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AGDF fordert: Deutsche EU-Ratspräsidentschaft muss Freiwilligendienste stärken (25.06.2020)

Nach Ansicht der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) sollte Deutschland den Vorsitz im Rat der Europäischen Union nutzen, sich für die Internationalen Freiwilligenprogramme und -organisationen stark zu machen. „Freiwilligendienste stärken den Zusammenhalt Europas, das zivilgesellschaftliche Engagement für Frieden, für soziale Gerechtigkeit, für die Wahrung der Menschenrechte und der Demokratie“, unterstreicht der AGDF-Geschäftsführer Jan Gildemeister.

Die Corona-Pandemie stelle die Internationalen Freiwilligendienste allerdings derzeit vor große Herausforderungen, fügt Jan Gildemeister hinzu.
So mussten im Frühjahr nach Ausbruch der Pandemie Freiwillige ihre Einsätze in den Projekten aufgeben. Die meisten Freiwilligen können vor dem offiziellen Ende ihres Dienstes im August ihren Dienst nicht wiederaufnehmen, so die AGDF. Die Rückholaktionen verursachten erhebliche Kosten und viele Langzeitdienste der jungen engagierten Menschen wurden vorzeitig beendet.

Die AGDF verweist auf die Wichtigkeit des Europäischen Solidaritätskorps. In vielen europäischen Ländern gebe es keinen anerkannten Freiwilligendienst.

Die Aktionsgemeinschaft kritisiert den Vorschlag zum neuen Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Kommission. „Obwohl Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrer Antrittsrede entsprechende Programmmittel versprochen hat, werden die Gelder für das Europäische Solidaritätskorps und für Erasmus+ jetzt wieder gekürzt, so Sara Mieth, European Liaison Officer des Netzwerkes of European Voluntary Service Organisations in Brüssel.
Für den AGDF-Geschäftsführer zeigt dies deutlich: „Die gesellschaftspolitische Bedeutung der Internationalen Freiwilligendienste ist unstrittig, in den politischen Diskursen der EU spielt sie aber eine sehr kleine Rolle.“

Die AGDF erwartet von der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, dass sie sich für eine Erhöhung der Mittel des Europäischen Solidaritätskorps im Mittelfristigen Finanzrahmen einsetzt und damit zu einer größeren Anerkennung des internationalen Engagements von jungen Menschen beiträgt. „Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat sich zum Ziel gesetzt, die internationale Mobilität junger Menschen zu steigern. Dies kann die Bundesregierung während der deutschen Ratspräsidentschaft ab Juli besonders befördern“, unterstreicht Jan Gildemeister.

Die ausführliche Pressemitteilung vom 24.06.2020 finden Sie auf der Webseite der AGDF.

Quelle: Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden