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Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Das Ministerium für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l'Éducation nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse) ist zuständig für die Formulierung der Kinder- und Jugendpolitik in Luxemburg. Der dem Ministerium unterstellte Nationaler Jugenddienst (Service National de la Jeunesse, SNJ) wurde 1964 gegründet und ist seitdem insbesondere für die Umsetzung der Jugendpolitik zuständig. Die Behörde hat die Aufgabe, zur Umsetzung der Jugendpolitik beizutragen und eine Kontakt-, Informations-, Berater- und Unterstützungsfunktion für die Jugendlichen und die Mitarbeiter der Jugendarbeit zu gewährleisten.

Weitere Ministerien mit Berührungspunkten in Kinder- und Jugendfragen sind: Ministerium für Gesundheit (Ministère de la Santé), Justizministerium (Ministère de la Justice), Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und soziale und solidarische Wirtschaft (Ministère du Travail, de l'Emploi et de Economie sociale et solidaire), Ministerium für Kultur (Ministère de la Culture) und Ministerium für Fachschulausbildung und Forschung (Ministère de l'Enseignement Supérieur et de la Recherche).

Die 116 Kommunen, die eine große Autonomie genießen, spielen eine wichtige Rolle in der Kinder- und Jugendpolitik. Zwar gibt der Staat seine Unterstützung in Form von Zuschüssen, Rat und Begleitung, aber nach dem Subsidiaritätsprinzip entscheiden die Kommunen, welche nationalen Initiativen sie in welchem Umfang lokal umsetzen wollen, seien es

  • kommunale Jugendkommissionen, die über Planung und Umsetzung von Projekten mit Jugendbeteiligung entscheiden,
  • kommunale Kinder- und Jugendparlamente, um die Partizipation der Jugendlichen am Gemeinwesen zu fördern,
  • die Nationalen Aktionspläne (siehe Aktionsprogramme).
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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Ausrichtung, Mittel und Strukturen der Jugendpolitik Luxemburgs sind festgelegt im Jugendgesetz von 4. Juli 2008. Als Zielsetzungen der Jugendpolitik gelten die Unterstützung der beruflichen und sozialen Entwicklung, der aktiven Bürgerschaft und Autonomie der Jugendlichen, der Solidarität in einer multikulturellen Gesellschaft, sowie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung, des Initiativgeistes und der Kreativität, allgemein die Unterstützung der nicht formalen Bildung und der in diesem Feld tätigen Organisationen.
In Anlehnung an die Entwicklung der Jugendpolitiken in Europa fußt die Jugendpolitik Luxemburgs auf drei Prinzipien: sie definiert sich als „partizipativ, transversal und evidence based“.

Auf Grundlage des Jugendgesetztes von 2008, das die regelmäßige Erstellung eines Nationalen Jugendberichtes und eines nationalen Aktionsplans im Bereich der Jugend vorschreibt, hat der Staat einen Jugendpakt 2012-2014 /Le Pacte pour la Jeunesse 2012-2014 geschaffen, der die Strategien, Ziele und Aktionen für die Jugend vereint. In Form von rund 60 Maßnahmen, die Jugendlichen in Luxemburg das Leben vereinfachen sollen. An der Erstellung haben verschiedene Ministerien mitgewirkt.

Aufgeteilt ist der Jugendpakt in fünf Aktionsfelder:

  • das Gelingen des Übergangs zwischen Schule und Arbeitswelt,
  • ein guter Start ins Erwachsenenleben,
  • Wohlbefinden von Jugendlichen,
  • die Jungen als Akteure und
  • die wissenschaftliche Begleitung der Jugendpolitik.

(Quellen: Nationaler Bericht zur Situation der Jugend in luxemburg, 2010: http://www.statistiques.public.lu/fr/publications/thematique/population-emploi/jeunesse/rapport_jeunesse_de.pdf und Jugendpakt 2012- 2014: http://www.jugendpakt.lu/)

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Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Das Familien- und Integrationsministerium (Ministère de la Famille, de l'Intégration et à la Grande Région, MFI) hat die Verantwortung für die Koordination aller Kinder- und Jugendfragen, ohne direkt in die Kompetenzen anderer Ministerien eingreifen zu können. Um die Kohärenz und die Übereinstimmung aller Initiativen mit den allgemeinen Orientierungen der Kinder- und Jugendpolitik zu gewährleisten, gibt es: 

  • le Conseil Supérieur de la Jeunesse, CSJ (Oberster Jugendrat, Gesetz vom 27. Februar 1984)
    Dieses Diskussionsforum mit Vertretern der beteiligten Ministerien und Jugenddachorganisationen berät das MFI und legt Vorschläge für spätere Gesetzesinitiativen vor. Sein politischer Einfluss in Jugend- und anderen Fragen ist nicht zu leugnen. 
  • la Conférence Générale de la Jeunesse Luxembourgeoise (CGJL)
    In der Allgemeinen Konferenz der Jugend Luxemburgs ist die Mehrheit aller Luxemburger Jugendorganisationen zusammengeschlossen. Sie vertritt die Interessen der Jugend gegenüber den nationalen und europäischen Instanzen, unter anderem als Mitglied des Europäischen Jugendforums. Die CGJL wird vom MFI zu Fragen der Pilotprojekte oder grundlegenden Texten der Jugendpolitik befragt, so dass die in einer wechselseitigen Informations- und Konsultationsprozedur entstandenen ministeriellen Initiativen normalerweise auf einem breiten Konsens beruhen.

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Informationen zur Jugendpolitik in Luxemburg finden Sie auch im YOUTH WIKI der Europäischen Kommission.

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