Kinder- und Jugendpolitik - Grundlagen und Strukturen - Schweiz

Hier gibt's Infos zu den Grundlagen und Strukturen der Kinder- und Jugendpolitik in der Schweiz. Mehr lesen unter 

Gesetzliche und finanzielle Grundlagen

Relevante Gesetze  
Altersbezogene gesetzliche Regelungen
Finanzierung

Relevante Gesetze

Zur Entwicklung einer nationalen Jugendpolitik hat die Regierung das Bundesgesetz über die Förderung der außerschulischen Jugendarbeit (JFG, www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20092618/index.html) ausgearbeitet, das vom Parlament im Jahr 1989 verabschiedet wurde. Dieses Gesetz will Jugendliche darin unterstützen, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Lebenswelt zu beteiligen, mit dem Ziel, ihnen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Es geht davon aus, dass die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit Gelegenheit zur Entwicklung persönlicher, sozialer und partizipativer Kompetenzen bietet und mithilft, Ausgrenzung und Desinteresse zu bekämpfen. Das Gesetz begründet und regelt die Unterstützung von vielfältigen Aktivitäten der diversen Jugendorganisationen in den Bereichen Freizeit, Sport, Jugendaustausch, Kultur, Politik, Gesundheit, Umweltschutz und soziale Aufgaben. Aufgrund dieser gesetzlichen Grundlage und mittels eines jährlich vom Parlament zu genehmigenden Kredits werden insbesondere nationale Jugendverbände, Ausbildungskurse für Jugendleiter/-innen und Einzelprojekte von gesamtschweizerischem Interesse unterstützt.

Bemerkenswert ist, dass das Gesetz insbesondere die außerschulische Jugendarbeit, die von Jugendlichen selbst geleistet wird, fördert und nicht die Arbeit von Erwachsenen für Jugendliche (mit Ausnahmen). Außerdem sieht das Gesetz die Möglichkeit einer unbezahlten Ferienwoche, des so genannten Jugendurlaubs, für junge Arbeitnehmer/-innen vor, die in der außerschulischen Jugendarbeit tätig sind. Eine genaue altersspezifische Definition der Zielgruppe Jugend fehlt in dem Gesetz. Mehr Informationen zu dem Jugendurlaub unter www.sajv.ch/de/politik/schwerpunktthemen/freiwilligenarbeit/jugendurlaub.
(Quelle: Frossard, Stanislas. Entstehung und Entwicklung der Jugendpolitik in den Kantonen, Chavannes-près-Renens, 2003)

In der neuen Bundesverfassung (www.admin.ch/opc/de/official-compilation/1999/2556.pdf), die am 1. Januar 2000 in Kraft getreten ist, sind die Grundrechte mit dem Recht der Kinder und Jugendlichen auf besonderen Schutz ihrer Integrität und der Förderung ihrer Entwicklung ergänzt worden.

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes der UNO (Kinderrechtskonvention KRK, www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19983207/index.html) ist in der Schweiz am 26. März 1997 in Kraft getreten und ist damit fester Bestandteil des schweizerischen Rechts geworden. Die Konvention verfolgt zwei Ziele: Einerseits geht es um den Schutz der Minderjährigen, andererseits um die Anerkennung ihres vollen Anspruchs auf die Grundrechte. Die Umsetzung der Konvention ist nicht nur Sache des Bundes, sondern auch der Kantone und Gemeinden.
(Quelle: www.bsv.admin.ch/themen/kinder_jugend_alter/00065/01091/index.html?lang=de)

Die Grundlage für die zukünftige Kinder- und Jugendpolitik bildet der am 27. August 2008 verabschiedete Bericht Strategie für eine schweizerische Kinder- und Jugendpolitik. Die Schweizer Bundesregierung hat darin die Kinder- und Jugendpolitik auf der Basis der Bundesverfassung und der UNO-Kinderrechtskonvention als eine Politik des Schutzes, der Förderung und der Mitwirkung definiert.
(Quelle: Strategie für eine Schweizerische Kinder- und Jugendpolitik)

