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Willkommen bei den Länderinfos: ISRAEL

Flagge von Israel.
Flagge von Israel.Bild: © dario / fotolia.com

Der Text gliedert sich in die vier Kapitel: 

Im Impressum erhalten Sie Informationen über Erstellungsdatum, Verfasser/-in und Ansprechpartner/-in.

Allgemeine länderkundliche Informationen - Israel

Jerusalem.

Hier eine Übersicht relevanter Links, die einen Überblick über Land und Leute geben: 

Bundeszentrale für politische Bildung - Dossier Israel

Auswärtiges Amt - Länderinformationen Israel

Botschaft des Staates Israel in Deutschland - Land und Leute

Außenministerium des Staates Israel - About Israel (Englisch)

Regierung des Staates Israel - Israel Government Portal (Englisch) 

Statistikbüro der israelischen Regierung - Central Bureau of Statistics (CBS) (Englisch)

OECD-Data - Israel

Wikipedia - Israel

Grunddaten

Einwohner: 8,94 Millionen (Oktober 2018)

Hauptstadt: Jerusalem

andere große Städte: Tel Aviv-Yafo, Haifa, Rishon Le-Ziyyon, Ashdod, Petah Tiqwa, Be'er Sheva, Netanya

Amtssprachen: Hebräisch und Arabisch

Altersstruktur: Anteil an der Bevölkerung 0-14 Jahre: 27,5 %; 15-24 Jahre: 15,5 %; 25-54 Jahre: 37,2 %; 55-64 Jahre: 8,5 %; über 65 Jahre: 11,3 % (2017)

Lebenserwartung: Männer 80,7 Jahre, Frauen 84,6 Jahre (Sept. 2018)

Bevölkerungszuwachs: 1,9 % (162000 Sept. 2017 - Sept. 2018)   

Bevölkerungsgruppen: jüdisch 74,4 % (6,625 Millionen), arabisch 20,9 % (1,864 Millionen), andere 4,7% (418000) (September 2018), Verhältnis Männer zu Frauen: 982:1000 (2018)

Religionen: 74,7 % Juden, 17,7 % Muslime, 2 % Christen, 1,6 % Drusen und 4,1 % andere Religionen (2016)

Regierungsform: parlamentarische Demokratie mit Legislative, Exekutive und Judikative

Staatsoberhaupt: Präsident Reuven Rivlin (seit 24.07.2014)

Regierungschef: Premierminister Benjamin Netanyahu (Regierung seit 14.05.2015)

Verwaltungsstruktur: sechs Verwaltungsbezirke (Mechosot) jeweils mit Bezirkshauptstadt, Bezirksregierung und Bezirksgericht: Jerusalem, Norden, Haifa, Zentrum, Tel Aviv, Süden; 15 Unterbezirke (Nafot)

Klima: drei Klimazonen: Küstenebene - feuchtheiße Sommer und milde regenreiche Winter (z.B. Tel Aviv); Bergland - warme trockene Sommer, kalte Winter (z.B. Jerusalem); Wüste - heiße und trockene Sommer, milde Winter (z.B. Negev)

Sonstige Daten

Bruttoinlandsprodukt per Kopf: 42.120 US-Dollar (nominal 2018)

Wirtschaftswachstum: 3,3 % (2017)

Beschäftigungsrate: 69,1 % (September 2018)

Arbeitslosigkeit: 3,6 % (24-64 Jahre, Sepember 2018)

Inflationsrate: 0,24 % (2017)

Internationale Mitgliedschaften: Vereinte Nationen, CCC (Weltzollorganisation), FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation), WTO (Welthandelsorganisation), IAEO (Internationale Atomenergie-Organisation), IBRD (Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), ICAO (Internationale Zivilluftfahrt-Organisation), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation), IFC (Internationale Finanz-Corporation), ILO (Internationale Arbeitsorganisation), IWF (Internationaler Währungsfonds), IMO (Internationale Seeschifffahrt-Organisation), ITU (Internationale Fernmeldeunion), UPU (Weltpostverein), WHO (Weltgesundheitsorganisation), ECE (UN-Wirtschaftskommission für Europa), UNDCP (Internationales Drogenkontrollprogramm der UN), UNICEF (Kinderhilfswerk der VN), WMO (Weltorganisation für Meteorologie), Interpol, ECOSOC-ESCWA (Wirtschafts- und Sozialrat der VN/ Wirtschafts- und Sozialkommission für Westasien), HABITAT (VN-Programm für menschliches Siedlungswesen), IOM (Internationale Organisation für Migration), ISO (International Standards Organization), UNCTAD (Handels- und Entwicklungskonferenz der VN), UNHCR (Hoher Kommissar der VN für Flüchtlinge), UNIDO (VN-Organisation für industrielle Entwicklung), WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum), UNV (VN-Freiwilligenprogramm), UNITAR (VN-Ausbildungs- und Forschungsinstitut), UPOV (Internationales Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen), ESCAP (Wirtschafts- und Sozialkommission für Asien und den Pazifik), ECA (Wirtschaftskommission für Afrika), ECLA (Europäisches Klassifikationssystem), OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), IOC (Internationales Olympisches Komitee), FIFA (Internationale Föderation des Verbandsfußballs), UEFA (Vereinigung Europäischer Fußballverbände)

Quellen: Auswärtiges Amt, Israelisches Statistikbüro/Central Bureau of Statistics (Englisch/Hebräisch), CIA World Factbook (Englisch), OECD-Data, Jewish Virtuall Library

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Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen - Israel

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in Israel. Mehr lesen unter 

Relevante Gesetze

Graues Paragraphen Symbol auf grauem Grund.
Graues Paragraphensymbol auf grauem Grund.Bild: Gerd Altmann / pixabay.com

Folgende Gesetze definieren Rechte und Pflichten von Kindern und Jugendlichen in Israel.

Das Gesetz zur Staatlichen Erziehung formuliert allgemeine Prinzipien und Ziele des staatlichen Schul- und Erziehungssystems.

Im Gesetz über die Schulpflicht ist für das 5-16-Jährige eine allgemeine und kostenlose Schulpflicht bis zur 10. Klasse festgelegt.

Die 54 Paragraphen umfassende Internationale Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen wurde von Israel 1991 unterzeichnet.

Das Gesetz über das Recht auf Ausbildung mit Bezug auf die UN-Charta schreibt das individuelle Recht auf menschliche Würde, Erziehung und Teilhabe am Erziehungssystem fest.

Laut Gesetz über die Schulaufsicht ist die Gründung und der Betrieb einer Schule, die nicht Teil des offiziellen staatlichen Erziehungssystems sein will, mit offizieller staatlicher Genehmigung möglich.

Das Gesetz zur Sonderpädagogischen Erziehung regelt staatliche Maßnahmen zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit körperlichen und geistigen Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf.

Laut Gesetz zur Berufsausbildung haben Jugendliche im Alter von 15-18 Jahren ein Recht auf berufliche Ausbildung in Form einer praktischen Ausbildung oder als Teil der höheren Schulbildung.

Das Gesetz zu Adoptionsverfahren orientiert sich am Wohl des zu adoptierenden Kindes.

Das Gesetz zum Schutz von Kindern in der Öffentlichkeit formuliert ein Alkoholverbot für Kinder und Jugendliche.

Das Gesetz zum Schutz von minderjährigen Zeuginnen und Zeugen regelt Strafverfahren wegen sexuellen Missbrauchs oder Gewalt gegen Kinder.

Laut Gesetz zur Pflege und Aufsicht von Jugendlichen kann das Sorgerecht einer ausgesuchten Privatperson bzw. einer Fürsorgebeamtin oder einem Fürsorgebeamten übertragen werden.

Das Gesetz Rechtsprechung, Strafe und Behandlungswegen regelt Verfahrensfragen der Jugendgerichte sowie mögliche Straf- und Erziehungsmaßnahmen.

Die Bestimmungen für Vergehen gegen Kinder und Hilflose des israelischen Strafgesetzbuches sehen bei körperlichen und sexuellen Angriffen und Missbrauch schwere Strafen vor.

Das Gesetz zur Prävention von Gewalt in der Familie ermöglicht schnelle Hilfe für Geschädigte und den Erlass einer sofortigen gerichtlichen Schutzbestimmung in Fällen familiärer Gewalt.

Das Vormundschaftsgesetz regelt die gesetzliche Vertretung von Jugendlichen, wenn die Eltern gestorben oder nicht in der Lage sind, ihre Pflichten wahrzunehmen.

Das Gesetz zur Öffentlichen Verteidigung gibt angeklagten Minderjährigen das Recht, auf Staatskosten einen Verteidiger zu nehmen.

Links
Israel Ministry of Foreign Affairs: A Free People in Our Land - Children's Rights in Israel (Englisch)
http://www.mfa.gov.il/mfa/aboutisrael/state/pages/a%20free%20people%20in%20our%20land-%20childrens%20rights.aspx

Botschaft des Staates Israel: Erziehung, Bildung und Schulsystem in Israel
http://embassies.gov.il/bern/AboutIsrael/Pages/Bildung-in-Israel.aspx

Israel Ministry of Foreign Affairs: Education - Primary and Secondary (Englisch)
http://www.mfa.gov.il/mfa/aboutisrael/education/pages/education-%20primary%20and%20secondary.aspx

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Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

In Israel gelten 1- bis 14-Jährige als Kinder, 14- bis 18-Jährige als Jugendliche und über 18-Jährige als Volljährige.

Schulpflicht:5 -16 Jahre
bedingte Strafmündigkeit:ab 12 Jahren
Beschäftigungsverbot:unter 14 Jahren (Ausnahme: Landwirtschaftsbetrieb der Eltern)
zwischen 14 und 18 Jahren, generelles Beschäftigungsverbot am Schabbat
bis 16 Jahre, nach 20 Uhr
16-18 Jahre, nach 22 Uhr
Beschäftigungserlaubnis:ab 14 Jahren in den Ferien (maximal 8 Stunden täglich, nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich)
Piercing:unter 16 Jahren ohne Erlaubnis der Eltern verboten 
Personalausweispflicht:ab 16 Jahren
Führerschein-Mindestalter für:16 Jahre + 3 Monate: PKW bis 3,5t (ersten 6 Monate begleitet)
PKW: 18 Jahre
Motorräder bis 500 cm³: 18 Jahre
LKW bis 14,9 t: 18 Jahre
LKW über 15 t: 19 Jahre
Motorräder über 500 cm³: 21 Jahre
Alkoholkonsum-Verbot, Tabakkauf-Verbot:unter 18 Jahren
Heiratsberechtigung:ab 17 Jahren(sind Ehepartner/-innen noch nicht 17 Jahre alt, nur mit Genehmigung des Bezirksgerichtes)
Volljährigkeit / Wahlrecht:18 Jahre
Wehrpflicht für Frauen und Männer:ab 18 Jahren

 

Links
Israel National Council for the Child (Englisch)
 
Knesset-Committee for the Rights of the Child (Englisch)

Israeli Fund for UNICEF (Englisch)

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Finanzierung

Staatliche nationale Förderung

Kinder- und Jugendpolitik wird durch die jeweils zuständigen Ministerien im Rahmen aktueller politischer Prioritäten und Haushaltvorgaben unterstützt.

Wichtige Rollen spielen vor allem das Ministerium für Erziehung, das Ministerium für Wohlfahrt sowie das Ministerium für Einwanderung und Eingliederung. In Kooperation mit kommunalen Behörden unterstützen diese Ministerien die Entwicklung von Konzeptionen und die Organisation und Supervision von Bildungs- und Sozialprogrammen.

Die Ausgaben für den Bildungsbereich (Grundschule bis Hochschulabschluss) sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Nach Angaben der OECD lagen sie 2011 bei 7.167 Dollar pro Kopf (OECD-Durchschnitt: 9.487 Dollar), das entsprach 7,3 % des Bruttoinlandsproduktes (1,2 % mehr als der OECD-Durchschnitt).

Bei der staatlichen Finanzierung zeigt sich ein Trend zu verstärkter Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen (NGO). Damit ist auch eine größere staatliche Einflussnahme auf den jeweiligen Verwendungszweck verbunden. Auf dem Hintergrund parteipolitisch motivierter Zuwendungen haben verschiedene Urteile des Obersten Gerichtshofes zu größerer Transparenz bei der Verteilung öffentlicher Mittel an Nichtregierungsorganisationen geführt.

Quelle
Statistische Angaben der OECD - Israel. Education at a Glance 2014 (Englisch)

Private und sonstige Finanzierungsquellen

Kinder- und Jugendarbeit in kommunalen Einrichtungen, gemeinnützigen Vereinen und Jugendverbänden werden in erheblichem Ausmaß durch Zuwendungen von Sponsorinnen und Sponsoren finanziert. Ein großer Teil dieser Mittel wird durch jüdische Stiftungen und Wohlfahrtsorganisationen sowie christlich-jüdische Organisationen im In- und Ausland eingebracht. Ihnen geht es vor allem um Unterstützung der Einwanderung nach Israel sowie um Solidarität in Zeiten von Krieg und Terror.

