Internationale Jugendarbeit und Mobilität

Zentrale Einrichtungen und Organisationen  
Zusammenarbeit mit Deutschland     
Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Mobilität

Zentrale Einrichtungen und Organisationen

Die zentrale Einrichtung zur Koordinierung der internationalen Jugendarbeit in der Tschechischen Republik ist das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (Ministerstvo školství, mládeže a t?lovýchovy – MŠMT). Darüber hinaus übernimmt die Abteilung Konzepte und Internationale Zusammenarbeit im Nationalen Institut für Weiterbildung (NIDV) Aufgaben im Bereich der internationalen Jugendarbeit. Ausführliche Informationen zu beiden Institutionen finden sich im Kapitel Kinder- und jugendpolitische Strukturen.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Die Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland im Jugendbereich sind sehr eng. Bereits im November 1990 wurde ein Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der damaligen Tschechischen und Slowakischen Föderativen Republik (?SFR) über Zusammenarbeit und Austausch der Jugend verabschiedet. Das Abkommen legt unter anderem fest, dass ein gemeinsamer Rat aus Vertreter(inne)n von Ministerien und Jugendorganisationen beider Länder eingerichtet wird. Seine Aufgabe ist es, die Kooperation im Jugendbereich weiterzuentwickeln und zu koordinieren. 

Da die Tschechische Republik nach ihrer Gründung 1993 alle Rechte und Pflichten aus dem Abkommen von 1990 übernahm, besteht dieser gemeinsame Rat in Form des Deutsch-Tschechischen Jugendrats weiter fort. Er bildet das höchste deutsch-tschechische Gremium im Jugendbereich, setzt sich aus Ministeriums- und Jugendverbandsvertreter(inne)n beider Länder zusammen und tagt in der Regel einmal im Jahr. Das Gremium gibt Empfehlungen sowie Programm- und Projektvorschläge zur Zusammenarbeit und zum Jugendaustausch. 

Um den bilateralen Jugendaustausch zu intensivieren und weiter auszubauen, entschlossen sich beide Länder, zwei Koordinierungszentren für den deutsch-tschechischen Jugendaustausch einzurichten. Die entsprechende Erklärung wurde 1996 unterzeichnet und im April 1997 wurde beide Koordinierungszentren eröffnet, eines auf deutscher und eines auf tschechischer Seite. Finanziert wird das Koordinierungszentrum in Regensburg vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie von den Freistaaten Bayern und Sachsen. Das Koordinierungszentrum in Pilsen wird vom Ministerium für Schulwesen, Jugend und Sport der Tschechischen Republik finanziert. Das Zentrum auf tschechischer Seite ist bei der Westböhmischen Universität in Pilsen angesiedelt, das auf deutscher Seite beim Bayerischen Jugendring in Regensburg. Beide Zentren präsentieren sich unter dem Namen Tandem.

Die Aufgabenbereiche von Tandem sind:

Seit 2006 fördert Tandem auch die deutsch-tschechische Zusammenarbeit im Vorschulbereich. Im Rahmen des Projektes "Von klein auf – Odmali?ka" werden gezielt Erzieher/-innen in Kindertagesstätten, Mütterzentren etc. in den grenznahen Regionen angesprochen mit dem Ziel, Kindern die Chance zu bieten, bereits im frühen Alter grenzüberschreitende Freundschaften zu knüpfen und erste Kenntnisse der Nachbarsprache zu erwerben.

Weitere Informationen zu Tandem unter www.tandem-org.de (Tandem Regensburg) und www.tandem.adam.cz (Tandem Pilsen).

Das Deutsch-Tschechische Jugendforum (?esko-n?mecké fórum mládeže) wurde 2001 als Projekt des Deutsch-Tschechischen Gesprächsforums (siehe unten) ins Leben gerufen. Es bietet eine bilaterale Diskussionsplattform für junge Leute aus Deutschland und Tschechien, die sich an der weiteren Ausgestaltung des deutsch-tschechischen Dialogs beteiligen möchten. 40 junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren aus beiden Ländern erhalten die Möglichkeit, sich aktiv für die Verbesserung und Vertiefung der deutsch-tschechischen Beziehungen einzusetzen, indem sie im Laufe von zwei Jahren in verschiedenen Arbeitsgruppen Projekte zu einer Vielzahl von Themen entwickeln und betreuen. Die Entstehung des Deutsch-Tschechischen Jugendforums geht auf eine Initiative von jungen Leuten aus Deutschland und Tschechien zurück.

Weitere deutsch-tschechische Einrichtungen (Auswahl):

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Zusammenarbeit mit anderen Ländern

Für die tschechische Regierung haben Deutschland und Frankreich bei der jugendpolitischen Zusammenarbeit Priorität. Darüber hinaus wurde von tschechischer Seite in den letzten Jahren vor allem der Jugendaustausch mit den Nachbarländern intensiviert. Bezüglich der Teilnehmerzahlen an Austauschmaßnahmen lässt sich feststellen, dass eine gleichgewichtige Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, der Slowakei und Spanien besteht. 

Tschechische Kinder- und Jugendorganisationen sind international gut vernetzt und vielfach Mitglied in europäischen oder internationalen Dachverbänden. Hier ist eine Auswahl von tschechischen Organisationen und ihren europäischen und internationalen Dachverbänden:

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Mobilität

Viele tschechische Kinder und Jugendliche verbringen ihre Ferien beziehungsweise ihren Urlaub im Heimatland. Fast jedes tschechische Kind verbringt einen Teil seiner Sommerferien in einem Ferienlager. Geschlafen wird in Zelten oder Hütten, tagsüber gibt es ein Freizeitprogramm. Besonders beliebt sind auch Wanderlager, bei denen eine Gruppe für eine längere Zeit mit Rucksäcken unterwegs ist. Organisiert werden die Sommerlager von verschiedenen Trägern, unter anderem von Jugendverbänden wie JanúkPionýr oder Duha (siehe hierzu Jugendverbandsarbeit).

Tschechien ist Mitglied in der European Youth Card Association (EYCA). Informationen zu Vergünstigungen mit der Europäischen Jugendkarte EURO26 (und jede Menge weiterer Informationen zu kulturellen Veranstaltungen, Reiseangeboten, ...) gibt es unter www.eyca.cz

Ebenso ist Tschechien Programmland im europäischen Aktionsprogramm Erasmus+ JUGEND IN AKTION. Die tschechische Nationalagentur für die Umsetzung des Programms ist die Agentur Jugend mit Sitz in Prag.

Weitere Informationen zu Tschechien für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal: http://europa.eu/youth/CZ_en

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