Bestandteil dieser Gesamtstrategie ist auch die Totalrevision des Kinder- und Jugendförderungsgesetzes (KJFG, https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20092618/index.html), das im September 2010 verabschiedet wurde. Es ersetzt damit das Jugendfördergesetz von 1989, das aufgrund von seither stattfindenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Bereich der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit nicht mehr zeitgemäß ist. Mit dem KJFG will der Bund offene und innovative Formen der außerschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen stärker fördern, die finanziellen Mittel gezielter einsetzen, die Kantone beim Aufbau und bei der Weiterentwicklung ihrer Kinder- und Jugendpolitik unterstützen und die Zusammenarbeit mit den kinder- und jugendpolitischen Akteuren verstärken. 
(Quellen: www.bsv.admin.ch/aktuell/medien/00120/index.html?lang=de&msg-id=35177, www.bsv.admin.ch/themen/kinder_jugend_alter/02803/index.html?lang=de

Am 1. Januar 2013 ist das Bundesgesetz über die Förderung der außerschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Kinder- und Jugendförderungsgesetz, KJFG vom 30. September 2011) in Kraft getreten.

Dieses Gesetz regelt die Unterstützung privater Trägerschaften, Kantonen und Gemeinden, die sich außerschulischer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen widmen; die Zusammenarbeit zwischen Bund und Kantonen im Bereich Kinder- und Jugendpolitik sowie die Förderung des Informations- und Erfahrungsaustausches und der Kompetenzentwicklung im Bereich Kinder- und Jugendpolitik: Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG)

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Altersbezogene gesetzliche Bestimmungen

Schulpflicht 

Führerscheine

Mündigkeit

Sonstiges

(Quellen: www.bag-jugendschutz.dewww.swissworld.org)

Link
http://wiki.crin.org/mediawiki/index.php?title=Switzerland - Wiki zu Kinderrechten in der Schweiz

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Finanzierung

Staatliche nationale Förderung

Der Bund gewährt Trägerschaften, die in der außerschulischen Jugendarbeit aktiv sind, jährliche Finanzhilfen sowie Projekt bezogene Finanzhilfen. Diese Beiträge dienen zur Finanzierung 

Die Finanzhilfe des Bundes beträgt maximal 50% der anrechenbaren Kosten. Ihr Umfang wird unter Berücksichtigung folgender Kriterien festgelegt:

Mehr Informationen zu der Förderung in dem Gesetz über die Förderung der außerschulischen Jugendarbeit (www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20092618/index.html) vom 30. September 2011.

Private und sonstige Finanzierungsquellen

Das nationale Zentrum für Kinder- und Jugendförderung Passepartout-ch (www.passepartout-ch.ch/site) ist das erste und führende Zentrum für Kinder- und Jugendförderung. Die Passepartout-ch AG ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft. Sie will innovativen Kindern und Jugendlichen, wie auch Organisationen, die in der Kinder- und Jugendförderung tätig sind, eine angemessene Infrastruktur für die Realisierung ihrer Ideen und Projekte bieten. Um dies zu gewährleisten ist sie auf Spenden und Aktionäre angewiesen. 

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Kinder- und jugendpolitische Strukturen

Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten  
Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme
Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen  
Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte 

Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

In der Schweiz gibt es kein speziell für Jugendfragen zuständiges Ministerium (Departement). Dies hängt damit zusammen, dass die schweizerische Familien- und Jugendpolitik ausgeprägt föderalistisch und subsidiär strukturiert ist. Die Aufgabenverteilung zwischen Bund, Kantonen, Gemeinden und privaten Organisationen führt zu einer starken Zersplitterung der einzelnen Maßnahmen. Zuständig sind in erster Linie die Kantone und Gemeinden. Der Bund übernimmt unterstützende und ergänzende Aufgaben.

Das Bundesamt für Sozialversicherungen befasst sich mit Kinder- und Jugendfragen innerhalb des Geschäftsfeldes Familie, Generationen und Gesellschaft (FGG) und ist für allgemeine sozialpolitische Fragen sowie für Fragen zu Kinderrechten, Kinderschutz, außerschulischer Jugendarbeit und Kinder- und Jugendpolitik allgemein zuständig: https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialpolitische-themen/kinder-und-jugendfragen.html

Ansonsten beschäftigen sich mit Themen und Fragen, die für Jugendliche relevant sind, noch folgende Ministerien (Departements):

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Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente DSJ / Fédération Suisse des Parlements de Jeunes FSPJ (www.dsj.ch) vereinigt die über 40 kommunalen, regionalen und kantonalen Jugendparlamente auf nationaler Ebene. Der DSJ koordiniert die Aktivitäten der Jugendparlamente, unterstützt bestehende Parlamente und den Aufbau neuer. Er bietet den über 1500 Jugendparlamentarier(inne)n und die Möglichkeit, sich gemeinsam der nationalen Politik anzunehmen, indem sie in einer der Arbeitsgruppen mitarbeiten, an Projekten und Aktionen teilnehmen, sich in der Dachverbandszeitung "Elch" ausdrücken und einmal jährlich während der dreitägigen eidgenössischen Jugendparlamentskonferenz (JPK) zusammenkommen. Die meisten Schweizer Jugendparlamente sind Mitglied des DSJ. 