Neben diesen etablierten Finanzquellen haben sich alternative Fundraising-Netzwerke entwickelt, um israelische Initiativen zu fördern, die sich für Pluralismus, Menschenrechte und Demokratie einsetzen. Israelische Wirtschaftsunternehmen suchen durch Social Sponsoring die Kooperation mit sozialpolitisch engagierten Initiativen. Sie wollen durch fordernde Unterstützung gemeinnützige Projekte fördern, die langfristig den demokratischen Charakter der Gesellschaft fördern.

Durch finanzielle Zuwendungen der Europäischen Union sowie von Regierungen verschiedener EU-Länder werden besonders israelische Initiativen unterstützt, die sich für die Stärkung von Demokratie, Menschrechten und Frieden engagieren. Die politischen Stiftungen dieser Länder engagieren sich ebenfalls stark in aktuellen politischen und sozialen Problemfeldern. Diese Finanzierung wird in der israelischen Gesellschaft als politische Einflussnahme von außen kontrovers diskutiert.

Links
Abraham Fund Initiatives – Shared Future for Israel’s Jewish and Arab Citizens (Englisch)

European Neighbourhood & Partnership Instrument – Projektförderung der EU in Israel

International Fellowship of Christian and Jews - Hilfe für Menschen in Not

Israel Venture Network (IVN) - Social Business (Englisch)

Matan – Investing in the Community

New Israel Fund - Advancing Equality for All Israelis (Englisch)

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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Die aktuellen kinder- und jugendpolitischen Programme spiegeln die Vielfalt sozialer und politischer Herausforderungen der israelischen Gesellschaft wider. Sie lassen sich vereinfacht unter folgenden Stichworten zusammenfassen (die jeweiligen Links verweisen auf beispielhafte Themenschwerpunkte und Programme).

Einheit und Vielfalt

Beim Aufbau des jüdischen und demokratischen Staates Israel soll Kinder- und Jugendpolitik eine entsprechende individuelle und kollektive Identität stärken und verbindende Werte vermitteln. Besondere Schwerpunktthemen sind: Dialog zwischen religiösen und säkularen Bevölkerungsgruppen, Verständigung zwischen westlich-europäisch und orientalisch geprägten Israelis, Ausgleich sozialer Benachteiligung zwischen Menschen in Großstädten und Orten an der Peripherie des Landes, Durchsetzung von Frauen- und Minderheitenrechten, Begegnung zwischen den Generationen, Verbesserung der Beziehungen zwischen jüdischer und arabisch-palästinensischer Bevölkerung.

Links

Einwanderung und Zionismus

Nach Überzeugung der israelischen Mehrheitsgesellschaft soll der Staat Israel eine mögliche Heim- und Fluchtstätte für Jüdinnen und Juden aus aller Welt sein, besonders aus Ländern mit zunehmender Judenfeindschaft oder wirtschaftlicher Notlage. Die Eingliederung von Neueinwandernden aus verschiedensten Ländern und Kulturen hat hohe Priorität. Programme der Kinder- und Jugendarbeit fördern hebräische Sprachkenntnisse, berufliche Qualifikation und gesellschaftliche Integration mit dem Ziel eines gemeinsamen israelischen Selbstbewusstseins. Aktuelle Bedeutung hat die Arbeit mit Menschen aus Migrations- und Fluchtbewegungen Asiens und Afrikas.

Links

Toleranz und Demokratie

Mit der Förderung jüdischer und israelischer Identität ist die Vermittlung universeller demokratischer Werte verbunden. Erziehung zu Toleranz und Demokratie ist in einer Einwanderungsgesellschaft, deren Bevölkerung zu großen Teilen aus Ländern ohne ausgeprägte demokratische Traditionen stammt und die seit der Staatsgründung ständig in Bedrohungs- und Kriegssituationen lebt, eine zentrale Aufgabe. Entsprechende Bildungsprogramme widmen sich interkultureller Verständigung, Dialog, Konfliktvermittlung sowie Bürger- und Menschenrechtfragen. Sie wirken gegen Vorurteile und rassistische Einstellungen und fördern Zivilcourage.

Links

Bürgerschaft und Engagement

Ehrenamtliche Mitarbeit in sozialen, kulturellen und politischen Organisationen hat in Israel eine starke Tradition. Jugendpolitik will junge Menschen zu freiwilligem Engagement für Gemeinde, Gesellschaft und Staat motivieren. In zahlreichen gesellschaftlichen Bereichen des Landes finden sich Aufnahmeorganisationen und Einsatzstellen für ehrenamtliche Arbeit, auch in Form von Freiwilligendiensten zionistischer und anderer Organisationen im Ausland.

Regierung, lokale Behörden, Jugendbewegungen und Vereine entwickeln aktuelle Programme zur Aus- und Weiterbildung von in der Kinder- und Jugendarbeit Engagierten.

Links

Junge Frau mit israelischer Fahne.
Junge Frau mit israelischer Fahne.Bild: kharaziofficial / pixabay.com

Krieg und Frieden

Erfahrungen im israelischen Alltagsleben mit Gewalt, Terror und Krieg sind für Kinder- und Jugendarbeit besondere Herausforderungen. Sie brauchen Räume und Gelegenheiten, um Ängste, Wut und Zweifel zum Ausdruck zu bringen und mit anderen auszutauschen. Verschiedene Programme versuchen, Bedrohungsgefühlen und Resignation entgegenzuwirken und Hoffnung auf Frieden und jüdisch-arabische Koexistenz zu stärken. Sie bemühen sich um eine Klärung der vielschichtigen Ursachen der Spannungen, um die Entwicklung einer Gesprächs- und Streitkultur sowie um eine größere Bereitschaft für Kompromisse.

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Erinnern und Gedenken

Viele jugendpolitische Programme bemühen sich um die Förderung des persönlichen und kollektiven Bewusstseins von der Gegenwart von Geschichte. Dabei kommt der Beschäftigung mit den Wurzeln der eigenen Familie und der Geschichte ihres Heimatortes große Bedeutung zu. In der israelischen Gedenk- und Erinnerungsarbeit nimmt die Katastrophe des nationalsozialistischen Judenmordes (im hebräischen Sprachgebrauch: Schoa, d.h. Katastrophe) eine überragende Bedeutung ein. Bei der Einordnung in den größeren Zusammenhang von Judenfeindschaft und Geschichte Israels ist das Spannungsverhältnis zwischen jüdischen und universellen Lehren aus der Geschichte eine Herausforderung für die pädagogische Arbeit.

Links

Junger Mann sitzt einsam in verlassener Gegend.
Junger Mann sitzt einsam in verlassener Gegend.Bild: zephyr_p / fotolia.com

Gewalt und Drogen

Gewalt gegen Kinder- und Jugendliche sowie Kriminalität, Drogenmissbrauch und Gewalt von Jugendlichen sind aktuelle und breit diskutierte Problemfelder. Fälle sexuellen Missbrauchs in Politik, Schulen und Armee bewegen immer wieder die Öffentlichkeit. Kinder- und Jugendpolitik reagiert durch Aufklärungs- und Beratungsarbeit und mit Anti-Gewaltprogrammen. Staatliche Einrichtungen, gemeinnützige Vereine und Stiftungen betreiben Informations- und Unterstützungskampagnen für Jugendliche gegen Gewalt, zur Gesundheitsvorsorge und bieten Hilfen in Krankheits- und Notfällen. Besondere Schwerpunkte liegen in Suchtprävention und Antidrogenberatung.

Link
Ich bin gegen Gewalt (Ana) – Präventionsprogramm des Erziehungsministeriums für Kinder und Jugendliche (Englisch)

Umwelt und Natur

Israelis fühlen sich traditionell stark mit ihrem Land und der Schönheit der Natur verbunden. Das Prinzip des Lernens über und in Natur ist in der Kinder- und Jugendarbeit stark verbreitet. Das Umweltministerium arbeitet eng mit örtlichen Bildungseinrichtungen, Gemeindezentren, Jugendbewegungen sowie Natur- und Umweltschutzgruppen zusammen. An vielen Orten des Landes organisieren ‚Erziehungszentren für Umwelt‘ Lernprogramme zu ökologischen und umweltpolitischen Themen. Dazu gehören auch Aktivitäten und Veranstaltungen wie Schulwettbewerbe, Jugendwanderungen und Foto- oder Kunstprojekte, auch in internationalen Kooperationsprojekten.

Links

Erziehung für die Zukunft – Erziehungsprogramme der Gesellschaft für Naturschutz in Israel

Erziehung zum Umweltschutz – Website des israelischen Umweltministeriums (Englisch)

….Feldschulen - außerschulisches Lernangebot der Gesellschaft für Naturschutz in Israel

    Bildung und Arbeit

    Jugendliche mit mangelnder oder abgebrochener Schulbildung gibt es vor allem in eingewanderten Familien, in sozial benachteiligten arabischer Dörfern sowie in der fromm-jüdischen Bevölkerung (Charedim), deren Schulen den allgemeinen staatlichen Fächerkanon ignorieren und sich auf Bibel- und Religionskunde konzentrieren. Auf dem israelischen Arbeitsmarkt haben diese Jugendlichen kaum Chancen. Bildungsprogramme zur schulischen und beruflichen Qualifizierung legen großen Wert auf sprachliche Qualifikation, mathematische und naturwissenschaftliche Kenntnisse und computertechnische Fähigkeiten. Sie versuchen besonders, junge Frauen zu erreichen.

    Link

    Avda Center - Informationszentrum zu Gleichheit und sozialer Gerechtigkeit (Englisch)

    Eine andere Lektion (Schiur Acher) – Lernprogramme für sozial benachteiligte Jugendliche (Englisch)

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    Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

    Auf städtischer und gemeindlicher Ebene sind die jeweiligen Ämter für Jugend, Sport und Freizeit für Jugendhilfe und Jugendpolitik zuständig. Sie entwickeln kulturelle, sportliche und pädagogische Programme für die Arbeit in Gemeindezentren, Sommer- und Freizeitprogrammen, Kultur- und Sportveranstaltungen und sozialen Diensten. Dabei kooperieren sie mit den örtlichen Vertretungen der jeweils zuständigen Ministerien.

    In 154 Gemeinden in allen Landesteilen verbreitet sind die Zentren für Kultur, Jugend und Sport (hebräisches Kürzel: Matnass, Plural: Matnassim) mit über 700 Zweigstellen. Als ihr Dachverband fungiert die Vereinigung der Gemeindezentren. Sie ist dem Erziehungsministerium zugeordnet und kooperiert mit jeweils zuständigen Ministerien sowie städtischen und gemeindlichen Behörden.

    Die Gemeindeschule (Beit Sefer Kehilati) ist eine verbreitete pädagogische Einrichtung der außerschulischen Bildungsarbeit. Nach Beendigung des Unterrichts fungieren Gelände und Räume der Schulen als Gemeindezentren für Jugendliche des Ortes. In ihnen wird Jugendarbeit mit Gemeinwesen-, Eltern- und Schul-Arbeit verknüpft.

    Kinder- und Jugendliche können in einem der 60 Kinder- und Jugenddörfer (singular: Kfar Noar) +oder Internaten (singular: Pnimia), bei Gefährdung in geschlossenen oder offenen Schutzheimen, bei körperlich oder geistigen Beeinträchtigungen oder Lernproblemen und Verhaltensauffälligkeiten in Einrichtungen der Sonderpädagogik untergebracht werden.

    Außerschulische Erziehungs- und Bildungsarbeit in Israel wird auch stark durch Programme von Nichtregierungsorganisationen (NGO) geprägt. Die meisten haben sich jeweils auf besondere Schwerpunktthemen und Aktivitäten spezialisiert.

    Verschiedene gesellschaftspolitische Gruppen und Strömungen in Israel unterhalten eigene Bildungsstätten und Tagungshäuser mit auch jugendpolitischer Zielsetzung, die von Organisationen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit genutzt werden. Jugendleiterinnen und Jugendleiter werden oft in Bildungseinrichtungen der großen Jugendverbände ausgebildet.

