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Zentrale Einrichtungen

Die Kompetenzen für die nationale und internationale Jugendarbeit liegen bei den jeweiligen Kantonen, die allerdings sehr unterschiedliche Angebote für Jugendliche machen. Das einzige Gesetz auf Bundesebene ist ein Rahmengesetz zur Förderung der Jugendpartizipation. Dieses Rahmengesetz ist nicht sehr weitreichend, und viele Jugendverbände wünschen sich eine nationale Verankerung des Gesetzes. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV, www.sajv.ch) lanciert mit anderen Partnern einen Prozess zu einem neuen Rahmengesetz, das national verankert sein soll, um die großen bestehenden Unterschiede (und Ungerechtigkeiten) zwischen den Kantonen zu nivellieren. Außerdem befasst sich eine außerparlamentarische Kommission mit dem Thema internationale Jugendarbeit. Aktuelle Themen in der internationalen Jugendarbeit sind zurzeit: europäische Kooperation, europäische Debatte, Jugend und Entwicklungszusammenarbeit, Jugend und die UNO (Partizipation und Peer-Sensibilisierung), Partizipation unter multikulturellem Gesichtspunkt.

Wichtigster Ansprechpartner für die internationale Jugendarbeit ist – neben den einzelnen Kantonsregierungen – die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Die Vertretung der Interessen von Jugendverbänden und Jugendlichen in internationalen Gremien und bei internationalen Anlässen liegt zu großen Teilen in ihrer Verantwortung. Die Internationale Kommission (Interko) kümmert sich um die internationale Arbeit und die Vertretung der SAJV in verschiedenen Institutionen auf nationaler und europäischer Ebene. Eine ständige Aufgabe ist es, die SAJV in den Partnerorganisationen zu vertreten und die Kontakte zu pflegen.

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Zusammenarbeit mit Deutschland

Insgesamt sind die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland sehr eng. Es findet ein intensiver grenzüberschreitender Austausch auf politischem, wirtschaftlichem, sozialem, wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet statt. Es gibt jedoch keine besonderen Abkommen zwischen der Schweiz und Deutschland im Bereich Jugend.

Arbeit
Wer in der Schweiz seine Ausbildung machen oder arbeiten möchte, sollte sich zuvor über die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen informieren. Seit 2002 gilt auch in der Schweiz das Freizügigkeitsabkommen, das Angehörigen der EU und Schweizer(inne)n den Zugang zum Arbeits- und Dienstleistungsmarkt des Vertragspartners ermöglicht. Genauere Auskünfte erteilt das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (www.sbfi.admin.ch).

Weitere Internetseiten, die über das Thema informieren, sind die Seiten des Bundesamtes für Migration (www.bfm.admin.ch//bfm/de/home.html) und das europäische Portal zur beruflichen Mobilität EURES (https://ec.europa.eu/eures/page/homepage?lang=de).

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Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (www.sajv.ch) vertritt die Schweiz auf europäischer Ebene und auf der europäiaschen Plattform von nationalen Jugenddachverbänden und internationalen Jugendorganisationen, dem Europäischen Jugendforum (EYF, www.youthforum.org).

BBC+ steht für Bodensee-Benelux-Cooperation und bezeichnet eine regionale Kooperation zwischen der Schweiz, Deutschland, Österreich, Slowakei, Niederlande, England, Irland und Luxemburg. Ziel ist es, in zwei Sitzungen pro Jahr die gemeinsame Politik im Rahmen des europäischen Dachverbandes Youth Forum Jeunesse festzulegen. Die Mitglieder tauschen sich über gegenwärtige Projekte aus, diskutieren über aktuelle Themen und Probleme und verwirklichen multilaterale Projekte. Mehr Informationen zum BBC+: www.d-n-k.org/regional-colaboration+M52087573ab0.html

Ostprojekt ist das Regionalprogramm "Jugend" der Abteilung Ostzusammenarbeit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und wird ebenfalls von der SAJV umgesetzt. Ostprojekt unterstützt Jugendprojekte, welche partizipativ organisiert und umgesetzt werden. Dazu kann eine Förderung in Höhe von bis zu 10.000 CHF vergeben werden. Ostprojekt unterstützt Projekte in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Serbien, Moldau und Montenegro. Mehr Informationen zu dem Ostprojekt unter www.sajv.ch/de/projekte/ostprojekt.

