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Willkommen bei den Länderinfos: POLEN

Der Palast des Präsidenten. Foto: EPA Photo, Janek Skarzynski
Der Palast des Präsidenten. Foto: EPA Photo, Janek Skarzynski

Der Text gliedert sich in die vier Kapitel: 

Im Impressum erhalten Sie Informationen über Erstellungsdatum, Verfasser/-in und Ansprechpartner/-in.

Allgemeine länderkundliche Informationen - Polen

Relevante Links, die einen Überblick über Land und Leute geben:

Länderinformationen des Auswärtigen Amts: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/polen-node

Homepage des Polnischen Ministerpräsidenten: https://www.premier.gov.pl/en.html

Homepage des Polnischen Fremdenverkehrsamtswww.polen.travel/de 

Länderprofil bei Wikipediahttp://de.wikipedia.org/wiki/Polen 

Grunddaten

Karte von Polen - Grafik: CIA World Factbook
Karte von Polen - Grafik: CIA World Factbook

Einwohner: 38,2 Millionen (2012)

Hauptstadt: Warschau
   andere große Städte: Kraków, Lódz, Gdansk, Wroclaw, Szczecin, Poznan

Amtssprache: Polnisch

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner/-in: 14.135,57 US-Dollar (2014, geschätzt)

Altersstruktur (Juni 2011, mit Anteil an der Gesamtbevölkerung):
    0-4 Jahre: 2 057 998 (5,3 %)
    5-9 Jahre: 1 802 395 (4,7 %)
10-14 Jahre: 1 971 817 (5,1 %)
15-19 Jahre: 2 392 972 (6,2 %)
20-24 Jahre: 2 830 606 (7,3 %)
25-29 Jahre: 3 264 326 (8,5 %)
30-34 Jahre: 3 129 306 (8,1 %)

Lebenserwartung: Frauen: 80,6 Jahre (2010); Männer: 72,1 Jahre (2010), durchschnittlich 76,85 Jahre (2013)

Bevölkerungszuwachs: 0,7 % (2011); städtische Bevölkerung: leicht fallend (-0,9 %), ländliche Bevölkerung: leicht steigend (3,3 %)

Verwaltung: Parlamentarische Republik mit Zweikammerparlament; Zentralverwaltungssystem mit Elementen von regionaler bzw. örtlicher Selbstverwaltung: 16 Woiwodschaften, 314 Kreise, 2478 Gemeinden

Staatsoberhaupt: Staatspräsident Andrzej Duda (seit 25. Mai 2015)

Regierungschef: Ministerpräsident Mateusz Morawiecki (PiS, seit Dezember 2017)

Religion: fast 90 % römisch-katholisch, davon 70 % praktizierend; 1,3 % polnisch-orthodox; 0,3 % Zeugen Jehovas; 0,2 % griechisch-katholisch; 0,2 % Protestanten; kleinere Minderheiten: Altkatholische Mariaviten, Polnisch-Katholisch, Pfingstler, Adventisten, Juden, Muslime.

Sonstige Daten
- Inflationsrate: 1,46 % (2014, geschätzt)
- Arbeitslosenquote: 10,21 % (2014, geschätzt)

Internationale Mitgliedschaften: Vereinte Nationen und deren Unterorganisationen (1945), KSZE/OSZE (1973), Internationaler Währungsfonds (1986), Weltbank (1986), Europarat (1991), Ostseerat (1992), Welthandelsorganisation (1995), OECD (1996), NATO (1999), Europäische Union (2004)

Quellen: Auswärtiges AmtCIA World FactbookPolnisches Statistikamt - G?ówny Urz?d StatystycznyWikipedia, http://de.statista.com/

Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen - Polen

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in Polen. Mehr lesen unter 

Relevante Gesetze

Amtliche Texte, die den Kinder- und Jugendbereich betreffen, findet man in der Sammlung der Regelungen und Verwaltungsvorschriften, die vom Ministerrat 1995 herausgegeben wurde.

Zu diesen Gesetzen und Verordnungen gehören unter anderem:

  • die Kinderrechtskonvention,
  • das Gesetz über das Bildungssystem,
  • das Gesetz über das Hochschulwesen,
  • das Gesetz über das Familienrecht,
  • das Gesetz über die Erziehung zur Enthaltsamkeit und gegen den Alkoholmissbrauch,
  • das Gesetz über die Beschäftigung und Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit,
  • die Verordnung über den Aufenthalt von Minderjährigen in der Kinder- und Jugendstube der
    Miliz,
  • die Konvention über die Maßnahmen gegen den Frauen- und Kinderhandel,
  • der Beschluss über amtliche Untersuchungen des Gesundheitszustands der Jugendlichen,
  • die Verordnung über die Verbreitung von Rundfunk- und Fernsehsendungen, die die
    psychische, seelische und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendliche stören können,
  • das Gesetz über die Jugendgerichtsbarkeit,
  • das Gesetz über das Kinder- und Pflegegeld,
  • die UNESCO-Konvention,
  • die Verordnung über öffentliche psychologische und pädagogische Beratungsstellen sowie andere öffentliche Fachberatungsstellen und andere.

Viele Gesetze werden durch Verordnungen und Verwaltungsvorschriften ergänzt.

Die polnische Internetseite lex.pl hat eine kostenlose Suchmaschine für alle neuen Gesetzestexte seit 1995.

Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

In Polen gilt man bis 18 Jahre als Kind, bis 21 Jahre als Jugendlicher.

Der Aufenthalt von Kindern und Jugendlichen in Gaststätten und Restaurants ist nicht verboten. In Nachtbars, Nachtclubs und ähnlichen Vergnügungsbetrieben dürfen sich jedoch nur volljährige Personen aufhalten. Die Abgabe von alkoholischen Getränken jedweder Art ist bis zum Alter von 18 Jahren nicht erlaubt.

Beim Besuch öffentlicher Filmveranstaltungen gelten wie in Deutschland auch Altersbeschränkungen, die gesondert bekannt gemacht werden. Die Kategorien sind: ohne Einschränkungen, ab 12 Jahren, ab 16 Jahren, ab 18 Jahren.

Das Rauchen ist seit 1995 außerhalb von gesonderten Räumen allgemein verboten (d.h. in Räumen des Gesundheitswesens, Schulen, Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, öffentlichen Gebäuden und einräumigen Gaststätten). An unter 18-Jährige dürfen keine Tabakwaren verkauft werden.

Das Reisen per Anhalter/Trampen ist erlaubt.

Für weitere Fragen kann man sich in Polen an folgende Institutionen wenden: die Polizei, das Komitee für Kinderrechte und das Familiengericht.

(Quelle: Büro für Koordination der Präventivdienste der Hauptkommandantur der Polizei; Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Jugendschutz in Ferienländern, Berlin 2004)

Links
http://www.protection-of-minors.eu/de/country/PL - Informationen zum Kinder- und Jugendschutz in Europa der BAG Kinder- und Jugendschutz
http://wiki.crin.org/mediawiki/index.php?title=Poland - Wiki zu Kinderrechten in Polen

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Finanzierung

Staatliche nationale Förderung 

Die Jugendarbeit in Polen wird aus mehreren Quellen finanziert:

a) durch den Staatshaushalt,
b) durch die Gemeinde-Selbstverwaltung,
c) durch polnische und ausländische nichtstaatliche Organisationen,
d) durch Privatspenden,
e) durch die Eltern der Jugendlichen,
f) durch den so genannten Selbstanteil (freiwilliger Dienst, ehrenamtliche Arbeit, Sachspenden).

Private und sonstige Finanzierungsquellen

Ein großer Teil der Gelder, die in Polen in die Jugendarbeit und Jugendhilfe fließen, stammen nicht aus staatlichen Mitteln, sondern aus nichtstaatlichen und privaten Quellen. Insbesondere sind hier zu nennen Spenden von Firmen und Privatpersonen, Spenden polnischer nichtstaatlicher Organisationen, Spenden ausländischer nichtstaatlicher Organisationen, Hilfsprogramme und Stiftungen (zum Beispiel Polish-American Freedom Foundation, Stefan Batory Foundation, Charles Steward Mott Foundation, Polish Children and Youth Foundation). Die meisten dieser Gelder werden in der Regel projektgebunden verwendet.

Ebenso werden Mittel aus europäischen Förderprogrammen genutzt.

Häufig müssen für bestimmte Vorhaben und Projekte auch Kredite und Anleihen in Anspruch genommen werden. Ein kleiner Teil der finanziellen Aufwendungen wird auch durch Gebühren aufgebracht.

Erfahrungsgemäß wird der größte Teil an Zuwendungen aus den Gemeindehaushalten bezahlt.

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Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Die Zuständigkeit für Jugendfragen und die Umsetzung der nationalen Jugendpolitik liegt insbesondere beim Ministerium für Nationale Bildung (Ministerstwo Edukacji Narodowej). Seine Aufgaben sind unter anderem:

  • die Ausbildung der Jugend sowie der Lehrkräfte und deren Weiterbildung,
  • die dauerhafte Bildung,
  • die Jugendarbeit im außerschulischen Bildungsbereich und in den nichtstaatlichen Organisationen,
  • die Vergabe von Stipendien,
  • die Erholung, Sport und die Touristik,
  • die internationale Zusammenarbeit und der Jugendaustausch,
  • die freiwillige Arbeit der Jugend.

Fragen der allgemeinen deutsch-polnischen Kooperation sowie der europäischen und internationalen Jugendpolitik und jugendpolitischen Zusammenarbeit behandelt im Ministerium die Abteilung für Internationale Zusammenarbeit (Departament Współpracy Międzynarodowej, DSWM).

Weitere Ministerien, in deren Zuständigkeit jugendrelevante Themen und Aufgaben fallen, sind:

  • Ministerium für Familie, Arbeit und Sozialpolitik - Beschäftigung und Sozialhilfe für die Jugend,
  • Justizministerium, Ministerium des Innern - Hilfen in Krisensituationen, Bildungsaufgaben,
  • Ministerium für Sport und Tourismus - körperliche Aktivitäten und Sport,
  • Gesundheitsministerium - Gesundheitsschutz und -aufklärung,
  • Ministerium für Kultur und Nationales Erbe - künstlerische Bildung der Jugend.
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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Im August 2003 hat die polnische Regierung die Strategie des Staates für die Jugend für die Jahre 2003 – 2012 verabschiedet. Damit wurde erstmal ein Gesamtdokument vorgelegt, um die Jugendpolitik in Polen und alle Maßnahmen und Programme, die die Jugend betreffen, zu regeln. Bisher wurden diese durch zahlreiche, verstreute Vorschriften sowie durch wenig aufeinander abgestimmte Maßnahmen verschiedenster Organisationen geregelt.

Eine Neuauflage der Jugendstrategie gibt es bisher nicht.

Jugendpolitik wird zunehmend auf Ebene der Wojewodschaften (Verwaltungsbezirke, vergleichbar mit den Bundesländern in Deutschland) sowie auf lokaler Ebene geregelt. Dafür gibt es teilweise schon eigene Strategien oder andere Leitdokumente.

Siehe auch Youth Wiki > Poland > National youth strategy

Polen besitzt eine Nationalagentur zur Koordinierung des europäischen Programms Erasmus+. Sie ist bei der Stiftung für die Entwicklung des Bildungssystems (Fundacja Rozwoju Systemu Edukacji) angesiedelt.

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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Seit Januar 2000 gibt es in Polen einen Ombudsmann für Kinderrechte (Rzecznik Praw Dziecka), dessen Einberufung in der Polnischen Verfassung verankert ist. Zu seinen Hauptaufgaben gehört die Überwachung der Grundrechte und der Schutz der Kinder: das Recht auf Leben und Gesundheitsversorgung, das Recht auf Aufwachsen in einer Familie, adäquate soziale Bedingungen und das Recht auf Bildung. Der Ombudsmann arbeitet direkt mit den öffentlichen Behörden und Institutionen zusammen. Er ist dem Parlament verpflichtet und liefert jährlich einen Bericht zur Lage der Kinder, der veröffentlicht wird.

Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Der Nationale Polnische Jugendrat (Polska Rada Organizacji Młodzieżowych, PROM) wurde am 4. April 2011 gegründet. Der PROM hat 18 Gründungsmitglieder und soll den Jugendinteressen, der Jugendpolitik und der Unterstützung des Engagements von jungen Menschen im gesellschaftlichen Leben dienen. Der Rat ist ein freier Träger und unabhängig von staatlichen Strukturen und wird nach demokratischen Prinzipien geleitet. Der PROM soll als offenes Forum für verschiedene Jugendgruppen fungieren.

In manchen Wojewodschaften und Gemeinden gibt es darüber hinaus Jugendräte, die eine beratende und meinungsbildende Funktion ausüben. Unter der Bezeichnung Jugendrat sollte man keine repräsentative Verbands-Struktur erwarten, wie z. B. Stadt- oder Kreisjugendringe; zum Teil handelt es sich dabei auch um eher lockere und informelle Gruppen von Schüler- und Jugendvertretern.

Siehe auch Youth Wiki > Poland > Youth representation bodies

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Jugendverbandsarbeit

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit

Das polnische Jugendverbandswesen, besonders auf nichtstaatlicher Ebene, hat seit 1989 eine äußerst dynamische Entwicklung genommen. Dadurch ist die Anzahl der Vereinigungen und Stiftungen deutlich gestiegen.

Entstanden sind viele formelle und informelle Organe, die sich zum Beispiel als städtischer Jugendrat, als Jugendparlament oder als Jugendforum der Wojewodschaft organisieren.

Viele Organisationen und Vereine entstanden und entstehen aus spontanen Initiativen und meist auf regionaler oder kommunaler Ebene. Sie engagieren sich vor allem im Bereich der Hilfe und Selbsthilfe für Kinder, Jugendliche und kranke Kinder. Auch die katholische Kirche engagiert sich im Bereich der Familiensozial- und der Jugendarbeit.

2015 waren in Polen rund 20 000 Stiftungen und 106 000 Verbände registriert. Nichtregierungsorganisationen sind am aktivsten in den Bereichen:

  • Sport, Tourismus, Erholung und Hobby (34 %): bieten sportliche Aktivitäten, Organisation von Freizeitveranstaltungen, Pflege von Sportanlagen,
  • Bildung und Erziehung (15 %): Durchführung von Interessensgruppen für Kinder und Jugendliche, Organisation von Kursen und Schulungen für Erwachsene, Laufschulen,
  • Kultur und Kunst (13 %): Festivals, Festivals, kulturelle Bildung, Aktionen zur Unterstützung der regionalen Tradition,
  • Soziale Dienste und soziale Hilfe (8 %): Hilfe für Behinderte und Arme, Unterstützung für große Familien und Süchtige,
  • Gesundheitsschutz (8,2 %): Gesundheitsförderung, Gesundheitserziehung, Laufrehabilitationszentren,
  • lokale Entwicklung (6 %): Animation von lokalen Gemeinschaften, Nachbarschaftsaktivitäten, Entwicklung ländlicher Gebiete.

Überregionale Jugendverbände

Schon zu sozialistischen Zeiten entstand der Polnische Pfadfinderverband (Związek Harcerstwa Polskiego), mit 200 000 Mitgliedern stärkster Pfadfinderverband in Polen. Seit 1996 ist er wieder Mitglied in der Weltorganisation der Pfadfinderbewegung. Nach 1989 entstanden ist der Pfadfinderverband der Republik (Związek Harcerstwa Rzeczypospolitej).

Der Bund der Landjugend (ZMW - Związek Młodzieży Wiejskiej) ist einer der ältesten und größten Jugendverbände Polens. Auf seiner Internetseite bietet er viele Informationen, Links und Foren zu Europa.

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Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche

Polen ist von seiner Geschichte und Tradition sehr katholisch geprägt. Über 90 Prozent der Polen rechnen sich zur Katholischen Kirche zugehörig. Es sind gibt auch einige protestantische Kirchen, die Jugendarbeit anbieten.

Das weitaus größte Spektrum bietet allerdings die katholische Kirche, die auch vom Staat besonders gefördert und unterstützt wird (worunter oft die kleinen protestantischen Kirchen leiden).

Verhältnis zwischen Staat und Kirche 
Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche unterscheidet sich in Polen sehr von den laizistisch geprägten Ländern. Die Einflüsse der katholischen Kirche reichen in der Politik bis in die höchsten Positionen hinein, Kirchenvertreter genießen eine privilegierte Stellung im Staat. Gerade nach dem Wahlsieg der nationalkonservativen Partei PIS im Dezember 2005 unter Lech Kacynski scheint das Band zwischen Staat und katholischer Kirche noch enger geknüpft zu sein, die kleinen protestantischen Religionsgemeinschaften drohen hierbei ins Abseits gedrängt zu werden.