    Links
    Beit Berl College, B. Kfar Saba – Pädagogische Hochschule und Bildungszentrum für Jugendarbeit (Englisch)
    Dialog-Institut, Sichron Ja'akow – Bildungsstätte für interkulturelle Begegnungen
    Givat Haviva, Menasche – Bildungs- und Seminarzentrum der Kibbuzbewegung (Englisch)
    Rutenberg-Institut, Haifa – Bildungsstätte für Jugend- und Fachkräfteseminare (Englisch)

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    Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

    Der Rat der Kinder- und Jugendorganisationen (Englisch) (Moezet Irgunej Hajeladim Venoar) repräsentiert mehr als 20 gemeinnützige Vereine und Organisationen im außerschulischen Bildungsbereichs mit insgesamt über 160.000 Teilnehmenden, 2.000 Mitarbeitenden und 12.000 Freiwilligen. Die großen und kleinen Mitgliedsorganisationen repräsentieren parteiübergreifend die Verschiedenheit und Vielfalt der israelischen Gesellschaft und arbeiten zusammen an der Überwindung von sozialen und gesellschaftlichen Spannungen.
    Zu den Mitgliedsorganisationen gehören unter anderem Initiativen zur Unterstützung von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen, für die Eingliederung von Einwandernden, Angebote für Jugendliche in Notsituationen, arabische Jugendverbände, Bildungsprojekte für demokratische Erziehung und religiöse Unterweisung.

    Links
    Hazofim Hakatoli’im - Verband arabisch-christlicher Pfadfinder (Hebräisch)
    Israel Gay Youth (IGY) - Jugendorganisation der LGBTQ-Bewegung (Englisch)
    Os (Mut) - religiös-zionistischer Kinder- und Jugendverband (Hebräisch)
    Zameret - Jugendorganisation des Zionisten Rates in Israel (Hebräisch)


    Im Rat der Jugendbewegungen (Moezet Tnuot Hanoar) sind die großen überregionalen Jugendbewegungen des Landes zusammengeschlossen. Er ist der wichtigste jugendpolitische Dachverband Israels. Seine Mitgliedsverbände sind auf örtlicher Ebene in Räten der Jugendbewegungen (Moazot Tnuot Hanoar) der jeweiligen Gemeinden organisiert. Nähere Informationen zur Arbeit der Jugendbewegungen im folgenden Abschnitt über Jugendarbeit – Jugendverbandsarbeit.

    Link
    Jugendbewegungen in Israel - Newsletter der Botschaft des Staates Israel 31.08.2012

    Personen schauen auf die Stadt Jerusalem.
    Personen schauen auf die Stadt Jerusalem.Bild: © Kirill4mula / fotolia.com

    Auf örtlicher Ebene sind die Schülerräte (Moazot Talmidim) aktiv. Sie vertreten die Interessen der Schülerschaft gegenüber der Schulleitung und praktizieren demokratische Prinzipien innerhalb der Schule. Delegierte werden in die regionalen Schüler- und Jugendräte entsandt. Ihre Vertreterinnen und Vertreter beteiligen sich an Sitzungen von Gemeinderäten, der Erziehungskommissionen des Erziehungsministeriums und des Parlaments. Das Referat für ‚Schul- und Jugendräte‘ im Erziehungsministerium unterstützt die Arbeit in Schulen, Gemeindeeinrichtungen und Jugendverbänden.

    Der nationale Schüler- und Jugendrat (Moezet Talmidim Wenoar Arzit) ist die Gesamtvertretung von Schülerschaft und Jugendlichen des Landes. Er setzt sich aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern zusammen.

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    Jugendbegegnung in Israel. Foto: ConAct
    Jugendbegegnung in Israel. Foto: ConAct

    Aktionsfelder im Kinder- und Jugendbereich - Israel

    Hier gibts Infos zu den Aktionsfeldern im Kinder- und Jugendbereich in Israel. Mehr lesen unter

    Bildung und Beschäftigung

    Bildung
    Beschäftigung

    Bildung

    Ein neues Schuljahr wird an der Yonatan-Grundschule in Netanya eröffnet. Bildquelle: Amos Ben Gershom/National Photo Collection

    In Israel machen die jährlichen Gesamtausgaben für Bildung und Erziehung nach Angaben des Zentralbüros für Statistik (CBS) insgesamt 7,9 % des Bruttoinlandsproduktes aus (2014). Das ist ein höherer Anteil als in Deutschland (5,1 %) oder im Durchschnitt aller OECD-Länder (6,2 %) (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Rechnet man die Ausgaben jedoch pro Kopf der Gesamtbevölkerung, erreicht Israel wegen des hohen Anteils an Kindern und Jugendlichen einen geringeren Prozentsatz als der Durchschnittswert der OECD.

    Staatliche Programme
    Erziehungs- und Lernprogramme zu Fächern wie Mathematik, Physik, Biologie und Biochemie sind Schwerpunkte von Aktionsprogrammen im Bildungs- und Ausbildungssystem. Das Ministerium für Erziehung (Abteilung Wissenschaft und Technologie) investiert insbesondere in die Förderung der Bildung auf wissenschaftlichem und technischem Gebiet. Mit verschiedenen Universitäten und wissenschaftlichen Forschungsinstituten des Landes arbeitet das Erziehungsprogramm ‚Wissenschaftsinteressierte Jugend’ (Noar Schocher) zusammen. Es richtet sich an Jugendliche aus einkommensschwachen Familien und verfolgt das Ziel, eine wissenschaftsorientierte Ausbildung und eine entsprechende Berufswahl zu fördern.

    In Kooperation mit dem US-amerikanischen Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed-Martin arbeitet das ‚Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Raumfahrt‘an der Entwicklung von Programmen der beruflichen Qualifizierung im Bereich von Cyber-Security. Für Kindergärten und Schulen soll ein STEM-Curriculum (Science, Technology, Engineering, Mathematics) entwickelt werden, um frühzeitig motivierte und gut geförderte Schülerinnen und Schüler für diese Ausbildungszweige zu gewinnen.

    Ein Ausbildungsprogramm des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie will speziell Schülerinnen dazu motivieren, bereits an der Oberschule intensiv naturwissenschaftliche Fächer zu wählen und zu studieren, um später eine wissenschaftliche Berufslaufbahn einzuschlagen. Etwa 400 Mädchen, zur Hälfte aus arabischen und drusischen Familien, haben 2015 an diesem Programm unter dem Titel ‚Frauen als Wissenschaftlerinnen der Zukunft‘ teilgenommen.

    Nichtstaatliche Bildungsreinrichtungen

    Nichtstaatliche Organisationen spielen in der Berufsbildung Israels traditionell eine tragende Rolle. Sie unterhalten ein dichtes Netzwerk von Ausbildungsstätten und Angeboten zur beruflichen Bildung. Die wichtigste dieser Organisationen ist ORT (Engl.), die weltweit größte jüdische Erziehungs- und Ausbildungseinrichtung mit Schwerpunkt auf Ausbildungsprogrammen für Wissenschaft und Technik. ORT unterhält in Israel über 150 Einrichtungen für mehr als 90.000 Auszubildende. Das vergleichbare (gewerkschaftsnahe) Ausbildungsnetzwerk Amal (Engl.) verfügt über mehr als 120 Einrichtungen mit etwa 40.000 Lernenden.

    Jugendförderung

    Israel ist ein Einwanderungsland. Bei der Aufnahme und Eingliederung von Neueingewanderten (Olim Chadaschim) sind Programme zur Berufsbildung ein entscheidender Faktor. In den Dörfern der Kinder- und Jugendalija liegt der Schwerpunkt der Erziehung in der beruflichen Ausbildung.

    Das Erziehungsprogramm HILA (Engl.), der Name ergibt sich aus dem hebräischen Kürzel für ‚Abschluss der Grundausbildung‘, wendet sich an Jugendliche mit schulischen Schwierigkeiten. Es ermöglicht Jugendlichen aus eingewanderten Familien, oft mit russischem oder äthiopischem Familienhintergrund, ihre schulische oder berufliche Ausbildung abzuschließen. Ein weiterer Schwerpunkt des Programms liegt auf der Verbesserung von Lese- und Schreibfertigkeiten arabischer Kinder und Jugendlicher.

    Die Initiative des Erziehungsministeriums Jugend im Zentrum des Interesses (Hebr.) (Hanoar B’Merkas Ha‘injanim) richtet sich an Jugendliche aus sozialen Brennpunkten und vernetzt verschiedene Einrichtungen der Jugendarbeit. Es dient der Entwicklung neuer Förderprogramme, der Fortbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Integration von Jugendlichen durch Aktionsprogramme und der engen Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden und Jugendeinrichtungen.

    Das Förderprogramm Unistream (Engl.) möchte sozial benachteiligte Jugendliche zu einer guten beruflichen Ausbildung motivieren und zur Gründung künftiger eigener Start-Up-Unternehmen befähigen.

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    Beschäftigung

    Junger Mann schweißt.
    Junger Mann schweißt.Bild: trapezemike / pixabay.com

    Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Israel im Vergleich mit anderen Mitgliedsstaaten der OECD  relativ niedrig, der Prozentsatz lag 2017 bei 7,3%. Im Durchschnitt der EU-Mitgliedstaaten lag die im gleichen Jahr bei 11,9%. Bestimmte israelische Bevölkerungsgruppen sind jedoch überproportional von Arbeitslosigkeit betroffen. Mehr als 3/4 der männlichen fromm-religiösen jüdischen Bevölkerung (Charedim) und 3/4 der weiblichen arabischen Bevölkerung sind nicht berufstätig. Fehlende Beschäftigungsverhältnisse in Verbindung mit hohen Geburtenraten sind die entscheidenden Ursachen der hohen Armutsrate dieser Bevölkerungsgruppen.

    Links
    Aktuelle Wirtschaftsstudie der OECD - OECD Economic Surveys Israel 2018 


    Kinder- und Jugendarmut
    Laut Armutsbericht 2015 der Nationalen Sozialversicherung gelten 1,7 Millionen Menschen in Israel als arm, darunter 776.000 von insgesamt 2,74 Millionen Kindern und Jugendlichen unter 17 Jahren. In der fromm-religiösen jüdischen Bevölkerung (Charedim) leben sogar 54 % unterhalb der Armutsgrenze und 2/3 der Kinder in Armut. Damit hat Israel unter den 34 Mitgliedsstaaten der OECD nach der Türkei die zweithöchste Kinderarmutsrate.

    Verschiedene staatliche Programme unterstützen Eltern, Erziehende und Lehrende bei der Auseinandersetzung mit Arbeitslosigkeit und ihren Folgen. Das Erziehungswissenschaftliche Institut der Universität Haifa veröffentlicht Informationen und Ratgeber. Die Abteilung ‚Gesellschaft und Jugend’ im Ministerium für Erziehung gibt Aufklärungsmaterial zu Arbeitslosigkeit und Armut heraus. Mehr Frauen aus der arabischen und mehr Männer aus der frommen jüdischen Bevölkerung in das Berufsleben zu integrieren ist zentrales Ziel staatlicher Politik gegen Armut.

    Links

    Kav Laowed (Worker's Hotline) – Informationen zu Rechten von Arbeitenden und Arbeitssuchenden (Englisch) 

    Israelische Gesellschaft zur Erforschung von Arbeitsbeziehungen (Hebräisch)


    Berufsqualifizierung für Religiöse
    Ein entscheidender Faktor für die fehlende berufliche Perspektive der fromm-religiösen jüdischen Bevölkerung (Charedim) ist der fehlende Unterricht in ihrem Schulsystem in Fremdsprachen und naturwissenschaftlichen Fächern. Das führt zu mangelnder Qualifikation für den Arbeitsmarkt. Das Erziehungsministerium hat ein Förderprogramm für 17- bis 20-jährige religiöse Jugendliche initiiert, um ihnen eine berufliche Zukunft zu ermöglichen. Innerhalb von nur 2 Jahren können sie kostenlos die allgemeine 12-jährige Schulausbildung nachholen und das Abitur ablegen.

    Ein 2007 geschaffenes Ausbildungsprogramm der Armee versucht, mehr religiöse Männer für die Armee zu gewinnen, sie leisten wegen ihrer kontinuierlichen religiösen Studien normalerweise keinen Militärdienst. Das ‚Schachar-Programm‘ ermöglicht fromm-religiösen Rekruten, in besonderen Einheiten zu dienen, ihren Glauben zu praktizieren und gleichzeitig in einem 6-monatigen Intensivkurs eine computer- und kommunikationstechnische Ausbildung zu absolvieren. Das Programm qualifiziert für eine spätere Berufstätigkeit und ermöglicht auf diese Weise einen finanziellen Unterhalt der Familien.

     

     

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    Gesundheit und Wohlbefinden

    Gesundheit 
    Sport

    Gesundheit

    Im internationalen Ranking des World Happiness Report 2018 der UN, dessen Kriterien sich an der wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und demokratischen Situation des jeweiligen Landes orientieren, nimmt Israel den 11. Platz ein, noch vor Deutschland (15.) und den USA (18.), jedoch nach Finnland (1.), Norwegen (2.) Dänemark (3.), Island (4.) und der Schweiz (5.). Obwohl der Nahe Osten eine Krisensituation ist und die sicherheitspolitische Situation Israels ständig angespannt ist, sind laut einer israelischen Umfrage von 2015 73 %der Bevölkerung überzeugt, dass Israel ein „guter Platz zum Leben“ ist. Nach einer Studie des Geocartography Institute von 2015 nennen israelische Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren auf die Frage, was ihnen das wichtigste im Leben sei, zuerst die Familie (79 %), danach folgen Gesundheit (73 %) und Ausbildung (68 %).

