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Bildung und Beschäftigung

Bildung
Beschäftigung

Bildung

Nach der UNICEF-Vergleichsstudie zur Lage der Kinder in Industrieländern aus dem Jahr 2013 schneiden die Niederlande im Bereich Bildung im internationalen Vergleich am besten ab. Auch in den anderen untersuchten Dimensionen des kindlichen Wohlbefindens (materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung, Verhalten und Risiken, Wohnen und Umwelt) befinden sich die Niederlande in der Spitzengruppe.

Dennoch gibt es sozial, kulturell und wirtschaftlich benachteiligte Gruppen innerhalb der niederländischen Bevölkerung, deren Bildungsstand erhebliche Defizite aufweist. (Quelle und weitere Informationen: Report on the Young 2002.)

Informationen zum Bildungssystem der Niederlande unter www.bildung-weltweit.de und in der Europäischen Enzyklopädie zu nationalen Bildungssystemen EURYPEDIA.

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Beschäftigung

Seit Ende 2008 hat auch in den Niederlanden die Wirtschaftskrise zu einer rasch ansteigenden Jugendarbeitslosigkeit geführt. Seit 2010 jedoch ist die Jugendarbeitslosigkeit stetig zurückgegangen. Die Niederlande haben mit 9,7 % (2014) eine sehr geringe Jugendarbeitslosenquote im europäischen Vergleich (EU-Zone: 23,7 %, Quelle: statista). Dies ist einerseits auf eine Reihe von Maßnahmen zurückzuführen, die die niederländische Regierung in den vergangenen 10 Jahren zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit und Schulabbrechern eingeführt hat andererseits auch auf die Tatsache, dass immer mehr Jugendliche länger zur Schule beziehungsweise an Hochschulen und Universitäten gehen. Derzeit besuchen 38 % der 25- bis 34-Jährigen eine Hochschule. Sie treten auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr als jugendliche Arbeitnehmer/innen auf.

Außerdem sind Jugendliche in den Niederlanden sehr mobil, wenn es um Beschäftigung geht. Staatliche (Regionale Bureaus voor Arbeitsvoorzienung, RBA = Regionale Büros für Arbeitsvermittlung) und private Arbeitsvermittlungsinstitute bieten eine Fülle von Zeitjobs, die von jungen Leuten gerne angenommen werden. Die RBA's wurden vom Arbeitsministerium, von den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden gemeinsam eingerichtet.

1991 wurde in den Niederlanden ein Gesetz verabschiedet, in dem Jugendlichen ein Arbeitsplatz auf Zeit garantiert wurde (Jeugdarbeidsgarantieplan). Jugendlichen unter 21, die mindestens ein halbes Jahr arbeitslos gewesen sind, muss vom Staat ein befristeter Arbeitsplatz angeboten werden. Jungen Leuten zwischen 21 und 27 Jahren, die sechs Monate nach ihrer Ausbildung noch immer arbeitslos sind, muss ebenfalls eine solche Stelle angeboten werden. Auf diese Weise soll ihnen die Möglichkeit geboten werden, überhaupt Arbeitserfahrungen zu sammeln. Jugendlichen, die sich weigern, einen angebotenen Job anzunehmen, wird die Sozialhilfe gekürzt.

In Erweiterung des genannten Gesetzes soll das seit dem 1.1.1998 gültige Gesetz zur Einbeziehung Arbeitsuchender (Wet Inschakeling Werkzoekenden) für Jugendliche und Erwachsene eine schnellere Vermittlung auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise in befristete gemeinnützige Stellen bringen. Das Gesetz bündelt mehr oder weniger bereits vorhandene Gesetze und Regelungen und soll deren Einsatz effektiver gestalten. Mit Hilfe des Gesetzes sind in den letzten Jahren mehr Arbeitsplätze geschaffen worden, gleichzeitig ist auch der Druck auf die junge Generation gewachsen, jede angebotene Arbeit anzunehmen.

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