Situation während und nach dem Kommunismus 
Die kommunistische Partei versuchte meist erfolglos, die Religion aus dem Staat zu verdrängen, obwohl zahlreiche Priester, Ordensleute, Bischöfe und Kardinäle unter massiven Druck gesetzt wurden. Die volkskirchliche Tradition in Polen war so stark, dass der Staatsapparat trotz eines engen Netzes von Bespitzelungen und Geheimdiensten gegen die Bevölkerungsmasse machtlos war, große Wallfahrten (z.B. Tschenstochau) konnten ebenso wenig verhindert werden wie Versuche, neue „Städte ohne Gott und Kirche“ (z.B. Arbeiterstadt „Nowa Huta“) zu bauen. Spätestens mit der Wahl des Krakauer Erzbischofs Karol Wojtyla am 16. Oktober 1978 zum Papst Johannes Paul II. hat die Bevölkerung den nötigen Rückhalt, um für ihre religiösen Recht zu kämpfen und später sogar den politischen Umsturz herbeizuführen.

Verbände, Gruppen und Bewegungen 
Die katholische Jugendarbeit verfügt aber über fast keine nationalen Strukturen und Dachorganisationen, die vielen einzelnen Verbände und geistlich-charismatischen Bewegungen sind eigenständig organisiert und nur mit sporadischer Vernetzung. Dies hängt auch mit der langen volkskirchlichen Tradition in Polen zusammen. Das Herzstück der polnischen katholischen Jugendarbeit sind weiterhin die Pfarreien, wo Pfarrer und Kapläne ohne verbandliche Strukturen Aktivitäten, Katechesen und Gruppenstunden für Jugendliche organisieren. Über diese Pfarreien hinaus gibt es in der Jugendarbeit keine festen Strukturen. Davon profitieren in erster Linie die zahlreichen geistlichen Bewegungen, die sich während des Pontifikates von Papst Johannes Paul II. eines immer größeren Zuspruches erfreuten (z.B. Fokolar-Bewegung, Schönstatt, Neokatechumenat etc.) und regelmäßige überregionale Treffen organisieren.

Die katholische Jugendarbeit in Polen kann man grob in drei Bereiche unterteilen:

  • die OASE-Bewegung:

In der OASE-Bewegung engagieren sich etwa 66 000 Jugendliche. Die biblisch-liturgischen Programme der OASE-Bewegung richten sich vor allem an Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Neben den Sommerlagern treffen sich auf Pfarrgemeindeebene einmal pro Woche die einzelnen Jugendgruppen mit ihrem Animator (meist einem Priester). Die OASE-Bewegung erreicht mit ihren Programmen vor allem viele Gymnasialschüler.

  • die Studentenseelsorge:

In der Studentenseelsorge sind in Polen in den Universitätsstädten über 250 Seelsorger tätig und in einem Kollegium der Studentenseelsorger zusammengefasst. Neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit engagieren sich viele Priester auch in der Lehre: so halten sie Vorlesungen zu Themen wie katholische Soziallehre, Ethik und Kirchengeschichte. Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Studentenverbänden, von der Vereinigung „Friede und Gutes“ bis hin zu stark religiös geprägten Verbänden wie „Totus Tuus“ oder „Emmaus“. Ein Überblick über alle Studentenverbindungen gibt die Broschüre „Jugendverbände in Polen“, herausgegeben von IJAB (Bonn, 1992; vergriffen).

  •  die verschiedenen Verbände und geistlichen Bewegungen:

Während die OASE-Bewegung für die geistliche Formation der Jugendlichen zuständig ist, agiert der Katholische Jugendverband KSM (Katolickie Stowarzyszenia Młodzieży) als Jugendverband vor allem im sozial-karitativen und politischen Bereich und umfasst eine größere Alterszielgruppe. Dem KSM gehören insgesamt etwa 20.000 Mitglieder im Alter zwischen 16 und 30 Jahren an, die in rund 1200 Pfarrgemeindegruppen tätig sind. Der KSM versteht sich als nach außen offene Gemeinschaft und organisiert z. B. Zeltlager für behinderte Jugendliche oder kulturelle Veranstaltungen (Jugenddiskotheken ohne Alkohol). Er hat den Status einer juristischen Person, kann aber nicht als polnischer Dachverband angesehen werden, sondern ist vielmehr ein besonders mitgliedsstarker polnischer katholischer Jugendverband. Der KSM ist vor allem in Ost- und Südpolen besonders stark vertreten, weniger stark hingegen im Norden und Westen von Polen. Die Basisgruppen arbeiten entweder in einer Schule oder Pfarrei. Die Koordinierung der Arbeit der Basisgruppen erfolgt durch den Diözesanvorstand mit dem Organisationsvorstand (Krajowej Rady KSM). Etwa 10 Gruppen werden auf Kreisebene zu einem Dekanat zusammengefasst. Der Nationalvorstand besteht aus den Vorsitzenden der Diözesanverbände (in Polen gibt es insgesamt 34 Diözesen). Alle zwei Jahre wird ein Präsidium vom Nationalrat gewählt.

Weiterhin eng mit der katholischen Kirche verbunden ist die polnische Pfadfinderorganisation Zwiazek Harcerstwa Rzeczypospolitej (ZHR), die sich nach der politischen Wende neu ausgerichtet hat und zu den traditionellen christlichen Werten des Scoutings zurückkehrte. Das ZHR besteht heute aus 13 eigenständigen Bezirken und hat eine Dachbehörde, die so genannte Naczelnictwo ZHR. Deren Vorsitzender vertritt die polnischen Pfadfinder auch im Ausland.

Symptomatisch und dennoch ein polnisches Beispiel für die neuen geistlichen Bewegungen ist die so genannte Lednica-Bewegung, die 1997 durch das Engagement des Dominikanerpaters Jan Góra OP entstanden ist. Jedes Jahr an Pfingsten treffen sich in Lednica unter dem Symbol des Fisches (der an die Taufe erinnern soll) mehrere Hunderttausende Jugendliche, um gemeinsam das Pfingstfest zu begehen. Die Lednica-Bewegung zeigt viele typische Merkmale für die polnische katholische Jugendarbeit auf: In Polen kann man ohne größere Schwierigkeiten viele junge Menschen für die Kirche mobilisieren und große überregionale Treffen organisieren.

Für die Bildungsarbeit der katholischen Jugendlichen gibt es seit 1993 den Verein der christlichen Bildungswerke (Stowarzyszenie Chrześcijańskich Dzieł Wychowania - SChDW). Der Hauptarbeitsbereich dieses Vereins ist die Organisation von Fortbildungsprogrammen, die sich an Jugendliche und ihre Erzieher/-innen, Lehrkräfte und Eltern richten. Sie behandeln aktuelle Probleme und Fragen wie das Engagement der Jugendlichen im gesellschaftlichen Leben, die europäische Integration, den kritischen Umgang mit Massenmedien, die Suchtproblematik, Gefahren von Seiten der Sekten usw. und leistet damit einen wichtigen Bereich zur Bildung der katholischen Jugend. Der SChDW verfügt über mehrere Bildungszentren in Polen und arbeitet mit der AKSB (Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke) zusammen und unterhält auch Kontakte ins Ausland.

Die Jugendkommission des Polnischen Ökumenischen Rats (Polska rada ekumeniczna, PRE) ist ein Organ des Rats, das sich mit Problemen der Lebensweise von Jugendlichen in sieben im PRE zusammengefassten Kirchen befasst. Sie organisiert die ökumenischen Aktivitäten der Jugendlichen, wie Workshops für Jugendleader, ökumenische Ferienlager und Zusammenkünfte, Jugendgottesdienste in der Gebetswoche für die Einheit der Christen und andere Jugendgottesdienste. Außerdem arbeitet die Kommission mit der Evangelischen Kirche von Hessen-Nassau zusammen, nimmt selbst Delegierte auf und entsendet eigene nach Deutschland. Die Kommission ist auch Mitglied des Ökumenischen Jugendrats in Europa (EYCE), der zahlreiche Seminare für ökumenische Jugendleader organisiert.

Austausch und Partnerschaftskontakte
Um gute deutsch-polnische Kontakte in der katholischen Jugendarbeit bemüht sich seit vielen Jahren die „Aktion West-Ost“, ein dem Bund der Deutschen Kathlischen Jugend (BDKJ) angegliederter Dachverband für die vier katholischen Jugendverbände Adalbertus-Jugend, Gemeinschaft Junges Ermland, Junge Aktion der Ackermann-Gemeinde und Junge Grafschaft. Alle Jugendverbände sind nach dem Zweiten Weltkrieg von Vertriebenen als Versöhnungsinitiative gegründet worden. Der Dachverband „Aktion West-Ost“ organisiert regelmäßig deutsch-polnische Jugendbegegnungen wie Bildungsveranstaltungen und hat für Multiplikator(inn)en im deutsch-polnischen Austausch ein breites Angebot an Material und Hilfeleistungen. Mit polnischen Partnern werden auch Fortbildungen und Schulungen für ehrenamtlich tätige Jugendliche in der deutsch-polnischen Jugendarbeit durchgeführt.