    Das israelische Gesundheitswesen ist dem in anderen hoch entwickelten Ländern vergleichbar und hat eine gute medizinische Infrastruktur. Die Gesamtausgaben für Gesundheit betragen 7,6 % des Bruttoinlandsproduktes (2014), der Durchschnitt der OECD-Länder liegt bei 9,4 %. Pro 1.000 Einwohner gibt es 5,4 Krankenhausbetten und 3,09 Ärztinnen und Ärzte, die Geburtenrate beträgt 3,08 und die Kindersterberate 3,1 bei 1.000 Geburten. Die Lebenserwartung für Männer liegt bei 80,3 und für Frauen bei 84,1 Jahre. Geheiratet wird im Durchschnittalter von 27,4 bei Männern und 24,7 bei Frauen (2014). Das Ministerium für Gesundheit koordiniert die Gesundheitspolitik des Landes und veröffentlicht Aufklärungs- und Informationsmaterial.

    Link
    Healthy Israel 2020 - Zukunftsinitiative des Ministeriums für Gesundheit 


    Zigaretten

    Häufigste vorzeitige Todesursache stellen die Folgen des Rauchens dar, das jährlich etwa 10.000 Menschen in Israel das Leben kostet. In der Gesamtbevölkerung rauchen 27,3 % der Männer und 12,5 % der Frauen, im EU-Durchschnitt sind es 28,5 % bzw. 17,7 %. Am höchsten liegt die Rauchenden-Quote in Tel Aviv (30 %) und am niedrigsten (8 %) im religiös geprägten Bnei Brak (2015). Nach einer Untersuchung des israelischen Gesundheitsministeriums beträgt das Durchschnittalter beim Beginn des regelmäßigen Rauchens bei Jungen 15,7 und bei Mädchen 16 Jahre. Beim Eintritt in die Armee rauchen 31 % der männlichen und 25,7 % der weiblichen Jugendlichen. Seit 2004 gilt in Israel ein Verbot des Zigarettenverkaufs an Jugendliche unter 18 Jahren. Im gleichen Jahr trat ein neues Gesetz in Kraft, das deutlich sichtbare Warnungen auf den Zigarettenpackungen vor den gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens vorschreibt.

    Alkoholika

    Nach Statistiken der OECD liegt der jährliche durchschnittliche Alkoholkonsum in Israel bei 2,5 Litern pro Kopf (2009), das ist neben der Türkei mit 1,5 Litern pro Kopf der geringste Wert aller 34 untersuchten Länder. Vor allem seit den hohen Einwanderungszahlen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion in den 90er Jahren ist in Israel der Konsum stark angestiegen. 90 % der 12- bis 18-jährigen aus diesen Ländern stammenden Jugendlichen geben an, innerhalb der letzten 12 Monate Alkohol getrunken zu haben, bei den in Israel geborenen Jugendlichen der gleichen Altersgruppe liegt der Prozentsatz bei 49 %.

    Unter arabischen Jungen ist der Konsum von Alkoholika stärker als unter jüdischen, bei den Mädchen ist es umgekehrt, unter Studierenden konsumieren durchschnittlich 34,2 % regelmäßig Alkohol, 42,5 % gelegentlich. Mit zunehmendem Alter nimmt der Konsum ab, der Prozentsatz liegt bei über 75-Jährigen bei 28,8 %. Um dem Alkoholmissbrauch zu begegnen, der auch zu steigenden Verkehrsunfällen und Gewaltdelikten führt, sind seit 2009 die Kompetenzen der ‚Behörde gegen Drogen‘ um den Bereich Alkoholmissbrauch erweitert. Diskutiert wird auch eine Erhöhung der Altersgrenze für den Kauf von Alkoholika von 18 auf 21 Jahre.

    Drogen

    Israel liegt geografisch an einer Schnittstelle des illegalen internationalen Drogenhandels vor allem zwischen Afrika, dem Balkan und Osteuropa. Aus den Nachbarstaaten Libanon, Ägypten und Jordanien werden große Mengen an illegalen Drogen über die Grenzen geschmuggelt. Israelische ‚Mafia-Gruppen‘ dominieren neben russischen, kolumbianischen und dominikanischen den weltweiten Handel mit Ecstasy. Nach Angaben des ‚World Drug Report‘ der UN hat sich der Kokain-Konsum in Israel zwischen 2005 und 2009 verdoppelt, fast 1 % der 18- bis 40-Jährigen gibt an, die Droge zu nehmen. Auch der Konsum von Marijuhana und Haschisch ist weit verbreitet.

    Unter Studierenden an Hochschulen liegt Konsum illegaler Drogen bei mehr als 30 %. Bei internationalen Vergleichen über Drogenkonsum unter Studierenden ist zu berücksichtigen, dass israelische Studierende in der Regel nach zwei- bis dreijährigem Militärdienst älter sind und sich in einer anderen Lebensphase befinden. Nach Abschluss der mehrjährigen Armeezeit unternehmen tausende israelische Rucksackreisende zeitlich und geografisch ausgedehnten Auslandsaufenthalte vor allem nach Asien sowie Süd- und Mittelamerika. Laut einer Untersuchung der Ben-Gurion-Universität konsumieren mehr als 80 % der etwa 20.000 israelischen Backpackers im Ausland Drogen.

    Beruhigungsmittel

    Aufgrund unsicherer Lebensbedingungen und andauernder Angst vor Gewalt, Terror und Krieg nehmen viele Israelis, auch viele Kinder und Jugendliche, Medikamente zur Beruhigung. Laut Statistiken der Weltgesundheitsorganisation ist der prozentuale Anteil von Beruhigungsmittel bei Kindern und Jugendlichen in Israel nach Grönland der zweithöchste in der Welt (2000). 18 % der israelischen 11-jährigen Jungen und 12 % der gleichaltrigen Mädchen nehmen mindestens einmal im Monat Beruhigungsmittel. Im Jahr 2008 ist der allgemeine Verbrauch an Medikamenten gegen Depression und Angstzustände in Israel im Vergleich mit den beiden Vorjahren um 23 % angestiegen.

    Suizide

    Nach Angaben der WHO (World Health Organization) beträgt in Israel die durchschnittliche jährliche Suizid-Rate per 100.000 Einwohnern bei Männern 9,8 und bei Frauen 2,6 (2012). Die Zahl der insgesamt registrierten Suizidversuche liegt bei etwa 3.500 jährlich (2013). Häufigste Hintergründe sind wirtschaftliche und soziale Notlagen und persönliche Schwierigkeiten von Eingewanderten bei ihrer Eingliederung in die neue Gesellschaft. Unter Jugendlichen haben 13 % schon einmal mit dem Gedanken gespielt, sich selbst zu töten. 5 % der Heranwachsenden haben tatsächlich einen Suizid-Versuch unternommen (2004). In der Armee ist Suizid noch vor militärischen Einsätzen die statistisch häufigste Todesursache.

    HIV-Infektionen

    Nach Angaben des Zentralbüros für Statistik leben in Israel 6.947 Menschen, die HIV infiziert sind und 583 Menschen, die an Aids erkrankt sind, und sich in medizinischer Behandlung befinden (2014). Das israelische Präventionsprogramm der Nicht-Regierungsorganisation ‚Jerusalem AIDS Project’ (JAIP) wurde von UNAIDS, der Hilfsorganisation der Vereinten Nationen als das bestes Aufklärungsmodell über HIV und AIDS und als Vorbild für andere Länder ausgezeichnet.

    Quellen
    World Happiness Report 2018 (Englisch) 

    Datenbank des Ministeriums für Gesundheit mit Berichten, Daten, Fakten (Englisch)

    Central Bureau of Statistics (CBS) – Statistikbüro der Israelischen Regierung (Hebräisch/Englisch) 

    World Health Organization

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    Sport

    Staatliche Sportförderung
    Für Sportunterricht an Schulen und anderen Erziehungseinrichtungen ist das Ministerium für Kultur und Sport (Amt für Sport) zuständig, ebenso für Sportzentren, Sportmedizin, Forschung und entsprechende fachliche Veröffentlichungen. Auf lokaler Ebene fördern die Sportämter der örtlichen Verwaltungen außerschulische sportliche Aktivitäten und unterstützen Sportverbände und Sportanlagen des Breiten- und Leistungssports. Die zentrale Ausbildungsstätte des Landes für Lehrende von Sport und Physiotherapie, Trainerinnen und Trainer sowie Jugendleiterinnen und Jugendleiter ist das Wingate Institute bei Netanja. Es fungiert auch als Ausbildungszentrum für die Armee. Drei weitere israelische Sporthochschulen befinden sich in Tel Aviv, Be’er Schewa und Givat Washington. Ein Sportzentrum für Menschen mit Behinderungen (Israel Sports Center for the Disabled) liegt in Ramat Gan.

    Verschiedene Sportbälle.
    Verschiedene Sportbälle.Bild: © jokatoons / fotolia.com

    Breitensport

    Die beliebtesten Mannschaftssportarten in Israel sind Fußball und Basketball. In den letzten Jahren haben auch Judo und Tennis stark an Zulauf gewonnen. Im Breitensport ist gemeinsames Wandern, Laufen oder Schwimmen bei jungen wie alten Israelinnen und Israelis sehr beliebt. Öffentliche Sportveranstaltungen haben häufig einen besonderen israelischen Charakter. Sie nehmen Bezug auf Orte und Ereignisse in Bibel und jüdischer Geschichte, werden geprägt von Volksfestatmosphäre und finden nicht selten unter Beteiligung junger Soldatinnen oder Soldaten in der Ausbildung statt.

    Jährliche besonders populäre Traditionsveranstaltungen sind das vom Sportverband Hapoel organisierte Durchschwimmen des Sees Genezareth, der Volkslauf um den Berg Tabor, das Massenschwimmen in der Bucht von Haifa oder im Roten Meer bei Eilat sowie der dreitägige von Armee organisierte Frühlingsmarsch nach Jerusalem. Die Stadt Jerusalem organisiert jährlich Sommer Zeltlager und Sportwettkämpfe für tausende Jugendliche aus jüdischen und arabischen Jugendklubs, ähnliche Veranstaltungen finden auch an anderen Orten des Landes statt. Internationale bekannte Sportereignisse sind der Tel Aviver und der Jerusalemer Marathonlauf.

    Links

    Academic Sport Association (ASA) – Sportverband der Universitäten und Hochschulen (Hebräisch) 

    Central Bureau of Statistics (CBS) - Statistische Übersicht zum Sport, 2016 (Hebräisch)
     
    Etgarim (Herausforderungen) – Outdoor-Sport von Menschen mit Behinderungen (Englisch) 

    Otzma – Dachverband der unabhängigen Sportvereine in Israel (Englisch)


    Die bereits vor der Gründung des Staates Israels entstandenen traditionsreichen großen jüdischen Sportbewegungen Hapoel (Engl.), Makkabi (Engl.), Betar (Hebr.) und Elizur (Hebr.) wurden ursprünglich einmal stark mit verschiedenen parteipolitischen oder gewerkschaftlichen Strömungen identifiziert, verstehen sich jedoch heute in Israel als überparteiliche Organisationen.

    Menschen nehmen an einem Lauf teil.
    Menschen nehmen an einem Lauf teil.Bild: © pawel1964 / fotolia.com

    Internationale Sportwelt

    Das von der Makkabi-Sportbewegung organisierte internationale Sportfestival Makkabia ist weltweit bekannt. Es ist ähnlich wie die Olympischen Spiele konzipiert und das größte internationale jüdische Sportereignis mit zuletzt über 10.000 Teilnehmenden, das drittgrößte Sportereignis der Welt. Das Sportfestival findet jeweils im Jahr vor den olympischen Spielen in Israel statt, zuletzt vom 4. bis 18. Juli 2017, das nächste Mal im Jahr 2021. Jeweils im Jahr nach der Olympiade organisiert die Hapoel-Bewegung in Israel einen weiteren internationalen Sportwettkampf jüdischer Athletinnen und Athleten aus aller Welt.

    Seit dem Oktober-Krieg 1973 ist Israel von internationalen Sportereignissen in asiatischen Ländern ausgeschlossen und deshalb verbandspolitisch in die europäische Sportwelt integriert. Israel wurde offiziell in die europäische Region verschiedener internationaler Sport-Föderationen aufgenommen. Durch den israelisch-arabischen Konflikt begründete Boykott-Maßnahmen beeinträchtigen noch immer internationale israelische Sportkontakte.

