen, sehr hoch ist.

Heute gehört eine von zwölf Personen im Vereinigten Königreich einer ethnischen Minderheit an; in einigen Gegenden Londons hat gar mehr als die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund bzw. ist afroamerikanischer Abstammung. Während einige Minderheitengruppen sehr gut in die Gesellschaft integriert sind, leiden andere weiterhin unter signifikanter Benachteiligung, Rassismus und Diskriminierung. Für den Bildungsbereich hat man beispielsweise festgestellt, dass schwarze Schüler/-innen zwar im Alter von fünf Jahren etwa auf dem gleichen Niveau wie der Rest der Schüler/-innen beginnen, mit Erreichen des 10. Lebensjahres jedoch bereits deutlich zurückliegen. Dagegen erreichen indische und chinesische Schüler/-innen meist Resultate, die über dem nationalen Durchschnitt liegen. Auf der universitären Ebene sind die Ergebnisse vielversprechender. Bei den Zugangstests für die Universitäten übertreffen sowohl indische, pakistanische und afro-karibische Frauen als auch Männer aus Indien, Pakistan und Bangladesch den nationalen Durchschnitt. Dennoch studieren unverhältnismäßig viele von ihnen an den am wenigsten angesehenen Universitäten und haben damit in der Regel schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Seit Januar 2005 setzt die britische Regierung die Strategie „Improving Opportunities – Strengthening Society“ um, mit deren Hilfe bis 2008 die vorhandenen Barrieren im Zusammenhang mit ethnischem Hintergrund weiter abgebaut und die Chancen aller in England lebenden Menschen unabhängig von ihrer kulturellen Herkunft verbessert werden sollen. Dabei sind auch explizit Maßnahmen im Jugend- und Bildungsbereich vorgesehen, die im Rahmen des Regierungsprogramms „Every Child Matters“ umgesetzt werden. So wurden Sure Start Children’s Centres und so genannte erweiterte Schulen insbesondere in Gegenden mit einem hohen Anteil an Einwohner(inne)n mit Migrationshintergrund eingerichtet. Sie bilden einen Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Darüber hinaus wurden die Betreuungsmöglichkeiten sowie deren Qualität in den letzten Jahren weiter ausgebaut. 

Zur Förderung von Schüler(inne)n mit Migrationshintergrund werden darüber hinaus unter anderem folgende Maßnahmen umgesetzt:

  • Über den Ethnic Minority Achievement Grant stehen den Schulen und lokalen Behörden finanzielle Mittel in Höhe von 178,6 Millionen Pfund (2007/2008) für die Förderung von Schüler(inne)n mit Migrationshintergrund zur Verfügung. 
  • Das Black Pupils’ Achievement Programme arbeitet mit 25 Kommunen und 100 Sekundarschulen zusammen. Ziel ist es, die Leistungen von schwarzen Schüler(inne)n zu erhöhen. Ein ähnliches Programm wurde 2006 für Primärschulen gestartet. 
  • Zur Verbesserung der Leistungen von jungen Sinti und Roma bzw. Tinker/Irish Traveller wurde im September 2006 ein nationales Programm gestartet. Gemeinsam arbeiten lokale Behörden und Schulen daran, für die Schüler/-innen dieser Gruppen und deren Eltern maßgeschneiderte Unterstützung anzubieten (z.B. mittels e-Learning). 
  • Um der Ausgrenzung von schwarzen Jugendlichen entgegenzutreten, wurden Maßnahmen entwickelt, die helfen sollen, die Gleichheit unter den verschiedenen ethnischen Gruppen zu fördern (z.B. Schulung von Schulleitungen, Entwicklung von Leitlinien und Praxismaterial). 
  • Vermehrte Einstellung von Lehrpersonal mit Migrationshintergrund. 
  • Die Schulen sind zu einer „race equality policy“ verpflichtet, in der festgelegt wird, wie mit Diskriminierung umgegangen und wie Gleichberechtigung und „good race relations“ bei allen schulischen Aktivitäten gefördert werden sollen. Darüber hinaus gibt es verschiedene Berichtspflichten. 

Links

Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder

Hilfen für Kinder und Jugendliche werden in England von den Kommunen in Kooperation mit freien und privaten Trägern bereitgestellt. Eine Auflistung der Jugendhilfeangebote findet sich in: Statutory Guidance for Local Authorities on Services and Activities to Improve Young People’s Well-being (Department for Education, 2012).
Der Children Act und das damit verbundene Regierungsprogramm „Every Child Matters: Change for Children“ führten auch in diesem Bereich zu umfangreichen Reformen. Ziel ist die Verbesserung der Hilfen und Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche

In der Vergangenheit unterschieden sich die Unterstützungsdienste für Kinder und Jugendliche (children’s and youth services) in den einzelnen Regionen Englands zum Teil erheblich voneinander. Doch im Rahmen der Implementierung des neuen Children’s Service kommt es zu einer Angleichung. Ein nationales Rahmenwerk gibt vor, wie die Jugendsozialarbeit und die Hilfen für Kinder auf der lokalen Ebene zu gestalten sind. 