Links
www.kosciol.pl - Ökumenischer Informationsdienst (auf Polnisch)
www.ekd.de/Informations-und-Kontaktstelle-Osteuropa-IKOE-22782.htm  - Länderinformationen Polen (kirchliche Partnerbeziehungen) und weitere, Herausgeber: Informations- und Kontaktstelle Osteuropa (IKOE) der Evangelischen Kirche in Deutschland, 2018.

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Jugendinformation

Strukturen der Jugendinformation

Eine nationale Koordination der Jugendinformation in Polen besteht nicht, auch wenn dies in der nationalen Jugendstrategie so vorgesehen ist.

Auf regionaler und lokaler Ebene bestehen Informations- und Beratungszentren, die an Kulturzentren oder Schulen angebunden sind. Viele von ihnen fungieren teilweise auch als Dezentralen des europäischen Informations- und Beratungsnetzwerks Eurodesk. Einige davon haben sich auf die Beratung zu europäischen Fonds und zum Thema Arbeit und Berufsorientierung spezialisiert, jedoch nicht nur speziell für Jugendliche, zum Beispiel das Gminne Centrum Informacji z/s w Ołdrzychowicach Kłodzkich.

In vielen der rund 15 000 polnischen Mittel- und weiterführenden Schulen gibt es Berufsberater/-innen (2012: rund 1055 Fachkräfte). Angestrebt wird die flächendeckende Ansiedlung professioneller Berufsberatung an allen diesen Schulen.

Studierende erhalten Berufsberatung in den Beratungszentren (Biura Karier), die es an den meisten polnischen Universitäten und Hochschulen gibt.
(Quelle: Information Sheet "Participation of young people. Poland" im EKCYP, Stand 15.12.2011)

Internationale Kooperationen

Seit November 1998 wirkt Polen im Europäischen Jugendinformationsnetzwerk Eurodesk mit und ist seit April 2003 bei der Stiftung für die Entwicklung des Bildungssystems (Fundacja Rozwoju Systemu Edukacji) angesiedelt. Die Stiftung koordiniert alle Bildungs- und Mobilitätsprogramme der Europäischen Union.

Die europäische Jugendinformations- und -beratungsagentur ERYICA (European Youth Information and Counselling Agency) hat zurzeit keine Mitgliedsorganisation in Polen.

Der Verband Young Journalists' Association ist Mitglied im europäischen Netzwerk European Youth Press, einem Dachverband junger Journalistinnen und Journalisten unter 30.

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Aktionsfelder im Kinder- und Jugendbereich - Polen

Hier gibt's Infos zu Aktionsfeldern im Kinder- und Jugendbereich in Polen. Mehr lesen unter

Bildung und Beschäftigung

Bildung

Informationen zum Bildungssystem in Polen unter www.bildung-weltweit.de und in der Europäischen Enzyklopädie zu nationalen Bildungssystemen EURYPEDIA.

Beschäftigung

Die Erwartungen polnischer Jugendlicher an ihren ersten Job gelten zuallererst einer guten Bezahlung, gefolgt von guten Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit im Job. Aber auch Punkte wie Jobsicherheit, gute Anbindung der Arbeitsstelle, Tätigkeit entsprechend der Qualifizierung und freundliche Atmosphäre spielen für die Jugendlichen eine Rolle. In Polen begannen Jugendliche zwischen 2000 und 2007 durchschnittlich mit 22 zu arbeiten.

Im 3. Quartal 2011 waren bei den arbeitsfähigen Jugendlichen unter 24 Jahren 401 500 arbeitslos gemeldet (21,6 % der arbeitslosen Bevölkerung), bei den 25- bis 34-Jährigen 548 200 (29,4 % der arbeitslosen Bevölkerung).

Perspektiven gibt es für diejenigen, die in die vier Metropolen Warschau/Warszawa, Posen/Poznan, Breslau/Wroclaw und Krakau/Kraków ziehen. In einer Gegenüberstellung der Wojewodschaften ergibt sich bezüglich der regionalen Unterschiede folgendes Bild:

Arbeitslosigkeit nach Wojewodschaften und Altersgruppen
(Angabe in 1000, Stand Ende 1. Quartal 2014)

Wojewodschaftgesamtunter 24 Jahren25 - 34 Jahre 
Dolno?l?skie  155,321,942,1
Kujawsko-pomorskie151,727,642,9
Lubelskie136,427,545,0
Lubuskie  59,7  9,216,9
?ódzkie153,923,841,6
Ma?opolskie167,136,448,4
Mazowieckie287,446,280,9
Opolskie  52,2  8,6 14,2
Podkarpackie155,3 30,947,9
Podlaskie  71,013,421,0
Pomorskie116,220,932,7
?l?skie212,732,760,6
?wi?tokrzyskie 90,616,727,6
Warmi?sko-mazurskie115,7 20,732,9
Wielkopolskie145,9 28,343,0
Zachodniopomorskie111,016,830,2

Insbesondere in den Wojewodschaften Mazowieckie (Masuren; Region Centralny - Zentral), Ma?opolskie (Kleinpolen) und ?l?skie (Schlesien) (beide Region Po?udniowy - Süd) ist die Jugendarbeitslosigkeit sehr hoch.

(Quelle: Zentrales Statistisches Büro GUS)

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Gesundheit und Wohlbefinden

Gesundheit 
Sport 

Laut Jugendbericht 2011 schätzen sich die polnischen Jugendlichen selbst als ehrlich, respektvoll gegenüber anderen, familienverbunden, bescheiden, feinfühlig in Bezug auf aktuelle Ereignisse und bei Problemen anderer ein. Sie unterstreichen ihre Sparsamkeit und ihr Normalsein. 

Jugendliche aus privilegierten Familien setzen noch mehr auf intellektuelle Werte und eine aktive Lebensgestaltung und unterliegen weniger dem Gruppenzwang als Jugendliche aus weniger betuchten Verhältnissen. Diese sehen die Welt viel emotionaler und ahmen häufiger nach. Moralische Werte wie Familie, Religiösität und Patriotismus haben bei diesen Jugendlichen einen höheren Stellenwert.

Sentimentale "Minimalist(inn)en" ohne hohe Ansprüche an das Leben sind jedoch in der Minderzahl bei den polnischen Jugendlichen (5 % der jungen Erwachsenen und 11,5 % der Jugendlichen). "Träumer/-innen" - Jugendliche, die viel erwarten, aber wenig Hoffnung auf Erfolg haben - machen 20 % der Jugendlichen aus. Zusammen mit den Minimalis(inn)en bildet diese Gruppe eine Minderheit. Die meisten Jugendlichen sind eher ehrgeizig und aktiv veranlagt. Die älteren Jugendlichen orientieren sich dabei stärker an der Mittelklasse und Statussymbolen, während die jüngeren Jugendlichen Spaß haben wollen, unkonventionelle Wege bei der Jobsuche beschreiten und sehr konsumfreudig sind.

(Quelle: Jugendbericht 2011 der polnischen Regierung, Seiten 43-45)

Gesundheit

Institutionen, die im Bereich der Drogenprävention aktiv sind, sind das Nationale Büro für Drogenprävention (Krajowe Biuro Do Spraw Przeciwdzia?ania Narkomaniihttp://www.kbpn.gov.pl/portal) und der Rat zur Bekämpfung von Drogensucht (seit 2001). Letzter hat koodinierende und beratende Funktion.

Laut Gesetz zur Bekämpfung der Drogensucht vom Juli 2005 sind die lokalen Regierungen (auf Provinz- und kommunaler Ebene) verpflichtet, eigene Programme zur Bekämpfung von Drogensucht zu entwickeln und umzusetzen. Im Rahmen dieser Programme können die lokalen Regierungen lokale und regionale Initiativen unterstützen, die zum Beispiel in Schulen angesiedelt sind, Eltern mit einbeziehen, der Fortbildung der Programmreferent(inn)en dienen, sich an gefährdete Jugendliche und deren Familien richten. Ein besondere Zielgruppe der Drogenprävention sind Jugendliche an Gymnasien, da sie als besonders gefährdet eingestuft werden. Auch in Grundschulen wird verstärkt Präventionsarbeit geleistet.

Die allgemeine Basis für die Umsetzung der Nationalen Antidrogenstrategie sowie eines Aktionsplans ist das Nationale Programm zur Bekämpfung der Drogensucht 2011-2016. Das grundsätzliche Ziel des Programms ist es, den Drogenkonsum zu senken und im Zusammenhang mit Drogen bestehende soziale und gesundheitliche Probleme abzubauen.

