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Start der Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative: Jugendaustausch mit afrikanischen Ländern stärken (01.07.2016)

Mädchen in Kapstadt (Südafrika). Bildquelle: sharonang / pixabay.com

Mädchen in Kapstadt (Südafrika). Bildquelle: WikiImages / pixabay.com

Die "Deutsch-Afrikanische Jugendinitiative" (DAJ) ist ein neues Austauschprogramm für afrikanische und deutsche Jugendliche und will den Austausch in beide Richtungen fördern. Gemeinsam mit der Afrikanischen Union hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die drei Pilotländer Benin, Südafrika und Tansania ausgewählt.

Dr. Martial De-Paul Ikounga von der Afrikanischen Union und Bundesminister Müller haben die Initiative vor über 1000 afrikanischen und deutschen Gästen auf der ZukunftsTour "EINE WELT Unsere Verantwortung" des BMZ am 30. Juni 2016 in Bonn gestartet.

Neues Förderangebot für Jugendbegegnung

Bisher war ein Austausch für Einzelpersonen oder Schulgruppen möglich. Über die DAJ kooperiert das BMZ mit weiteren gesellschaftlichen Gruppen. Dafür schafft das Ministerium ein neues Förderangebot: Jugendgruppen, Pfadfinder, Sportvereine oder Musikgruppen begegnen sich und arbeiten gemeinsam an Themen wie Klimawandel, Armut oder ihre jeweiligen Bilder von Deutschland und Afrika. Beispielweise können sich künftig Fußballvereine aus Benin und deutsche Teams treffen. Um derartige Vorhaben zu ermöglichen, hat die DAJ eine strategische Kooperation mit der Deutschen Sportjugend (dsj) angestoßen: Hierüber erreicht die DAJ perspektivisch 90 000 Sportvereine.

In den ersten drei Jahren will das BMZ mit den Pilotländern Erfahrungen sammeln und danach mit weiteren Ländern ins Gespräch kommen. Bestehende Austauschprogramme mit anderen afrikanischen Ländern (z. B. Ghana, Uganda, Ruanda) laufen fort. In den kommenden drei Jahren soll mindestens ein Drittel mehr Jugendliche an den Programmen teilnehmen. Schon heute engagieren sich über die verschiedenen BMZ-geförderten Austauschprogramme und den Freiwilligendienst jährlich rund 2000 junge Menschen aus afrikanischen Ländern und Deutschland. 2017 werden im neuen Förderangebot 400 Teilnehmende erwartet. Träger können ab sofort Anträge stellen.

Mehr Informationen zur Deutsch-Afrikanischen Jugendinitiative

Quelle: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 30.06.2016