Ein wichtiger Aspekt der Reformen ist die Zusammenarbeit aller lokalen Partner in so genannten Multi-Agency Children’s Trusts. Seit April 2008 sind öffentliche, freie und private Träger verpflichtet zusammenzuarbeiten, um durch integrierte Unterstützungsangebote bestmöglich den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen entsprechen zu können. Fachkräfte verschiedener Berufsgruppen (Sozialarbeit, Schule, Gesundheit, Freizeit, Sicherheit etc.) arbeiten dazu in lokalen Teams zusammen. Darüber hinaus müssen die lokalen Behörden und ihre Partner seit 2004 Aktionspläne (Children and Young People’s Plans) entwickeln, in denen sie festlegen, wie sie die Prioritäten umzusetzen planen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass die Meinungen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien bei der Planung und Entwicklung der Dienste berücksichtigt werden. Des Weiteren wurde eine gemeinsame Datenbank aufgebaut, in der Informationen über das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen gesammelt werden. Diese soll helfen, besonders gefährdete Kinder und Jugendliche möglichst frühzeitig zu erkennen.

Die drei wichtigsten Elemente der integrierten Unterstützungsdienste sind:

  • universelle Hilfen für alle Kinder und Jugendlichen; 
  • maßgeschneiderte Unterstützung für diejenigen, die sie am meisten benötigen; 
  • Zugang zu Information, Rat, Anleitung und Beratung. 

Eine Auswahl an Projekten und Angeboten für Jugendliche, die im Rahmen der Unterstützungsdienste umgesetzt werden, zeigt die folgende Übersicht:

  • lebenspraktische und psychosoziale Beratungsarbeit; 
  • offene Jugendarbeit und Jugendclubs; 
  • Straßensozialarbeit und mobile Jugendarbeit; 
  • Projekte im Zusammenhang mit Kriminalität oder Gewaltbereitschaft von Jugendlichen, insbesondere im städtischen Bereich; 
  • Projekte für Teenagereltern/-mütter; 
  • Projekte für jugendliche Betreuer/-innen von Familienangehörigen; 
  • Projekte in Partnerschaft mit dem Informations- und Beratungsdienst Connexions
  • Projekte für Jugendliche in besonderen Lebenslagen; 
  • Schulsozialarbeit – hier gibt es eine Reihe von Projekten zu alternativen Qualifizierungsmöglichkeiten in der Schule („alternative curriculum“) wie die XL Clubs des Prince’s Trust
  • Beteiligungsprojekte aller Art (z.B. YouthBank); 

2008 wurde die Qualität der Unterstützungsdienste für Kinder und Jugendliche evaluiert. Das Office for Standards in Education, Children’s Services and Skills (Ofsted) untersuchte die Qualität der Angebote und beurteilte den Beitrag, den die (Stadt-, Land-, Kreis-)Räte gemeinsam mit ihren Partnern zur Umsetzung der Prioritäten zur Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen leisten. Der Evaluationsbericht bewertet die Arbeitsqualität der Mehrheit der Unterstützungsdienste positiv. 

Im Zuge der Umsetzung des Children Act wurden die sozialen Hilfsdienste für Kinder von denen für Erwachsene getrennt. Jede Kommune unterhält seit April 2006 Bildungs- und Sozialdienste (education and social care services). Diese stellen Betreuung und Unterstützung für Kinder und Familien bereit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf bedürftigen Kindern (zum Beispiel Kinder mit Behinderungen).

Neben der kommunalen Kinder- und Jugendhilfe unterhalten die größeren freien Träger oder Wohltätigkeitsorganisationen vergleichbare Angebote oder ergänzen die Palette der Kommune. Die einzelnen Organisationen haben sich dabei oft auf bestimmte Projekte (zum Beispiel Unterstützung von obdachlosen Jugendlichen) spezialisiert.

England, Nordirland, Schottland und Wales sind Vollmitglieder des European Network of Ombudsmen for Children (ENOC). In diesem Netzwerk sind unabhängige Büros für Kinder in europäischen Ländern zusammengeschlossen, die sich für die Verwirklichung der UN-Kinderrechtskonvention einsetzen. Sie unterstützen eine gemeinsame Lobbyarbeit für die Kinderrechte, tauschen Informationen und politische Strategien aus und werben für die Entwicklung effektiver unabhängiger Kinderbüros. - Informationen zu den Büros
in England unter http://www.childrenscommissioner.gov.uk/
in Nordirland unter http://www.niccy.org
in Schottland unter http://www.sccyp.org.uk
in Wales unter http://www.childcom.org.uk/.

Literaturhinweis 
Soziale Dienste in Europa. Ein Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland (Studienarbeit). André Höllmann, 2010. http://www.grin.com/e-book/145173/soziale-dienste-in-europa#inside

nach oben

Internationale Jugendarbeit und Mobilität

Zentrale Einrichtungen und Organisationen 
Zusammenarbeit mit Deutschland 
Zusammenarbeit mit anderen Ländern
Mobilität

Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Die wichtigste Dienststelle zur Förderung des Austausches von Jugendlichen und Fachkräften ist das britische Kulturinstitut British Council, das neben jugendpolitischen Informationen sowie Fort- und Weiterbildungsangeboten auch internationale Jugend- und Fachkräfteaustauschprogramme anbietet. Darüber hinaus fungiert der British Council als Nationalagentur für das EU-Programm Erasmus.

2005 wurde die UK-German Connection als Kontakt- und Dienstleistungsstelle für den deutsch-britischen Jugendaustausch eingerichtet. Sie entstand durch die Zusammenlegung der Arbeit der Fachberaterin für den deutsch-britischen Schul- und Jugendaustausch (UK-German Links Adviser) und dem deutsch-britischen Jugendportal The Voyage, das ein breit gefächertes Informationsangebot für Kinder, Jugendliche sowie Eltern und Fachkräfte bereitstellt. Die Arbeitsschwerpunkte von UK-German Connection sind Informations- und Werbemaßnahmen, Beratung und Unterstützung beim Aufbau von Schulpartnerschaften und Jugendkontakten sowie das Initiieren und Unterstützen neuer Arten von Austauschaktivitäten. Zu ihren Angeboten gehört auch weiterhin das deutsch-britische Jugendportal, das eine zweisprachige Website mit Informationen für Kinder, Jugendliche, Fachkräfte und Eltern bereitstellt.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Grundlage für die jugendpolitischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Vereinigten Königreich war ein 1958 unterzeichnetes Kulturabkommen.

Im November 2004 nahmen die beiden Länder den Staatsbesuch von Königin Elisabeth II. in Deutschland zum Anlass, eine Initiative zur Stärkung des bilateralen Austauschs zu starten. In der Folge wurde dem Jugendaustausch zwischen den beiden Ländern eine höhere Priorität eingeräumt und entsprechend höhere finanzielle Mittel bereitgestellt. Des Weiteren wurde der deutsch-britische Jugendaustausch mit der Einrichtung der UK-German Connection auf eine neue organisatorische Grundlage gestellt.

Im Bereich des Jugendaustausches sind darüber hinaus der Pädagogische Austauschdienst und sein britisches Gegenstück, die Education and Training Group der British Council-Zentrale aktiv. Zudem werden viele deutsch-britische Austauschaktivitäten von privaten Trägern durchgeführt oder finden im Rahmen von Städte- oder Regionalpartnerschaften statt. 

Das German-British Forum ist eine gemeinnützige Einrichtung, die sich der Verbesserung der deutsch-britischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Bildung widmet. Im Bereich der Jugendarbeit setzt sich das German-British Forum dafür ein, Jugendliche im Vereinigten Königreich über Arbeits- und Freizeitmöglichkeiten in Deutschland zu informieren und sie auf diese Weise zu Aufenthalten zu ermutigen. 

Als Beispiel einer regionalen Zusammenarbeit sei hier die Kooperation der schottischen und der bayerischen Landesregierung aufgeführt. Beide haben im März 2005 einen Aktionsplan verabschiedetet, der unter anderem auch eine engere Zusammenarbeit im Bildungsbereich, dem Schüler(innen)austausch und der Jugendarbeit vorsieht. – Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der schottischen Regierung: Existing engagement between Scotland and Germany

Im Juli 2017 beschlossen Außenminister Sigmar Gabriel und sein britischer Amtskollege Boris Johnson in einem neuen Abkommen den gemeinsamen Jugend- und Schüleraustausch zwischen Deutschland und Großbritannien zu verstärken. Die beiden Minister erklärten deshalb, die der UK-German-Connection zur Verfügung stehenden Mittel zu verdoppeln und sich auch künftig für den Auf- und Ausbau dieser Verbindung einsetzen zu wollen. Die Aufstockung der Gelder auf ca. £230.000 soll zusammen mit einer Finanzierungszusage der Bundesregierung in gleicher Höhe einen Ausbau der Arbeit der UKGC ermöglichen. Britische Jugendliche sollen so mehr Zugang zur deutschen Sprache und Kultur bekommen.
Die gemeinsame Erklärung der Außenminister Gabriel und Johnson zum deutsch-britischen Jugendaustausch ist auf der Internetseite des Auswärtigen Amts nachzulesen.
Weitere Informationen zum Ausbau des deutsch-britischen Jugend- und Schüleraustauschs sind auf der Webseite der Britischen Regierung (in deutscher Sprache) erhältlich.

nach oben

Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Internationale Jugendarbeit ist im Vereinigten Königreich eine wichtige Komponente der bestehenden Jugendarbeit und verfolgt das Ziel, im Rahmen der außerschulischen Bildung einen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung zu leisten. Internationale Jugendarbeit soll den Horizont der Jugendlichen erweitern, interkulturelles Lernen ermöglichen sowie zum Abbau von Fremdenfeindlichkeit und zur Friedenserziehung beitragen. Darüber hinaus wird internationale Jugendarbeit im Vereinigten Königreich zunehmend als Chance gesehen, Jugendlichen ein stärkeres Gefühl für Europa zu vermitteln, was häufig aufgrund der isolierten Lage der Insel(n) fehlt.