Für die jugendliche Zielgruppe wurde im Rahmen der nationalen Antidrogen-Kampagne “Narkotyki? Na co mi to?” (Drogen? Wozu?) eine Facebook-Seite eingerichtet, um junge Leute über das Thema Drogen zu informieren.

Drogenkonsum Verbreitungsgrad (2012) nach Alter in %

15-2425-3435-4445-5455-64
im bisherigen Leben   22,6  23,5  11,6   5,5   3,8
in den letzten 12 Monaten   13,0   7,2   2,0   0,8   1,0
in den letzten 30 Tagen    6,6   3,8   0,6   0,5   0,5

Cannabis wurde am häufigsten in der Gruppe der 15- bis 24-Jährigen konsumiert (21 %) undort häufiger von jungen Männern (29,3 %) als von jungen Frauen (12,5 %). Die meisten Konsument(inn)en von Amphetaminen (7,4 %) und Ecstasy (3,2 %) waren in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen zu finden. Jede/r Fünfte in der Altersgruppe 25-34 und jede/r 10. in der Gruppe der 35- bis 44-Jährigen konsumierte Cannabis.

(Quelle: EMCDDA-National report 2013: Poland, veröffentlicht Mai 2014, letzter Zugriff 13.8.14)

Link
www.narkomania.gov.pl - Online-Drogenberatung des Nationalen Büros für Drogenprävention

Sport

Organisierter Breitensport für Jugendliche außerhalb von Schule und Universität spielt in Polen eine wesentlich geringere Rolle als in Deutschland. Das liegt sicher zu einem ganz wesentlichen Teil am Mangel an Sportstätten. Zwar sind in den letzten Jahren eine Reihe privater Einrichtungen entstanden, diese allerdings verfügen oft nur über wenig Raum und bieten daher meist nur Bodybuilding und Gymnastik an, noch dazu zu Preisen, die sich nicht jeder leisten kann. Besonders beliebte Sportarten sind Fußball und Basketball, daneben aber auch Urlaubssportarten wie Wandern, Segeln und Kanu fahren. 

Zwei große Verbände im Bereich des Schüler- beziehungsweise. Studentensports sind der Schulsportverband (Szkolny Zwi?zek Sportowy) und der Akademische Sportverband (Akademicki Zwiazek Sportowy). Letzterer unterhält ein Internationales Zentrum für Jugendaustausch (Mi?dzynarodowe Centrum Spotka? M?odzie?y).

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Partizipation und Citizenship

Politische Bildung
Freiwilliges Engagement

Politische Bildung

Der Begriff der politischen Bildung wird als solcher in Polen nicht benutzt, da Assoziationen mit politischer Indoktrination und dem sozialistischen System dabei kaum zu vermeiden sind. Dennoch gibt es, nur unter anderem Namen (Demokratieerziehung, staatsbürgerliche Bildung oder ähnliches), politische Jugendbildung im Sinne einer Vermittlung von Kenntnissen über Staat, Gesellschaft und politische Strukturen, einer Befähigung zur Wahrnehmung und Ausübung demokratischer Rechte und Pflichten. Angebote dieser Art machen unter anderem einige der in der Föderation Polnischer Begegnungsstätten (FPDS - Federacja Polskich Domów Spotka?) zusammengeschlossenen Häuser.

Parteipolitisches Engagement zeigt nur ein marginaler Teil der Jugendlichen. Zwar hat fast jede Partei eine ihr nahe stehende Jugendorganisation, doch sind deren Mitgliederzahlen verschwindend gering.

Seit vielen Jahren findet jährlich am 1. Juni, an dem in Polen der Internationale Kindertag begangen wird, das Kinder- und Jugendparlament (Sejm Dzieci i M?odzie?y) statt. Es wird vom seit 1994 bestehenden Zentrum für Politische Bildung (Centrum Edukacji Obywatelskiej) organisiert.

Freiwilliges Engagement

Informationen zum Thema "Freiwilliges Engagement (Voluntary Activities)" erhalten Sie im European Knowledge Centre for Youth Policy unter http://youth-partnership-eu.coe.int/youth-partnership/ekcyp/By_country/Poland.html 

Im April 2014 hat der Verein Klon/Jawor die Publikation 'Soziales Engagement der Polen' (Zaanga?owanie spo?eczne Polek i Polaków) herausgebracht. Daraus geht hervor, dass es unterschiedliche Formate und Auffassung vom Konzept des freiwilligen Engagements in Polen gibt. Unter anderem fließen hier ein: 

  • das freiwillige und unbezahlte Engagement in einer Organisation oder einem Verein,
  • das freiwillige und unbezahlte Engagement für Menschen außerhalb der Familie und des Freundeskreises sowie in der Gemeinde, Nachbarschaft etc., ohne dass ein Verein oder eine Organisation zwischengeschaltet sind,
  • die Freiwilligenarbeit für eine Kirche oder religiöse Organisation,
  • soziale Aktivitäten im Rahmen des zuvor genannten Engagements,
  • philanthropische Aktivitäten, also Geld- oder Sachspenden.

Ehrenamtlich engagieren sich etwa ein Drittel der Polinnen und Polen. 16 % helfen Menschen außerhalb der Familie und des Freundeskreises, 14 % sind in der Gemeinde aktiv. Ein Zehntel etwa engagiert sich in der Kirche. Fast drei Viertel aller Polinnen und Poeln hat 2013 Geld gespendet. Die meisten Spenden erhält dabei die Stiftung 'Großes Orchester der Weihnachtshilfe', die ihre Einnahmen zur Unterstützung Kranker, vor allem Kinder, einsetzt sowie zur Gesundheitsföderung und Präventionsarbeit.

Mehr zum Thema 'Freiwilligenarbeit' und die Studie zum Nachlesen (auf Polnisch erschienen) auf der Website von http://civicpedia.ngo.pl/wiadomosc/978536.html

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Kultur und Kreativität

Für den Bereich der kulturellen Bildung ist in Polen allgemein das Ministerium für Kultur und Nationales Erbe (Ministerstwo Kultury i Dziedzictwa Narodowego) zuständig. Für die kulturelle und künstlerische Bildungsarbeit im formalen Bereich gibt es im Kultusministerium eine eigene Abteilung, das Departament Szkolnictwa Artystycznego i Edukacji Kulturalnej. Kulturelle und künstlerische Bildung ist ein fester Bestandteil der polnischen Schul- und Lehrpläne.

Zuständig für internationale Kontakte des Kultusministeriums ist das Departement für internationale Zusammenarbeit (Departament Wspó?pracy z Zagranic?).

Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Polen zählt traditionell nicht zu den Einwanderungsgesellschaften in Europa, sondern hat sich eher als Auswanderungsland begriffen. Seit dem 19. Jahrhundert gab es große Auswanderungswellen vor allem nach Deutschland (Ruhrgebiet), Frankreich und in die USA. Der Fall des Eisernen Vorhangs hat noch einmal eine Welle der Auswanderung in Richtung Westen ausgelöst. Diese Sichtweise wandelt sich langsam und Polen versteht sich auch als Land, in dem sich Einwanderer in größeren Gruppen ansiedeln [Górny, A. et al., (Eds.). (2010). Poland: Becoming a Country of Sustained Immigration. IDEA Working Paper 10]. Die Einwanderer kommen unter anderem aus Belarus, der Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Vietnam, Russland und China (Polnisches Statistikamt).

Nach Angaben des Polnischen Statistikamts liegt die Zahl der Auswandernden immer noch über der Anzahl der zuwandernden Personen, geht aber weiter langsam zurück, während die Zahl der Zuwandernden weiter steigt.

Jugendliche Migrant/-innen
Verlässliche Daten über jugendliche Migranten/-innen wurden bislang kaum erhoben. Die spezifische Problematik der Jugendlichen mit Migrationshintergrund rückt erst langsam in den Fokus der polnischen Politik. Die Integration dieser Jugendlichen erfolgt im Wesentlichen über das Bildungssystem und qualifizierten Polnischunterricht. Für das Schuljahr 2003/ 2004 hat das Bildungsministerium folgende Zahlen ausländischer Schüler-/innen veröffentlicht. Für diesen Zeitraum wurden 3437 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund im polnischen Schulsystem ermittelt. 