    Links

    Sports in Israel - Informationen des israelischen Außenministeriums (Englisch)

    The Olympic Committee of Israel (Englisch)

    Special Olympics Israel (Hebräisch)

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    Ein ausländischer Freiwilliger jätet einen Fruchtbaum in einem der Obstgärten des Kibbutz Dan. Bildquelle: Ohayon Avi/National Photo Collection

    Partizipation und Citizenship

    Politische Bildung
    Freiwilliges Engagement

    Schauspieler stehen auf der Bühne und proben.Bild: © WavebreakmediaMicro / fotolia.com

    Die israelische Kulturszene wird von der Buntheit und Vielfalt ethnischer und religiöser Bevölkerungsgruppen aus mehr als 80 Ländern inspiriert, in der sich Elemente aus Ost und West, aus Orient und Okzident, sowie aus allen Erdteilen der Welt vermischen. In den ersten Jahrzehnten Israels galt die Schaffung einer einheitlichen hebräisch-israelischen Kultur als Ziel der Erziehungs- und Bildungsarbeit. Heute zielen Kulturpolitik und Bildungswesen auf die Bewahrung der Einheit in der Vielfalt der Gesellschaft.
    Für den Kulturbereich ist in Israel das Ministerium für Kultur und Sport zuständig. Mit ihrem monatlichen Newsletter ‚Kultur in Israel’ (Archiv 2007 bis 2018) informiert die Kulturabteilung der Botschaft des Staates Israels in Berlin über Aktuelles in der israelischen Kulturszene und Besuche israelischer Kulturschaffender in Deutschland. Das jährlich größte Kulturereignis im Land ist das dreiwöchige internationale Festival Israel in Jerusalem.

    Kulturerziehung

    Wichtige Träger staatlicher kultureller Jugendbildung in Israel sind die entsprechenden Abteilungen des Ministeriums für Erziehung und die mit dem Ministerium zusammenarbeitende Einrichtungen der lokalen Behörden. In den mehr als 150 Zentren für Kultur, Jugend und Sport (Matnassim) bilden kulturelle Aktivitäten und Veranstaltungen einen wichtigen Programmschwerpunkt der wöchentlichen Veranstaltungen. Die großen politischen Verbände wie Parteien, Gewerkschaften und Kibbuzbewegungen unterhalten jeweils spezielle Kulturabteilungen für Jugendarbeit. In Bildungseinrichtungen und Initiativen, die sich um jüdisch-arabische Verständigung bemühen, sind kulturell ausgerichtete Programme ein Mittel, breitere Publikumsschichten zu erreichen.

    Links
    AICF – American Israel Cultural Foundation (Englisch) 

    Alma – College für Hebräische Kultur in Tel Aviv (Englisch) 

    Jewish Virtual Library - Israel Society & Culture: Arts, Culture & Literature

    Sal Tarbut – Kultur-Bildungsprogramm der Matnassim für Kinder und Jugendliche (Englisch)
    http://www.alma.org.il/?lang=en

    Musik

    Israelinnen und Israelis singen gern und kennen die Texte einheimischer Folklore und Pop-Musik oft auswendig. Wie traditionelle Volksmusik ist auch die einheimische israelische Rock- und Popmusik stark von ethnischen und kulturellen Bindungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen geprägt. Einen erheblichen Anteil an der israelischen Musikszene haben Künstler und Musikgruppen, die ihre Karriere in einer der Kultur- und Unterhaltungsabteilungen der Armee (Zahal) begonnen haben. In populären Schabbat- und Festival-Liedern werden Verse aus der Bibel und liturgische Elemente lebendig. Ein Grund für die besondere Beliebtheit jemenitischer Musik ist ihre große Ähnlichkeit mit biblischen musikalischen Traditionen. Israelischer HipHop mit einer Mischung aus orientalisch-mediterranen Klängen, hartem Rap und Soul thematisiert soziale und politische Aspekte des israelischen Alltagslebens. Auch klassische Musik hat einen hohen Stellenwert, international bekannt sind das Israel Philharmonic Orchestra und das Jerusalem Symphony Orchestra.

    Link

    Jerusalem Music Center

    Keshet Eilon - Musikzentrum im Kibbuz Eilon in Galiläa

    Nationalbibliothek Israels - Musiksammlung und Sound-Archiv (Englisch)

    Youth and Music Israel – Jugendorganisation und Mitglied im Jeunesses Musicales International (Englisch) 

    Theater

    Das Repertoire der israelischen Theaterszene umfasst ein breites Spektrum klassischer, moderner und kommerzieller Stücke. Das moderne Theater greift oft kontroverse aktuelle Themen wie den jüdisch-arabischen Konflikt oder die Macht von Ideologien auf und ist Gegenstand heftiger öffentlicher Debatten. Auch klassische Stücke werden in israelischen Inszenierungen immer wieder in den Kontext der aktuellen gesellschaftspolitischen Situation gestellt. Mit der Einwanderungswelle aus der ehemaligen Sowjetunion in den 90er Jahren kam eine große Zahl kulturell engagierter Kulturschaffender ins Land. Das führte zur Gründung des erfolgreichen russischsprachigen Theaters Gescher (Brücke). Großes internationales Ansehen genießt das ursprünglich in Moskau gegründete Nationaltheater ‚Habima‘ (Die Bühne) in Tel Aviv, das erste hebräische Theater der Welt.

    Link
    Festival Akko - jährliches Festival des Internationalen Theaters in Akko (Englisch) 

    Peace Child Israel - jüdisch-arabisches Theaterprojekt für Kinder

    Kunst und Museen

    Bei der Entwicklung der Malerei und Bildhauerkunst in Israel spielten und spielen die Kibbuzim (landwirtschaftliche Kollektivsiedlungen) und die bereits 1906 gegründete Kunsthochschule Bezalel für Kunst und Design in Jerusalem eine große Rolle. Zeitgenössische Künste in Israel sind von modernen internationalen Strömungen beeinflusst, zeigen jedoch gleichzeitig typische Merkmale israelischer Kultur. Kunst in allen Formen wird in vielen Museen und in einer Fülle von Galerien im ganzen Land gezeigt. Mehr als 80 Museen in Groß- und Kleinstädten sowie in Kibbuzim sind vielfältigen Themenbereichen gewidmet, von Archäologie bis Zoologie.

    Link

    Museums in Israel - Nationales Internetportal zu Museen und Ausstellungen

    Yolanda und David Katz Fakultät – Kunstfakultät der Universität Tel Aviv (Englisch) https://en-arts.tau.ac.il/

    Tanz

    Moderne israelische Tanzkunst genießt Weltruf und verbindet europäische und orientalische Traditionen miteinander. Im In- und Ausland berühmte Tanzgruppen sind ‚Batsheva Dance Company’, ‚Bat-Dor’ und ‚Kibbuz Contemporary Dance Company’ mit modernen Tänzen sowie das ‚Israel Ballett’ mit klassischem Tanz. Überall im Land sind Volkstanzgruppen aktiv und pflegen ihre jeweiligen Traditionen – europäische, orientalische, weltliche, religiöse. Am bekanntesten ist die Jerusalemer Gruppe ‚Hora Jeruschalaim’. Internationale Ausstrahlung hat das 'Karmiel Dance Festival'.

    Link
    CULTURE: Dance - Website des israelischen Außenministeriums (Englisch)

    Jerusalem Academy of Music and Dance (Englisch)

    Film

    Im Bereich des Films erregten Produktionen mit politischen Botschaften, die sich stark mit gesellschaftspolitischen Themen und dem jüdisch-arabischen Konflikt beschäftigen, auch im Ausland immer wieder Aufsehen. In den israelischen Kulturzentren Jerusalem und Tel Aviv befinden sich Filmakademien. Die 'Sam Spiegel Film School' für Fernsehen und Film in Jerusalem und die 'Steve Tisch School' an der Universität Tel Aviv zählen zu den renommiertesten Filmausbildungsstätten. Das ‚Sapir College‘ im Süden des Landes (Kreis Scha’ar Hanegev) bietet einen Hochschulstudiengang für Film und Fernstehen.

    Links
    The New Fund for Cinema und TV – Stiftung für Film und Fernsehen in Jerusalem (Englisch)

    Literatur

    Bücher spielen in der jüdischen und israelischen Kultur eine überragende Rolle. Die beiden zentralen literarischen Ereignisse in Israel sind das Jerusalem International Book Forum und das International Writers Festival in Jerusalem. Literarisches wird auch in anderen Sprachen wie Englisch, Russisch, Französisch oder Polnisch veröffentlicht. Buchreihen für Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger Bestandteil der israelischen Buchproduktion. Das ‚Ministerium für Erziehung’ förderte die Entwicklung von Kinder- und Jugendliteratur durch die Verleihung des jährlichen Ze’ev-Preises für Kinderliteratur. Die Themen der modernen israelischen Literatur für umfassen auch kontroverse Inhalte, die früher als Tabu in der Kinder- und Jugendliteratur galten, wie zum Beispiel Familienkrisen, Scheidungen, Tod und Verzweiflung in Kriegssituationen.

    Links
    Nationale Bibliothek Israels (Englisch)
    Institut für die Übersetzung hebräischer Literatur (Englisch) 

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    Zentrale Einrichtungen

    Das israelische Außenministerium initiierte 2008 das Gesetz zur Schaffung der Israelischen Behörde für Jugendaustausch (Israel Youth Exchange Authority – IYEA). Die Behörde ist aus dem seit 1972 existierenden ‚Öffentlichen Rat für Jugendaustausch‘ (Israel Youth Exchange Council – IYEC) hervorgegangen. Sie hat die Aufgabe, internationale Jugendbeziehungen mit Israel zu stärken und weiterzuentwickeln, entsprechende Leitlinien zu erarbeiten sowie an Begegnungsprogrammen beteiligte Einrichtungen und Trägerorganisationen zu beraten und zu unterstützen.

    Das Direktorium setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Ministerien (Amt des Ministerpräsidenten, Erziehungsministerium, Finanzministerium, Außenministerium, Tourismusministerium), der Vereinigung der Lokalbehörden, des Rates der Jugendbewegungen und Vertretungen weiterer gesellschaftlicher Gruppierungen.

    Rat der Jugendbewegungen

    Eine ständige Vertretung im Direktorium der Israelischen Behörde für Jugendaustausch hat der israelische Rat der Jugendbewegungen (Mo’ezet Tnuot Hanoar, hebräisches Kürzel: Matan). Er unterhält internationale Arbeitsbeziehungen zu nationalen Jugendräten vieler anderer Länder. Mit dem Deutschen Bundesjugendring besteht seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit. Nähere Informationen zum Rat und zur Arbeit der Jugendbewegungen im Abschnitt: Jugendarbeit – Jugendverbandsarbeit.

    Vereinigung der Lokalbehörden

    Ebenfalls eine ständige Vertretung im Direktorium der Israelischen Behörde für Jugendaustausch hat die Vereinigung der Lokalbehörden in Israel (Merkas Haschilton Hamekomi B’israel), die Dachorganisation aller Städte- und Gemeindeverwaltungen des Landes. Ihre Abteilung für internationale Beziehungen vermittelt Begegnungs- und Austauschprogramme und führt eigene bi- und internationalen Maßnahmen durch. Die Abteilung kümmert sich auch um die Vermittlung internationaler Kontakte zu Dörfern, Moschawim und Kibbuzim der israelischen Landkreise.

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    Zusammenarbeit mit Deutschland

    Flaggen Deutschland und Israel.
    Flaggen Deutschland und Israel.Bild: Christian Dorn / pixabay.com

    Besondere Beziehungen

    In den ersten Jahren nach Ende der NS-Herrschaft mit der Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung Europas waren Besuche von deutschen Gruppen in Israel nicht selbstverständlich und heftig umstritten. Noch 1958 und 1962 beschloss das israelische Parlament (Knesset), bis auf weiteres keine offiziellen israelischen Delegationen nach Deutschland zu entsenden. Deutschsprachige Israelis (Jeckes), oft Überlebende der Schoa, wurden die ersten Brückenbauer. Sie machten den Beginn besonders belasteter aber auch besonders intensiver Begegnungen möglich.

    Erst 1965 konnten zwischen beiden Staaten diplomatische Beziehungen aufgenommen werden. 2015 war ein doppeltes Jubiläumsjahr: 50 Jahre diplomatische Beziehungen und gleichzeitig 60 Jahre Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel. Die Zusammenarbeit war allerdings bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) beschränkt, von Seiten der Deutschen Demokratischen Republik ist es nie zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Israel gekommen.

