Projektdokumentation

In der Projektdokumentation findet sich eine Vielzahl ausgewählter Projekte der internationalen Jugendarbeit. Die Beispiele sollen Anregungen, konkrete Hinweise und direkte Kontakte geben. Nachahmen erwünscht!

Village-Programm

Kontakt

Geschäftsstelle CISV Deutschland
Ansprechpartner: Swantje Ehrens
Berlin
Fon: 030 67303423
secretary(at)de.cisv.org
http://www.cisv.org

Projektart

Kinderbegegnung

Projektzeitraum

20.07.2007 - 16.08.2007

Projektort

Kiel

Ebene

multinational

Teilnehmerprofil

Kinder, Alter 11 Jahre


Kurzbeschreibung

Bei dem „Village“-Programm handelt es sich um vierwöchige internationale Camps, an denen mindestens 10 und maximal 12 Länder-Delegationen teilnehmen. Beispielhaft wird hier auf das Camp 2007 verwiesen.

Im Mittelpunkt des „Villages“ steht die interkulturelle Begegnung. Ziel ist die Förderung von internationalen Freundschaften und interkulturellen Kommunikation sowie eines friedfertigen Miteinander. Die Kinder erleben in einer solchen Begegnung auf spielerische Art und Weise Gemeinsamkeiten, trotz vorhandener nationaler und kultureller Unterschiede. Sie erfahren, dass ein friedliches Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen möglich und bereichernd ist.

Die Camp-Inhalte richten sich nach einem Rahmenkonzept und dem so genannten „Education Circle“. Letzterer legt die globalen Themen aller CISV-Aktivitäten fest und dient als Grundlage für die Gestaltung der Maßnahmen. Zu den Themenschwerpunkten gehören Awareness, Intercultural Education, Human-Relations, Personal Development, Environmental Development, Human Rights und International Education.

Neben gezielt initiierten themenbezogenen Aktivitäten haben sportliche Aktivitäten genauso wie kulturelle ihren Platz, wobei der Schwerpunkt in der Zusammenarbeit und dem kulturell übergreifenden Leben liegt. In diesem Zusammenhang wird besonderer Wert auf Methoden gelegt, die die Herausbildung einer Gruppenidentität fördern. Beispielsweise gibt es bestimmte Camprituale, mit denen der Tag in der Gesamtgruppe begonnen und/oder abgeschlossen wird: Die so genannte „Flag-Time“ ist fester Bestandteil eines Villages. Jeden Morgen trifft sich die gesamte Gruppe, um den CISV-Song gemeinsam zu singen und die CISV-Flagge zu hissen, sofern ein Fahnenmast vorhanden ist. Ist das nicht der Fall, wird ein Kreis um die CISV-Flagge herum gebildet und dann gesungen.

Seit 1951 finden regelmäßig mindestens drei Camps im Jahr in Deutschland statt. Generell finden Camps weltweit in über 50 Partnerländern statt.

Methoden

Für die methodische Umsetzung der verschiedenen Themenkomplexe können die Projektdurchführenden auf methodische Handreichungen zurückgreifen, die ihnen eine Fülle an Material, Aktivitäten und Methoden bieten. Methodisch bedeutsam ist insbesondere die Arbeit in immer wieder neu zusammengesetzten interkulturell gemischten Kleingruppen. Sie verfolgt das Ziel, dass sich möglichst viele Kinder untereinander kennenlernen. Die Kinder sind nach Geschlecht in international gemischten Zimmern untergebracht, so dass auch hierüber ein Kontakt zu Menschen anderer Kultur gezielt initiiert wird. Auch in die Gestaltung des Camp-Alltags – Vorbereitung und Nachbereitung der Mahlzeiten, Aufräumen und Säubern des Camps – werden die Kinder meist aktiv eingebunden. Dies wird auch in interkulturell gemischten Kleingruppen umgesetzt.

Rahmenbedingungen: Das Camp wird vor Ort von einem so genannten Staff (21 Jahre und älter) ausgerichtet. Die Begegnung als solche wird von einem ehrenamtlichen international besetzten Team, bestehend aus Staff-Mitgliedern, den Begleiterinnen und Begleitern der einzelnen Delegationen und sechs so genannten Junior Councellors (JCs, Alter 16-17 Jahre) im Team durchgeführt. Das Team besteht aus etwa 20 Personen. Im Hintergrund sind meist noch weitere ehrenamtlich Engagierte tätig. Die offizielle Sprache eines Villages ist Englisch.

Häufig werden die "Villages" in Schulen – während der Ferienzeit – durchgeführt. Integraler Bestandteil der Begegnung sind Aufenthalte in Gastfamilien. Während der vier Wochen sind die Kinder an zwei Wochenenden jeweils mindestens zu zweit in einer Gastfamilie untergebracht, um Gelegenheit zu haben, außerhalb des Camps die Alltagskultur im gastgebenden Land kennen zu lernen. Am Anfang des Camps geschieht dies mit Kindern aus dem gleichen Land, in der Mitte des Camps gehen die Kinder mit neuen Freunden aus anderen Ländern in eine Gastfamilie.

Wie alle CISV-Aktivitäten basieren auf der Überzeugung, dass Frieden durch Freundschaft möglich ist. Den Projekten liegt ein Rahmenkonzept, Leitlinien und methodische Handreichungen zugrunde.

Vor- und Nachbereitung

Die teilnehmenden Kinder werden bereits zu Hause auf das „Village“ vorbereitet: Kinder und Begleiter/-in lernen sich einige Monate vor dem Camp kennen und bereiten sich auf den Campaufenthalt intensiv vor, hierzu gehört auch die Gestaltung einzelner Camp-Inhalte. Außerdem nehmen alle Kinder an einem gemeinsamen Vor- und Nachbereitungswochenende teil. Hier treffen sich alle Delegationen einer Heimatstadt.

Finanzierung

Spenden, Teilnahmebeiträge, Sonstige

Mitgliedsbeiträge

Ergebnisse und Dokumentation

Ausführliche Informationen und Dokumente zu den jeweiligen Aktivitäten, Rahmenkonzepten, Handreichungen auf der nachfolgenden Website.

Link(s)

www.cisv.org