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Gesundheit und Wohlbefinden

Gesundheit
Sport

Gesundheit

Die Niederlande sind nach der aktuellen internationalen UNICEF-Vergleichsstudie aus dem Jahr 2013 zum kindlichen Wohlbefinden einschließlich der Kindergesundheit in Industrieländern erstplatziert – wie schon in den vorherigen UNICEF-Studien (2007, 2010). Die gute Situation spiegelt sich auch in der Selbsteinschätzung und dem subjektivem Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in den Niederlanden wider.

Auch wenn niederländische Kinder und Jugendliche allgemein über eine gute Gesundheit verfügen, gibt es abhängig von ihrer Schichtzugehörigkeit Unterschiede. So ist der gesundheitliche Zustand von Zuwandererkindern in der Regel schlechter als der ihrer niederländischen Altersgenoss(inn)en. 

Drogen

Käse, Tulpen und Coffeeshops sind die Stichwörter, die zu den Niederlanden einfallen. Seit mehreren Jahren werden in den Coffeeshops in den Niederlanden weniger Kaffeetassen als vielmehr weiche Drogen serviert. Zum eigenen Gebrauch, ausdrücklich nicht zum Weiterverkauf, werden in den Coffeeshops Cannabisprodukte wie Marihuana und Haschisch an Privatpersonen über 18 Jahren verkauft. Alkoholische Getränke dürfen dort nicht verkauft werden. In der Regel beläuft sich die Menge auf zirka fünf Gramm. Der Stoff entstammt meist der einheimischen Produktion aus Gewächshäusern.

Der Verkauf ist nicht erlaubt, wird jedoch geduldet. Der Besitz von weichen Drogen ist in kleineren Mengen in den Niederlanden strafbar, aber nicht strafwürdig. Coffeeshops, die ihren Besuchern außer weichen auch harte Drogen anbieten, werden rigoros von der Polizei geschlossen. Mit dieser Toleranz gegenüber weichen Drogen soll nach Meinung der politisch Verantwortlichen in den Niederlanden die Kontrolle über den Drogenkonsum und die Trennung der illegalen Märkte von harten und weichen Drogen erreicht werden.

Seit einigen Jahren wird in den Niederlanden Heroin unter ärztlicher Kontrolle an Drogenabhängige ausgegeben. Ihrer Kriminalisierung soll hiermit entgegengewirkt und ihre Eingliederung in den Arbeitsprozess und die Gesellschaft gefördert werden. Die Drogenabhängigen werden in einem ganzheitlichen Ansatz betreut, der verhindern soll, dass sie in eine soziale Isolierung geraten. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen scheinen diesen Weg zu bestätigen. Die Zahl der Herointoten ist wesentlich niedriger als in anderen westeuropäischen Ländern.

Modedrogen wie Ecstasy und andere Labordrogen sind in den Niederlanden genauso verbreitet und verboten wie in anderen Ländern. Sie werden aber nach wie vor in den größeren Städten relativ unbehelligt öffentlich angeboten, vor allem an Stellen, wo sich viele junge, ausländische Gäste aufhalten, wie im Zentralbahnhof von Amsterdam.

Ähnlich wie im Bereich der Jugendkriminalität versucht man dem Problem mit intensiven Präventionsprogrammen beizukommen. Diese richten sich sowohl auf den Konsum von harten und weichen Drogen als auch von Alkohol. Ken je maat (Erkenne dein Maß) ist beispielsweise eine Anti-Alkoholkampagne, die sich insbesondere an jugendliche Moped-, Motor- und PKW-Fahrende richtet.

Link-Tipps

Sport

Niederländische Kinder und Jugendliche betreiben viel Sport, sowohl allein als auch in der Gruppe. Viele schließen sich Sportvereinen an. Populär sind Sportarten wie Fußball, Volleyball, Basketball, Hockey, aber auch Eisschnelllauf, Tennis, Judo, Baseball.

In den Niederlanden ist Korbball, das in gemischten Teams von Männern und Frauen gespielt wird, sehr beliebt.

Viele Städte halten für einzelne Sportarten informelle Treffs bereit: kleine Skater-Anlagen, kleine eingezäunte Fußball- und Basketballplätze.

Im Jahr 2001 haben das Ministerium für Volksgesundheit, Wohlfahrt und Sport und das Ministerium für Soziales und Arbeit ein Pilotprogramm mit dem Titel "Sport und Kinderbetreeung" ins Leben gerufen. Umgesetzt wurde dieses Programm vom Niederländischen Institut für Sport und Bewegung (NISB) und dem Netzwerkbüro für die Verbesserung der Kinderbetreuung (Netwerkbureau Uitbreiding Kinderopvang). Ziele waren die Belebung der Sportvereine, der Kampf gegen Bewegungsarmut bei Kindern und die Verbesserung der Kinderbetreuung in den Niederlanden. Inzwischen ist die Verantwortung zu großen Teilen auf die regionalen und kommunalen Sportverbände übertragen worden. 

Weitere Informationen zum Sport in den Niederlanden unter: