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Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Zuständig für Jugendfragen ist in der Regierung vor allem das Ministerium für Nationale Bildung (Ministerstwo Edukacji Narodowej), hier insbesondere die Abteilung für Bildungsmöglichkeiten (Departament Zwi?kszania Szans Edukacyjnych, DZSE).

Fragen der allgemeinen deutsch-polnischen Kooperation behandelt im Ministerium die Abteilung für Strategien und Internationale Zusammenarbeit (Departament Strategii i Wspó?pracy Mi?dzynarodowej).

Zusammenarbeit mit Deutschland

Derzeit ist der Austausch zwischen polnischen und deutschen Jugendlichen die intensivste bilaterale Zusammenarbeit, die von Polen aus gepflegt wird.

Die zentrale Einrichtung zur Förderung und Koordinierung des deutsch-polnischen Jugendaustausches ist das Deutsch-Polnische Jugendwerk (Polsko-Niemiecka Wspó?praca M?odzie?y). Das Büro in Potsdam ist zuständig für die Förderung des außerschulischen Jugendaustauschs (außer Sport). Das Büro in Warschau ist zuständig für die Förderung von Schüleraustausch, sportlicher Jugendbildung und Lehrerfortbildung.

Das DPJW wurde 1993 auf der Grundlage des Abkommens über den deutsch-polnischen Jugendaustausch und des Abkommens über das Deutsch-Polnische Jugendwerk gegründet. Zum Jahresende 2008 vermeldete das DPJW mehr als 1,9 Millionen Teilnehmer/-innen an den bisher von ihm geförderten Projekten, das heißt durchschnittlich treffen sich jährlich 130 000 junge Deutsche und Polen.

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Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Internationale Zusammenarbeit im Bereich der Jugend pflegt Polen derzeit im Wesentlichen mit folgenden Ländern: Deutschland, Frankreich, Ukraine, Israel, Italien, Ungarn, Großbritannien, Russland, Litauen, Slowakei und Weißrussland. Mit diesen Ländern existieren Regierungsabkommen oder Abkommen über den Jugendaustausch und wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte und Programme durchgeführt und in der Regel vom Ministerium für Nationale Bildung kofinanziert. 

Neben dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (siehe Zusammenarbeit mit Deutschland), das auch trinationale Maßnahmen fördert und unterstützt, ist für multilaterale Projekte das polnische Büro des europäischen Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION zuständig.

Das Zentrum für Polnisch-Russischen Dialog und Verständigung (Centrum Polsko-Rosyjskiego Dialogu i Porozumienia) initiiert, unterstützt und fördert Jugendaustauschprogramme zwischen Russland und Polen. In den Programmen sollen Jugendliche sich mit dem heutigen Russland beziehungsweise Polen vertraut machen und ihre Kenntnisse in der Geschichte und Kultur des jeweils anderen Landes verbessern.

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Mobilität

Genaue und detaillierte Aussagen über das spezifische Reiseverhalten der polnischen Jugendlichen lassen sich nur schwer treffen. Im Jugendbereicht 2011 der polnischen Regierung wird konstatiert, dass rund 1 800 000 junge Pol(inn)en zwischen 15 und 19 Jahren (Anteil von 73 % in dieser Altersgruppe) auf die ein oder andere Art reisen: vor allem Reisen über einen längeren Zeitraum (mehr als 5 Tage) und dies innerhalb des Landes (48 % der 15- bis 19-Jährigen) oder aber längere Reisen ins Ausland (25 % in der Altersgruppe 15-29). 

Nicht alle Jugendlichen können sich den Traum vom Reisen erfüllen. Der Jugendbericht sieht die Jugend in den Städten mit über 100 000 Einwohner(inne)n als privilegiert an, denn diese Jugendlichen verreisen dreieinhalbmal so oft wie die Gleichaltrigen, die auf dem Land leben. Wirtschaftliche Gründe (bei 52 %) stehen dem Reisen im Wege, ebenso fehlender Antrieb (18 %) oder organisatorische Probleme (12 %). Meistens organisieren sich die Jugendlichen ihre Reisen selbst (68 %). Reisebüros kommen kaum bei den Jugendlichen (12 %) zum Einsatz. Immer weniger Schulen, Betriebe oder Organisationen bieten Reisemöglichkeiten an. Dies reduziert die Chancen für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, zu verreisen. 2009 verreisten 33 % aller Schüler/-innen beziehungsweise Studierenden gar nicht in den Ferien.

Junge Familien nutzen die Wochenenden für Ausflüge auf's Land. Billigflüge, günstige Übernachtungen oder die Nutzung der Kontakte aus sozialen Netzwerken tragen dazubei, dass immer mehr junge Pol(inn)en reisen mit ihrer Familie in Europa reisen oder Rucksack"-Tourismus machen. Kurztrips oder "Couch Surfing" erfreuen sich großer Beliebtheit bei jungen Leuten.
(Quelle: Jugendbericht 2011 der polnischen Regierung, Seiten 250-252)

Polen ist Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA). Informationen zu Vergünstigungen mit der Europäischen Jugendkarte EURO26 (und jede Menge weiterer Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Reiseangeboten, ...) gibt es unter http://www.euro26.pl.

Ebenso ist Polen Programmland im europäischen Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Die polnische Nationalagentur für die Umsetzung des Programms (Narodowa Agencja Programu M?odzie?y) ist die Fundacja Rozwoju Systemu Edukacji mit Sitz in Warschau.

Weitere Informationen zu Polen für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/PL_de

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