x

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen

Offene Jugendarbeit

Mitglieder der Jugendbewegung “HaNoar HaOved” zur Parade am Jerusalem-Tag. Bildquelle: Mark Neymann/National Photo Collection

Insgesamt hat in den vergangenen Jahren das politische Gewicht der traditionellen landesweiten Jugendverbände abgenommen. Die Bedeutung lokaler Gemeindestrukturen mit Jugendzentren und Jugendklubs ist dagegen gewachsen. Viele junge Menschen organisieren heute Freizeit und gesellschaftliches Engagement ohne Mitglieder in Jugendverbänden oder Parteien zu sein.

In der Offenen Jugendarbeit engagieren sich viele verbandsunabhängigen Jugendgruppen und nichtstaatliche Organisationen. Oft spielen die örtlichen Zentren für Kultur, Jugend und Sport (Matnass, Plural: Matnassim) eine wichtige Rolle. Das sind selbstständige Einrichtungen mit hauptamtlicher und ehrenamtlicher Mitarbeiterschaft. Vor allem in kleineren Orten, Entwicklungsstädten und sozial benachteiligen Nachbarschaften bieten sie vielfältige Programme und Aktivitäten für Bevölkerungsgruppen aller Altersgruppen an. Sie verfügen über Sportanlagen, Klubräume, Kinos, Theater, Musik, Sprachkurse und ermöglichen Bildung und Freizeitaktivitäten. Häufig sind sie auch Arbeitsplatz von Freiwilligen im Rahmen ihres Zivil- oder Militärdienstes.

Auch unabhängige Jugend- und Gemeindezentren in freier Trägerschaft können mit dem Dachverband der Zentren für Kultur, Jugend und Sport, der Vereinigung der Gemeindezentren, zusammenarbeiten ohne ihr formal anzugehören. Die Programmangebote in den Zentren wollen Selbstbewusstsein und Engagement von Jugendlichen in ihrer Gemeinde stärken. Sie richten sich besonders an sozial und gesellschaftlich benachteiligte Gruppen.

Eine besondere israelische Form der offenen Jugendarbeit leistet der so gennannten Stadt-Kibbuz (Kibbuz Ironi). In der Regel gegründet von Mitgliedern eines etablierten Kibbuzes oder einer sozialistischen Jugendbewegung engagieren sie sich seine Mitglieder in Erziehungs- und Sozialprojekten für benachteiligte Jugendliche der jeweiligen Stadt und Region. Insgesamt finden sich etwa 100 derartige Lebens- und Arbeitsgemeinschaften in verschiedenen Teilen des Landes.

Links

Elem (Jugend) – Organisation für Sozialarbeit mit Jugendlichen in Notlagen (Englisch)
http://en.elem.org.il/

Migvan – Stadtkibbuz in Sderot (Hebräisch) http://www.migvan.org.il/cgi-webaxy/item?1

nach oben

Jugendinformation

Online-Beratung ‚Das Grüne Haus’ - HABAIT HAJAROK
Online-Beratung ‚Das Grüne Haus’ - HABAIT HAJAROK

Strukturen der Jugendinformation

Für Kinder und Jugendliche steht ein Netz von staatlichen und behördlichen Informations- und Beratungsstellen zur Verfügung. Sie richten sich vor allem an Menschen in Notsituation und an Bevölkerungsgruppen, die relativ geschlossene und von der jüdischen-säkularen Mehrheitsbevölkerung abgeschieden lebende Gruppen bilden, wie zum Beispiel die jüdische ultra-religiöse Bevölkerung (Charedim) oder die arabisch-palästinensische Minderheit. Für unterschiedliche Gruppen stehen auch Programme in verschiedenen Sprachen zur Verfügung: Arabisch, Russisch, Englisch, Französisch, Jiddisch, Amharisch.

