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Kirchengeschichte

Zur Bildung der Kirche, der bedeutendsten Organisationsform der christlichen Religion (griechisch kyriake: dem Herrn gehöriges Haus) kam es nach Ostern, als sich die Anhängerinnen und Anhänger von Jesus in Jerusalem zusammenfanden. Beim so genannten Pfingstereignis (von griechisch pentekoste: der 50. Tag) sieben Wochen nach Ostern rühmten die Jüngerinnen und Jünger die großen Gottestaten in anderen als in ihren eigenen Sprachen (Apostelgeschichte 2,1-47). Durch diese gemeinsame spirituelle Erfahrung gewannen sie die Gewissheit, die Mitte des von Gott erneuerten Israel zu sein. Das Pfingstereignis, das im Christentum als Ausgießung des Heiligen Geistes gefeiert wurde, gilt somit volkstümlich als „Geburtstag der Kirche“.

Zu einer eigenständigen Glaubensrichtung entwickelte sich das Christentum im 1. Jahrhundert. Durch die Missionsreisen des ehemaligen Christenverfolgers Paulus breitete sich das Christentum rasch im ganzen römischen Reich aus und wurde im 4. Jahrhundert zur Staatsreligion. Die gesamte Christenheit wird heute als „die Kirche“ angesehen.

Bis zur Entstehung der evangelischen Kirche im 16. Jahrhundert als neue Glaubensrichtung ist der Begriff Kirche gleichbedeutend mit der katholischen Kirche (griechisch katholikos: alle betreffend). Die katholische Kirche galt lange Zeit als die einzige von Jesus Christus gestiftete Gemeinschaft aller Gläubigen. Um die Entstehung der unterschiedlichen christlichen Glaubensrichtungen zu erläutern, muss ein Blick auf die Theologie, also die Glaubenslehre des Christentums geworfen werden.