Aufschlüsselung nach Schulformen:
Grundschule: 2 028
Sekundarbereich I: 714
Sekundarbereich II: 439
Allgemeine Berufsfachschule: 19
Berufsschule: 89
Postsekundäre Schulen: 133
Lehrerausbildung: 12
Kunsthochschule: 15
(Quelle: International Organisation for Migration, Vienna: Izabela Korys: Migrant youth in Poland - is a tide coming up? 2005

Seit 2001 gibt es eine Gesetzesregelung, die die schulischen Belange der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund regelt. Hiernach dürfen nicht schulpflichtige Kinder ohne polnische Staatsangehörigkeit die staatlichen Betreuungsangebote im vorschulischen Bereich wahrnehmen. Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 16 Jahren müssen bei einer kommunalen Verwaltung angemeldet werden. Diese Nicht-Muttersprachler-/innen haben in der Grundschule und der Sekundarstufe I seit 2004 das Recht auf kostenlosen zusätzlichen Polnischunterricht. Dieser kann für maximal ein Schuljahr bei mindestens zwei Unterrichtsstunden pro Woche gewährt werden. 2003 fand der erste Ausbildungszyklus für entsprechende Lehrkräfte statt, der vom Ministerium für Bildung und dem „Polonia“ Lehrerzentrum in Lublin organisiert wurde. In der Entwicklung der Unterrichtscurricula sowie bei der Ausbildung der Lehrer/-innen wird der Aspekt des interkulturellen Lernens seit 2002 verstärkt berücksichtigt. 
(Quelle: Integrating immigrant children into schools in Europe. Poland: national description 2003/04 by Eurydice)

2011 hat Polen die Migrationspolitik einer Prüfung unterzogen. Zukünftig soll noch mehr Gewicht auf die Integration von Migrant(inn)en in die polnische Gesellschaft gelegt werden. Integrationsprogramme sollen den Migrant(inn)en dabei helfen, sich in die polnische Gesellschaft zu integrieren, in dem sie die Sprache lernen, sich weiterqualifizieren, um passende Arbeit und dementsprechend auch passenden Wohn raum zu finden. Unterstützt wird auch die Idee der Gründung von Vereinen, in den polnische Bürger/-innen und Migrant(inn)en zusammenkommen. Die Integrationsförderung der Kinder und Jugendlichen soll weiterhin über das Bildungssystem erfolgen.
(Quelle: www.msw.gov.pl/portal/en/1/653/New_migration_policy_in_Poland.html gesehen 2.2.2012)

Am 1. Mai 2014 trat ein Gesetz in Kraft, das Ausländern aus Drittstaaten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern soll. Im Dezember 2014 beschloss die polnische Regierung das Strategiedokument „Polnische Migrationspolitik“. Damit wird eine gezieltere Anwerbung ausländischer Studierender sowie Arbeitsmigranten mit gefragten Berufen angestrebt.
(Quelle: www.migration-info.de//artikel/2015-03-19/polen-aktuelle-entwicklungen-fordern-neue-migrationspolitische-ansaetze gesehen 20.3.2015)

Links
http://edoc.ub.uni-muenchen.de/13631/ - Link zur Dissertation von Ziolek-Skrzypczak, Magdalena (2011): Managing Integration of Immigrant Youth in the United States, Germany, and Poland. LMU München: Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften (in Englisch)
www.focus-migration.de/Polen_Update_02_200.2810.0.html - Länderprofil Polen, Migration und Bevölkerung, Januar 2008
www.bpb.de/themen/F9K0YR,0,0,Polen.html - Dossier 'Migration' Polen der Bundeszentrale für politische Bildung
www.e-politik.de/wissenswerte/migration/ - WissensWerte – Infografiken 'Migration'

Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder

In Polen engagieren sich viele Organisationen und Vereine, die aus spontanen Initiativen entstehen, vor allem im Bereich der Hilfe und Selbsthilfe für Kinder, Jugendliche und kranke Kinder. Auch die katholische Kirche engagiert sich im Bereich der Familiensozial- und der Jugendarbeit.

Von staatlicher Seite werden zahlreiche Maßnahmen unternommen, die in den Bereich der Jugendsozialarbeit fallen. Hier sei zum Beispiel das Gesetz über die Beschäftigung und Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit erwähnt, das selbstverständlich auch die Förderung jugendlicher Arbeitsloser mit einbezieht. Neben diesem Gesetz existieren noch weitere gesetzliche Regelungen und staatliche Organisationen, die im Bereich der Jugendsozialarbeit tätig sind. Auch die im April 2003 vom Ministerium für nationale Bildung und Sport verabschiedete Entwicklungsstrategie bis 2010 für lebenslanges Lernen hat zum Ziel, die „hohe Arbeitslosigkeit, vor allem bei jungen Leuten bis 35 Jahre“ zu senken. 

Einen Dachverband für die Belange der Jugendsozialarbeit gibt es in Polen nicht.

Polen ist Mitglied des European Network of Ombudsmen for Children (ENOC). In diesem Netzwerk sind unabhängige Büros für Kinder in europäischen Ländern zusammengeschlossen, die sich für die Verwirklichung der UN-Kinderrechtskonvention einsetzen. Sie unterstützen eine gemeinsame Lobbyarbeit für die Kinderrechte, tauschen Informationen und politische Strategien aus und werben für die Entwicklung effektiver unabhängiger Kinderbüros. - Informationen zum polnischen Büro gibt es unter http://www.brpd.gov.pl

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Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Zuständig für Jugendfragen ist in der Regierung vor allem das Ministerium für Nationale Bildung (Ministerstwo Edukacji Narodowej), hier insbesondere die Abteilung für Bildungsmöglichkeiten (Departament Zwi?kszania Szans Edukacyjnych, DZSE).

Fragen der allgemeinen deutsch-polnischen Kooperation behandelt im Ministerium die Abteilung für Strategien und Internationale Zusammenarbeit (Departament Strategii i Wspó?pracy Mi?dzynarodowej).

Zusammenarbeit mit Deutschland

Derzeit ist der Austausch zwischen polnischen und deutschen Jugendlichen die intensivste bilaterale Zusammenarbeit, die von Polen aus gepflegt wird.

Die zentrale Einrichtung zur Förderung und Koordinierung des deutsch-polnischen Jugendaustausches ist das Deutsch-Polnische Jugendwerk (Polsko-Niemiecka Wspó?praca M?odzie?y). Das Büro in Potsdam ist zuständig für die Förderung des außerschulischen Jugendaustauschs (außer Sport). Das Büro in Warschau ist zuständig für die Förderung von Schüleraustausch, sportlicher Jugendbildung und Lehrerfortbildung.

Das DPJW wurde 1993 auf der Grundlage des Abkommens über den deutsch-polnischen Jugendaustausch und des Abkommens über das Deutsch-Polnische Jugendwerk gegründet. Zum Jahresende 2008 vermeldete das DPJW mehr als 1,9 Millionen Teilnehmer/-innen an den bisher von ihm geförderten Projekten, das heißt durchschnittlich treffen sich jährlich 130 000 junge Deutsche und Polen.

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Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Internationale Zusammenarbeit im Bereich der Jugend pflegt Polen derzeit im Wesentlichen mit folgenden Ländern: Deutschland, Frankreich, Ukraine, Israel, Italien, Ungarn, Großbritannien, Russland, Litauen, Slowakei und Weißrussland. Mit diesen Ländern existieren Regierungsabkommen oder Abkommen über den Jugendaustausch und wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte und Programme durchgeführt und in der Regel vom Ministerium für Nationale Bildung kofinanziert. 

Neben dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk (siehe Zusammenarbeit mit Deutschland), das auch trinationale Maßnahmen fördert und unterstützt, ist für multilaterale Projekte das polnische Büro des europäischen Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION zuständig.

Das Zentrum für Polnisch-Russischen Dialog und Verständigung (Centrum Polsko-Rosyjskiego Dialogu i Porozumienia) initiiert, unterstützt und fördert Jugendaustauschprogramme zwischen Russland und Polen. In den Programmen sollen Jugendliche sich mit dem heutigen Russland beziehungsweise Polen vertraut machen und ihre Kenntnisse in der Geschichte und Kultur des jeweils anderen Landes verbessern.

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Mobilität

Genaue und detaillierte Aussagen über das spezifische Reiseverhalten der polnischen Jugendlichen lassen sich nur schwer treffen. Im Jugendbereicht 2011 der polnischen Regierung wird konstatiert, dass rund 1 800 000 junge Pol(inn)en zwischen 15 und 19 Jahren (Anteil von 73 % in dieser Altersgruppe) auf die ein oder andere Art reisen: vor allem Reisen über einen längeren Zeitraum (mehr als 5 Tage) und dies innerhalb des Landes (48 % der 15- bis 19-Jährigen) oder aber längere Reisen ins Ausland (25 % in der Altersgruppe 15-29). 

