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Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen - Russland

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in Russland. Mehr lesen unter 

Relevante Gesetze

Der Begriff der staatlichen Jugendpolitik wurde 1991 in der Russischen Föderation eingeführt. Die staatliche Jugendpolitik bezieht die Altersgruppe der 14- bis 30-Jährigen ein. Auf regionaler Ebene liegen lokale gesetzliche Regelungen vor, da in einigen Republiken schon Zehnjährige beziehungsweise auch 35-Jährige unter den Begriff der Jugendlichen gefasst werden.

Ein Kinder- und Jugendhilfegesetz, wie es in der Bundesrepublik Deutschland vorliegt, gibt es in der Russischen Föderation noch nicht.

Gesetzliche Grundlagen für die Umsetzung der staatlichen Jugendpolitik und die Arbeit der Kinder- und Jugendorganisationen, sind:

  • Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation über vorrangige Maßnahmen im Bereich der staatlichen Jugendpolitik (vom September 1992) 
  • Beschluss des Obersten Sowjets der Russischen Föderation über die grundlegenden Ausrichtungen der staatlichen Jugendpolitik (vom Juni 1993) 
  • Gesetz über öffentliche Verbände (vom April 1995) 
  • Gesetz über die staatliche Förderung von Kinder- und Jugendverbänden (vom Mai 1995) 
  • Gesetz über Wohlfahrtstätigkeit und Wohlfahrtsverbände (vom Juli 1995) 
  • Gesetz über nichtkommerzielle Organisationen (vom Dezember 1995) 
  • Gesetz über die Ergänzungen zu ausgewählten gesetzlichen Grundlagen (Gesetz über Nichtregierungsorganisationen, Januar 2006). 
  • Erlass des Präsidenten über die System- und Strukturfragen der föderalen Organe der Exekutive (vom 12. Mai 2008) - Schaffung des Ministeriums für Sport, Tourismus und Jugendpolitik 
  • Regierungsverordnung über die Föderale Agentur für Jugend (vom 29. Mai 2008) 

Außerdem haben die Regionen Gesetze über die staatliche Jugendpolitik erlassen.

Der Familienkodex der Russischen Föderation vom Dezember 1995 sichert die Rechte von Kindern und Familien (Internetdokument in Russisch).

Eine Gesamtübersicht aller kinder-, jugend- und familienrelevanten Gesetze und Beschlüsse (etwa 140) ist verfügbar unter http://detirossii.narod.ru/Zakond.htm (Internetdokument in Russisch).

Mitte 2002 wurde das Gesetz über den Zivildienst als Alternative für den Militärdienst verabschiedet.

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Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Schuleintrittsalter: 5 Jahre

Volljährigkeit: 18 Jahre

Wahlrecht: 18 Jahre

Recht auf Erlangung eines Führerscheins: 18 Jahre (für Auto)

Wehrpflicht: 18 Jahre

Erwerb von Alkohol: 21 Jahre

Recht auf Kandidatur: 21 Jahre

Link
http://wiki.crin.org/mediawiki/index.php?title=Russian_Federation - Wiki zu Kinderrechten in Russland

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Finanzierung

Staatliche nationale Förderung

Ein Kinder- und Jugendplan, der wie in der Bundesrepublik Deutschland die Förderung der Jugendarbeit regelt, existiert in der Russischen Föderation nicht. Die staatlichen Zuschüsse für die Jugendförderung beziehungsweise für Kinder- und Jugendprogramme werden über die Föderale Agentur für Jugend verwaltet und vergeben. Hier gibt es regelmäßig Ausschreibungen, auf die sich Kinder- und Jugendorganisationen bewerben können. Mehr Informationen (in Russisch) dazu auf der Webseite der Föderalen Agentur für Jugend.

Gemäß dem Gesetz über die Staatliche Unterstützung von nichtstaatlichen Kinder- und Jugendorganisationen wurde 2003 ein Föderationsregister eingerichtet, wo sich nichtstaatliche Kinder- und Jugendorganisationen, die einen Anspruch auf staatliche Förderung haben, registrieren können.

Die Aufgabe der Förderung liegt weitgehend bei den Regionen. 99 % der regionalen Förderung kommen aus dem Haushalt der Regionen. Regionen, denen es wirtschaftlich gut geht (Nizhnij Novgorod, Tjumen, Jakutsker Gebiet), stellen weit mehr Geld für die Jugendförderung zur Verfügung als wirtschaftlich schwächere Regionen. 

