x

Schriftgröße ändern

Zum Ändern der Schriftgröße verwenden Sie bitte die Funktionalität Ihres Browsers. Die Tastatur-Kurzbefehle lauten folgendermaßen:

[Strg]-[+] Schrift vergrößern
[Strg]-[-] Schrift verkleinern
[Strg]-[0] Schriftgröße Zurücksetzen

Relevante Ministerien und ihre Zuständigkeiten

Das für Fragen der Kinder- und Jugendpolitik zuständige Ministerium ist das Ministerium für Bildung und Beschäftigung (Ministry of Education and Employment). Seit April 2014 ist Chris Agius Parlamentarischer Staatssekretär für Forschung, Innovation, Jugend und Sport (Parliamentary Secretary for Research, Innovation, Youth and Sports). Der derzeitige Minister für Bildung und Beschäftigung ist Evarist Bartolo von der maltesischen Labour Party. Außerdem ist auch das Ministerium für Familie und Soziale Solidarität (Ministry for the Family and Social Solidarity) maßgeblich in die Kinder- und Jugendpolitik Maltas involviert.

Die für Jugend zuständige Abteilung innerhalb des Ministeriums für Bildung und Beschäftigung ist die Jugendagentur (Aġenzija Żgħażagħ). Sie wurde 2011 gegründet, um jugendrelevante Themen zu etablieren und die Jugendhilfe und Jugendpolitik weiterzuentwickeln und zu implementieren. Die Hauptaufgabe der Jugendagentur ist eine einheitliche und abgestimmte Regierungspolitik, die sich an den Bedürfnissen junger Menschen ausrichtet.

In Folge des “Commissioner for Children Act” von 2003 wurde in Malta das Büro einer / eines Kinderbeauftragten (Office of the Commissioner for Children) errichtet, um u. a. die 1990 von Malta unterzeichnete UN-Kinderrechtskonvention zu erfüllen und das Wohlergehen der Kinder zu fördern. Seit Januar 2016 ist Pauline Miceli für die kommenden drei Jahre Maltas Kinderrechtsbeauftragte. Das Office of the Commissioner for Children beobachtet die aktuelle Situation für Kinder und trägt zu einer kindesorientierten Politik bei. Der Fokus liegt dabei auf den Themen: 

  • Schutz des Kindes,
  • Förderung der Kinderrechte,
  • Sicherstellung der erforderlichen Angebote für Kinder,
  • Förderung der Teilhabe von Kindern.

Kinder- und jugendpolitische Schwerpunkte und Aktionsprogramme

Maltas erste Nationale Jugendpolitik wurde 1993 veröffentlicht und seitdem regelmäßig überarbeitet. Die Nationalen Jugendpolitiken Maltas seit 1993 stehen auf der Webseite der Jugendagentur zur Verfügung. Die aktuelle Nationale Jugendpolitik Maltas mit dem Titel National Youth Policy Towards 2020. A shared vision for the future of young people wurde 2014 zur öffentlichen Beratung vorgelegt und im August 2015 von Jugendminister Evarist Bartolo vorgestellt. Sie wurde vom Ministerium für Bildung und Beschäftigung gemeinsam mit relevanten Akteuren und Jugendlichen für den Zeitraum von 2015 bis 2020 erarbeitet.

Die Jugendpolitik Maltas verfolgt zwei konkrete Ziele:
• die Stärkung der Jugendarbeit und Angebote für Jugendliche,
• sektorübergreifende Angebote für Jugendliche.

Die Umsetzung der beiden Ziele erfolgt mithilfe von Aktionsplänen. Jährlich erfolgt eine Kontrolle des erreichten Fortschritts und am Ende der Laufzeit wird es eine abschließende Evaluation zu den Wirkungen und Ergebnissen aller Maßnahmen im Rahmen der Jugendpolitik geben.

Die Schwerpunktthemen der Nationalen Jugendpolitik sind:

  • Gesundheit und Wohlbefinden,
  • Beschäftigung und Unternehmertum,
  • Kunst und Kultur,
  • Soziale Eingliederung,
  • Freiwilligenarbeit und gemeinnützige Aktivitäten,
  • Jugendgerichtsbarkeit,
  • Initiativen für die spezifischen Bedürfnisse junger Menschen auf Gozo.

2011 veröffentlichte das Ministerium für Bildung und Beschäftigung den Entwurf einer Nationalen Kinderpolitik (Draft National Children's Policy). In diesem ganzheitlich integrierten Ansatz zur Förderung von Programmen und Aktivitäten für Kinder wurden die Ansichten von Kindern angehört und berücksichtigt. Der Entwurf konzentriert sich auf zehn Prinzipien: Interessen des Kindes, Einbeziehung, Wohl des Kindes, Teilhabe, Inklusion, Zugänglichkeit, Schutz, Familie, Verantwortung und Nachhaltigkeit.

Mitte September 2016 wurde die Nationale Kinderpolitik des Ministeriums für Familie und Soziale Solidarität (National Children’s Policy 2016) zur öffentlichen Konsultation freigegeben, die bis Ende Oktober 2016 lief. Diese Nationale Kinderpolitik ist bis 2024 angelegt. Zuständig für die Umsetzung ist das Ministerium für Familie und Soziale Solidarität (Ministry for the Family and Social Solidarity).

Gesundheit und Umwelt, Familie und Beziehungen, Bildung und Entwicklung, Gemeinschaft und Staat sind die vier zentralen Bereichen der Nationalen Kinderpolitik, für die eine Reihe konkreter Maßnahmen vorgeschlagen werden. Wichtige langfristige Ziele der Nationalen Kinderpolitik sind:
• aktive und gesunde Kinder zu haben,
• Kinder zu beschützen und angemessene Lebensbedingungen sicherzustellen,
• Kinder zu selbständigen und verantwortungsbewussten Erwachsenen heranwachsen zu lassen,
• Kinder aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft und des Staates mitwirken zu lassen.

Das Youth Empowerment Programme der Jugendagentur beinhaltet eine Vielzahl von Projekten auf nationaler und lokaler Ebene, die junge Leute dazu befähigen sollen, eigenverantwortlich ihre Lebensgestaltung zu übernehmen, ihre Lernprozesse selbst zu gestalten, ihre Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern und sich für sozialen Wandel in der Gemeinschaft einzubringen.

Youth.inc ist ein inklusives Bildungsprogramm der Jugendagentur für junge Menschen zwischen 16 und 21 Jahren. Das Programm zielt darauf ab, jungen Menschen dabei zu helfen, ihr Bildungsniveau zu verbessern, mehr Wissen und Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt zu erwerben oder auch Qualifikationen für die Weiterbildung und Ausbildung. Mit diesem Programm möchte die Jugendagentur die Verbindung von formaler und non-formaler Bildung stärken.

Die Bemühungen, um Kinder in ihren Rechten zu stärken und in ihr Wohlbefinden zu investieren, werden in der 2014 vom Ministerium für Familie und sozialer Solidarität (Ministry for the Family and Social Solidarity) veröffentlichen "National Strategic Policy for Poverty Reduction and Social Inclusion 2014-2024" sowie in Maltas "National Reform Programme" des Finanzministeriums (Ministry of Finance) von 2016 deutlich. Quelle: http://europa.eu/epic/countries/malta/index_en.htm

Der Duke of Edinburgh's International Award Malta richtet sich an junge Leute zwischen 14 und 24 Jahren. Seit 1961 fördert er praktisches Handeln, soziales Engagement, persönliche Erfahrungen im Bereich Natur und Umwelt und sportliche Betätigungen.

Nationale und regionale Kinder- und Jugendräte

Maltas Nationaler Jugendrat (National Youth Council of Malta, Kunsill Nazzjonali taz-Zghazagh, KNZ) wurde 1992 gegründet und ist Vollmitglied im Europäischen Jugendforum. Alle relevanten Jugendorganisationen sind Mitglied im Nationalen Jugendrat. Derzeit sind das 31 Vollmitglieder und zehn assoziierte Mitglieder.

Der Nationale Jugendrat versteht sich als Repräsentant der Interessen der maltesischen Jugend und setzt sich für folgende Themen ein:

  • Förderung der sektorübergreifenden Jugendpolitik,
  • Einflussnahme auf die regionale und internationale Jugendpolitik,
  • Steigerung der Teilhabe junger Menschen und von Jugendorganisationen an der Gesellschaft und an Entscheidungsprozessen,
  • Förderung des Ideen- und Erfahrungsaustauschs,
  • Förderung der Rechte junger Menschen.

Außerdem hat der Nationale Jugendrat Maltas eine Charter der Jugendrechte verfasst. Er ist bei der Überarbeitung der Nationalen Jugendpolitiken beteiligt. Seit 2001 organisiert er das Jugendparlament.

Auf Malta gibt es 15 lokale Jugendräte. Seit 2010 wird jährlich ein Projekt für die Jugendgemeinderäte veranstaltet. Es soll junge Leute ermutigen, in ihren Gemeinden aktiv zu werden. Die Jugendlichen eruieren dafür die Wünsche und Bedarfe in ihren Gemeinden und entwerfen einen Aktionsplan, mit dem die lokalen Jugendräte die Veränderungen in der Gemeinde bewirken können. Quelle: http://www.independent.com.mt/articles/2010-07-25/opinions/the-youth-local-councils-an-added-value-to-their-community-277821/