Der DSJ vertritt die Interessen der Jugendparlamente und Jugendräte der Schweiz auf nationaler und internationaler Ebene. Er vereinigt über 50 kantonale, regionale und kommunale Jugendparlamente und Jugendräte aus der ganzen Schweiz und damit über 2000 Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren. Der DSJ engagiert sich vehement für eine stärkere politische Jugendpartizipation auf allen Ebenen. Diese Aufgaben werden von einem ehrenamtlichen Vorstand gemeistert, der aus Mitgliedern der Jugendparlamente zusammengestellt ist. Seit 1997 besitzt der DSJ eine 50%-Koordinationsstelle.

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Kinder- und jugendpolitische Einrichtungen und ihre Kompetenzen

Bundesebene
Wie für die Sozial-, Kultur- und Bildungspolitik sind auch für die Kinder- und Jugendpolitik in der Schweiz hauptsächlich die kommunalen und kantonalen Behörden zuständig. Der Bund hat aber gewisse Kompetenzen in den Bereichen Jugendförderung und Jugendschutz. Auf Bundesebene kümmern sich verschiedene Stellen direkt oder indirekt um Jugendfragen. Dies sind zum Beispiel:

Kantonale Ebene

Bei den kantonalen Verwaltungen untersteht die Kinder- und Jugendpolitik den verschiedensten Departements (Ministerien) je nach Kanton mit verschiedenen Titeln zu den Themen Erziehung, Bildung, Justiz, Soziales, Gesundheit, Wirtschaft etc.

Seit 1994 organisieren die kantonalen Beauftragten für Kinder- und Jugendförderung jährlich zwei Konferenzen, die die Grundlage für die interkantonale Zusammenarbeit bilden: Konferenz der kantonalen Beauftragten für Kinder- und Jugendförderung (KKJF) und die Konferenz der kantonalen Verantwortlichen für Kindesschutz und Jugendhilfe (KKJS). Seit 2003 ist die KKJF eine Sonderkonferenz der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK). Die KKJF und die KKJS sind fachtechnische Konferenzen der Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen- und Sozialdirektorenenkonferenz (SODK).
Website der SODK: http://www.sodk.ch/

Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) sieht eine Verstärkung in der Zusammenarbeit und im Informationsaustausch zwischen dem Bund und den Kantonen vor. Zu diesem Zweck haben die Kantone eine Ansprechstelle für die Kinder- und Jugendpolitik bezeichnet (Art. 23 KJFV).

Liste: Adressen der kantonalen Ansprechstellen für Kinder- und Jugendpolitik (pdf unten auf der Seite, Stand Dezember 2017): https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialpolitische-themen/kinder-und-jugendfragen/grundlagen-gesetze/zustaendige-stellen.html

Die Studie Entstehung und Entwicklung der Jugendpolitik in den Kantonen. Überblick, Tendenzen und Analyse von Stanislas Frossard (2003), die unter der Federführung des Institut de hautes études en administration publique (IDHEAP), mit Unterstützung des Bundesamts für Kultur (BAK), durchgeführt wurde, bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Strategien der Kantone im Bereich der Kinder- und Jugendpolitik. Die kantonalen Kinder- und Jugendpolitiken werden aus einem Blickwinkel analysiert, der unter anderem die Aspekte partizipative und proaktive Ausgestaltung, Schutz und Förderung umfasst. Im Rahmen einer Analyse werden die engen Zusammenhänge zwischen den politischen Strategien der Kantone und den Umständen für deren Umsetzung aufgezeigt. Die Studie schließt mit Empfehlungen an die wichtigsten Akteure der Kinder- und Jugendpolitik (Bund, Kantone, Gemeinden und Verbände). 

Städte und Gemeinden
Für einen großen Teil der Kinder- und Jugendpolitik sind die Städte und Gemeinden zuständig. Die Gemeinden und in den großen Städten auch die Quartiere wollen die Kinder und Jugendlichen aktiv in die Gestaltung ihres Umfelds einbeziehen und so an Ort und Stelle einen Ort für die Entfaltung einer Kinder- und Jugendpolitik schaffen.