Im Bereich des Jugendaustausches ist die Bundesrepublik Deutschland ein wichtiger Partner des Vereinigten Königreiches, gefolgt von Frankreich und den anderen Mitgliedsländern der Europäischen Union. Außerdem besteht ein geregeltes Austauschprogramm mit Osteuropa und den USA sowie mit China und Japan.

Der Austausch mit dem Commonwealth ist die Aufgabe des Commonwealth Youth Exchange Council. Dieser wurde in den frühen 1970er Jahren gegründet und verhalf seitdem mehr als 30 000 Jugendlichen zu Kontakten in 54 Commonwealth-Länder. Die Bevölkerung der Commonwealth-Länder zusammengenommen beträgt über 1,6 Milliarden Menschen, von denen über zwei Drittel unter 25 Jahre sind. Zielgruppe des Commonwealth Youth Exchange Council sind Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren. Sie können an zwei- oder dreijährigen Austauschprogrammen teilnehmen. – Weitere Informationen unter www.cyec.org.uk

Einige freie Träger, von denen in erster Linie Oxfam GB zu nennen ist, konzentrieren sich in der internationalen Jugendarbeit vor allem auf die Belange der Entwicklungshilfe. – Weitere Informationen unter http://www.oxfam.org.uk.

nach oben

Mobilität

Straßenschild mit Zug.
Straßenschild mit Zug.Bild: © Rasmus99 / fotolia.com

Im Vereinigten Königreich verbringen die meisten Kinder und Jugendlichen die Ferien mit ihren Familien. Die beliebtesten Urlaubsorte liegen am Meer, bei Auslandsreisen steht Südeuropa (insbesondere Spanien und Griechenland) hoch im Kurs.

Viele Familien verbringen ihren Urlaub auch in heimischen Ferienparks, die seit den 1930er Jahren entstanden sind. Neben einer günstigen Unterkunft und auf Wunsch Verpflegung zeichnen sich diese Ferienparks durch ein breites Freizeitangebot sowohl für die jüngere als auch für die ältere Generation aus. Insbesondere die Kinderbetreuungsmöglichkeiten werden von vielen Eltern geschätzt. Für Kinder und Jugendliche, die die Ferien zuhause verbringen, wird beispielsweise von Jugendeinrichtungen oder Kirchengemeinden tagsüber eine Betreuung angeboten.

Es ist nicht üblich, dass Jugendliche unter 18 Jahre allein oder mit Freunden verreisen. Auch organisierte Jugendreisen gibt es eher selten. Immer mehr Jugendliche nutzen aber die Zeit nach der Schule oder nach dem Universitätsabschluss für längere Auslandsaufenthalte.

Schottland ist das einzige Land des Vereinigten Königreichs, das Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA) ist. Informationen zu Vergünstigungen mit der Europäischen Jugendkarte EURO26 (und jede Menge weiterer Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Reiseangeboten, ...) gibt es unter http://www.youngscot.org/info/471-european-youth-card 
Jugendliche aus England, Nordirland und Wales können die Europäische Jugendkarte EURO26 online erwerben. Mehr Informationen zur EURO26 unter http://www.euro26.org

Das Vereinigte Königreich ist Programmland im europäischen Aktionsprogramm Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Die Nationalagentur für die Umsetzung des Programms ist The British Council mit Sitz in London.

Weitere Informationen zum Vereinigten Königreich für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal:http://europa.eu/youth/UK_de

Weiterführendes - Vereinigtes Königreich

Weiterführendes bietet Dokumente, Lesetipps und nützliche Adressen im Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie in Deutschland.

Literatur- und Linktipps

Allgemein

Kinder und Jugend

Links

Einen Informationsüberblick zur Jugendpolitik im Vereinigten Königreich bietet das European Knowledge Centre for Youth Policy (unter country information): www.youth-partnership.net 

Auf ihrer Website bietet die National Youth Agency eine breite Palette an Publikationen zur britischen Jugend und Jugendarbeit - teils zum Bestellen, teils zum Herunterladen - an: www.nya.org.uk (unter publications). 

Für aktuelle Diskussionen und Entwicklungen der Jugendpolitik und Jugendarbeit im Vereinigten Königreich ist die Website „Children & Young People Now“ eine exzellente Fundgrube: https://www.cypnow.co.uk/

 

 

Institutionen, Einrichtungen und Organisationen im Überblick

Botschaften, Konsulate, Vertretungen

Botschaft des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland
Wilhelmstraße 70-71, 10117 Berlin 
Fon: 030 204570
E-Mail: ukingermany[at]fco.gov.uk, Internet: https://www.gov.uk/government/world/organisations/british-embassy-berlin.de

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Embassy of the Federal Republic of Germany
23 Belgrave Square, London, SW1 X8PZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7824 1300, Fax: +44 20 7824 1449
Internet: www.london.diplo.de

Internet: http://www.embassy-worldwide.com/embassy/german-embassy-in-london-united-kingdom/

Ministerien und andere staatliche Einrichtungen

Department for Education 
Castle View House, East Lane, Runcorn, Cheshire, WA7 2GJ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 870 000 2288, Fax: +44 1928 794248
E-Mail: über Kontaktformular auf Webseite, Internet: www.education.gov.uk 

Department for Culture, Media and Sport
2-4 Cockspur Street, London, SW1Y 5DH, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7211 6200
E-Mail: enquiries[at]culture.gov.uk, Internet: www.culture.gov.uk 

British Council
10 Spring Gardens, London SW1A 2BN, UNITED KINGDOM
Fon: +44 161 957 77 55, Fax: +44 161 957 77 62
E-Mail: general.enquiries[at]britishcouncil.org, Internet: www.britishcouncil.org 

British Council Berlin
Hackescher Markt 1, 10178 Berlin
Fon: 030 311 09 90, Fax: 030 311 09 920
Internet: www.britishcouncil.de

Office for Standards in Education, Children's Services and Skills (Ofsted)
Royal Exchange Buildings, St Ann's Square, Manchester, M2 7LA, UNITED KINGDOM
Fon: +44 8456 404045 
E-Mail: enquiries[at]ofsted.gov.uk, Internet: www.ofsted.gov.uk

National Youth Agency
Eastgate House, 19-23 Humberstone Road, Leicester LE5 3GJ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 116 2427350, Fax: +44 116 2427444
E-Mail: nya[at]nya.org.uk, Internet: www.nya.org.uk

Office of the Children's Commissioner (England)
33 Greycoat Street, London SW1P 2QF, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7783 8330
E-Mail: info.request[at]childrenscommissioner.gsi.gov.uk, Internet: http://www.childrenscommissioner.gov.uk

Nordirland

Northern Ireland Government - Department of Education
Rathgael House ,43 Balloo Road, Bangor, Co. Down BT19 7PR, UNITED KINGDOM
Fon: +44 289 1279279, Fax: +44 289 1279100
E-Mail: mail[at]deni.gov.uk, Internet: www.deni.gov.uk 

Northern Ireland Commissioner for Children and Young People
Equality House, 7-9 Shaftesbury Square, Belfast BT2 7DP, UNITED KINGDOM
Fon: +44 28 9031 1616
E-Mail: info[at]niccy.org, Internet: www.niccy.org

Schottland

Scottish Executive – Department for Education and Training
Victoria Quay, Edinburgh EH6 6QQ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 5568400, Fax: +44 131 2448240
E-Mail: ceu[at]scotland.gov.uk, Internet: www.scotland.gov.uk/Topics/Education 

Scotland's Commissioner for Children and Young People
85 Holyrood Road, Edinburgh, EH8 8AU, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 558 3733, Fax: +44 131 556 3378
E-Mail: info[at]sccyp.org.uk, Internet: www.sccyp.org.uk

YouthLink Scotland
Rosebery House, 9 Haymarket Terrace, Edinburgh, EH12 5EZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 313 2488, Fax: +44 131 313 6800
E-Mail: info[at]youthlink.co.uk, Internet: https://www.youthlinkscotland.org/

Wales

Welsh Assembly Government – Department for Children, Education, Lifelong Learning and Skills
Cathays Park, Cardiff CF1 3NQ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 845 010 3300
E-Mail: DellsWebTeam[at]wales.gsi.gov.uk, Internet: www.wales.gov.uk 

Children's Commissioner for Wales
Oystermouth House, Phoenix Way, Llansamlet, Swansea, SA7 9FS, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1792 765600, Fax: +44 1792 765601
E-Mail: post[at]childcomwales.org.uk, Internet: www.childcom.org.uk

nach oben

Einrichtungen der kulturellen und politischen Jugendbildung sowie der Jugendsozialarbeit

Arts Council England
14 Great Peter Street, London, SW1P 3NQ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 845 3006200, Fax: +44 20 79736590
E-Mail: enquiries[at]artscouncil.org.uk, Internet: http://www.artscouncil.org.uk

Arts Council of Northern Ireland
77 Malone Road, Belfast, BT9 6AQ
Fon: +44 28 90385200, Fax: +44 28 90661715 
E-Mail: info[at]artscouncil-ni.org, Internet: www.artscouncil-ni.org 