Private und sonstige Finanzierungsquellen

In der Russischen Föderation gibt es keine relevanten privaten russischen Stiftungen. Wichtige Stiftungen, die die Bereitstellung von Geldern im Bereich der Jugendförderung in der Russischen Föderation übernehmen, sind US-amerikanische oder westeuropäische Stiftungen, zum Beispiel das Open Society Institute and Soros Foundations NetworkEurasia Foundation, die Charles Stuart Mott FoundationWorld LearningSamuel Rubin Foundation, Foundation Center.

Eine andere Geldquelle für Kinder- und Jugendarbeit ist die Bereitstellung von Finanzmitteln durch Geschäftsleute, die damit ihr Ansehen im Bereich der Wohlfahrt erhöhen wollen, deren Interessen aber meist nur von kurzfristiger Dauer sind, weil sie etwa ein bestimmtes Projekt interessiert und sie es deshalb unterstützen. Steuervorteile spielen hier für die Geschäftsleute auch eine bedeutende Rolle. Ebenso werden ausländische Unternehmen, die in der Russischen Föderation angesiedelt sind, als Geldgeber in Betracht gezogen. Die Möglichkeiten in diesem Bereich schöpfen die russischen Kinder- und Jugendorganisationen und -verbände aber bisher nicht voll aus.

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Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft (???????????? ??????????? ? ????? ?????????? ?????????, ??????????? ??????) wurde mit dem Regierungswechsel 2012 die Föderale Agentur für Jugend (??????????? ????????? ?? ????? ????????, ???????????, ????) nachgeordnet. Diese war bis dato dem Ministerium für Sport, Tourismus und Jugendpolitik (ab 2012: Ministerium für Sport) unterstellt. Die Agentur ist für die Umsetzung der Jugendpolitik in Russland zuständig. Im Bereich der internationalen jugendpolitischen Zusammenarbeit trägt die Agentur die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung von Fachprogrammen und Veranstaltungen zur Umsetzung von Abkommen und Vereinbarungen. Leiter der Föderalen Agentur für Jugend (seit März 2017): Alexandr Bugaev.

Die für Jugendpolitik zuständige Abteilung im Bildungsministerium ist die Abteilung für staatliche Politik der Erziehung von Kindern und Jugendlichen (??????????? ??????????????? ???????? ? ????? ?????????? ????? ? ????????).

Weitere ministerielle Einrichtungen, die sich mit Kinder- und Jugendfragen beschäftigen, sind: 

In der Russischen Föderation gibt es jeweils auf der Ebene der Republiken, der Regionen und Gebiete, der Bezirke sowie auf der Ebene der Städte und Kreise Einrichtungen (Ministerien, Ämter, Abteilungen, Ausschüsse etc.), die für Jugendfragen zuständig sind.

Weitere Informationen zu staatlichen Strukturen und Akteuren in der Russischen Föderation

Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Der 1992 gegründete Russische Nationale Jugendrat koordiniert als Dachverband die Aktivitäten der Kinder- und Jugendorganisationen Russlands. Ende 2002 umfasste er 72 Mitgliedsorganisationen. Dabei handelt es sich um föderale Organisationen und regionale Koordinierungszentren. Jede Organisation ist mit einer Stimme vertreten. Der Nationale Jugendrat ist Mitglied im Europäischen Jugendforum. Der Russische Nationale Jugendrat entspricht in seinem Status etwa dem Deutschen Bundesjugendring (DBJR).

Der Russische Jugendverband als Nachfolgeverband des Komsomol unterstützt den Nationalen Jugendrat durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und die Nutzung von Telefon und Fax. Der Mitgliedsbeitrag der Mitgliedsorganisationen des Nationalen Jugendrates liegt bei 100 US-Dollar pro Jahr; was für viele nicht wenig ist.

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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

2000 wurde zur besseren Koordination der Jugendpolitik eine Regierungskommission für Jugendfragen gebildet, der Vertreter betroffener Ministerien und föderaler Kommissionen, Abgeordnete der Duma und der russischen Regionen sowie Mitarbeiter von gesellschaftlichen Jugendvereinigungen angehören.

Beim Präsidenten der Russischen Föderation ist die Position des Bevollmächtigten für die Rechte des Kindes (?????????????? ??? ?????????? ?? ?? ?????? ???????) angesiedelt. Seit Ende 2009 hat Pavel Astachov den Posten inne.

Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Im Juni 1993 wurde der Beschluss zu den Hauptrichtlinien der staatlichen Jugendpolitik in der Russischen Föderation ratifiziert. Diese sind: 

  • die Rechte der jungen Leute zu sichern, 
  • jungen Leuten Garantien im Arbeits- und Beschäftigungsbereich zu geben, 
  • unternehmerische und landwirtschaftliche Aktivitäten von jungen Leuten zu unterstützen, 
  • jungen Familien staatliche Unterstützung zu gewähren, 
  • talentierte junge Leute zu unterstützen, 
  • Bedingungen für die physische und geistige Entwicklung junger Leute zu schaffen, 
  • die Arbeit von Kinder- und Jugendverbänden zu unterstützen, 
  • internationalen Austausch zu entwickeln.

Ende 2006 wurde die Strategie der staatlichen Jugendpolitik in der Russischen Föderation verabschiedet, die bis 2016 Gültigkeit hatte. Sie bestimmte den Umfang der vorrangigen Maßnahmen im Jugendbereich, die vor allem auf die Zielgruppe der 14- bis 30-Jährigen ausgerichtet waren. Dazu gehörten auch Jugendliche in schwierigen Lebenslagen und junge Familien.

Im November 2014 hat die russische Regierung die Strategie der staatlichen Jugendpolitik bis 2025 angenommen.

Föderale Programme zur Umsetzung der staatlichen Jugendpolitik:

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Jugendverbandsarbeit

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit

Der Komsomol, die Jugendorganisation der Sowjetunion, hat sich auf Unionsebene Ende 1991 aufgelöst. Die regionalen Organisationen folgten darauf. Mit dem Gesetz des Obersten Sowjets der UdSSR über freie Träger von 1991 schossen Nichtregierungsorganisationen  (NGOs; Non Governmental Organizations) wie Pilze aus dem Boden.

Die NGOs in der Russischen Föderation sind daher noch sehr jung, bilden aber im heutigen Russland bereits einen relativ unabhängigen Sektor. Freie Träger werden auch als gesellschaftliche Organisationen bezeichnet.

Genaue Zahlen der in der Russischen Föderation tätigen Kinder- und Jugendorganisationen liegen nicht vor. Die Mehrzahl der Organisationen ist in Großstädten wie Moskau, St. Petersburg, Novosibirsk, Jekaterinburg und Nizhnij Novgorod sowie Städten wie Krasnodar, Voronezh und Irkutsk angesiedelt. In Moskau sind die meisten Organisationen registriert. 2003 wurde ein Föderationsregister der Kinder- und Jugendorganisationen, die einen Anspruch auf staatliche Förderung haben (??????????? ?????? ?????????? ? ??????? ???????????? ???????????, ???????????? ??????????????? ??????????), eingerichtet. Im Mai 2011 waren als landesweit tätig neun Jugendorganisationen und eine Kinderorganisation registriert. Als international tätige Jugendorganisation war die Gemeinschaft der Studierenden- und Jugendorganisationen (??????????? ???????????? ??????????? ? ????????) im Register eingetragen.

Der Organisationsgrad der Kinder und Jugendlichen in den Kinder- und Jugendorganisationen reicht von weniger als 100 Mitgliedern bis hin zu über eine Million Mitgliedern. Die Altersstruktur der Mitglieder bewegt sich zwischen acht und 35 Jahren je nach Art der Organisation. In einigen Regionen wurde die Altersgrenze für Jugendliche auf 35 Jahre festgesetzt.

Das Verbandswesen umfasst in seiner Vielfalt:

  • Organisationen, die im Umweltschutzbereich tätig sind, 
  • Organisationen, die sich dem Kinder- und Jugendschutz verschrieben haben, 
  • Organisationen zur Förderung und Stärkung des Patriotismus unter Kindern und Jugendlichen, 
  • Organisationen im Wohlfahrtsbereich, 
  • studentische Vereinigungen in den Bereichen Sport, Gewerkschaft, politische Bildung, Förderung der europäischen Zusammenarbeit, Wirtschaft, 
  • Sportorganisationen, 
  • Organisationen zur Förderung der Landjugend, 
  • Pfadfinderorganisationen und 
  • Organisationen zur Förderung des Jungunternehmertums. 

Das Spektrum politischer Jugendverbände und -organisationen reicht von rechtsradikalen und nationalistischen Gruppen über linksradikale und kommunistische Organisationen, liberale, an westlichen Demokratiemodellen orientierte Gruppierungen bis hin zu vom Kreml initiierten oder ihm loyalen Organisationen.