(Quelle: www.bsv.admin.ch/themen/kinder_jugend_alter/00065/01091/index.html?lang=de)

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Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Die Kinder- und Jugendpolitik ist ein typischer Querschnittsbereich. Im engeren Sinne umfasst die Kinder- und Jugendpolitik eine Politik zum Schutz der Minderjährigen und einer Politik zur Förderung der Jugendaktivitäten. Da es um die Verteidigung und Respektierung der Interessen der Kinder und Jugendlichen geht, sind viele weitere Politikbereiche ebenfalls tangiert.

Bedingt durch die föderalistische Struktur der Schweiz sind außerdem sowohl die Gemeinden, die Kantone und der Bund für die Kinder- und Jugendpolitik zuständig. Dabei bestehen erhebliche Unterschiede betreffend Aufgaben und Kompetenzen, aber auch betreffend finanzieller und personeller Ressourcen der jeweiligen Institution.

Innerhalb der Verwaltung sind die Verantwortlichkeiten in der Kinder- und Jugendpolitik sowohl horizontal (Departements/Ministerien, Bundesämter) als auch vertikal (Gemeinden, Kantone, Bund) verteilt.

In der Schweiz sind die nichtstaatlichen Jugendorganisationen (NGOs) wichtige Akteure der Jugendpolitik sowohl auf lokaler, kantonaler als auch nationaler Ebene.

Im September 2008 verabschiedete der Bundesrat die Strategie für eine schweizerische Kinder- und Jugendpolitik, die den Grundstein für die künftige Kinder- und Jugendpolitik in der Schweiz legt. Die Regierung bringt darin ihren Willen zum Ausdruck, das Engagement des Bundes im Bereich des Kinderschutzes, der Jugendförderung und der Beteiligung von Jugendlichen am politischen Leben auszubauen und gleichzeitig den vorwiegend föderalistischen Rahmen der Kinder- und Jugendpolitik zu wahren. Angestrebt ist eine Änderung des bestehenden Bundesrechts in folgenden Bereichen

Der Bundesrat will eine klare rechtliche Grundlage schaffen, die es der Bundesebene ermöglicht, in den Bereichen Intervention und Sensibilisierung für Kinderrechte sowie Prävention von Misshandlung und Gewalt gegenüber Kindern aktiv zu werden. Der Kinderschutz ist dagegen weiterhin vorwiegend Sache der Kantone.

Seit dem 1. Januar 2013 ist das totalrevidierte Kinder- und Jugendförderungsgesetz (KJFG) zur Förderung der außerschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Kraft. Mit dem Gesetz verfolgt der Bund das Ziel, das Integrations- und Präventionspotential der Kinder- und Jugendförderung zu verstärken. Das Gesetz hat folgende Schwerpunkte:

Das Nationale Programm im Bereich Jugendmedienschutz (http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/19468.pdf) verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche dabei zu unterstützen, Medien auf eine sichere, altersgerechte und verantwortungsvolle Weise zu nutzen. Durch Schulungen und Informationen sollen Eltern, Lehr- und Betreuungspersonen in ihrer Begleit- und Erziehungsfunktion gestärkt werden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen setzt das Programm seit 2011 um. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre. 

Das Programm zur Gewaltprävention in den Bereichen Familie, Schule und Sozialraum (http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/15741.pdf) wird vom Bund, den Kantonen, Städten und Gemeinden gemeinsam umgesetzt. Bestehende Maßnahmen sollen erfasst und Erfolgreiches zur Entwicklung von "Good- Practice"-Beispielen dargestellt werden. Innovative Präventionsansätze werden an Modellstandorten exemplarisch durchgeführt und das dadurch erlangte Wissen soll praxisnah durch Publikationen und Veranstaltungen vermittelt werden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen setzt das Programm seit 2011 um. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre.

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Jugendarbeit

Jugendverbandsarbeit
Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche
Offene Jugendarbeit
Jugendinformation

Jugendverbandsarbeit

Überblick über die Strukturen der Jugendverbandsarbeit
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand zunächst die so genannte Jugendpflege (Jugendpolitik) im Bemühen um eine sinnvolle Freizeitgestaltung der Jugendlichen, die immer weniger arbeiten, dafür aber länger zur Schule gehen mussten.