Zentrale landesweite staatliche Anlaufstelle für Beratung und Hilfe suchende Kinder, Jugendliche, Erziehungsberechtigte sowie Pädagoginnen und Pädagogen ist Schefi, der Psychologische Beratungsdienst. Er arbeitet in der Verantwortung des Online-Beratung ‚Das Grüne Haus’ - HABAIT HAJAROKErziehungsministeriums mit Niederlassungen in allen Regionalbezirken. In der Verantwortung des Ministeriums für Wohlfahrt und Soziale Dienste und in Zusammenarbeit mit den Lokalbehörden arbeitet ‚Schil‘, der allgemeine Beratungsdienst für Bürgerinnen und Bürger.

Von der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Hebräischen Universität entwickelt wurde das Snunit Center for the Advancement of Web Based Learning. Es ist das größte pädagogische Internet-Portal für Informationen und Lernen in Israel.

Internationale Kooperationen

Logo (rote Schrift, blauer Schriftzug IPNCL mit Flaggen umsäumt) des Israeli Pedagogical Network for Collaborative Learning IPNCL. Grafik: Website IPNCL 2.7.08
Logo (rote Schrift, blauer Schriftzug IPNCL mit Flaggen umsäumt) des Israeli Pedagogical Network for Collaborative Learning IPNCL. Grafik: Website IPNCL 2.7.08

Innerhalb der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) beschäftigen sich verschiedene Arbeitszweige, zum Beispiel Erziehung, Kultur, Wissenschaft, Soziologie, Umweltschutz, auch mit Themengebieten internationaler Jugend- und Erziehungsarbeit. Expertinnen und Experten der israelischen Regierung und israelischer Nichtregierungsorganisationen wirken mit. Die Zusammenarbeit von staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen liegt in der Verantwortung der Nationalen Israelischen Kommission für die UNESCO, dessen Präsident der israelische Erziehungsminister ist.

Seit 2005 wirkt ein eigener Arbeitszweig der Kommission am Information For All Program (IFAP) der UNESCO mit. Dem internationalen Programm geht es um eine faire weltweite Nutzung der Möglichkeiten des digitalen Informations- und Kommunikationszeitalters. Der israelischen Vertretung gehören Expertinnen und Experten aus dem akademischen, öffentlichen und privaten Bereich und verschiedener NGO an.

Einem Netzwerk von UNESCO-Chairs gehören Lehrstühle akademischer Einrichtungen aus verschiedenen Staaten an. Es dient der wissenschaftlichen Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung und Erprobung von Modellen internationaler und interkultureller Zusammenarbeit. Dazu gehören Forschung, Ausbildung, Information und Dokumentation. In Israel wurden verschiedene dieser internationalen Lehrstühle eingerichtet, die auch für Themengebiete internationaler Jugendarbeit relevant sind:

  • An der Hochschule Beit-Berl ein Lehrstuhl ‚Multikulturelle Erziehung‘ zur Entwicklung von Programmen der multikulturellen Erziehung in der Ausbildung von Pädagoginnen und Pädagogen in Israel, Europa und Nordamerika.
  • An der Universität Haifa ein Lehrstuhl ‚Interkulturelle und interreligiöse Studien‘ zur Erforschung des christlich-jüdisch-moslemischen Verhältnisses im Mittelalter, um Erkenntnisse heutige Gesellschaften in Europa, Mittelmeerraum, Nordafrika und Zentralasien zu gewinnen.
  • An der Bar-Ilan-Universität ein Lehrstuhl ‚Erziehung zu humanistischen Werten, Toleranz und Frieden‘ zur Erforschung und Entwicklung von Erziehungsmodellen zu den Menschenrechten in Israel, Nahost- und Mittelmeerraum.
  • Am Elijah-Interfaith Institute ein Lehrstuhl ‚Weisheit der Weltreligionen‘ zur Entwicklung von Programmen für interreligiöse und interkulturelle Verständigung im Geiste von Frieden und Toleranz.
  • An der Pädagogischen Hochschule der Kibbuzbewegung gibt es einen Lehrstuhl für humanistische Erziehung in Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Israel, Europa und Nordamerika an Themengebieten wie kritische Pädagogik, soziale Gerechtigkeit, Ökologie, pluralistische Gesellschaft, Geschlechterverhältnis, Familie und Gesellschaft.

 

 

nach oben