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Bedeutung der Religion für jüdische Jugendliche

Rennende Jungen vor der Klagemauer. Foto: flickr.com © Stefan Georgi (CC: BY-NC-SA)

Die ethnische und historische Dimension des Judentums stellt im Bewusstsein der Mehrzahl jüdischer Jugendlicher eine feste Größe dar. Besondere Bedeutung kommt dabei der eigenen Familienchronik zu, die als Teil der umfassenderen jüdischen Geschichte assoziiert wird. 

Bei Jugendlichen aus nicht-religiösen Elternhäusern wird das eigene Judentum selten religiös gedacht. In ihren Augen ist mit Jüdischsein zwar auch ein religiöses Moment verbunden, die ethnische Herkunft als Identität stiftender Aspekt scheint demgegenüber jedoch dominanter zu sein. Nicht wenige Jugendliche sehen das Judentum als Variante einer Nationalität. Judentum bedeutet für sie, Teil der weltweiten jüdischen Volksgemeinschaft zu sein. 

Viele Jugendliche trennen Glaube und Glaubenspraxis: Zwar glauben sie an die Existenz Gottes, doch ihre Überzeugung schlägt sich nur selten in einer durchgängigen religiösen Praxis nieder. Die Mehrheit jüdischer Jugendlicher lebt areligiös, betrachtet sich selbst aber dennoch als Jüdin oder Jude. 

Manche jüdischen Jugendlichen befürworten theoretisch die Forderungen einer bestimmten jüdischen Bewegung – etwa des orthodoxen Judentums –, obschon dies kaum praktische Resonanz in ihrem Alltagsleben findet. Die Mehrheit derjenigen Jugendlichen, die zu einer religiösen Praxis neigen, schafft sich eigene Mischformen aus den einzelnen Positionen der Bewegungen. Nicht selten entstehen so „neue Versionen“ jüdischer Speisegesetze („unkoscheres Fleisch: ja, Schweinefleisch: nein“) oder auch der Schabbatgebote („Am Freitagabend machen wir ein Schabbatessen, danach gehe ich in die Disco“). 

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