Projektdokumentation

In der Projektdokumentation findet sich eine Vielzahl ausgewählter Projekte der internationalen Jugendarbeit. Die Beispiele sollen Anregungen, konkrete Hinweise und direkte Kontakte geben. Nachahmen erwünscht!

Bücher (und Buchobjekte in Beziehung zur Umgebung)

Kontakt

Interessengemeinschaft (IG) Papiergraben e.V. / Ferienpass
Ansprechpartner: Steffi Engelstädter
Weimar
Fon: 03643 902087
info(at)papiergraben.de
http://www.papiergraben.de

Projektart

Jugendbegegnung

Projektzeitraum

29.07.2007 - 04.08.2007

Projektort

Weimar (Deutschland)

Ebene

trinational

Teilnehmerprofil

32 Jugendliche aus Polen, Schweiz, Deutschland; Alter 12-15 Jahre


Kurzbeschreibung

Die 14. Europäische Sommerwerkstatt ist ein vom Kinderbüro der Stadt Weimar angeregtes internationales Jugendkulturprojekt. Sie findet jährlich in Weimar statt. Seit vielen Jahren wird von dem polnischen Künstler Wieslaw Karolak im Vorfeld eine inhaltliche Projektidee mit seinen Studierenden erarbeitet und dann beim Projekt gemeinsam mit Teilnehmenden aus verschiedenen europäischen Ländern umgesetzt.

Methoden

"Eine kreative Werkstatt ist eine Art non-formaler Bildungsprozess. Dieser methodische Ansatz ist effektiver als traditionelle Unterrichtsmethoden und stellt den gemeinsamen Prozess der kreativen Gestaltung in den Vordergrund und nicht das materielle Produkt. Die Werkstatt als Methode der kreativen Arbeit ist ein europäisches Vermächtnis.“ (Wieslaw Karolak, Kunstakademie Lodz, Polen)

Die Teilnehmenden haben sich gemeinsam auf den Weg der Bücher begeben. Auf diesem Weg begegneten sie Büchern über Menschen, Gruselgeschichten und Gegenständen. Durch die gemeinsame interkulturell-künstlerische Arbeit sind die jungen Buchproduzent(inn)en in ihre verschiedenen Welten gegenseitig eingetaucht und haben eigene „Lebensbücher“ geschrieben: Über die Erfahrung des Fremdseins, das Gefühl erste Freundschaften knüpfen zu können und das Erlebnis der Gemeinschaft in einer neuen Gruppe.

Die verschiedenen Übungen passten haargenau in die unterschiedlichen Phasen kurzzeitpädagogischer, interkultureller Gruppendynamik.

Hinweis: Ein internationales Jugendprojekt mit Teilnehmenden zwischen 12 und 14 Jahren benötigt andere Methoden als Begegnungen, an den Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren oder älter teilnehmen. Unter der Anwendung der kreativen Werkstatt als künstlerische Methode wurde der Gruppenprozess in allen Begegnungsphasen effektiv genutzt, um Interaktion und interkulturelles Lernen zwischen den Teilnehmenden zu gestalten. Respektvoll und schrittweise fanden Vorstellung und Kennen lernen der Teilnehmenden statt. In späteren Phasen, wurden die Interaktion und Kommunikation stärker gefördert, der Blick vom „Ich“ auf das „Wir“ gerichtet. Beim Gestalten haben die Teilnehmenden durch gemeinsame Portraits die vielfältigen Facetten der Persönlichkeit von anderen und gemeinsame Berührungspunkte entdeckt. Sie haben unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit erlebt: aus den eigenen Bildern ein Gruppenbild gestaltet, die Ideen von Anderen in kreative Gruselgeschichten ergänzt und ihr eigenes Buch der Gegenstände geschrieben. Auch der Reflexion des Erlebten wurde genug Zeit gelassen.

Finanzierung

Deutsch-Polnisches Jugendwerk

über die BKJ (Zentralstellenverfahren)

Kooperationspartner

Polen: InSEA (International Society for Education through Art) Verband der Kunsterzieher; Schweiz: Pro-Juventute