Nicht alle Jugendlichen können sich den Traum vom Reisen erfüllen. Der Jugendbericht sieht die Jugend in den Städten mit über 100 000 Einwohner(inne)n als privilegiert an, denn diese Jugendlichen verreisen dreieinhalbmal so oft wie die Gleichaltrigen, die auf dem Land leben. Wirtschaftliche Gründe (bei 52 %) stehen dem Reisen im Wege, ebenso fehlender Antrieb (18 %) oder organisatorische Probleme (12 %). Meistens organisieren sich die Jugendlichen ihre Reisen selbst (68 %). Reisebüros kommen kaum bei den Jugendlichen (12 %) zum Einsatz. Immer weniger Schulen, Betriebe oder Organisationen bieten Reisemöglichkeiten an. Dies reduziert die Chancen für Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien, zu verreisen. 2009 verreisten 33 % aller Schüler/-innen beziehungsweise Studierenden gar nicht in den Ferien.

Junge Familien nutzen die Wochenenden für Ausflüge auf's Land. Billigflüge, günstige Übernachtungen oder die Nutzung der Kontakte aus sozialen Netzwerken tragen dazubei, dass immer mehr junge Pol(inn)en reisen mit ihrer Familie in Europa reisen oder Rucksack"-Tourismus machen. Kurztrips oder "Couch Surfing" erfreuen sich großer Beliebtheit bei jungen Leuten.
(Quelle: Jugendbericht 2011 der polnischen Regierung, Seiten 250-252)

Polen ist Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA). Informationen zu Vergünstigungen mit der Europäischen Jugendkarte EURO26 (und jede Menge weiterer Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Reiseangeboten, ...) gibt es unter http://www.euro26.pl.

Ebenso ist Polen Programmland im europäischen Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Die polnische Nationalagentur für die Umsetzung des Programms (Narodowa Agencja Programu M?odzie?y) ist die Fundacja Rozwoju Systemu Edukacji mit Sitz in Warschau.

Weitere Informationen zu Polen für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/PL_de

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Jugend in der Welt

Informationen zum Thema "Jugend in der Welt (Youth in the World)" erhalten Sie im European Knowledge Centre for Youth Policy.

Weiterführendes - Polen

Weiterführendes bietet Dokumente, Lesetipps und nützliche Adressen in Polen und Deutschland. Mehr lesen unter

Literatur- und Linktipps

Allgemein

  • A. ?ada, J. Segeš Frelak (Hrsg.). Eine Grenze verschwindet. Die neue polnische Migration nach Deutschland aus lokaler Perspektive. Institut für Öffentliche Angelegenheiten, Warschau 2012 [pl, de]
  • POLEN HÖREN - Das erste deutschsprachige Polen-Hörbuch auf CD. Eine klingende Reise durch die polnische Kulturgeschichte von Mythen bis in die Gegenwart - mit zahlreichen Musikbeispielen. Silberfuchs-Verlag, 2010.
  • Schulze, Dieter: Polen - Der Süden. Mit Warschau und Posen, Dumont Köln 2003. 
  • Torbusz, Tomasz: Polen. Reisen zwischen Ostseeküste und Karpaten, Oder und Bug, Dumont Köln 2002.
  • Gawin, Izabella: Polen - Der Norden. Ostseeküste und Masuren, Dumont Köln 2002. 
  • Bingen, Dieter: Die Republik Polen, Bonn 1998.
  • Lipski, Jan Józef: Wir müssen uns alles sagen... Essays zur deutsch-polnischen Nachbarschaft, Warszawa 1996. 
  • Deutsche und Polen. 100 Schlüsselbegriffe, herausgegeben von E. Kobylinska, A. Lawaty, R. Stephan, München 1992.
  • Krzeminski, Adam: Polen im 20. Jahrhundert. Ein historischer Essay, München 1992. 
  • Dedecius, Karl: Zur Geschichte und Kultur Polens, Frankfurt/Main 1990. 
  • Hellmann, Manfred: Daten der polnischen Geschichte, München 1985.

Kinder und Jugend

  • Der Wähler 2.0. Junge Polen über Politik und Demokratie. Marta Galazka. In: Länderanalysen Polen Nr. 119 vom 15.1.2013. Download: http://www.laender-analysen.de/polen/pdf/PolenAnalysen119.pdf
  • Jugendbericht 2011 der polnischen Regierung. Download (in Englisch) hier ...
  • Jugendliche im Zeitalter der Globalisierung: eine vergleichende Pilotstudie in Ostdeutschland, Polen und Russland / Wilfried Schubarth, Andreas Seidel, Karsten Speck, Lech Salacinski (Hrsg.). - Potsdam: Universitätsverlag Potsdam, 2011. - 204 Seiten. https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/index/index/docId/5018
  • Wielkopolska. Mit der Jugendgruppe ins Herz von Polen (Infoflyer). Hessischer Jugendring (kostenlose Bestellung unter info[at]hessischer-jugendring.de)
  • Interview mit dem (zum damaligen Zeitpunkt amtierenden) polnischen Bildungsminister Prof. Dr. Handke über Jugendpolitik in Polen (aus: IJAB-Informationen 6/1999)
  • Polen. Land und junge Leute. DPJW/PNWM 1998.
  • Fatyga, B./Jonda, B./Kosela, K.: Jugendliche in Polen und in Deutschland auf dem Hintergrund der gesellschaftlichen Situation. Synopse ausgewählter Untersuchungen, DPJW 1997.
  • Marburger, H./Riesner, S. (Hrsg.): Jugend und deutsch-polnische Nachbarschaft. Bilder vom Anderen, Austausch- und Migrationserfahrung, grenzüberschreitende Projekte und Kooperation, IKO-Verlag, Frankfurt 1996.
  • Handrich, Thomas: Leitfaden für den deutsch-polnischen Jugendaustausch, IJBS/DPJW 1996.
  • Jugend und Wertewandel in Polen und der Bundesrepublik Deutschland, Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.), Juventa Verlag, Weinheim, München 1992.

Weitere Publikationen und Literaturtipps zum Thema Jugend beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk.

Links

poland.pl - offizielle Website der Republik Polen
www.portalpoint.info/de,materialy,19,69.html - Allensbachstudie 2011 zu den deutsch-polnischen Beziehungen

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Botschaften, Konsulate, Vertretungen

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
ul. Jazdów 12, 00-467 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 5841700, Fax:+48 22 5841739
Internet: http://www.warschau.diplo.de/Vertretung/warschau/de/Startseite.html 

Generalkonsulate
ul. Podwale 76, 50-449 WROC?AW
POLSKA
Fon: +48 71 3772700, Fax: +48 71 3424114
E-Mail: gk(at)kn.pl, Internet: www.breslau.diplo.de 

Al. Zwyci?stwa 23, 80-219 GDANSK
POLSKA
Fon: +48 58 3414366, Fax: +48 58 3418045
E-Mail: info(at)danz.diplo.de, Internet: www.danzig.diplo.de 

ul. Stolarska 7, PL-31-043 KRAKÓW
POLSKA
Fon: +48 12 4243000, Fax: +48 12 4243010
E-Mail: dt.gk-krakau(at)gmx.net, Internet: www.krakau.diplo.de 

Botschaft der Republik Polen
Lassenstr. 19-21, 14193 Berlin
Fon: 030 223130, Fax: 030 22313155
E-Mail: info(at)botschaft-polen.de, Internet: www.berlin.polemb.net 

Konsularabteilung (für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt)
Richard-Strauss-Str. 11, 14193 Berlin
Fon: 030 223130, Fax: 030 22313212

Generalkonsulate 
Lindenallee 7, 50968 Köln 
Fon: 0221 937300, Fax: 0221 343089 (für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland)

Gründgensstrasse 20, 22309 Hamburg
Fon: 040 6312091, Fax: 040 6325030 (für Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein)

Trufanowstrasse 25, 04105 Leipzig
Fon: 0341 5623300, Fax: 0341 5623333 (für Sachsen und Thüringen)

Ismaninger Str. 62a, 81675 München
Fon: 089 4186080, Fax: 089 471318 (für Bayern und Baden-Württemberg)

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Ministerien und andere staatliche Einrichtungen

Ministerium für Nationale Bildung und Sport (Ministerstwo Edukacji Narodowej i Sportu)
Al. Szucha 25, 00-918 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6 280461, Fax: +48 22 6 297241
E-Mail: minister(at)men.waw.pl, Internet: www.men.waw.pl 

Büro für akademische Anerkennung und internationalen Austausch (Biuro Uznawalno?ci Wykszta?cenia I Wymiany Mi?dzynarodowej
ul. Smolna 13, 00-375 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 826 74 34, Fax: +48 22 826 28 23
E-Mail: bwm(at)menis.gov.pl, Internet: www.buwiwm.edu.pl 

Ministerium für Kultur (Ministerstwo Kultury
Krakowskie Przedmiescie 15/17, 00-071 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6 200231
E-Mail: rzeczik(at)mk.gov.pl, Internet: www.mk.gov.pl 