Arts Council of Wales
Bute Place, Cardiff, CF10 5AL9, UNITED KINGDOM
Fon: +44 (0)845 8734 900
E-Mail: feedback[at]artswales.org.uk, Internet: http://www.arts.wales/

Citizenship Foundation
63 Gee Street, London, EC1V 3RS, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7566 4141, Fax: +44 20 7566 4131
E-Mail: info[at]citizenshipfoundation.org.uk, Internet: www.citizenshipfoundation.org.uk 

Creative Partnerships National Office
14 Great Peter Street, London, SW1P 3NQ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 845 3006200, Fax: +44 191 2292740
E-Mail: cceenquiries[at]cceengland.org, Internet: www.creative-partnerships.com 

Heritage Lottery Funds London
7 Holbein Place, London, SW1W 8NR, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 75916000, Fax: +44 20 75916271
E-Mail: enquire[at]hlf.org.uk, Internet: www.hlf.org.uk 

Muslim Youthwork Foundation
Eastgate House, 19-23 Humberstone Road, Leicester, LE5 3GJ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 116 2427 438
E-Mail: manafa[at]nya.org.uk, Internet: www.mywf.org.uk 

Physically Handicapped and Able-Bodied Club (Phab)
Summit House, 50 Wandle Road, Croydon, Surrey CR0 1DF, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 86679443, Fax: +44 20 86811399
E-Mail: info[at]phab.org.uk, Internet: http://phab.org.uk/ 

Prince's Trust
18 Park Square East, London, NW1 4LH, UNITED KINGDOM
Fon: +44 800 842842, Fax: +44 20 75431200
E-Mail: webinfops[at]princes-trust.org.uk, Internet: www.princes-trust.org.uk 

Rathbone Head Office
4th Floor, Wellington House, 39-41 Piccadilly, Manchester, M1 1LQ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 161 2338300
E-Mail: external.communication[at]rathboneuk.org, Internet: www.rathboneuk.org 

Creative Scotland
Edinburgh Office: Waverley Gate, 2-4 Waterloo Place, Edinburgh EH1 3EG, UNITED KINGDOM
Fon: +44 3303332000
E-Mail: enquiries[at]creativescotland.com
Glasgow Office: 249 West George Street, Glasgow G2 4QE, UNITED KINGDOM
Fon: +44 3303332000
E-Mail: locations[at]creativescotland.com, Internet: http://www.creativescotland.com

nach oben

Jugend- und Sportverbände, Freiwilligenorganisationen

British Youth Council
The Mezzanine 2, Downstream Building, 1 London Bridge, SE1 9BG, UNITED KINGDOM
Fon: +44 845 4581489, Fax: +44 845 4581847
E-Mail: mail[at]byc.org.uk, Internet: www.byc.org.uk 

Northern Ireland Youth Forum 
68 Berry Street, Belfast, BT1 1FJ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 28 90331990, Fax: +44 28 90238157
E-Mail: info[at]niyf.org, Internet: www.niyf.org 

Youth Council for Northern Ireland
Forestview, Purdy's Lane, Belfast BT8 7AR, UNITED KINGDOM
Fon: +44 2890 643882, Fax: +44 2890 643874
E-Mail: info[at]ycni.org, Internet: https://youthcouncilni.org/

Volunteering Matters
The Levy Centre,
18-24 Lower Clapton Road,
London, E5 0PD
Internet: https://volunteeringmatters.org.uk/

Duke of Edinburgh’s Award
Head Office, Gulliver House, Madeira Walk, Windsor, Berkshire SL4 1EU, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1753 727400, Fax: +44 1753 810666
E-Mail: info[at]theaward.org, Internet: www.theaward.org 

Funky Dragon (Wales)
Swansea Office, 1st Floor Offices, 8 Castle Square, Swansea, SA1 1DW, UNITED KINGDOM
Fon: +44 179 245 0000, Fax: +44 179 245 0005
E-Mail: enquiries[at]funkydragon.org, Internet: www.funkydragon.org

Girl Guiding UK
17-19 Buckingham Palace Road, London, SW1W 0PT, UNITED KINGDOM
Fon: +44 207 834 6242, Fax: +44 207 6306199
Internet: https://www.girlguiding.org.uk/

Girls’ Brigade (England & Wales)
129 Broadway, Didcot, Oxfordshire, OX11 8XN, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1235 510425, Fax: +44 1235 510429
E-Mail: gbco[at]girlsbrigadeew.org.uk, Internet: http://www.girlsb.org.uk/

Girls Friendly Society Platform
Unit 2, Angel Gate, 326 City Road, London, EC1V 2PT, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7837 9669
E-Mail: annualreport[at]gfsplatform.org.uk, Internet: www.gfsplatform.org.uk

