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Partizipation und Citizenship

Politische Bildung
Freiwilliges Engagement

Politische Bildung

Erste Jungparteien, in denen sich schweizer Jugendliche politisch beteiligten, wurden 1929 mit der Liberalen Jugend der Schweiz und 1931 mit dem Bund der Schweizer Jungkonservativen gegründet.

Die Jugendsession (www.jugendsession.ch) ist im weitesten Sinne ein Projekt zur Förderung der (politischen) Partizipation von Jugendlichen. Die Projektleitung liegt bei der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV, www.sajv.ch). Sie will den Jugendlichen in der Schweiz Gehör verschaffen und auf jugendpolitische Anliegen aufmerksam machen, aber auch die Meinungen der Jugendlichen zu anderen Themen in die Alltagspolitik einbringen. Die jährlich stattfindende, dreitägige Veranstaltung in Bern ist den Sitzungen des schweizerischen Parlaments nachempfunden. Die 200 jugendlichen Teilnehmer/-innen im Alter von 14 bis 21 Jahren (ebenso viele wie es "echte" Nationalräte, zu deutsch: Abgeordnete, gibt) führen eine politische Debatte zu bestimmten Themen durch und beenden die Sitzung mit der Verabschiedung einer Petition, die jeweils den National- oder Ständeratspräsidenten/-präsidentin übergeben wird. Nach der Übergabe der Petition an das Parlament tritt die Gruppe Forum Jugendsession in Aktion. Sie hat zum Ziel, durch Kontakte mit den relevanten Behörden und politisches Lobbying die Umsetzung der eingereichten Petitionen zu erreichen. Organisiert wird die Jugendsession von einem Organisationskomitee ehrenamtlich arbeitender Jugendlicher. Die Jugendsession wird finanziell vom Bund unterstützt. Über Inhalte entscheiden Organisationskomitee und Forum Jugendsession gemeinsam - unabhängig von Bundesstellen werden also die Themen von Jugendlichen fixiert. Ansprechpartnerin für die inhaltliche Umsetzung ist die Eidgenössische Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ, siehe Kinder- und Jugendpolitik-Grundlagen und Strukturen > Kinder- und jugendpolitische Strukturen > Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen). Sie steht dem Organisationskomitee und dem Forum Jugendsession mit beratender Stimme zur Seite.

Links
Portal zur politischen Bildung in der Schweiz: www.politischebildung.ch

Beitrag zum Demokratieverständnis Schweizer Jugendlicher: www.beobachter.ch/dossiers/jugend-pubertaet/artikel/demokratieverstaendnis_null-bock-auf-politik

Reader zur "Jugendbeteiligung vor Ort" mit internationalen Praxisbeispielen aus der Schweiz, Finnland, den Niederlanden, Großbritannien und Frankreich. IJAB Bonn, 2012. Download hier.

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Freiwilliges Engagement

Freiwilliges Engagement hat in der Schweiz einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2010 übte ein Drittel der schweizer Wohnbevölkerung mindestens eine institutionalisierte oder informelle Freiwilligentätigkeit aus.

Institutionalisierte Freiwilligentätigkeit
Im formellen Freiwilligenbereich engagieren sich vor allem Personen, die aufgrund ihrer Ausbildung, teilweise aber auch aufgrund ihres Alters oder ihrer Familien- oder Erwerbssituation besondere Qualifikationen mitbringen und gesellschaftlich gut integriert sind. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahre engagieren sich 21,3% der männlichen und 16% der weiblichen Jugendlichen im institutionalisierten Bereich. Über 80% der Freiwilligen geben dabei an, dass sie sich freiwillig betätigen, weil ihnen die Arbeits Spaß macht. 74% betrachten ihr Engagement als gute Möglichkeit, zusammen mit anderen Menschen etwas bewegen zu können. 67% möchten anderen Menschen helfen und 61% beurteilen das Zusammenkommen mit Menschen als wichtige Motivation.

Bei der regionalen Verteilung der Personen, die sich im institutionalisierten Freiwilligenbereich betätigen, ist auffällig, dass der Anteil der freiwillig und ehrenamtlich Tätigen in der deutschsprachigen Schweiz deutlich größer ist als in den französischen und italienischen Sprachgebieten. Außerdem ist die Beteiligungsquote in ländlichen und eher kleineren Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohner/-innen höher als in städtischen und erlativ großen Gemeinden.

Informelle Freiwilligenarbeit
Zu der informellen Freiwilligenarbeit zählen Nachbarschaftsdienste wie Hausarbeiten, Transporte oder Gartenarbeiten, Pflege und Kinderbetreuung. Anders als im Bereich der institutionalisierten Freiwilligenarbeit engagieren sich im informellen Bereich mehr Frauen als Männer ehrenamtlich, im schweizer Durchschnitt ist dies rund jede sechste Person. Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren leisten 12,1% der männlichen und 13,9% der wiblichen Jugendlichen freiwillige Arbeit.

Auch bei der informellen Freiwilligenarbeit zeigen sich Unterschiede zwischen den Sprachregionen, allerdings sind diese weniger deutlich als im Bereich der institutionalisierten Freiwilligenarbeit. Auch im informellen Bereich engagieren sich Personen mit wohnhaft in der deutschsprachigen Schweiz häfiger als in den Schweizer aus den französisch- und italienischsprachigen Gebieten. 

Ebenso verhält es sich mit den Unterschieden zwischen Stadt- und Landbevölkerung. Auch im Bereich der informellen Freiwilligentätigkeit lassen sich in den ländlichen Gebieten höhere Beteiligungsquoten erkennen als in größeren Gemeinden und Städten, allerdings ist der Unterschied weniger ausgeprägt als im institutionalisierten Bereich.

Die komplette Studie der Schweizerischen Eidgenossenschaft als PDF.

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