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Projektdokumentation

In der Projektdokumentation findet sich eine Vielzahl ausgewählter Projekte der internationalen Jugendarbeit. Die Beispiele sollen Anregungen, konkrete Hinweise und direkte Kontakte geben. Nachahmen erwünscht!

Spotkanie heißt Begegnung – wir lernen für Europa

Kontakt

RAA Brandenburg / Demokratie und Integration Brandenburg e.V.
Ansprechpartner: Anna Czechowska
Potsdam
Fon: 0331 74780-21
a.czechowska(at)raa-brandenburg.de
http://www.raa-brandenburg.de

Projektart

Kinderbegegnung

Projektzeitraum

18.08.2003 - 15.07.2009

Projektort

abwechselnd Deutschland/Polen

Länder

Deutschland, Polen

Ebene

binational

Teilnehmerprofil

Kinder der Klassenstufen 3 bis 4 sowie 5 bis 6; Kernzielgruppe: Kinder, Alter 8-12 Jahre


Kurzbeschreibung

Das Projekt „Spotkanie heißt Begegnung – wir lernen für Europa“ hat seinen Ursprung in dem 1994 von der Regionalen Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule, Brandenburg e.V. (heute RAA Brandenburg, Demokratie und Integration Brandenburg e.V.) eingeführten Projekt „Spotkanie heißt Begegnung – ich lerne deine Sprache“.

Dieses Projekt wurde in der deutsch-polnischen Grenzregion angelegt und hatte präventiven Charakter. Es hatte sich die Normalisierung der Beziehungen in der Grenzregion zum Ziel gesetzt: Das Programm zielte auf spielerischen Spracherwerb an deutschen und polnischen Grundschulen im Grenzgebiet, den Aufbau nachhaltiger Kontakte zwischen Deutschen und Polen, die Erweiterung der Kenntnisse über das Nachbarland und den Abbau gegenseitiger Vorurteile sowie die Vermeidung eines unverbundenen Nebeneinanderlebens. Es richtete sich zunächst an die Klassenstufen drei und vier, wurde dann aber durch das Folgeprogramm „Spotkanie heißt Begegnung – wir lernen für Europa“ konzeptionell ergänzt und auf die Klassenstufen fünf und sechs erweitert.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 wird das Projekt als Modellversuch in einer Grundschule ab der ersten Klassenstufe durchgeführt.

Methoden

Im Mittelpunkt des Projektes stand der Fremdsprachenerwerb mit deutsch-polnischem Lehreraustausch von Partnerschulen. Die Kinder ab Klassenstufe 3 erlernten freiwillig in Arbeitsgemeinschaften (AG) in spielerischer und interaktiver Weise die Grundsprachkenntnisse der Nachbarn und erhielten Einblicke in deren Alltagswelt. Jede AG hatte im Nachbarland eine Partnergruppe, mit der sie sich regelmäßig traf. Der Sprachunterricht wurde einmal wöchentlich in zwei zusätzlichen Unterrichtsstunden durchgeführt und diente zur Vorbereitung auf die Begegnungen der Arbeitsgruppen. Pro Schuljahr gab es bis zu vier eintägige und bis zu zwei mehrtägige Begegnungen.

Während des Programms wurde die jeweilige Sprache partnerschaftlich nach der Tandem-Methode erlernt. Durch die deutsch-polnischen Lernpaare fand der Spracherwerb auch spontan unter gleichaltrigen Kindern statt. Neben dem täglichen gemeinsamen Lernen - Verbindung von Sprache mit persönlicher Begegnung, bei der die Sprache als Mittel zum Zweck diente - wurden durch Aktivitäten wie Basteln, Malen, Quiz, Pantomime und andere künstlerische Aktivitäten gemeinsame Schaffensprozesse initiiert. Während der Begegnungen wurden die Kinder wechselseitig mit der jeweiligen Landeskunde, dem Alltagsleben sowie der Lebensrealität vertraut gemacht. Dabei fanden die Begegnungen in wechselndem Turnus in beiden Ländern statt.

Rahmenbedingungen: Die Kinder wurden bei den Begegnungen von zwei Lehrkräften begleitet und betreut. Ihre Unterbringung fand in der Regel in Jugendgästehäusern statt. Während der Begegnungen wurde gemeinsam gelernt, gespielt, gesungen, gebastelt und gegessen.

Vor- und Nachbereitung

Die Begegnungen wurden durch die leitenden Lehrkräfte der Arbeitsgemeinschaften vorbereitet, wobei die Interessen der Kinder bei der Programmgestaltung berücksichtigt wurden. Am Ende der Begegnung wurden mit den leitenden Lehrkräften die Erfahrungen und das Erlernte reflektiert und in den darauf folgenden Unterrichtsstunden wurde die Kinderbegegnung nochmals nachbereitet. Die Vor- und Nachbereitung der Kinder auf die Begegnung war in die Arbeitsgemeinschaften integriert. Eine Auswertung der Kinderbegegnung erfolgte zudem auf der Basis von mündlichen Befragungen der Schulleitung und der die AG’s leitenden Lehrkräfte.

Finanzierung

Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Europäische Mittel, Landesmittel

Europäische Union - Förderlinie INTERREG; Land Brandenburg - Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS)

Kooperationspartner

RAA – Niederlassung Frankfurt/Oder, Deutsch-Polnisches Jugendwerk (DPJW), Landesbildungsministerium Brandenburg, Pädagogisches Landesinstitut, Vereinigung Civilitas, Kinderbibliothek in Frankfurt/Oder, Friedrich-Bödecker-Kreis e.V.

Ergebnisse und Dokumentation

Zum 10-jährigen Jubiläum des Projektes wurden eine Broschüre und zwei CDs unter dem Titel „10 Jahre Spotkanie heißt Begegnung“ angefertigt. Weitere Informationen über das Projekt sind in einem Flyer enthalten.

Mehr Informationen zum Projekt auf der nachfolgenden Website.