International Voluntary Service
GB: Thorn House, 5 Rose Street, Edinburgh, EH2 2PR, UNITED KINGDOM
NI: 122 Great Victoria Street, Belfast, BT2 7BG, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 2432745, Fax: +44 131 2432747
E-Mail: scotland[at]ivs-gb.org.uk, Internet: www.ivs-gb.org.uk 

Boys’ Brigade UK
Felden Lodge, Hemel Hempstead, Herts HP3 OBL, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1442 231681, Fax: +44 1442 235361
E-Mail: enquiries[at]boys-brigade.org.uk, Internet: www.boys-brigade.org.uk

Jewish Lads' and Girls' Brigade
National Headquarters, Camperdown, 3 Beechcroft Road, South Woodford, London, E18 1LA, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 89898990, Fax: +44 20 85303327
E-Mail: getinvolved[at]jlgb.org, Internet: www.jlgb.org 

National Federation of Young Farmers' Clubs
YFC Centre, 10th Street, Stoneleigh Park, Kenilworth, Warwickshire, CV8 2LG, UNITED KINGDOM
Fon: +44 24 768572-00, Fax: +44 24 768572-29
E-Mail: post[at]nfyfc.org.uk, Internet: www.nfyfc.org.uk 

Outward Bound Trust
Hackthorpe Hall, Hackthorpe, Penrith, Cumbria, CA10 2HX, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1931 740000, Fax: +44 1931 740001
Internet: www.outwardbound-uk.org 

Scout Association 
Gilwell Park, Chingford, London, E4 7QW, UNITED KINGDOM
Fon: +44 845 300 1818
E-Mail: info.centre[at]scout.org.uk, Internet: www.scouts.org.uk 

Scottish Youth Parliament
Rosebery House, 9 Haymarket Terrace, Edinburgh, EH12 5EZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 313 2488, Fax: +44 131 313 6800
Internet: http://www.syp.org.uk/

UK Youth Parliament
8 Wakley Street; London EC IV 7QE, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 78436310, Fax: +44 20 78436038
E-Mail: mail[at]ukyouthparliament.org.uk, Internet: www.ukyouthparliament.org.uk 

V Inspired
5th Floor, Dean Bradley House, 52 Horseferry Road, London SW1P 2AF, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 79607000
Internet: https://vinspired.com/

YMCA (Young Men’s Christian Association) England
640 Forest Road, London E17 3DZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 208 5205599, Fax: +44 208 5093109
E-Mail: enquiries[at]ymca.org.uk, Internet: www.ymca.org.uk 

YWCA (Young Women’s Christian Association) England & Wales
Clarendon House, 52 Cornmarket Street, Oxford OX1 3EJ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1865 304200, Fax: +44 1865 204805
E-Mail: info[at]ywca.org.uk, Internet: http://www.ywca-gb.org.uk

YouthBank UK
Eastgate House, 12-23 Humberstone Road, Leicester, LE5 3GJ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 116 2427446
Internet: www.youthbank.org.uk 

Youth Sport Trust
Sir John Beckwith Centre for Sport, Loughborough University, Loughborough, Leicestershire, LE11 3TU, UNITED KINGDOM
Fon: +44 150 9226600, Fax: +44 150 9210851
E-Mail: info[at]youthsporttrust.org, Internet: www.youthsporttrust.org 

Youth UK
Avon Tyrrell Activity Centre, Bransgore, Hampshire, BH23 8EE, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1425 672347, Fax: +44 1425 675108
E-Mail: info[at]ukyouth.org, Internet: www.ukyouth.org

nach oben

Deutsch-britische Zusammenarbeit

Anglo-German Foundation/Deutsch-Britische Stiftung
Vereinigtes Königreich: 34 Belgrave Square, London SW1X 8DZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 78231123, Fax: +44 20 78232324
Deutschland: Spreepalais, Anna-Louisa-Karsch-Straße 2, 10178 Berlin
Fon: 030 20634985, Fax: 030 20648466
E-Mail: info[at]agf.org.uk, Internet: www.agf.org.uk

British German Association
34 Belgrave Square, London SW1X 8QB, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 72351922, Fax: +44 20 72351902
E-Mail: info[at]britishgermanassociation.org, Internet: www.britishgermanassociation.org

Deutsch-Britische Gesellschaft
Pariser Platz 6 , 10117 Berlin
Fon: 030 203985-0, Fax: 030 203985-16
E-Mail: headoffice[at]debrige.de, Internet: www.debrige.de

Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD)
Kennedyallee 50, 53175 Bonn
Fon: 0228 882 225, Fax: 0228 882 444
E-Mail: postmaster[at]daad.de, Internet: www.daad.de

German British Forum
c/o Institute for German Studies, European Research Institute, University of Birmingham
Birmingham, B15 2TT, UNITED KINGDOM
Fon: +44 121 414 8573, Fax: +44 121 414 7329
E-Mail: info[at]gbf.com, Internet: www.gbf.com

