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Projektdokumentation

In der Projektdokumentation findet sich eine Vielzahl ausgewählter Projekte der internationalen Jugendarbeit. Die Beispiele sollen Anregungen, konkrete Hinweise und direkte Kontakte geben. Nachahmen erwünscht!

Deutsch-Kongolesisches Kulturprojekt in Lubumbashi

Kontakt

CACTUS - Junges Theater
Ansprechpartner: Kemmler Barbara
Münster
Fon: 0251 525031
barbara.kemmler(at)t-online.de
http://www.cactus-freunde.de

Projektart

Jugendbegegnung

Projektzeitraum

19.07.2003 - 15.08.2010

Projektort

Lubumbashi (Demokratische Republik Kongo )

Länder

Deutschland, Kongo

Ebene

binational

Teilnehmerprofil

ehemalige Straßenkinder, Alter 3-25 Jahre


Kurzbeschreibung

Theater, Musik, Artistik und Tanz - aus diesen vier Elementen ließen kongolesische und deutsche Künstler in der Demokratischen Republik Kongo eine ungewöhnliche Produktion von fast zwei Stunden Dauer entstehen, die in Lubumbashi dreimal aufgeführt wurde. MUTOTO machte mit dem Musik- und Kulturprojekt einerseits auf die problematische Situation von Straßenkindern in der Stadt aufmerksam, andererseits wurden auch die von MUTOTO angestrebten kultur- und gesellschaftspolitischen Zielsetzungen wie beispielsweise der gleichberechtigte kulturelle Austausch zwischen Kongo und Deutschland vorangetrieben. Das Projekt war sehr wichtig für die Straßenkinder, die sich in der Theaterarbeit ernst genommen fühlten und ihr eigenes Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärken konnten, aber auch die Art der Umsetzung, des Kulturaustausches ist bedeutend. Einerseits haben die deutschen Teilnehmenden in Lubumbashi geholfen: Sie brachten Geld mit für Transporte, Saalmiete und ähnliches. In diesen Strukturen konnten die Künstler vor Ort ihre Inhalte entwickeln und daran weiterarbeiten. Andererseits ist den Deutschen aber auch geholfen worden, denn sie haben entdeckt, dass sie viel zurückbekommen, wenn sie es zulassen.

Als inhaltliche Schwerpunkte wurden von den Partnern in Lubumbashi die Themen "Straßenkinder", "Armut" und "Hexerei" gesetzt.

Methoden

Dem deutschen Träger war es besonders wichtig, ein Angebot für traumatisierte Kinder und Jugendliche im Bereich Theater zu entwickeln, indem das "Spiel" mit der eigenen Erfahrung fester Bestandteil sein sollte. Sie sollten die Chance haben, sich durch künstlerische Arbeit als Teil einer positiven Gemeinschaft zu erleben, um wieder das Gefühl der eigenen Handlungsfähigkeit zu erlangen und sich selbst mit ihren zum Teil noch verborgenen Themen und kreativen Fähigkeiten einzubringen. Aus diesem Grunde sind haupt- und ehrenamtliche Kräfte aus verschiedenen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche in Lubumbashi mit verschiedenen Methoden der theatralischen Arbeit bekannt gemacht worden. In der gemeinsamen Regiearbeit mit Kasongo (Leiter der professionellen Theater- und Akrobatikgruppe Ballet Bala Mampala) und Odette Nkulu (Erzieherin im Kinderheim "BUMI") ging es in erster Linie um die Verstärkung der Charaktere und um choreografische Elemente. Barbara Kemmler und Richard Nawezi (Regie) brachten insbesondere Elemente aus dem Bereich Schauspieltraining, Dramaturgie und Organisation der öffentlichen Präsentation ein.

Vor- und Nachbereitung

Im Vorfeld war das Projekt von den kongolesischen Partnern vor Ort vorbereitet worden. Sie trafen die Themenauswahl und hatten sowohl in dem Kinderheim "BUMI" als auch in der professionellen Theater - und Akrobatikgruppe "Ballet Bala Mampala" zwei Theaterstücke vorbereitet. In die Inszenierung integriert war ebenfalls das "Orchestra Best Musica", das vier blinde Brüder aus dem Blindeninternat "NURU" initiierten.

Finanzierung

Eigenmittel der beteiligten Träger, Goethe-Institut, Kinder- und Jugendplan des Bundes - Sondermittel, Teilnahmebeiträge


Kooperationspartner

MUTOTO e.V., Demokratische Republik Kongo