Die am häufigsten gewählte Form einer Nichtregierungsorganisation ist der Verband. Die meisten Nichtregierungsorganisationen haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen: Finanzmangel, niedrige oder unregelmäßig gezahlte Gehälter für Angestellte, Managementprobleme und fehlende Mittel für Öffentlichkeitsarbeit. Viele Nichtregierungsorganisationen arbeiten mit ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Links
www.fadm.gov.ru/upload/iblock/54b/mol-org2010.PDF - Umfrage der Stiftung FOM zum Bekanntsheitgrad und den Symphatie-/Antipathiewerten politischer Jugendverbände und -organisationen in Russland vom Februar 2010
www.kultura-rus.uni-bremen.de/kultura_dokumente/ausgaben/deutsch/kultura-2008-05.pdf - Artikel von Darja Dimke zu Kinderorganisationen im modernen Russland sowie einer Chronik von Kinderorganisationen von Christine Gölz. In: Kulturanalysen Russland, Ausgabe 5/2008.

Überregionale Jugendverbände

Im Föderalen Register der Kinder- und Jugendorganisationen, die staatliche Fördermittel erhalten, sind derzeit (August 2015) 12 Organisationen registriert:

  • der Russische Jugendverband (?????????? ???? ????????),
  • die Russischen Studentengruppen (?????????? ???????????? ??????),
  • der Allrussische Verband studentischer Rettungs- und Notfalleinsatzkräfte (????????????? ???????????? ?????? ??????????), 
  • der Russische Jugendsportverband (?????????? ?????????? ???? ????????),
  • die Kinderorganisation "Die Intelligenz von morgen" (????????? ????????),
  • die Nationale Organisation der Pfadfinderbewegung Russlands (???????????? ??????????? ?????????? ???????? ??????),
  • der Allrussische Studentenverband (????????????? ???????????? ????),
  • der Verband der jungen Studenten des Russischen Jugendverbands 'Gemeinschaft'(?????????? ???????? ???????? ??????????? ????? ???????? «???????????»),
  • die Bewegung 'Junges Russland' (?????????????? ???????????? ???????? «?????? ???????»),
  • der Russische Verband der Landjugend (?????????? ???? ???????? ????????),
  • der Verband der Studenten und Studentenvereinigungen Russlands (?????????? ????????? ? ???????????? ??????????? ??????),
  • der Gesamtrussische Internationale Jugendverband (????????????? ??????????????? ???? ????????).

(Quelle: Föderale Agentur für Jugend, letzter Zugriff 13.8.15)

Link
www.laender-analysen.de/russland/pdf/RusslandAnalysen284.pdf - Ausgabe Nr. 284 Russland-Analysen vom 24.10.14 mit Beiträgen von Pavel Chikov zu 'Zivilgesellschaft und Staat in Russland' und von Jens Siegert zu 'NGO's in Russland' (Letzter Zugriff 31.10.14)

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Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche

Die Russische Orthodoxe Kirche hat als wichtigste Aufgabe in der gegenwärtigen Zeit den Religionsunterricht bezeichnet. Aktuell sind die Sonntagsschulen das am weitesten verbreitete Mittel. Die Schulen werden in Gemeinden oder von orthodoxen Bruderschaften organisiert.

Aufgabe der orthodoxen Sonntagsschulen sind Bildung, Erziehung und Religionsunterricht für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinden. Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Ausschmückung der Kirchen, in die Vorbereitung von kirchlichen Feiertagen oder in Dienste in der Gemeinde mit einbezogen. In jeder Diözese gibt es eine Abteilung für Jugendfragen. Ebenso sieht die Orthodoxe Kirche ihre Aufgabe in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Kinderheimen, Gefängnissen, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen (sozial-adaptive Zentren), um mit ihnen zu sprechen, zu spielen, spazieren zu gehen.
(Quelle: Gleb Grosowskij. Mein Leben in Russland. In: Ost-West Europäische Perspektiven, 6. Jahrgang 2005, Heft 1, 17-22) 

Für russische Kinder werden Sonntags-, Gemeinde- und Klosterschulen, orthodoxe Kindergärten und orthodoxe Gruppen in staatlichen Kindergärten geschaffen. Es funktionieren vierzig orthodoxe allgemein bildende Schulen und Gymnasien, zwei orthodoxe Universitäten und eine Hochschule für kirchliche Journalistik. Auch die Anhänger der nichtchristlichen Glaubenslehren, darunter Moslems, Juden und andere, verfügen über Schulen für geistliche Erziehung der heranwachsenden Generation.
(Quelle: www.russische-botschaft.de, letzter Zugriff 30.10.07)

Artikel zur Rolle des Orthodoxen Religionsunterrrichts in der Schule sowie zur Orthodoxen Subkultur in Russland in kultura 2/2009 des Publikationsreferats der Forschungsstelle Osteuropa: www.kultura-rus.de/kultura_dokumente/ausgaben/deutsch/kultura-2009-02.pdf 

Beitrag zum Thema "Jugendliche und Glaube in Russland": http://www.goethe.de/ins/ru/lp/prj/drj/leb/all/de4448123.htm (letzter Zugriff 16.6.09)

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Jugendinformation

Strukturen der Jugendinformation

Jugendinformationszentren in der Russischen Föderation gibt es auf regionaler (rund 62) und lokaler Ebene (mehr als 100). Die Informationszentren decken oft ein viel größeres Spektrum an Themen und Angeboten ab als zum Beispiel die Jugendinformationszentren für Jugendliche in Deutschland.

Wie aus der nachfolgenden Karte ersichtlich wird, befinden sich die meisten davon im zentralen beziehungsweise westlichen Teil des Landes. Die Verteilung entspricht in etwa der Konzentration der wichtigsten Wissenschafts- und Informationszentren des Landes.

(Quelle: Lage und Perspektiven zur Gewährleistung von Informationen für junge Leute, der staatlichen Jugendpolitik, der Erziehung und des sozialen Schutzes von Kindern, Departament für staatliche Jugendpolitik, Moskau, 2005, in russischer Sprache)

Rund 16 gesetzliche Grundlagen definieren die Informationsarbeit, unter anderem das Föderale Gesetz über Information, Informatisierung und Schutz der Information vom 25. Januar 1995, verschiedene Erlasse des Präsidenten, das Föderale Programm „Elektronisches Russland 2002-2010“ sowie weitere Dokumente.

Das Departament für staatliche Jugendpolitik in Moskau betont in seinem Papier zu Lage und Perspektiven der Informationspolitik für Jugendliche (2005) die Schaffung von Informationsressourcen wie zum Beispiel einen Jugendkanal im Fernsehen, ein interaktives Jugendportal im Internet sowie Printmedien, die sich an ein jugendliches Publikum beziehungsweise an Jugendarbeiter/-innen richten. Dabei setzt das Departament auf zwei Schwerpunkte:
- Informationen zu den Hauptausrichtungen der staatlichen Jugendpolitik, Erziehung und dem sozialen Schutz von Kindern, die sich an ein breites, insbesondere jugendliches, Publikum richten.
- Informationen über die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, die sich an die Vertreter/-innen der administrativen Ebene und Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe richten (statistische Daten, Beiträge aus der Jugendforschung, staatliche Vorträge über die Lage der Jugend und die Umsetzung der Jugendpolitik etc.).

Ein nationales, von der Regierung oder dem Nationalen Jugendverband initiiertes Jugendportal gibt es bisher nicht. Es gibt sehr viele internetbasierte Jugendinformationsangebote. Siehe dazu auch die nachfolgende Auswahl von Links:

www.youthcentre.ru - Website des Jugendinformationszentrum MIZ in St. Petersburg 
www.pushkinlib.spb.ru/center.html - Informationszentrum für Menschenrechte in der Zentralen Städtischen Puschkin-Kinderbibliothek
www.ynpress.ru - Portal Junge Press (JUNPRESS)
www.molod.net - Jugendportal der Stadt Kemerovo
www.mykotlas.ru - Jugendportal der Stadt Kotlas
www.molsm.ru - Jugendportal „Das jugendliche Smolensk“
http://molarh.ru/ - Jugendinformationsportal der Region Archangelsk
http://vsesvoi.ru/ - Jugendinformationsportal der Region Perm
www.timolod.ru/ - Jugendinformationsportal der Stadt Nowosibirsk
http://moi-portal.ru/- Jugendinformationsportal der Stadt und der Region Tjumen
www.forma01.ru/ - Jugendinformationsportal der Republik Adygeja (Nordkaukasus)

Internationale Kooperationen

Das Jugendinformationszentrum in St. Petersburg ist offizieller russischer Partner der Europäischen Jugendinformations- und -beratungsagentur ERYICA.

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Impressum - Russland

Notizzettel mit der Aufschrift "Impressum". Foto: stock.xchng - BSK
Notizzettel mit der Aufschrift "Impressum". Foto: stock.xchng - BSK

Die Länderinfos zu RUSSLAND wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Letzte Aktualisierung: laufend

Kontakt: dija(at)ijab.de