Reiseverhalten der Kinder und Jugendlichen

Die Reisegewohnheiten der Spanier/-innen haben sich nicht wesentlich verändert. Rund 68 % verlassen nie ihr Land (Studie Euro und Mobilität von IPSOS/Thalys Explorer). Sie sind die sesshaftesten Europäer/-innen.

Erst allmählich wird das Ausland als touristisches Ziel entdeckt. Dennoch ist die Erholung im eigenen Land am beliebtesten, wobei organisierte Busreisen oder eigene Autoreisen bevorzugt werden. Wandern gehört nicht zum beliebten Repertoire des Reisens bei Spanier(inne)n. Eine Ausnahme sind hier die Basken und Katalanen.

Jugendherbergen und andere Jugendunterkünfte

Jugendherberge in der Region Navarra. Foto: José Torrejón

Einen bedeutenden Teil des Jugendtourismus-Systems stellen die 206 Jugendherbergen dar, die im Spanischen Jugendherbergsverband (Red Española de Albergues Juveniles, REAJ) organisiert sind. REAJ ist Mitglied der International Youth Hostel Federation (IYHF).

Sehr viele Jugendherbergen sind in kommunaler Trägerschaft, einige aber auch in Trägerschaft der autonomen Gemeinschaften. Das erschwert bei der Belegung der Häuser die gegenseitige Koordination.

Reisetipps und -informationen

In Spanien besteht für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung - soweit dringend erforderlich – bei Ärzt(inn)en, Zahnärzt(inn)en, Krankenhäusern, die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) beziehungsweise Ersatzbescheinigung (beide Dokumente bei der Krankenkasse erhältlich) vorzulegen. Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (Rücktransport nach Deutschland im Krank-heitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).
(Quelle: Auswärtiges Amt)

Die allgemeine Notruftelefonnummer ist 112, die Feuerwehr hat die Nummer 085.

Die Apotheken (farmacias) sind mit einem roten oder grünen Kreuz gekennzeichnet und haben meist von 9.30 bis 14.00 Uhr und von 16.30 bis 20.00 Uhr geöffnet. Abends und am Wochenende sind auch Apotheken mit Notdienst geöffnet (farmacia de guardia).

Polizeinotruf
Die Polizei ist 24 Stunden am Tag unter 091 erreichbar (Fehlanzeigen stellen einen Verstoß gegen das Strafgesetzbuch dar).

Kleidung
In dieser Hinsicht gibt es keine festen Regeln. Die Kleidungsart wechselt in Abhängigkeit von Klima, Örtlichkeit und Umständen. In seiner Freizeit kleidet man sich in Spanien in Gesellschaft Anderer im Allgemeinen eher zwanglos und leger, aber fast immer auch sehr gepflegt.

Stromspannung
Alle elektrischen Geräte funktionieren mit 220 V Wechselstrom, 50 Hertz, und die Steckdosen entsprechen dem europäischen Modell mit runden Kontaktstiften.

Trinkgeld
Fast alle Lokale in Spanien haben in ihren Preisen den vorschriftsmäßigen Aufschlag für Bedienung mit einberechnet. Es ist üblich, aber keine Pflicht, in Bars und Restaurants, Hotels und im Taxiverkehr Trinkgeld zu geben, dessen Höhe jeweils von der Gebefreudigkeit seines Spenders abhängt, generell aber zwischen 5 und 10 % des Gesamtbetrages beträgt.

Telefonieren
Das Telefonnetz ist in ganz Spanien ausgebaut. Überall auf den Straßen gibt es öffentliche Telefonbüros (locutorios) mit Gesprächsvermittlung und anschließender Bezahlung sowie Telefonzellen (cabinas) für Orts-, Fern- und Auslandsgespräche, die mit Münzen oder magnetischen Telefonkarten funktionieren, die in den Tabakläden (estancos) erhältlich sind.

Bei Gesprächen ins Ausland wird 00 (Herstellung der internationalen Verbindung) und danach die Vorwahl des gewünschten Landes, der Stadt (nach Deutschland ohne 0) und zum Schluss die Rufnummer gewählt. Bei Anrufen nach Spanien ist die Landeskennzahl 34; danach die Telefonnummer zu wählen. Die allgemeine Telefonauskunft hat die Nummer 1003, bei der alle nationalen und internationalen Kennzahlen und Vorwahlnummern erfragt werden können.

PostIn Spanien kann man Briefmarken außer bei der Post selbst in den Tabakläden (estancos) kaufen. Um sicher zu gehen, dass Postkarten den Bestimmungsort erreichen, sollte man die Briefmarken nur in Läden mit der Aufschrift Correos y Telégrafos kaufen, die Briefmarken selbst auf die Postkarten kleben und dann in einen Briefkasten von Correos y Telégrafos werfen.

Das Jugendinstitut verfügt seit vielen Jahren über ein weitverzweigtes Netz von Jugendreisebüros, zusammengefasst im staatlichen Dachverband Nationales Büro für Tourismus und Austausch von Jugendlichen und Studenten (TIVE). Es gibt in ganz Spanien über 40 Büros, davon unterstehen dem Dachverband direkt 18 Büros, die restlichen werden von den jeweiligen Autonomen Gemeinschaften getragen. TIVE als Dachverband ist Mitglied der International Federation of Youth Tourism und Travel (FIYTO).

Über TIVE wird der Jugendtourismus mit dem Ziel gefördert, spanischen Jugendlichen sowohl das Kennenlernen des eigenen Landes als auch das interkulturelle Lernen durch Auslandsreisen zu ermöglichen. Die Dienstleistungen der Jugendreisebüros werden sowohl individuell Reisenden als auch Gruppen von Jugendlichen, Jugendorganisationen und Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Spanien ist am europäischen Netzwerk Jugendkarte beteiligt (Euro<26 Carnet Joven). Jungen Reisenden, und Inhabern der Jugendkarte werden zahlreiche Vergünstigungen für Busse, Bahnen, Hotels, Eintrittskarten zu kulturellen Veranstaltungen etc. eingeräumt. Das spanische Eisenbahnnetz heißt RENFE.

Auch die Internationale Studentenkarte (ISIC) ist in Spanien gültig. Mit ihr können Studierende diverse Vergünstigungen erhalten.

Für Nichtstudierende unter 26 gibt es mit ähnlichen Konditionen die Karte Go 25 (oder: International Youth Travel Card).

Weitere Informationen zu Spanien für junge Leute auf dem Europäischen Jugendportal:
http://www.europa.eu.int/youth/travelling_europe/index_es_de.html