    Quelle

    Bundeszentrale für politische Bildung - Deutsch-Israelische Beziehungen – Informationen zur politischen Bildung (Nr. 27/2015)

    Gemischter Fachausschuss

    Mit der Etablierung eines interministeriellen Ausschusses und der Gründung einer ‚Gemeinsamen Fachkommission‘ für den deutsch-israelischen Jugendaustausch fand der deutsch-israelische Austausch ab 1969 auch in institutionalisierter Form statt. Seit der Einrichtung des Gemischten Fachausschusses für den deutsch-israelischen Jugendaustausch 1973 werden regelmäßig für beide Seiten verbindliche Absprachen getroffen, die in Gemeinsamen Bestimmungen für die Durchführung und Förderung des deutsch-israelischen Jugendaustausches festgehalten werden. Der deutsch-israelische Fachausschuss trifft sich jährlich wechselnd in Israel und in Deutschland. Über Austausch- und Begegnungsprogramme hinaus werden auch Sonderprogramme für Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu wichtigen aktuellen Themen vereinbart.

    ConAct

    Zentrale Institution und deutsches Pendant zur ‚Israelischen Behörde für Jugendaustausch‘ in Deutschland ist das 2001 gegründete ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch. Die Einrichtung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird von den Ländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern unterstützt und arbeitet in Trägerschaft der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt. Das Service- und Informationszentrum unterstützt bestehende Projekte und regt zu neuen an durch Beratung zur Planung und Finanzierung, Bereitstellung von Länderinformationen, Vernetzung von Engagierten sowie Initiativen zur Weiterentwicklung des Jugendaustausches zwischen Deutschland und Israel.
    ConAct verwaltet die ‚Sondermittel Deutschland–Israel’ im ‚Kinder- und Jugendplan’ (KJP) des Bundes. Jährlich werden rund 300 Projekte der außerschulischen Bildungs- und Austauscharbeit finanziell und pädagogisch unterstützt.

    Deutsch-Israelisches Jugendwerk

    Auf den Deutsch-Israelischen Regierungskonsultationen am 4.10.2018 in Jerusalem haben die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Franziska Giffey und der israelische Erziehungsminister Naftali Bennett die Einrichtung eines Deutsch-Israelischen Jugendwerkes verabredet. Die bestehenden Arbeitsstrukturen von ConAct und Israel Youth Exchange Authority IYEA sollen in das neue Jugendwerk integriert, staatliche Fördermittel verstärkt und die Begleitung der bilateralen Begegnungsprogramme intensiviert werden.

    Deutsch-Israelisches Zukunftsforum

    Das Deutsch-Israelische Zukunftsforum wurde 2007 als Stiftung bürgerlichen Rechts durch die Bundesrepublik Deutschland und den Staat Israel gegründet und nahm im Februar 2009 seine Arbeit auf. Die Idee dazu hatten der deutsche Bundespräsident und der israelische Staatspräsident im Jahr 2005 anlässlich des 40. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern entwickelt. Das DIZF fördert deutsch-israelische Projekte, die verstärkt junge Erwachsene in bilaterale Programme und gemeinsame Netzwerke einbeziehen. Dazu gehören der Schüler-, Jugend und Fachkräfteaustausch und Projekte in den Bereichen Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Seit 2017 verleiht das DIZ jährlich den ‚Shimon-Peres-Preis‘ an junge deutsche und israelische Fach- und Führungskräfte, die sich um deutsch-israelische Beziehungen besonders verdient gemacht haben.

    Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst

    Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der deutsch-israelischen diplomatischen Beziehungen hat Bundesjugendministerin Manuela Schwesig 2015 den Start des neuen Austauschprogramms Deutsch-Israelischer Freiwilligendienst verkündet. Israelis und Deutsche im Alter von 18 bis 27 Jahren können 6 bis 12 Monate lang in pflegerischen, sozialen, ökologischen, kulturellen und sportlichen Institutionen des jeweiligen Partnerlandes tätig werden. Das Programm, eine Kooperation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des israelischen Ministeriums für Wohlfahrt und Soziales, soll dazu beitragen, die Anzahl israelischer Freiwilliger in Deutschland zu steigern. Anlaufstelle für Interessierte ist die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST), die auch mit der Durchführung der pädagogischen Begleitseminare der Freiwilligen beauftragt ist.

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    Zusammenarbeit mit anderen Ländern

    Zionistische Partnerorganisationen

    In Israel ist internationale Jugendarbeit überwiegend zionistisch ausgerichtet. Sie zielt schwerpunktmäßig auf Kooperationen mit jüdischen Gemeinden, Einrichtungen und Organisationen in anderen Ländern. Die Arbeit geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Jewish Agency und der Jugend- und Pionierabteilung der World Zionist Organization. In den Führungsgremien beider Organisationen, deren politische und finanzielle Unterstützung in vielen sozialen und gesellschaftspolitischen Programmen eine tragende Rolle spielt, nehmen israelische Politikerinnen und Politiker traditionell Schlüsselfunktionen wahr. Auch die Women’s International Zionist Organization (WIZO) engagiert sich stark in der Jugendarbeit.

    Im Erziehungsbereich ausgebildete Israelis oder israelische Freiwillige arbeiten oft in jüdischen Begegnungs- und Bildungseinrichtungen des Auslandes. Umgekehrt kommen aus vielen Ländern der Welt jüdische Jugendliche oder Fachkräfte der Jugendarbeit für mehrere Wochen oder Monate nach Israel, um sich intensiv mit jüdischer Geschichte, ihrer Religion und ihrem Verhältnis zu Israel auseinanderzusetzen. Die Erziehungsarbeit wird von israelischen Universitäten unterstützt, zum Beispiel durch das Melton Centre for Jewish Education in the Diaspora an der Hebräischen Universität Jerusalem. Vergleichbare Institute arbeiten an der Universität Tel Aviv und an der Bar-Ilan-Universität.

    Diese internationale orientierte Jugendarbeit zielt auf individuelle und kollektive Stärkung jüdischer und zionistischer Identität sowie auf eine Intensivierung der Bildungs- und Erziehungsarbeit im jeweiligen Heimatland und eine Förderung der Jugendeinwanderung (Alijat Hanoar) nach Israel. Besonders bekannt in diesem Zusammenhang sind die internationalen Begegnungsprogramme mit Israel Birthright (Taglit) und Masa Israel, die jährliche internationale Gedenkstättenfahrt nach Polen March of the Living (Mizad Hechajim) und das Programm Machal der israelischen Armee (hebräisches Kürzel für Mitnatwei Chuz L’arez - Freiwillige aus dem Ausland).

    Asien – Afrika - Südamerika

    Israelische Regierungsstellen verfügen über einen großen Erfahrungsschatz in Bezug auf gemeinsame Projekte mit sich entwickelnden Ländern in Asien, Afrika und Südamerika. Eine zentrale Rolle dabei spielt die 1958 eingerichtete Abteilung Maschav im israelischen Außenministerium (hebräisches Kürzel für: Machlaka L’schituf Pe’ula Bejnle’umi - Abteilung für internationale Kooperation). Neben politischer, wirtschaftlicher und militärischer Zusammenarbeit wird großes Gewicht auf soziale und erzieherische Aspekte der Beziehungen gelegt. Landwirtschaftliche Programme bilden den Schwerpunkt der Entwicklungspolitik, an zweiter Stelle folgen jugendpolitische Programme zur Erziehung und Ausbildungsförderung, an dritter Stelle Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.

    Zur traditionellen Außenpolitik Israels gehört die Förderung von Jugendorganisationen in sich entwickelnden Ländern. Parallel zur wirtschaftlichen Förderung des Landes werden erzieherische und soziale Programme entwickelt. Mit israelischer Hilfe sind in den vergangenen Jahrzehnten in mehr als 30 Staaten nationale Jugendorganisationen gegründet, Jugendzentren aufgebaut und Programme zur Ausbildung von Jugendleiterinnen und Jugendleitern organisiert worden. In Israel entwickelte erzieherische und soziale Programme sollen vor allem Mädchen und Frauen ansprechen. Durch einen Ausbau der Erziehungs- und Ausbildungssysteme sollen in den Ländern demokratische Strukturen gefördert werden.

    Vereinte Nationen

    Jahrzehntelang haben israelfeindliche Staaten die Mitarbeit und Integration israelischer Expertinnen und Experten in internationalen Organisationen und UN-Gremien erschwert. 2006 wurde mit Mazal Ranford vom Mount Carmel International Training Center (MCTC) in Haifa erstmals eine israelische Staatsbürgerin für ein wichtiges Amt in einer zentralen UN-Organisation ausgewählt. Heute unterhalten Fachkräfte aus der israelischen Jugendarbeit innerhalb internationaler Gremien intensive Arbeitskontakte und regelmäßigen Austausch mit Pädagoginnen, Pädagogen und Institutionen anderer Länder.

    Dazu gehört über 6 Jahrzehnte lang die Mitarbeit in der UNESCO, in der Israel seit 1949 bis Ende 2018 Mitgliedsstaat war, mit einer Nationalen israelischen Kommission für die UNESCO (Hawa‘ad Haisraeli L’unesko) und dem jeweiligen Erziehungsminister als Präsident. In der Jugendabteilung der UNESCO wurden internationale Förderprogramme für Jugendliche erarbeitet, Netzwerke mit assoziierten NGO-Verbänden aus der Lebens- und Arbeitswelt Jugendlicher geknüpft und beispielhafte Jugendprogramme und Veranstaltungen unterstützt.

    Links

    Permanent Mission of Israel to the UN – Ständige UN-Vertretung Israels, New York (Englisch)

    Mobilität

    Mädchen sitzt auf der Straße auf einer Kiste und schaut in eine Landkarte.
    Mädchen sitzt auf der Straße auf einer Kiste und schaut in eine Landkarte.Bild: langll / pixabay.com

    Auslandsreisen

    Israelische Jugendliche träumen von individuellen langen Reisen in ferne Länder. Der Begriff ‚Chul‘ (hebräische Abkürzung für ‚Chuz L’arez‘ - außerhalb des Landes) hat für viele einen magischen Klang. In einem Staat, der sich seit seiner Gründung 1948 mit umliegenden arabischen Ländern im Kriegszustand befindet, haben Auslandsreisen eine besondere Bedeutung. Sie bieten Möglichkeiten, dem Alltag zu entfliehen und die Welt außerhalb des kleinen Israels kennen zu lernen. Ein jährlich wiederkehrendes typisches Phänomen in den israelischen Ferien ist die Ausreise von Hunderttausenden, um eine gewisse Zeit außerhalb des Landes zu verbringen und Erholung und Ablenkung zu finden.

    Fast rituellen Charakter haben die zeitlich und geografisch ausgedehnten Auslandsaufenthalte junger Israelinnen und Israelis nach Abschluss ihrer mehrjährigen Armeezeit. Israelische 'Rucksack-Reisende', Backpackers (hebräisch: Tarmila’im), sind überall in der Welt anzutreffen. Nach einer anstrengenden und oft gefährlichen Zeit beim Militär suchen sie Erholung, Selbstfindung und die Rückkehr ins zivile Leben. Als besonders beliebte Reiseziele gelten Indien, Tibet und Südamerika. Junge israelische Reisende werden im Ausland sehr unterschiedlich wahrgenommen, interessiertes und kommunikatives Auftreten findet viele Sympathien, bisweilen wird jedoch auch rüpelhaftes und lautes Verhalten kritisiert.

    Links
    Afty – Portal für israelische Rucksack-Reisende (Hebräisch)

    Masa Acher (Andere Reise) – Portal für israelische Rucksack-Reisende (Hebräisch)


    Familienspurensuche

    Die israelische Gesellschaft ist eine Einwanderungsgesellschaft, deren Bevölkerung sich aus Nachkommen von aus mehr als 80 verschiedenen Ländern eingewanderten Familien zusammensetzt. Reisen in die Länder der eigenen Vorfahren haben daher oft einen besonderen biografischen Aspekt und können zu intensiven Begegnungen mit den eigenen Wurzeln (Schoraschim) werden. Oft nutzen israelische Jugendliche Auslandsaufenthalte zum Besuch von Geburtsort und Lebensstationen ihrer Großeltern und Urgroßeltern, um dort Spuren der eigenen Familiengeschichte nachzugehen.
    In Europa sind dies meist Spuren einer durch die nationalsozialistische Judenverfolgung vernichteten Welt. Viele Jugendliche nehmen an speziell organisierten Fahrten zu Gedenkstätten oder zu Orten teil, die ehemals Zentren jüdischen Lebens in Europa waren. Solche Reisen, vor allem nach Polen, Tschechien und in die baltischen Staaten, werden zum Teil als schulische Veranstaltungen durch das Erziehungsministerium unterstützt. Auf Grund schmerzhafter Erinnerungen können sich allerdings auch gegenteilige Reaktionen zeigen, dass nämlich Jugendliche es grundsätzlich ablehnen, künftig in Länder der Verfolgung und Ermordung ihrer Familien zu reisen.