Präsidentenkanzlei (Kancelaria Prezydenta RP)
ul. Wiejska 10, 00-902 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6952900
Internet: www.president.pl 

Institut für angewandte Sozialwissenschaften der Universität Warschau (Instytut Stosowanych Nauk Spo?ecznych Uniwersytetu Warszawskiego)
Nowy ?wiat 69, 00-927 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 8262184, Fax: +48 22 8268478
E-Mail: isns(at)isns.uw.edu.pl, Internet: http://www.isns.uw.edu.pl/ 

Deutsch-Polnisches Jugendwerk (Polsko-Niemiecka Wspó?praca M?odzie?y
ul. Alzacka 18, 03972 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 5188910, Fax: +48 22 6170448
E-Mail: biuro(at)pnwm.org, Internet: www.pnwm.org 

Friedhofsgasse 2, 14473 Potsdam
Fon: 0331 28479-0, Fax: 0331 295729
E-Mail: buero(at)dpjw.org, Internet: www.dpjw.org 

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Kulturelle Mittlereinrichtungen

Goethe-Institut Warschau
ul. Chmielna 13A, 00-021 WARSZAWA 
POLSKA 
Fon: +48 22 5059000, Fax: +48 22 5059010
E-Mail: info(at)warschau.goethe.org, Internet: www.goethe.de/ins/pl/war/deindex.htm 

Goethe-Institut Krakau
Rynek Glowny 20, 31-008 KRAKOW
POLSKA
Fon: +48 12 4225829, Fax: +48 12 4228276
E-Mail: info(at)krakau.goethe.org, Internet: www.goethe.de/ins/pl/kra/deindex.htm  

Polnisches Institut Berlin
Burgstraße 27, 10178 Berlin
Fon: 030 2475810, Fax: 030 24758130
E-Mail: berlin(at)instytutpolski.org, Internet: http://berlin.polnischekultur.de/

Polnisches Institut Düsseldorf
Citadellstr. 7, 40213 Düsseldorf
Fon: 0211 866960, Fax: 0211 8669620
E-Mail: info(at)pol-institut.de, Internet: http://www.polnisches-institut.de/ 

Polnisches Institut Leipzig
Markt 10, 04109 Leipzig
Fon: 0341 702610, Fax: 0341 7026127
E-Mail: leipzig(at)polnischekultur.de, Internet: http://leipzig.polnischekultur.de/

Deutsches Polen-Institut Darmstadt e.V.
Mathildenhöhweg 2, 64287 Darmstadt
Fon: 06151 4985-0 (Bibliothek, Archiv, Redaktion), 06151 4202-0 (Direktion, Geschäftsführung, Öffentlichkeitsarbeit), Fax: 06151 4985-10
E-Mail: kaluza(at)dpi-da.de, Internet: http://www.deutsches-polen-institut.de

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Jugend- und Sportverbände

Nationaler Polnischer Jugendrat (Polska Rada Organizacji M?odzie?owych, PROM)
ul. Mokotowska 43, 00-551 WARSZAWA
POLSKA
E-Mail: kontakt(at)prom.info.pl, Internet: http://www.prom.info.pl/ 

Schulsportverband (Szkolny Zwi?zek Sportowy
ul. Mokotowska 24, V p. lok. B, 00-561 WARSZAWA
POLSKA
Fon/Fax: +48 22 62185-93, -30
E-Mail: zgszs.warszawa(at)wp.pl, Internet: http://www.szs.pl/

Akademischer Sportverband (Akademicki Zwi?zek Sportowy
ul. Kredytowa 1A, 00-056 WARSZAWA
POLSKA
Fon/Fax: +48 22 8497136
E-Mail: zg(at)azs.pl, Internet: http://www.azs.pl 

Polnischer Pfadfinderverband (Zwi?zek Harcerstwa Polskiego
ul. Konopnickiej 6, 00-491 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6288921, Fax: +48 22 611757
E-Mail: sekretariat.gk(at)zhp.pl, Internet: http://www.zhp.pl/ 

Pfadfinderverband der Republik (Zwi?zek Harcerstwa Rzeczypospolitej)
ul. Litewska 11/13, 00-589 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 629-1239, 0717, Fax: +48 22 6292498
E-Mail: naczelnictwo(at)zhr.pl, Internet: www.zhr.pl (auf Polnisch)

Bund der Landjugend (Zwi?zek M?odzie?y Wiejskiej, ZMW
ul. Nowy ?wiat 19 lok. 17, 00-029 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 8 261168, Fax: +48 22 8264455
E-Mail: zkzmw(at)zmw.pl, Internet: www.zmw.pl

Katholischer Jugendverband (Katolickie Stowarzyszenie M?odzie?y)
ul. Miodowa 17/19, 00-246 WARSZAWA
POLSKA
Fon/Fax: +48 22 5317209
E-Mail: biuro(at)pkr.ksm.org.pl, Internet: http://www.ksm.org.pl
Kontakt Mitgliedsverbände: http://www.ksm.org.pl/kontakt/

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Einrichtungen und Träger der politischen und kulturellen Jugendbildung sowie der Jugendsozialarbeit

European Centre for Youth Cooperation (Europejskie Centrum Wspolpracy M?odzie?y; ECYC-ECWM)
Plac ?w. Katarzyny 9, 87-100 TORU?
POLSKA
Fon: +48 56 6522240, Fax: +48 56 6522241
E-Mail: ecwm(at)ecwm.org.pl, Internet: www.ecwm.org.pl

Jugendinformationszentren

Krajowe Biuro Eurodesk Polska
Fundacja Rozwoju Systemu Edukacji
ul. Mokotowska 43, I p., 00-551 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6226670, 4631450, Fax: +48 22 46310-25, -26
E-Mail: w.pater@eurodesk.pl, Internet: http://www.eurodesk.pl 

Polish Youth Card Association
(zuständig für die EURO 26)
ul. D?ugi Targ 11/12, 80-828 GDA?SK
POLSKA
Fon: +48 58 301-8811, -6322, Fax: +48 58 3018912
E-Mail: euro26(at)euro26.org.pl, Internet: http://euro26.org.pl 

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Jugendunterkünfte

Polnischer Jugendherbergsverband (Polskie Towarzystwo Schronisk Mlodziezowych)
ul. Mokotowska 14, 00-561 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 8498-128, -354, Fax: +48 22 8498-354
E-Mail: hostellingpol.ptsm(at)pro.onet.pl, Internet: http://www.ptsm.org.pl/

Polnische Gesellschaft für Tourismus und Landeserkundung (Polskie Towarzystwo Turystyczno-Krajoznawcze)
ul. Senatorska 11, 00-075 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6 223706, Fax: +48 22 6223708
Internet: www.pttk.pl 

Föderation Polnischer Begegnungsstätten (Federacja Polskich Domów Spotkan)
ul. Konopnickiej 6, 00-491 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 6289281-13
E-Mail: fpds(at)is.com.pl

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Einrichtungen und Organisationen der internationalen Jugendarbeit

Deutsch-Polnisches Jugendwerk (Polsko-Niemiecka Wspó?praca M?odzie?y
ul. Alzacka 18, 03972 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 5188910, Fax: +48 22 6170448
E-Mail: biuro(at)pnwm.org, Internet: www.pnwm.org 

Friedhofsgasse 2, 14473 Potsdam
Fon: 0331 28479-0, Fax: 0331 295729
E-Mail: buero(at)dpjw.org, Internet: www.dpjw.org 

Stiftung für die Entwicklung des Bildungssystems (Fundacja Rozwoju Systemu Edukacji)
Nationalagentur für das EU-Programm Erasmus+
Aleje Jerozolimskie 142A, 02-305 WARSZAWA
POLSKA
Fon: +48 22 4631080
E-Mail: mlodziez(at)mlodziez.org.pl, Internet: http://erasmusplus.org.pl/mlodziez/ http://www.mlodziez.org.pl/

Ostseesekretariat für Jugendangelegenheiten (Baltic Sea Secretariat for Youth Affairs)
c/o Landesjugendring Schleswig-Holstein
Ostseesekretariat für Jugendangelegenheiten
Holtenauer Str. 99, 24105 Kiel
Fon: 0431 8009847, Fax: 0431 8009841
E-Mail: info(at)balticsea-youth.org, Internet: http://www.balticsea-youth.org

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Notizzettel mit der Aufschrift "Impressum". Foto: stock.xchng - BSK
Notizzettel mit der Aufschrift "Impressum". Foto: stock.xchng - BSK

Impressum - Polen

Die Länderinfos zu POLEN wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit Marta Gebala und Sebastian Kraft

Letzte Aktualisierung: August 2014

Kontakt: dija(at)ijab.de