Glaubensgemeinschaftliche Angebote für Kinder und Jugendliche

Die Russische Orthodoxe Kirche hat als wichtigste Aufgabe in der gegenwärtigen Zeit den Religionsunterricht bezeichnet. Aktuell sind die Sonntagsschulen das am weitesten verbreitete Mittel. Die Schulen werden in Gemeinden oder von orthodoxen Bruderschaften organisiert. Aufgabe der orthodoxen Sonntagsschulen sind Bildung, Erziehung und Religionsunterricht für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinden. Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler aktiv in die Ausschmückung der Kirchen, in die Vorbereitung von kirchlichen Feiertagen oder in Dienste in der Gemeinde mit einbezogen. In jeder Diözese gibt es eine Abteilung für Jugendfragen. Ebenso sieht die Orthodoxe Kirche ihre Aufgabe in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Kinderheimen, Gefängnissen, Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen (sozial-adaptive Zentren), um mit ihnen zu sprechen, zu spielen, spazieren zu gehen.
(Quelle: Gleb Grosowskij. Mein Leben in Russland. In: Ost-West Europäische Perspektiven, 6. Jahrgang 2005, Heft 1, 17-22)

Für russische Kinder werden Sonntags-, Gemeinde- und Klosterschulen, orthodoxe Kindergärten und orthodoxe Gruppen in staatlichen Kindergärten geschaffen. Es funktionieren vierzig orthodoxe allgemein bildende Schulen und Gymnasien, zwei orthodoxe Universitäten und eine Hochschule für kirchliche Journalistik. Auch die Anhänger der nichtchristlichen Glaubenslehren, darunter Moslems, Juden und andere, verfügen über Schulen für geistliche Erziehung der heranwachsenden Generation.
(Quelle: www.russische-botschaft.de, letzter Zugriff 30.10.07)

Artikel zur Rolle des Orthodoxen Religionsunterrrichts in der Schule sowie zur Orthodoxen Subkultur in Russland in kultura 2/2009 des Publikationsreferats der Forschungsstelle Osteuropa: www.kultura-rus.de/kultura_dokumente/ausgaben/deutsch/kultura-2009-02.pdf 

Beitrag zum Thema "Jugendliche und Glaube in Russland": www.goethe.de/ins/ru/lp/prj/drj/leb/all/de4448123.htm (letzter Zugriff 16.6.09)