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Norwegische Regierung will Zahl der norwegischen Studierenden in Deutschland erhöhen (05.12.2016)

Norwegen verstärkt die Maßnahmen, damit mehr norwegische Studierende zum Studium nach Deutschland gehen. Eine neue Beratungsstelle bei ANSA (Verband für norwegische Studierende im Ausland), eine bessere Sprachkursordnung und mehr Förderung für norwegische Schulen, die mit deutschen Schulen oder mit Sprachassistenten zusammenarbeiten, sollen dabei unterstützen.

Deutschland ist Norwegens wichtigster Partner in Europa, Deutschland ist wichtig für die norwegische Wertschöpfung. Die norwegische Wirtschaft und der NHO (Hauptverband der norwegischen Unternehmen) vermelden deutlichen Bedarf an Sprachkompetenz im Deutschen. Nach Englisch ist Deutsch die Fremdsprache, die von den meisten Betrieben nachgefragt wird. 14 % der NHO-Unternehmen geben einen konkreten Bedarf nach Kompetenz im Deutschen an.

1 Million norwegische Kronen für Deutschland-Beratungsstelle bei ANSA

Pro Jahr studieren etwa 500 norwegische Studierende Voll- oder Teilzeit in Deutschland. Die Zahl ist seit 2006 stabil geblieben, obwohl die Anzahl der norwegischen Studierenden im Ausland deutlich gestiegen ist. Das norwegische Bildungsministerium hat nun 1 Million Kronen zum Aufbau einer eigenen Anlaufstelle bei ANSA für Studierende mit Interesse für Deutschland bereitgestellt. Unter anderem soll die Beratungsarbeit zum deutschen Studienaufnahmeverfahren verstärkt werden.

Zum Herbst dieses Jahres erweitert das Bildungsministerium außerdem die Ordnung über Sprachkurse für Studierende, die in Deutschland studieren möchten. Die bestehende Ordnung zu Sprachstipendien und sprachlicher Vorbereitung wird flexibler. Den Studierenden werden längere Kurse gewährt, als es derzeit noch der Fall ist.

Unterstützung für Schulpartnerschaften und Sprachassistenz

Das Bildungsministerium hat auch die Möglichkeit für ganze Schulklassen erweitert, staatliche Fördermittel für kurze Lernaufenthalte in Deutschland zu beantragen. Hierdurch wird die Zusammenarbeit mit deutschen Schulen erleichtert.

Zudem soll die Förderung für eine Sprachassistenz auf Deutsch ausgeweitet werden. Damit sollen, so der Bildungsminister Torbjørn Røe Isaksen, "norwegische Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit erhalten, die Sprache und Aussprache von einer Person zu hören, deren Muttersprache Deutsch ist."

Quelle: Königlich Norwegische Botschaft