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BJR: Erfolgreiche digitale Jugendarbeit während des Lockdowns (14.09.2020)

Im Frühsommer 2020 führte der Bayerischen Jugendrings (BJR) eine Umfrage „Jugendarbeit in Zeiten des Corona-Virus (SARS-CoV-2)“ durch. Dabei handelte es sich um eine freiwillige Online-Umfrage, die sich an alle Arbeitsfelder der Jugendarbeit in Bayern richtete. Der Link zur Umfrage war vom 20. Mai bis 06. Juni 2020 zu erreichen und es gingen insgesamt 117 Rückmeldungen ein.

Die Umfrage des BJR ergab: Viele Einrichtungen haben schnell digitale Angebote geschaffen, die von Kindern und Jugendlichen gut angenommen wurden. Ein Teil davon könnte auch in Zukunft weitergeführt werden.

Unter den neu entwickelten digitalen Formaten waren unter anderem kreative Mitmach-Projekte, Live-Chats und Online-Beratungen. Sehr gefragt waren auch virtuelle Seminare, Gruppenstunden und Corona-Informationen. Darüber hinaus zählten auch Online-Sport und digitale Stadtrallyes zu den Angeboten.

Knapp zwei Drittel der Teilnehmenden nahmen die Angebote sehr gut, gut oder zumindest befriedigend an. Nur 15 Prozent eher schlecht oder sehr schlecht.
Insgesamt hat sich die Online-Präsenz bei knapp 80 Prozent der Einrichtungen verstärkt oder verändert. Es gelang ihnen, in der Corona-Zeit bei ihren Zielgruppen und in der Öffentlichkeit präsent zu bleiben. Teilweise sind sogar neue Zielgruppen erschlossen worden.

Schlecht ausgestattete Einrichtungen mit geringen personellen Ressourcen stellte die plötzliche Digitalisierung vor große Herausforderungen. Bei der technischen Ausstattung sind nur 35 Prozent der Einrichtungen gut oder sehr gut aufgestellt. Eine weitere Herausforderung besteht im privaten Bereich der Kinder und Jugendlichen: Rund ein Viertel scheint bei der Ausstattung abgehängt zu sein.

In der internationalen Jugendarbeit wurden Aktionen, die für 2020 geplant waren, in den meisten Fällen abgesagt oder verschoben. Auf das Verhältnis zu den ausländischen Partner-Organisationen habe das aber keine Auswirkung.

Vollständige Auswertung der BJR-Umfrage (PDF)

Quelle: Pressemitteilung des Bayrischen Jugendrings vom 11.9.2020