In diesem Kontext wurden Freizeitaktivitäten der Jugendlichen unterstützt, insbesondere der Jugendverbände. Gefördert durch die auch präventiv ausgerichtete Jugendhilfe entwickelten sich neben dem CVJM (Christlicher Verein Junger Männer) weitere Jugendverbände, die sich im Spannungsfeld zwischen jugendlicher Autonomie und politischer und religiöser Instrumentalisierung durch Erwachsene bewegten: ab 1907 der Schweizerische Wandervogel, ab 1911 die Union chrétienne de jeunes filles und der Schweizer Bund abstinenter Mädchen, ab 1913 der Schweizer Pfadfinderbund, ab 1919 der Bund Schweizer Pfadfinderinnen, ab 1925 die Junge Schweiz, ab 1931 der Christliche Verein junger Töchter der Schweiz (Christlicher Verein Junger Frauen), ab 1932 die Jungwacht, ab 1933 der Blauring und ab 1937 die Junge Kirche. 1933 schlossen sich die um die jugendliche Freizeit bemühten Institutionen zur Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Ferienhilfe und Freizeitarbeit für Jugendliche (SAF) zusammen, die sich 1944 in Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugend (SAJV) umbenannte. Die ab den 1960er Jahren zur politischen Lobby der Jugendverbände avancierende SAJV und die Eidgenössische Kommission für Jugendfragen verhalfen 1989 dem Bundesgesetz über die Förderung außerschulischen Jugendarbeit sowie dem Jugendurlaub zum Durchbruch. Nach 1968 wurden die Jugendverbände wegen ihrer hierarchischen Strukturen kritisiert. In Konkurrenz und als Ergänzung zur Jugendverbandsarbeit entstand die so genannte offene Jugendarbeit, die sich – etwa im Bereich Koedukation – auf die Verbände Reform fördernd auswirkte und auch die Gründung thematisch neu ausgerichteter Organisationen (Jugendaustausch, Umwelt) anregte.
(Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, hls-dhs-dss.ch/textes/d//D17070.php

 

Überregionale Jugendverbände

Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV)
Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) ist der wichtigste Dachverband für die Jugendarbeit in der Schweiz. Sie hat rund 100 Mitglieder, unter denen sich die klassischen Jugendorganisationen, die Jugendorganisationen der Parteien und die Jugendverbände der Gewerkschaften, der Schweizerische Studentenverband und zahlreiche andere Organisationen. Die SAJV vertritt in erster Linie die Anliegen ihrer Mitgliedsorganisationen sowie die Interessen der Jugendarbeit im Allgemeinen.

Jugendparlamente und Jugendräte
Der Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ) vereinigt die über 40 kommunalen, regionalen und kantonalen Jugendparlamente auf nationaler Ebene. Der DSJ koordiniert die Aktivitäten der Jugendparlamente, unterstützt bestehende und den Aufbau neuer Parlamente. Er bietet den über 1.500 Jugendparlamentarier/-innen die Möglichkeit, sich gemeinsam der nationalen Politik anzunehmen, indem sie in einer der Arbeitsgruppen mitarbeiten, an Projekten und Aktionen teilnehmen, sich in der Dachverbandszeitung "Elch" ausdrücken und einmal jährlich während der dreitägigen eidgenössischen Jugendparlamentskonferenz zusammenkommen. Die meisten Schweizer Jugendparlamente sind Mitglied des DSJ (Siehe auch Kinder- und Jugendpolitik-Grundlagen und Strukturen > Kinder- und jugend-politische Strukturen > Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte)

Jugendorganisationen oder -abteilungen von Gewerkschaften

  • Gewerkschaftsnachwuchs und die Jugendkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB-JK: www.gewerkschaftsjugend.ch
    Der SGB ist die größte Arbeitnehmerorganisation der Schweiz. Die SGB-JK setzt sich für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Forderungen vor allem der arbeitenden Jugend ein. Sie befasst sich mit den Arbeitsbedingungen der Jugendlichen, dem Jugendschutz, der Jugendschutzgesetzgebung, der Jugendpolitik, der schulischen und beruflichen Grundbildung und der Weiterbildung. Die Jugendkommission vertritt die Anliegen der Gewerkschaftsjugend in nationalen und internationalen Organisationen der Jugendarbeit. 
  • comedia – Gewerkschaft Medien und Kommunikation: www.syndicom.ch
  • Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband - SEV-Jugend: http://sev-young.ch/de
  • Unia (Gewerkschaftszusammenschluss für Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellten) – Unia-Jugend: https://www.unia.ch/de/ueber-uns/interessengruppen/jugend/

Jugendorganisationen oder -abteilungen der Parteien

  • Junge Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) der Schweiz: www.jcvp.ch
    Die Junge CVP Schweiz ist die Jugendvereinigung der Christlich-Demokratischen Volkspartei. Schwerpunktthemen sind:  Altersvorsorge, Bildungs- und Berufspolitik, Finanzpolitik, Umwelt- und Energiepolitik.
  • Junge evangelische Volkspartei (JEVP) Schweiz: www.jevp.ch
    Die jevp will junge Christen und Christinnen zu einem politischen Engagement motivieren und schweizweit vernetzen. Sie versteht sich als die Nachwuchsorganisation der Evangelischen Volkspartei.
  • Junge Schweizerische Volkspartei (JSVP) Schweiz: www.jsvp.ch
  • Junge Grüne: www.jungegruene.ch
    Die Jungen Grünen setzen sich für einen nachhaltigen Umgang mit der Umwelt, eine gerechte Globalisierung, die friedliche Lösung von Konflikten und Chancengleichheit für alle ein.
  • jungfreisinnige Schweiz: www.jungfreisinnige.ch
    Mutterpartei ist die Freisinnig-Demokratische Partei FDP. Gute Bildung, sichere Renten, eine starke Wirtschaft, die Arbeitsplätze schafft, Sicherheit und eine intakte Umwelt sind Schwerpunktthemen.
  • JungsozialistInnen Schweiz: www.juso.ch
    Die JUSO Schweiz ist die offizielle Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz.

Weitere Jugendorganisationen

  • Der Verein Infoklick.ch (www.infoklick.ch) engagiert sich seit 2001 für die Kinder- und Jugendförderung in der Schweiz. Er bietet Projekte und Angebote in den Bereichen Jugendpartizipation, Jugendförderung, Respekt und Toleranz, Jugend und Medien, Intergeneration sowie Bildung und Entwicklung an.
  • Die Pfadibewegung Schweiz (PBS): www.pfadi.ch
    Die Pfadibewegung Schweiz ist mit rund 50.000 Mitgliedern die größte Jugendorganisation der Schweiz. Den Kindern und Jugendlichen bietet die Pfadi einen Ausgleich zur Schule. Sie fasst 23 Kantonalverbände mit mehr als 700 lokalen Gruppen zusammen und ist Mitglied der beiden Weltpfadfinderverbände WOSM (World Organization of the Scout Movement) und WAGGGS (World Association of Girl Guides and Girl Scouts).
  • Der Cevi (www.cevi.ch) ist eine christliche Bewegung von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Männern. Er ist Teil der weltweiten Christlichen Vereine Junger Frauen und Männer, YWCA und YMCA. Der christliche Glaube ist grundlegend und wird in vielfältigen Formen gelebt. Der Cevi Schweiz hat 18.000 Mitglieder in sechs Regionen und sieben selbstständigen Arbeitsgebieten.
  • Die JO SAC (www.jo-sac.ch) ist die Jugendorganisation des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) und als solches das Gegenstück zum Deutschen (DAV) oder Österreichischen Alpenverein (ÖAV). Er befasst sich mit allen Facetten des Alpinismus, mit dem Leben im alpinen Raum und dessen Erhaltung. Die Website vernetzt die verschiedenen Websites einzelner Jugend-Sektionen in den Kantonen.
  • Das Jugendrotkreuz (JRK) ist die Jugendorganisation des Schweizerischen Roten Kreuz (SRK, www.redcross.ch). Das JRK kennt keine Mitgliedschaft im eigentlichen Sinn, sondern arbeitet – zusammen mit interessierten Jugendlichen – projektorientiert.
  • Die Schweizerische Landjugendvereinigung (SLJV, www.landjugend.ch) ist die Dachorganisation für 20 Kantonal- und 80 Regionalgruppen. Die Arbeitsgruppen und das Sekretariat unterstützen den SLJV-Vorstand in seiner Arbeit.
  • Der Schweizer Jugendmusikverband (SJMV, www.jugendmusik.ch) ist die Dachorganisation der Schweizer Jugendmusiken. Dem Verband sind 157 Sektionen angeschlossen. Er fördert die Musikausübung von Kindern und Jugendlichen. Jedes Jahr werden Weiterbildungsseminare und Workshops durchgeführt. Die alle fünf Jahre stattfindenden Schweizer Jugendmusikfeste sind jeweils ein Höhepunkte der Verbandsaktivitäten.
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Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche

Die katholische Kirche hat die Deutschschweizer Fachstelle für kirchliche Jugendarbeit (www.fachstelle.info) eingerichtet. Es handelt sich um eine deutschschweizerische Einrichtung im Bereich der Kinder- und Jugendpastoral (Jugendseelsorge). Hauptaufgaben sind Grundlagenarbeit, Fort- und Weiterbildung, Vernetzung.

 

Nicht im Auftrag der der Kirchenleitung arbeitet der Verein deutschschweizer JugendseelsorgerInnen (Juseso, www.kath.ch/jugend). Im Juseso-Verein pflegen die kantonalen und regionalen Stellen für kirchliche Jugendarbeit fachlichen Austausch. Sie schaffen offene Lehrveranstaltungsformen für die Weiterbildung, entwickeln und realisieren Projekte um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Dazu besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Fachstelle für kirchliche Kinder- und Jugendarbeit. Der Juseso-Verein kooperiert mit anderen Partnern auf deutschschweizerischer Ebene (Jugendverbände, Deutschschweizer Ordinarienkonferenz, Ordinarienkonferenz der Jugendorganisationen und anderen mehr). Ebenso beteiligen sich Mitglieder des Juseso-Vereins durch Delegationen in jugendrelevanten Projekten und Arbeitsgruppen.

Die Christkatholische Kirche der Schweiz ist die dritte Landeskirche und vom Staat wie die Römisch-katholische und die Reformierte Kirche anerkannt. Sie versteht sich aufgrund ihrer Geschichte als Alternative zum hierarchisch strukturierten, nach Rom ausgerichteten Katholizismus. Die Christkatholische Kirche zählt in der ganzen Schweiz rund 13.500 Mitglieder, die zum Teil in einer weitläufigen Diaspora wohnen. Die Christkatholische Jugend der Schweiz (http://christkatholisch.ch) organisiert diverse Lager und Anlässe für Jugendliche zwischen 8 und 30 Jahren. In verschiedenen Kirchgemeinden sind zudem aktive Jugendgruppen vorhanden.

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK, www.kirchenbund.ch) ist der Zusammenschluss von 26 evangelischen (meist reformierten) Kirchen. Damit repräsentiert der SEK rund 2,4 Millionen Protestant(inn)en (2000). Der SEK vertritt die Anliegen des schweizerischen Protestantismus auf nationaler und internationaler Ebene. Aus dem Kirchenbund heraus entstanden sind die beiden Werke Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) und Brot für Alle (BFA) sowie die Diakoniekonferenz und die Frauenkonferenz. Informationen zur Jugendarbeit findet man auf den Websites der Mitgliedskirchen, die auf der SEK-Website aufgelistet sind.

young-people.ch/fegjugend ist eine Plattform für Jugendarbeiter/-innen, die ihnen Ressourcen und Informationen leicht zugänglich macht und will die Schweizer Drehscheibe sein, was christliche Jugendarbeit angeht.

Die mennonitische Jugendkommission der Schweiz (MJKS, www.mjks.ch) bietet Aktivitäten für Kinder und Jugendliche an. Ziel ist es, sie für Gott zu begeistern und sie auf dem Weg mit in der Nachfolge Jesu zu begleiten. Angeboten werden Lager und ein- oder mehrtägige Anlässe um die Teilnehmenden zu neuen Begegnungen mit Gott zu führen, sie im Glauben zu stärken, neue Perspektiven öffnen und die Beziehungen zu anderen Christ(inn)en fördern. Die MJKS unterstützt und fördert weiter die Kinder- und Jugendarbeit in den mennonitischen Lokalgemeinden. Die MJKS ist ein Arbeitszweig der Konferenz der Mennoniten der Schweiz (KMS). Die Basis der Arbeit bilden die Jugendgruppen der Schweizer Mennonitengemeinden.

Überblick über die Religionsgemeinschaften: https://www.unilu.ch/fakultaeten/ksf/institute/zentrum-religionsforschung/religionen-schweiz/ (Projekt des Religionswissenschaftlichen Seminars der Universität Luzern)

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Jugendinformation

Strukturen der Jugendinformation 

Der Verein Kinder und Jugendförderung Schweiz - Infoklick (www.infoklick.ch)http://www.infoklick.ch/ betreibt eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche, die aktiv, mit Ideen und ihren persönlichen Ressourcen auch ehrenamtlich Zeit und Engagement der Gesellschaft zur Verfügung stellen. Der Verein engagiert sich für mehr Mitwirkung und Mitsprache Jugendlicher in ihrer Mit- und Umwelt und möchte die Informationsvermittlung im Kinder- und Jugendbereich wirksam verbessern. 