    EU-Begegnungsprogramme

    Im Rahmen des 2000 eingerichteten Euro-Med-Jugendprogramms der Europäischen Union können sich Anrainer-Staaten des Mittelmeers, die nicht Mitglieder der EU sind, als so genannte ‚Drittländer’ an multilateralen Begegnungen des Aktionsprogramms Jugend für Europa beteiligen. Dies trifft auch für Israel zu. Die Programme von ‚Jugend für Europa’ richten sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 25 Jahren und wollen dazu beitragen, internationale Kooperationen und Mobilität im Bereich der Jugendarbeit zu initiieren und zu fördern.

    Israel ist Partner im neuen EU-Jugendaustauschprogramm Erasmus+ (2014-2020) für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es will mehr grenzüberschreitende Bildungsangebote für Schüler und Lehrkräfte, Studierende, Auszubildende und junge Erwachsene ermöglichen und vereint verschiedene bisherigen EU-Austauschprogramme. Die Europäische Union stellt für den europaweiten Jugendaustausch bis 2020 rund 15 Milliarden Euro zur Verfügung. Interessierte in Israel können sich über das Programm auf der Homepage des Rates für Höhere Bildung (Hamo’aza L’Haskala Gwoa) informieren.

    Links
    EuroMed Youth IV - Programm der Europäischen Union

    National Erasmus+ Office Israel - Büro des Programms der Europäischen Union

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    Weiterführendes - Israel

    Weiterführendes bietet Dokumente, Lesetipps und nützliche Adressen in Israel und Deutschland. Mehr lesen unter

    Literaturhinweise

    Die folgenden Hinweise auf neuere deutschsprachige, zur Begleitung von Begegnungsprogrammen mit Israel geeignete Literatur sind nach Themengebieten geordnet. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie enthält vor allem Veröffentlichungen der letzten Jahre.

    Allgemein

    Bücher:

    • Bomhoff, Hartmut / Homolka, Walter / Nachama, Andreas: Basiswissen Judentum, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2019
    • Brenner, Michael: Israel: Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates. Von Theodor Herzl bis heute, C.H. Beck, München 2016
    • Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Israel und Deutschland, Aus Politik und Zeitgeschichte 6/2015, Bonn 2015
    • Grill, Tobias / Wolffsohn, Michael: Israel: Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Verlag Budrich, 8. Auflage, Leverkusen-Opladen 2016
    • Hafner, Georg M. / Schapira, Esther: Israel ist an allem schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird, Eichborn Verlag in der Bastei Lubbe AG, Köln 2015
    • Haviv-Horiner, Anita: Grenzen-los? Deutsche in Israel und Israelis in Deutschland, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2016
    • Haviv-Horiner, Anita / Heilbrunn, Sibylle: Heimat? - Vielleicht. Kinder von Holocaustüberlebenden zwischen Deutschland und Israel, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2013
    • Krämer, Gudrun: Geschichte Palästinas. Von der osmanischen Eroberung bis zur Gründung des Staates Israel, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2016
    • Lotem, Itay / Seitz, Judith: Israel – Nah im Osten, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2014
    • Neuman, Sara / Singer, Henrietta: 70 Jahre Israel in 70 Plakaten, Verlag Hermann Schmidt, Mainz 2018
    • Oz, Amos: Deutschland und Israel, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2019
    • Shavit Ari: Mein gelobtes Land. Triumph und Tragödie Israels, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2015
    • Sznaider, Natan: Gesellschaften in Israel: Eine Einführung in zehn Bildern, Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, 2. Auflage, Berlin 2017
    • Yaron, Gil: Jerusalem. Ein historisch-politischer Stadtführer, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2014

    Downloads:

    Kinder und Jugend

    Bücher:

    • Braß, Christina: Neue Wege im deutsch-israelischen Jugendaustausch. Unter Berücksichtigung zentraler Elemente internationaler Jugendarbeit, VDM, Saarbrücken 2007
    • ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch (Hrsg.): Gemeinsam erinnern – Brücken bauen: Zwischen Vergangenheit und Zukunft, von Mensch zu Mensch. Handbuch für Erinnern und Gedenken in deutsch-israelischen Jugend- und Schülerbegegnungen, Lutherstadt Wittenberg 2014
    • ConAct – Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch (Hrsg.): Gemeinsam planen - Begegnung leben! Praxishandbuch für den Deutsch-Israelischen Jugendaustausch, 2 Bände, Lutherstadt Wittenberg 2018
    • Cohen, Eric H.: Jewish Youth around the World, 1990-2010. Social Identity and Values in a Comparative Approach, Brill Academic Pub 2014
    • Heil, Simone: Young Ambassadors. Youth Exchange and the Special Relationship between Germany and the State of Israel, Nomos, Baden-Baden 2011.
    • Nathanson, Roby (Hrsg.): Die Haltung der israelischen Jugend zu persönlichen, sozialen und nationalen Fragen. Eine Vergleichsstudie, 1998-2004, Friedrich-Ebert-Stiftung Israel, 2004
    • Pahnke, Rudi-Karl: Arabische/Palästinensische Israelis im Jugendaustausch Deutschland-Israel. Kultur, Religionen, Identitäten, Probleme, Institut für Neue Impulse, Berlin 2004
    • Wende, Wolfgang (Hrsg.): Israel Planer. Eine Planungshilfe für deutsch-israelische Begegnungen. Der lange Weg von der Idee zur Begegnung, Verein der Freunde und Förderer der Internationalen Begegnung mit Israel, Ratingen 2003

    Downloads:

    Links

    Eye2Israel – Website zum Alltagsleben israelischer Jugendlicher
    http://www.israel1.org/

    Go Israel – Website des staatlichen israelischen Verkehrsbüros
    http://www.goisrael.de/

    About Israel – Website des Außenministeriums des Staates Israel (Englisch)
    http://mfa.gov.il/MFA/AboutIsrael/Pages/default.aspx

    Compass – Online-Informationsdienst für deutsch-israelische / jüdisch-christliche Tagesthemen
    http://www.compass-infodienst.de/

    Reise- und Sicherheitshinweise zu Israel – Website des Auswärtigen Amtes
    http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/IsraelSicherheit.html?nn=332704?nnm=332704

    Passing Phrase – hebräische Alltags- und Slangausdrücke mit Erklärungen (Englisch)
    http://www.learnhebrew.org.il/

    Alijah - Informationen und Tipps zum Hebräisch-Lernen (Englisch)
    http://www.jr.co.il/aliyah/hebrew.htm

    Kan – Website der israelischen Rundfunkgesellschaft (Hebräisch/Englisch)
    https://www.kan.org.il/page.aspx?landingPageId=1009

    Israel Hayom – englischsprachige Internetausgabe der hebräischen Tageszeitung Israel Hajom
    http://www.israelhayom.com/site/today.php

    Y-net – englischsprachige Internetausgabe der hebräischen Tageszeitung Jediot Achronot
    http://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3083,00.html

    Haaretz – englischsprachige Internetausgabe der hebräischen Tageszeitung Haaretz
    http://www.haaretz.com/

    Jerusalem Post – Internetausgabe der englischen Tageszeitung Jerusalem Post
    http://www.jpost.com/

    Israelis in Berlin – Internet-Portal der israelischen Gemeinschaft in Berlin (Hebräisch)
    https://israelisinberlin.de/

    Spitz – israelisch-hebräisches Magazin in Berlin (Hebräisch/Deutsch)
    http://spitzmag.de/auf_deutsch

    Botschaften, Konsulate, Vertretungen

    Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Israel
    3, Daniel Frisch St, TEL AVIV 6473104
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6931313, Fax: +972 3 6969217
    E-Mail: info[at]tel-aviv.diplo.de, Internet: www.tel-aviv.diplo.de

    Botschaft Israels in Deutschland

    Auguste-Viktoria-Str. 74-76, 14193 BERLIN
    DEUTSCHLAND
    Fon: +49 30 89045500, Fax: +49 30 8904 5309 (Botschaft)
    E-Mail: botschaft[at]israel.de, Internet: http://embassies.gov.il/berlin/Pages/default.aspx

    Honorargeneralkonsul der Bundesrepublik Deutschland (Haifa)
    98, Sderot Hanassi, P.O.Box 6240, HAIFA 31061
    ISRAEL
    Fon: +972 4 8381408, Fax: +972 4 8371353
    E-Mail: consulate[at]pappelaw.com, Internet: http://www.pappelaw.com

    Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland (Eilat)
    5, Neviot St, P.O.Box 4061, EILAT 88000
    ISRAEL
    Fon: +972 8 6374536, Fax: +972 8 6342761
    E-Mail: eilat[at]hk-diplo.de

    Delegation of the European Union to Israel
    Paz Tower 16th floor, 5-7, Shoham St, P.O.Box 3513, RAMAT GAN 52136
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6137799
    E-Mail: delegation-israel[at]eeas.europa.eu, Internet: https://eeas.europa.eu/delegations/israel_en

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    Ministerien

    Erziehungsministerium (Ministry of Education)
    34 Shivtei Israel St, P.O.B. 292, JERUSALEM 91911
    ISRAEL
    Fon: +972 2 5602222, Fax: +972 2 2 5602223
    E-Mail: info[at]education.gov.il, Internet: http://edu.gov.il/owlHeb/AboutUs/FreedomOfInformation/Pages/english.aspx

    Ministerium für Arbeit, Wohlfahrt und Soziales (Ministry of Labor, Social Affairs and Social Services)
    2 Kaplan St., P.O.B. 915, JERUSALEM 9100801
    ISRAEL
    Fon: +972 02 6752518, Fax: +972 2 5085590
    E-Mail: pniot[at]molsa.gov.il, Internet: http://www.molsa.gov.il/Pages/HomePage.aspx

    Außenministerium (Ministry of Foreign Affairs)
    9 Yitzhak Rabin Blvd., JERUSALEM 91035
    ISRAEL
    Fon: +972 2 5303111, Fax +0972 2 5304014
    E-Mail: pniot[at]mfa.gov.il, Internet: http://mfa.gov.il/MFA/Pages/default.aspx

    Ministerium für Einwanderung (Ministry of Aliyah and Integration)
    1 Kaplan, St., P.O.B. 13061, JERUSALEM 91130
    ISRAEL
    Fon: +972 3-973-3333, Fax +972 72-3229697
    E-Mail: mankal[at]moia.gov.il, Internet: www.gov.il/en/departments/ministry_of_aliyah_and_integration

    Ministerium für Kultur und Sport (Ministry of Culture and Sports)
    2 Derech Agudat Sport Hapoel, JERUSALEM 9695102
    ISRAEL
    Fon: +972 72 3452333, Fax +972 72 3452334
    E-Mail: cs[at]most.gov.il, Internet: mcs.gov.il/Pages/default.aspx

    Ministerium für Verteidigung (Ministry of Defence)
    Spokesperson Department
    37 Kaplan St, Tel-Aviv 6473424
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6975540, Fax: +972 73 3233711
    E-Mail: pniot[at]mod.gov.il, Internet: www.mod.gov.il/English/Pages/default.aspx

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    Kulturelle Mittlereinrichtungen

    Alma – College
    6 Shadal St., TEL AVIV-YAFO 6136001
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5663031
    E-Mail: alma[at]alma.org.il, Internet: http://www.alma.org.il/?lang=en

    Goethe-Institut in Tel Aviv
    Asia House, 4, Weizmann St., P.O.B. 33691, TEL AVIV 6423904
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6060500, Fax: +972 3 6955799
    E-Mail: info[at]telaviv.goethe.org, Internet: http://www.goethe.de/ins/il/lp/

    Goethe-Institut in Jerusalem

    15 Sokolov St, JERUSALEM 9214423
    ISRAEL
    Fon: +972 2 6508500, Fax: +972 2 5618431
    E-Mail: info[at]erusalem.goethe.org, Internet: http://www.goethe.de/ins/il/lp/

    Institut für Übersetzung hebräischer Literatur (Institute for the Translation of Hebrew Literature)

    23 Baruch Hirsch St., BNEI BRAK 51202
    ISRAEL
    Fon: +972 3 579 6830, Fax: +972 3 579 6832
    E-Mail: litscene[at]ithl.org.il, Internet: http://www.ithl.org.il/

    Shalom Hartman Institute
    11 Gedalyahu Alon St., JERUSALEM 93113
    ISRAEL
    Fon: +972 2 567 5320, Fax: +972 2 561 1913
    E-Mail: shi[at]shi.org.il, Internet: www.hartmaninstitute.com

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    Jugend- und Sportverbände

    Ariel - Youth Movement
    41/1 Hakablan Str., JERUSALEM 93874
    ISRAEL
    Fon: +972 2 6510822, Fax: +972 2 6510823
    E-Mail: ariel[at]tariel.org.il, Internet: http://www.tariel.co.il/

    Academic Sport Association - ASA
    Ruppin Academic Center, EMEK HEFER 40250
    ISRAEL
    Fon: +972 9 7990193, Fax: +972 9 7990194
    E-Mail: info[at]asa.org.il, Internet: http://www.asa.org.il/

