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Das Leben Jesu

Herkunft

Glasfenster mit Krippenszene. Foto: Oscar Williams - fotolia.com
Glasfenster mit Krippenszene. Foto: Oscar Williams - fotolia.com

Das Leben Jesu lässt sich nur aufgrund einiger Eckdaten rekonstruieren. Jesus wurde gegen Ende der Regierungszeit von König Herodes zwischen 8 und 4 vor Christus geboren. Seine Eltern waren der Schreiner Joseph und Maria. Sie lebten in Nazaret in Galiläa, wo Jesus aufwuchs. Der damals häufige Name Jesus stammt von der griechischen Form des hebräischen Jehoshua („Jahwe ist die Rettung“) ab. Jesus besuchte die Synagogenschule in seinem Heimatort, sprach Aramäisch und konnte lesen und schreiben. Danach schloss er sich vorübergehend der eschatologischen Bußbewegung um Johannes den Täufer an (Eschatologie: Lehre von den letzten Dingen). Nach seiner Taufe durch Johannes zog sich Jesus zum Beten und Fasten 40 Tage in die Wüste zurück.

Öffentliches Wirken

Etwa im Jahr 28 nach Christus trat Jesus in die Öffentlichkeit. Zunächst wirkte er in Galiläa am See Genezareth, erst später für eine kurze Zeit in Jerusalem. Er wählte sich seine Jünger und Jüngerinnen, meist einfache Menschen aus Galiläa, selbst aus. Die Zeit seiner Wirksamkeit war kurz und dauerte vermutlich nur eineinhalb bis zwei Jahre. Er galt als eine sehr charismatische Persönlichkeit und wurde von seinen Anhängerinnen und Anhängern als Rabbi (hebräisch: Meister, Lehrer) verehrt. Jesus lehrte in Synagogen, verkündete die Botschaft vom Reich Gottes, heilte Kranke meist durch ein Wort oder durch Auflegen seiner Hände und kümmerte sich besonders um ausgestoßene und gemiedene Menschen.

Nationalistische Gruppen verknüpften den Gottesreichgedanken mit der Hoffnung, die römische Fremdherrschaft zu überwinden. Ein Messias-König wurde erwartet, der die Feinde vertreiben würde. Doch Jesu Botschaft vom Gottesreich bezog sich nicht auf die politischen Verhältnisse der Zukunft, sondern hatte eine spirituelle Dimension, die schon in der Gegenwart wirksam war.

Tod und Ostergeschehen

Dennoch sahen viele in Jesus einen politisch-messianischen Aufrührer. Mit dieser Begründung wurde er in Jerusalem verhaftet und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus zum Tode durch Kreuzigung  verurteilt. Die Hinrichtung fand vermutlich im Jahr 30 nach Christus statt.

Mit Jesu Hinrichtung war nicht alles aus. Den Überlieferungen im Neuen Testament zufolge fanden seine Jünger sein Grab leer vor, und er erschien ihnen als Auferstandener. Durch dieses Ostergeschehen bzw. den Auferstehungsglauben wurde Jesus zum Christus und zum Erlöser der Menschen. Für die Gläubigen hat er durch seine Auferstehung die Übermacht des Todes nicht nur für sich selbst überwunden, sondern hat stellvertretend alle Menschen aus der Übermacht des Todes erlöst. 

Um ihre Verehrung für das Wesen und seine Lehren auszudrücken, schmückten ihn die Gläubigen mit Würdetiteln aus ihrer jeweiligen Umwelt (MenschensohnGottes SohnSohn DavidsHerrHeiland und Christus). Jesus hat vermutlich keinen dieser Titel selbst auf sich angewandt. 

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