Infoklick betreut Projekte und Angebote in den Bereichen Jugendpartizipation, Jugendförderung, Respekt und Toleranz, Jugend und Medien, Intergeneration und Bildung und Entwicklung. Er beantwortet Fragen, förderte Projekte und bietet Praktikumsplätze an. Die interne Website des Vereins (www.klicknet.ch) ist offen für alle und dient zur Pflege und zum Ausbau des Netzwerks. Klicknet ist eine Informationsplattform für Projekte und Netzwerke, für Fachleute, Jugendliche und Interessierte und bietet eine Sammlung von Informationen, Daten und Hinweisen.

Pro Juventute (www.projuventute.ch) ist eine private und unabhängige Stiftung. Sie arbeitet praxisorientiert. Ob Begleitung, Betreuung, Beratung, Therapie, materielle Unterstützung, Bewusstseinsbildung, Schulung oder Information – pro juventute bietet Dienstleistungen, Beratungen, Fachinformationen und konkrete Hilfe für Kinder, Jugendliche, Eltern, Fachkräfte und Behörden. Im Bereich Bildung gibt es zum Beispiel Ferienpässe, Praktika, Projekte und Elternbriefe. Im Bereich Gesundheit kümmert sich pro juventute um die Telefonhilfe 147 und die Internetberatung tschau.ch (www.tschau.ch), im Bereich Armut hilft die Stiftung betroffenen Familien. Die Stiftung beschäftigt zirka 240 Angestellte und 8.000 Ehrenamtliche und finanziert sich durch Spenden, Erbschaften und den Verkauf ihrer Produkte, wie Briefmarken, Bücher, Elternbriefe. 

Intermundo (www.intermundo.ch) ist der schweizerische Dachverband der nicht Gewinn orientierten Jugendaustauschorganisationen (seit 1987). Es handelt sich um einen politisch und konfessionell unabhängigen Verein mit derzeit 15 Mitgliedern. Intermundo führt eine nationale Koordinations- und Beratungsstelle in Bern. Das Sekretariat ist einem ehrenamtlichen Vorstand unterstellt. Seit seiner Gründung wird Intermundo vom Bundesamt für Kultur (BAK) finanziell unterstützt. Hauptziel des nationalen Dachverbandes ist die Förderung von Jugendaustausch als Mittel zur besseren interkulturellen Verständigung. Schwerpunktmäßig sind die Aktivitäten ausgerichtet auf:
• aktuelle und umfassende Information und Beratung von Schüler(inne)n, jungen Erwachsenen, Schulleiter(inne)n, Berufsberater(inne)n, Eltern und weiteren an Jugendaustausch interessierten Kreisen,
• die Anerkennung des Bildungswertes von Jugendaustauschprogrammen auf schulischer, politischer und wirtschaftlicher Ebene, 
• die Erarbeitung und Durchsetzung von Qualitätsstandards für den Jugendaustausch,
• Medienarbeit, um dem Jugendaustausch in der Öffentlichkeit verstärkte Präsenz zu verschaffen und
• die Durchführung von Tagungen, an denen Themen im Umfeld des Jugendaustausches einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.

Internationale Kooperationen

Die Schweiz wirkt bei Eurodesk, dem europäischen Informations- und Beratungsnetzwerk für Jugendliche und Fachkräfte im Jugendbereich, mit. In der Schweiz wird Eurodesk vom Kompetenzzentrum für Austausch und Mobilität der ch Stiftung (http://www.chstiftung.ch/de/austausch-mobilitat/) koordiniert.

Außerdem ist die Schweiz Mitglied bei ERYICA (European Youth Information and Counselling Agency, http://eryica.org), dem Zusammenschluss der Jugendinformationsangebote auf europäischer Ebene. Dort wird das Land durch den Verein Infoklick vertreten.

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Impressum
ImpressumBild: MIH83 / pixabay.com

Impressum - Schweiz

Die Länderinfos zur Schweiz wurden zusammengestellt von: IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. in Zusammenarbeit mit Katrin Althoetmar

Letzte Aktualisierung: November 2017

Kontakt: dija@ijab.de