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Jugendarbeit

Viele Jahre lang war Jugendarbeit in Japan weitgehend „Aktivitäten von Jugendgruppen“ überlassen, die darauf abzielten, die persönliche Entwicklung junger Menschen durch Outdoor-Unternehmungen und Gruppenaktivitäten zu fördern. Insbesondere in den 1960-1970er Jahren erreichten Aktivitäten beispielsweise von Pfadfinder(innen)organisationen vor dem Hintergrund wachsenden materiellen Wohlstands und vermehrter Freizeit infolge des stetig hohen Wirtschaftwachstums ihren Höhepunkt.

In der Folgezeit jedoch gingen solche Aktivitäten einhergehend mit dem umfassenden sozialen und ökonomischen Wandel, rückläufigen Geburtenraten und veränderten Lebensstilen der Bevölkerung immer mehr zurück. Die Probleme der jungen Menschen hingegen wurden immer vielfältiger und schwieriger zu lösen; Verhaltensweisen wie Jugendkriminalität zählen hierzu ebenso wie das Schuleschwänzen und Rückzug aus der Gesellschaft. Auch das Konzept der Förderung der Jugendentwicklung und die Ansätze dafür befinden sich derzeit an einem Wendepunkt. Während die Funktion (Fähigkeit zum erzieherischen Einwirken auf Jugendliche) lokaler Gemeinwesen – die zu den Hauptakteuren herkömmlicher Jugendentwicklung/Jugendarbeit zählen – an Bedeutung verloren hat, erweitern seit Inkrafttreten des Act to Promote Specified Nonprofit Activities (Gesetz zur Förderung fachspezifischer gemeinnütziger Aktivitäten) im Jahr 1998 inzwischen Non-Profit- bzw. gemeinnützige Organisationen (NPOs) als neue Akteure der Jugendentwicklung ihr Angebot an entsprechenden Aktivitäten.

Vor diesem Hintergrund wurde mit dem Ziel, die unterschiedlichen Problematiken Jugendlicher anzugehen, im Jahr 2010 der Act for Promoting Support for Development of Children and Young People (Gesetz über die Förderung der Kinder- und Jugendentwicklung) verabschiedet. Im Oktober desselben Jahres richtete die Stadt Kyoto auf der Grundlage dieses Gesetzes das Beratungszentrum Comprehensive Consultation Center und den Lokalrat Local Council ein. Des weiteren entsteht derzeit, gefördert durch die Partnerschaft zwischen öffentlichen und freien Trägern, ein neues Netzwerk für Jugendarbeit. Dafür steht exemplarisch die Stiftung Kyoto City Youth Service Foundation, die als Jugendhilfeorganisation speziell mit der Koordinierung von Förderprogrammen beauftragt ist. Unter denjenigen, die sich für diese Unterstützung engagieren, gewinnt das programmatische Leitwort „Orte für junge Menschen schaffen” zunehmend an Bedeutung.