    Bnei Akiva - Youth Movement
    1 Khazanovich St., JERUSALEM 37184
    ISRAEL
    Fon: +972 2 5693111, Fax: +972 2 6241626

    Brit Trumpeldor - Beitar - Youth Movement
    4 Hama’ayan St., MODI’IN 71724
    ISRAEL
    Fon: +072 8 9523844, Fax: +972 8
    E-Mail: info[at]nlb.org.il
    Internet: https://www.nlb.org.il/english

    Council of Youth and Children Organizations - COYO
    Beit Maariv, Derech Begin 51, POB 51854, TEL AVIV 6713206
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5607772, Fax +972 3 5607744
    E-Mail: mirgunoar[at]coyo.org.il, Internet: http://coyo.org.il/about-us/

    Council of Youth Movements in Israel CYMI
    1 Jasmine St., RAMAT EFAL 52960
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5354777, Fax: +972 3 7369101
    E-Mail: eran[at]tni.org.il, Internet: http://www.tni.org.il/eng/

    Esra - Youth Movement
    11 Beit Ha-Defus St., JERUSALEM 95483
    ISRAEL
    Fon: +972 2 5371640, Fax: +972 2 5372639
    E-Mail: ezra[at]ezra.org.il, Internet: http://www.ezra.org.il/

    Ha’ichud Hachakla’i - Youth Movement
    74 Derech Menachem Begin, TEL AVIV 67215
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5620621, Fax +972 3 5622353
    E-Mail: dudu[at]ihaklai.org.il, Internet: https://www.ihaklai.org.il/

    Hamachanot Haolim - Youth Movement
    PO Box 9057, RAMAT-EFAL 5219001
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5350157, Fax: +972 3 5350159
    E-Mail: haolim[at]tkz.co.il, Internet: https://www.hamahanot-haolim.org/about-en

    Hanoar Hadrusi - Youth Movement
    POB 633, SCHEFAR‘AM 20200
    ISRAEL
    Fon: +972 4 9861528, Fax: +972 4 9502215,
    Internet: www.tni.org.il/page.asp?id=7397&cat=1&cn=2

    Hapoel Sport Movement
    8 HaArba’a St., P.O.B. 20088, TEL AVIV 6473908
    ISRAEL
    Fon: +972 03-6273400, Fax: +972 03-5610568
    Internet: http://www.hapoel.org.il/en/

    Hanoar Hadati Haoved Vehalomed - Youth Movement
    18 Chlenov St.; TEL AVIV 61013
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6390248, Fax: +972 3 6390249

    Hanoar Haoved Vehalomed - Youth Movement
    120 Kibbutz Galuyot St., TEL AVIV 66877
    ISRAEL
    Fon: +972 3 3 5125125, Fax: +972 3 3-5125178
    E-Mail: noal[at]noal.co.il, Internet: https://noal.org.il/english/

    Hanoar Hazioni Haolami - Youth Movement
    1 HaYasmin St., RAMAT EFAL 52960
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5301396, Fax: +972 3 530 1384
    E-Mail: hholamit[at]netvision.net.il, Internet: http://www.hholamit.org.il

    Haschomer Hatzair - Youth Movement
    7 Bezalel Yafe St., TEL AVIV 65204
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5255666, Fax: +972 3 5255667
    Internet: www.hashomer-hatzair.org/

    Hechlej Oneg - Youth Movement
    2 Rav Kook St., BNEI BRAK
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6185256, Fax: +972 3 5793963
    E-Mail: haoneg[at]actcom.co.il

    Israel Sport Center for the Disabled
    123 Rokach St., RAMAT GAN 52535
    ISRAEL
    Fon: +972 3 5754444, Fax: +972 3 7511649
    E-Mail: info[at]iscd.com, Internet: http://www.fiscd.org/

    Makabi Sport Movement
    Kfar Hamakabia, RAMAT GAN 52105
    ISRAEL
    Fon: +972 03-5746999, Fax: +972 03-5746992
    E-Mail: office[at]maccabisport.org, Internet: http://www.maccabisport.org/english.asp

    http://www.maccabisport.org/english.aspMakabi Za’ir - Youth Movement
    Kfar Hamakabia, RAMAT GAN 5224771
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6715738, Fax: +972 3 5745578
    E-Mail: mtz[at]mtz.org.il, Internet: http://www.mtz.org.il/

    Otzma – Israel Center of Sport Clubs
    7 Berenshtein St., RAMAT GAN 52105
    ISRAEL
    Fon: +972 3-5746696, Fax: +972 3-5744154
    E-Mail: otzma[at]bezeqint.net, Internet: http://otzma-sport.com/otzmaEnglish.pdf

    Wingate Sport Institute

    NETANYA 42902
    ISRAEL
    Fon: +972 9 8639521/523, Fax: +972 9 8639483
    E-Mail: sharont[at]wingate.org.il, Internet: http://www.wingate.org.il/

    Zofim - Youth Movement
    49 Lochmej Galipoli St., TEL AVIV 67068
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6303660, Fax +972 3 6390249, Internet: http://www.zofim.org.il

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    Jugendunterkünfte

    Israel Youth Hostel Association IYHA
    PO Box 6001, JERUSALEM 91060
    ISRAEL
    Fon: +972 2 655840-0, -6, Fax: +972 2 6558432
    E-Mail: iyha(at)iyha.org.il, Internet: www.iyha.org.il

    Begegnungsstätte Beit Ben-Yehuda
    28, Ein Gedi St., JERUSALEM 93383
    ISRAEL
    Fon: +972 2 673
    E-Mail: info[at]beit-ben-yehuda.org, Internet: http://beit-ben-yehuda.org/de

    Molada Gästehaus / Beit Rutenberg
    77, Hanassi Ave, HAIFA 34642
    ISRAEL
    Fon: +972 4 8387958, Fax +972 4 8387565
    E-Mail: michald[at]rutenberg.org.il, Internet: http://de.molada.org.il/

    Dialog - Bildungsstätte für interkulturelle Begegnungen
    12 Carcom St., ZICHRON YA‘ACOV 30900
    ISRAEL
    Fon: +972 4 6290101, Fax 972 4 6290853
    E-Mail: hanna[at]dialog.org.il, Internet: http://www.dialog.org.il/

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    Einrichtungen und Organisationen der internationalen Jugendarbeit

    Arbeitsgemeinschaft freier Jugendverbände in Hamburg e.V. (AGfJ) - Arbeitskreis Israel
    Alfred-Wegener-Weg 3, 20459 Hamburg
    Fon: 040 316568, Fax: 040 3171013
    E-Mail: mail(at)agfj.de, Internet: israel.agfj.org  

    Arbeitskreis Internationale Jugendarbeit mit Israel im Kreis Wesel e.V. 
    Käthe-Kollwitz-Str. 4 c, 47445 Moers
    Fon: 02841 76672, Fax: 02841 769935 
    E-Mail: pasu(at)gmx.net, Internet: www.akji.de 

    Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in der Bundesrepublik e.V.
    Otto-Brenner-Straße 9, 30159 Hannover
    Fon: 0511 1215-164, Fax: 0511 1215-299
    E-Mail: info(at)evangelische-jugend.de, Internet: www.evangelische-jugend.de 

    Bayerischer Jugendring
    Herzog-Heinrich-Straße 7, 80336 München
    Fon: 089 51458-0, Fax: 089 51458-88
    E-Mail: info(at)bjr.de, E-Mail: Internet: www.bjr.de 

    Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
    Carl-Mosterts-Platz 1, 40420 Düsseldorf
    Fon: 0211 4693-155, Fax: 0211 4693-198
    E-Mail: info(at)bdkj.de, Internet: www.bdkj.de 

    ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
    Altes Rathaus, Markt 26, 06886 Lutherstadt Wittenberg
    Fon: 03491 420260, Fax: 03491 420270
    E-Mail: info(at)ConAct-org.de, Internet: www.conact-org.de

    Deutsche Sportjugend im Deutschen Sportbund – dsj
    Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main
    Fon: 069 6700-0, Fax: 069 6702-691
    E-Mail: dsj(at)dsj.de, Internet: www.dsj.de 

    Deutscher Pfadfinderverband e.V.
    Neue Maastrichter Straße 5-7, 50672 Köln
    Fon: 0221 524018, Fax: 0221 524015
    Internet: www.dpvonline.de 

    Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg
    Martinstr. 2, 41472 Neuss-Holzheim
    Fon: 02131 4699-0, Fax: 02131 4699-99
    E-Mail: bundesamt(at)dpsg.de, Internet: www.dpsg.de 

    Deutsches Jugendherbergswerk
    DJH Service GmbH
    Bismarckstraße 8, 32756 Detmold
    Fon: 05231 7401-0, Fax: 05231 7401-49
    E-Mail: service(at)djh.de, Internet. www.jugendherberge.de 

    Deutsch-Israelischer Verein
    Grüninger Weg 26, 35415 Pohlheim
    Fon: 06404 804-40, Fax: 06404 804-44
    E-Mail: fsj(at)deutsch-israelischer-verein.de, Internet: www.deutsch-israelischer-verein.de 

    Deutsch-Israelisches Zukunftsforum DIZF
    Meinekestr. 27, 10719 Berlin
    DEUTSCHLAND
    Fon: +0049 30 814 562 560, Fax: +0049 30 814 562 569
    E-Mail: info[at]dizf.de, Internet: www.dizf.de

    Dienste in Israel - Soziale Dienste
    Kirchröder Str. 46, 30559 Hannover
    Fon: 0511 9549860, Fax: 0511 9549866
    E-Mail: diensteinisrael(at)t-online.de, Internet: www.dienste-in-israel.de 

    Freunde und Förderer der Internationalen Begegnungen mit Israel e.V.
    Görsenkothen 16, 40882 Ratingen
    Fax: 02102 871459
    E-Mail: info(at)israel-international.de, Internet: www.israel-international.de 

    Institut Neue Impulse für Kooperationen im Jugendaustausch Deutschland und Israel
    Friedenstraße 52, 10249 Berlin
    Fon: 030 42018198, Fax: 030 42018198
    E-Mail: RudiPahnke(at)gmx.de, Internet: www.institut-neue-impulse.de 

    Jugend aktuell e.V. - Verein für Jugendarbeit - Fahrten zu Gedenkstätten des Nationalsozialismus
    Postfach 10 06 39, 41706 Viersen
    Fon: 02162 4466, Fax: 02162 4477
    E-Mail: verein(at)jugend-aktuell.de, Internet: www.jugend-aktuell.de

    Junges Forum DIG
    c/o DIG-Bundesgeschäftsstelle
    Littenstr. 104, 10179 Berlin
    Fon: 030 80907028, Fax: 030 80907031
    E-Mail: jufo[at]digev.de, Internet: https://www.deutsch-israelische-gesellschaft.de/junges-forum/im-fokus/category/junges-forum

    In Israel:

    Euro-Med-Youth Unit Israel
    Ministry of Education - Division of International Relations and UNESCO
    2, Devora Haneviah St., JERUSALEM 91911
    ISRAEL
    Fon: +972 2 5603707, Fax: +972 2 5603706
    E-Mail: emyu.israel[at]euromedyouth.net, Internet: http://www.euromedyouth.net/About-EuroMed-Youth-Program,51.html

    German-Israelite Association
    Weizmannstr. 60, KFAR SABA 44250
    ISRAEL
    Fon: +972 9 7929180, Fax: +972 9 7920316

    Israel Youth Exchange Authority
    11 Asparagus St., TEL AVIV 67949
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6969390, Fax: +972 3 6969382
    Internet: https://www.facebook.com/youthexil/

    Israelisch-Deutsche Gesellschaft
    c/o Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer
    Sharbat House, 4 Kaufmann St., TEL AVIV 68012
    ISRAEL
    Fon: +972 3 6806805, Fax: +972 3 6133528
    E-Mail: info[at]idg.org.il, Internet: http://www.idg.org.il/

    National Erasmus+ Office in Israel
    c/o Council for Higher Education
    43 Jabotinsky Street. P.O.B. 4037, JERUSALEM 91040
    ISRAEL
    Fon: +972 2 5094530, Fax: +972 5094531
    E-Mail: erasmusplus@che.org.il, Internet: http://www.erasmusplus.org.il/

    The Jewish Agency for Israel
    48 King George St., JERUSALEM 9426218
    ISRAEL
    Fon: +972 2 6202222
    E-Mail: PniyotTzibor[at]jafi.org, Internet: http://www.jewishagency.org/de/

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    Impressum - Israel

    Die Länderinfos zu ISRAEL wurden zusammengestellt von Bernhard Krane in Zusammenarbeit mit dem Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct

    Redaktion: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. und Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch ConAct

    Letzte Aktualisierung: April 2019

    Kontakt: dija@ijab.de