Der Europarat, in dem die Schweiz seit 1963 Mitglied ist, stellt für die Schweiz ein wichtiges Forum für die internationale Zusammenarbeit in der Kinder- und Jugendpolitik dar. Die Schweiz hat eine Ständige Vertretung beim Europarat (www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/intorg/euroc/mistr.html).

2001 hat die Europäische Union (EU) das Weißbuch Jugend mit dem Titel Neuer Schwung für die Jugend Europas herausgegeben. Das Weißbuch ist eine wichtige Grundlage für die Jugendpolitik der EU und auch für die Schweiz von Bedeutung, obwohl sie nicht Mitglied der EU ist. Das Weißbuch Jugend hier als PDF.

Auch die UNO hat die Jugendpolitik in der Schweiz beeinflusst. 1997 ratifizierte die Schweiz als eines der letzten Länder die Kinderrechtskonvention mit fünf Vorbehalten, weil konservative Kreise aus Angst vor einer Unterwanderung der Elternrechte und der Bedrohung der Familie sich gegen die Konvention gestellt hatten. Neben weiteren Mitgliedstaaten entsendet auch die Schweiz Jugendvertreter/-innen (youth delegates oder youth reps, www.sajv.ch/de/projekte/youth-rep) in ihren Delegationen zur UNO-Generalversammlung. Sie setzen sich intensiv mit Themen der schweizerischen internationalen Zusammenarbeit auseinander und erarbeiten Positionen für eine internationale Jugendpolitik. Gemeinsam mit Vertretern des EDA und der SAJV bereiten sie sich für die UNO-Generalversammlung und andere UNO-Gremien vor. Sie arbeiten auch mit den Youth Reps anderer Länder zusammen und nehmen an diversen internationalen Anlässen teil. Weiter sensibilisieren sie andere Jugendliche für Fragen der internationalen Jugendpolitik und informieren eine breite Öffentlichkeit über ihre Tätigkeiten und Erfahrungen.

Die von der UNESCO erarbeiteten Grundlagen für Jugendarbeit sind die älteste Quelle für die Bemühungen der Schweizer Regierungen im Bereich der außerschulischen Jugendarbeit. (Quelle: Frossard, Stanislas. Entstehung und Entwicklung der Jugendpolitik in den Kantonen, Chavannes-près-Renens, 2003)

Schweizerische UNESCO-Kommission: www.unesco.ch

Die Schweiz ist Mitglied in der Internationalen Organisation für Frankophonie (Organisation Internationale de la Francophonie, OIF: www.francophonie.org) und im Rat der französischsprachigen Jugend (Conseil International de la Jeunesse Fran-cophone, CIJEF: www.jeunesse.francophonie.org).

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Mobilität

Die Schweiz ist Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA). Zur Zeit gibt es keine Vergünstigungen mit der European Youth Card in der Schweiz.

Im europäischen Programm Erasmus+ JUGEND IN AKTION ist die Schweiz seit 2014 Partnerland und musste ihren Status als Programmland abgeben. Hintergrund ist, dass mit der Volksabstimmung "Gegen Masseneinwanderung" am 9. Februar 2014 in der Schweiz der Grundsatz des freien Personenverkehrs in Frage gestellt wurde. Nachdem seither die ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit als Nationalagentur die Umsetzung des Programms übernommen hatte, ist seit dem 1. Januar 2017 die neu gegründete Schweizer Agentur Movetia für die Umsetzung des nationalen Parallelangebotes zu Erasmus+ verantwortlich.

Im November 2017 hat der Schweizer Nationalrat entschieden, die bestehende Schweizer Lösung als Ersatz des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ drei weitere Jahre fortzuführen und die dafür notwendigen finanziellen Mittel wurden ausgesprochen. Gleichzeitig wurden die Verhandlungen mit dem Ziel der Vollassoziierung an Erasmus+ ab 2021 wieder aufgenommen.

Weitere Informationen zur Schweiz für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/CH_de

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