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Botschaften des Judentums

Glaube und Tun

Das Judentum ist eine von Gott an das jüdische Volk offenbarte Religion. Adressat seiner Botschaft ist in erster Linie das Volk Israel, das durch Einhalten der Gebote zu einem „Reich von Priestern und ein heiliges Volk“ (Exodus 19,6) werden soll.

Ob und worauf sich die jüdische Lehre reduzieren lasse, thematisiert bereits eine alte Überlieferung. Sie berichtet von zwei großen jüdischen Gelehrten, Hillel und Schammai, die vor zweitausend Jahren lebten. Ein Nichtjude trat vor Schammai und sprach: „Wenn Du mir die ganze Tora beibringst, während ich auf einem Fuß stehe, werde ich Jude!“ Schammai schickte ihn fort. Er ging daraufhin mit seinem Anliegen zu Hillel, der ihm antwortete: „Was du nicht magst, das tu auch keinem anderen an. Dies ist die ganze Tora, alles andere ist nur Erläuterung. Geh hin und lerne!“ (Talmud, Schabbat 31a)

Glaube und Tun nehmen im Judentum eine Rangstufe ein – das Judentum ist eine Religion der Tat. Jede Jüdin, jeder Jude ist angehalten, zum Partner Gottes zu werden. Der jüdischen Vorstellung zufolge ist die Welt nicht vollkommen erschaffen worden, sondern bedarf der fortlaufenden Vervollkommnung durch den Menschen. Eine Botschaft des Judentums lautet, am Tikkun Olam, der Verbesserung der Welt mitzuwirken.

Israel - Auserwähltes Volk

Das Volk Israel wurde von Gott dazu auserwählt, sämtliche seiner Gebote einzuhalten. Daher ist es das "auserwählte Volk". Nichtjuden sind nach jüdischem Verständnis dazu angehalten, die so genannten sieben noachidischen Gebote zu beachten: (1) Das Gebot, Gerichte einzurichten; die Verbote (2) des Götzendienstes, (3) der Gotteslästerung, (4) der Unzucht, (5) des Mords, (6) des Raubs und (7) des Blutgenusses.

Der erwartete Messias – Heilsbringer für alle Menschen

Jüdische Kultgegenstände. Foto: mimon - fotolia.com
Jüdische Kultgegenstände. Foto: mimon - fotolia.com

Universellen Charakter trägt die Botschaft des Judentums hinsichtlich der messianischen Epoche, also der Zeit der „Erlösung der Welt“. Diese beschränkt sich nicht allein auf das jüdische Volk, sondern bezieht die gesamte Menschheit ein. Aus jüdischer Perspektive können und dürfen keine Angaben darüber gemacht werden, wann diese Heilszeit anbrechen wird oder wie ihr Kommen beeinflusst werden kann.

Die biblischen Propheten geben einen Einblick darin, wie die zukünftige Welt gestaltet sein wird (etwa Jesaja, Micha, Zacharias). Demgemäß ist mit dem Kommen des Messias (hebräisch maschiah: der Gesalbte) eine Epoche des harmonischen Miteinanders aller Völker verbunden, aus der Waffen, Gewalt und Krieg verbannt sind. Das Volk Israel wird in das heilige Land zurückgeführt werden, es kommt zur Wiederherstellung Jerusalems und zum Aufbau eines dritten Tempels. 

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