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Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Die Integration ausländischer Kinder und Jugendlicher nimmt einen sehr geringen, fast gar keinen Stellenwert im Rahmen der Jugendarbeit ein. 2009 waren in der Altersgruppe 15 - 29 Jahre folgende Zuwanderungen zu verzeichnen:

15 - 19 Jahre: 16 900, davon 8009 männlich, 8000 weiblich
20 - 24 Jahre: 38 400, davon 21 300 männlich, 17 100 weiblich
25 - 29 Jahre: 45 100, davon 26 600 männlich, 18 500 weiblich.

Der größte Anteil der zugewanderten Jugendlichen stammte aus: Tadschikistan (4566), Usbekistan (4212), Armenien (3164), der Ukraine (3055) und Aserbaidshan (2484). 2439 zugewanderte Jugendliche zwischen 15 und 29 Jahren konnten keine Papiere vorweisen oder waren staatenlos.
(Quelle: Aus dem Bericht "???????? ? ??????. 2010" auf http://www.gks.ru, Zugriff 26.3.12)

Von staatlicher Seite wurden Gesetze über Flüchtlinge und gewaltsam vertriebene Migrant(inn)en verabschiedet, die sozial Benachteiligten - vor allem Flüchtlingskindern allein erziehender Mütter und Großfamilien - helfen sollen.

Links
www.laender-analysen.de/dlcounter/dlcounter.php?url=../russland/pdf/Russlandanalysen236.pdf - Beitrag von Olga Vendina zur Ethnisierung der Migrationsprozesse in Russland. In: Russland-Analysen, März 2012. Insbesondere verweist Vendina auf die Verschiebung der Struktur der Immigration von ethnisch motivierter Immigration (Rückführung ethnischer Russen) hin zu einer ethnischen Immigration im Sinne der Zusammensetzung der Migranten und die Wahrnehmung der ethnischen Migration als Bedrohung der gesellschaftlichen Sicherheit.
http://kremlin.ru/acts/15635 - Konzept für die staatliche Migrationspolitik der Russischen Föderation bis 2025
www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/57819/russische-foederation - Dossier 'Migration' Russische Föderation der Bundeszentrale für politische Bildung
www.e-politik.de/wissenswerte/migration/ - WissensWerte – Infografiken 'Migration'

Jugendsozialarbeit und Hilfen für Kinder

Das soziale System in der Russischen Föderation befindet sich im Umbruch beziehungsweise im Aufbau und orientiert sich dabei stark an westlichen Modellen. Im Mittelpunkt stehen die Überwindung der Armut und die Unterstützung sozial schwacher Gruppen wie Kinder, Jugendliche, Frauen, Familien mit Kindern. Sozialarbeiter sollen dabei helfen, dieses neue Sozialsystem mitzugestalten. Dafür wurde 1992 der Studiengang Sozialpädagogik an Hochschuleinrichtungen geschaffen. 

Derzeit gibt es etwa 650 Universitäten und Hochschulen, an denen Sozialpädagogik gelehrt wird. Inzwischen haben über 9 000 Absolventen ihr Studium abgeschlossen. Vorher gab es so genannte Crash-Kurse für Pädagogen zum Sozialpädagogen. In diesem Bereich bestehen Kontakte zwischen russischen und deutschen Einrichtungen, wie zum Beispiel zwischen Partnern in Novosibirsk und der Fachhochschule Siegen, der Staatlichen Pädagogischen Universität Tula und Partnern in Villingen-Schwenningen. Russische Einrichtungen sind sehr stark an fachlichen Kontakten im Bereich der Sozialarbeit interessiert.

2003 waren über 1750 so genannte soziale Dienste tätig. Sie leisten in erster Linie sozial-psychologische Hilfe für Kinder und Jugendliche, helfen und beraten bei der Berufsorientierung und sind im Bereich der Familienhilfe und der Rechtshilfeberatung tätig. Beispielhaft für die Arbeit der Jugendsozialdienste sei die Habarovsker Region genannt, wo die Jugendhilfepraxis sich mit enormem Tempo entwickelt, was nicht in ganz Russland der Fall ist.

Wichtige Themen im Rahmen der Jugendsozialarbeit sind für russische Fachkräfte:

  • Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen 
  • Mädchensozialarbeit 
  • Straßensozialarbeit 
  • Jugendberufshilfe 
  • Mobile Jugendarbeit 
  • Jugendwohnen 

Relevante Adressen findet man unter Einrichtungen und Träger der politischen Jugendbildung sowie der Jugendsozialarbeit unter Weiterführendes.

Link
www.detskiedomiki.ru/guide/child/ - Website des Projektes "Detskie domiki (Kinderhäuser)" mit Informationen zu Wohlfahrtsverbänden im Kinder- und Jugendbereich, zu Einrichtungen der In-Obhutnahme, Waisenhäusern sowie Kinderheimen

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