Goethe-Institut London
50, Princes Gate - Exhibition Road, London SW7 2PH, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 75964000, Fax: +44 20 75940240
E-Mail: info[at]london.goethe.org, Internet: www.goethe.de/london

Institute for German Studies
University of Birmingham, Edgbaston, Birmingham, B15 2TT, UNITED KINGDOM
Fon: +44 121 414 7185, Fax: +44 121 414 7329
E-Mail: z.stevenson[at]bham.ac.uk, Internet: www.igs.bham.ac.uk/index.shtml

UK-German Connection
34 Belgrave Square, London, SW1X 8QB, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7824 1570
E-Mail: info[at]ukgermanconnection.org, Internet: http://www.ukgermanconnection.org

nach oben

Jugendinformationszentren

Eurodesk UK
10 Spring Gardens, London SW1A 2BN, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7389 4030, Fax: +44 20 7389 4033
E-Mail: eurodeskuk[at]britishcouncil.org, Internet: http://www.eurodesk.org.uk

Muslim Youth Helpline
2nd Floor, 18 Rosemont Road, London, NW3 6NE, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7435 8171, Fax: 0870 774 3519
E-Mail: info[at]myh.org.uk, Internet: www.myh.org.uk 

WELB Youth Information Service (Nordirland)
4, Waterside House, 1, Strand Road, Coleraine
Co. Londonderry, BT51 3AA
E-Mail: mail[at]inputyouth.co.uk, Internet: www.inputyouth.co.uk 

Young Scot (Schottland)
Rosebery House, 9 Haymarket Terrace, Edinburgh, EH12 5EZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 313 2488
E-Mail: info[at]youngscot.org, Internet: www.youngscot.org 

Youth Access
1-2 Taylors Yard, 67 Alderbrook Road, London, SW12 8AD, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 8772 9900, Fax: +44 20 8772 9746
E-Mail: admin[at]youthaccess.org.uk, Internet: http://www.youthaccess.org.uk/

Youthlink Scotland
Rosebery House, 9 Haymarket Terrace, Edinburgh EH12 5EZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 131 3132488, Fax: +44 131 3136800
E-Mail: eurodesk[at]youthlink.co.uk, Internet: http://www.eurodesk.org.uk

Jugendunterkünfte

Hostelling International Northern Ireland
22-32 Donegal Road, Belfast, BT12 5JN, UNITED KINGDOM
Fon: +44 28 9032 4733, Fax: +44 28 9031 5889
E-Mail: info[at]hini.org.uk, Internet: www.hini.org.uk 

Scottish Youth Hostel Association - National Office
7 Glebe Crescent, Stirling FK8 2JA, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1786 891 400, Fax: +44 1786 891 333
E-Mail: info[at]syha.org.uk, Internet: www.syha.org.uk 

Youth Hostel Association (England & Wales)
Trevelyan House, Dimple Road, Matlock, Derbyshire DE4 3YH, UNITED KINGDOM
Fon: +44 162 95927 00, Fax: +44 162 9592 627
E-Mail: customerservices[at]yha.org.uk, Internet: www.yha.org.uk 

Ähnliche Unterkünfte unterhalten:
YMCA (Young Men’s Christian Association) England
640 Forest Road, London E17 3DZ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 208 5205599, Fax: +44 208 5093109
E-Mail: enquiries[at]ymca.org.uk, Internet: http://www.ymca.org.uk

Einrichtungen und Organisationen der internationalen Jugendarbeit

Commonwealth Youth Exchange Council
7 Lion Yard, Tremadoc Road, London, SW4 7NQ, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7498 6151, Fax: +44 20 7622 4365
E-Mail: mail[at]cyec.org.uk, Internet: www.cyec.org.uk 

British Council
10 Spring Gardens, London SW1A 2BN, UNITED KINGDOM
Fon: +44 20 7389 4030, Fax: +44 20 7389 4033
Internet: https://www.britishcouncil.de/

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Godesberger Allee 142 – 148, 53175 Bonn
Fon: 0228 9506-0, Fax: 0228 9506-199
E-Mail: info[at]ijab.de, Internet: www.ijab.de 

Oxfam GB
Oxfam House, John Smith Drive, Cowley,Oxford, OX4 2JY, UNITED KINGDOM
Fon: +44 1865 473727
Internet: www.oxfam.org.uk 

Pädagogischer Austauschdienst
Kultusministerkonferenz, Postfach 2240, 53012 Bonn
Fon: 0228 501-0
E-Mail: pad.comenius[at]kmk.org, Internet: http://www.kmk-pad.org

nach oben
Karte, auf der Impressum steht.
Karte, auf der Impressum steht.Bild: geralt / pixabay.com

Impressum - Vereinigtes Königreich

Die Länderinfos zum VEREINIGTEN KÖNIGREICH von Großbritannien und Nordirland wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Letzte Aktualisierung: Juni 2018

Kontakt: dija(at)ijab.de