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Jüdischer Feminismus

Die Anfänge des jüdischen Feminismus lassen sich in den USA bis in die 1970er Jahre zurück verfolgen. Frauengruppen schärften die Wahrnehmung der jüdischen Öffentlichkeit bezüglich der Stellung der Frau in Familie, jüdischer Gesellschaft und Synagoge. Ihr Anliegen war es, den Lebensalltag und die Wertschätzung von Frauen seitens der Halacha zu verbessern sowie ihnen den Weg zur Übernahme jüdischer Gemeindeämter zu ebnen.

Von manchen Rabbinatsgerichten unterschiedlicher religiöser Prägung blieb (und bleibt) Frauen das Zeugenrecht verwehrt. Auch wenn sich in manchen Synagogen bei der Möglichkeit der aktiven Beteiligung einiges zu ändern begann, wurde Frauen das höchste Amt im Judentum, das der Rabbinerin, verwehrt.

1972 wurde mit Sally Priesand erstmalig in der Geschichte des Judentums eine Frau durch ein reform-jüdisches Rabbinerseminar als Rabbinerin ordiniert.  Feministische Gruppen traten mit anderen dafür ein, dass sich fortan auch andere Seminare für Frauen öffneten. 1974 wurde am rekonstruktionistischen und 1985 am konservativen Rabbinerseminar eine Frau in ihr Amt eingeführt. Innerhalb weiter Teile der Orthodoxie kommt der Thematik keinerlei Brisanz zu, da die Fragestellung nicht existiert.