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Ursprünge des Judentums – Tora, Land und Volk

Die Geschichte der jüdischen Religion beginnt mit einer Revolution: Awram bäumt sich gegen die polytheistischen Traditionen (Polytheismus: Glaube an viele Götter) seiner Familie auf. Er kehrt seinem Elternhaus in Ur im heutigen Irak, den Rücken zu und wandert nach Kanaan, wo er zum Begründer des Ein-Gott-Glaubens (Monotheismus) wird. 

An dieser Schnittstelle nimmt die Geschichte des Volkes Israel Gestalt an. Durch Awram und seine Frau Sarai, die nach einer Namensänderung Awraham (Abraham) und Sara heißen, verschmelzen Religion und Volk zu einer untrennbaren Einheit. Gott schließt mit Awram einen Bund, verspricht ihm zahlreiche Nachkommen und das Land Kanaan als „ewige Heimstätte“. 

Dieses Versprechen bewahrheitet sich in seinem Sohn Jizchak (Isaak) und seinem Enkel Ja´akow (Jakob), der den Beinamen Jisrael (Israel; Gott kämpft) erhält. Bis heute wird das jüdische Volk auch Bne Jisrael, Kinder Israel, genannt.

Tora und Tanach

Tora und Tanach

Die Geschichte des Volkes Israel findet sich in der Tora (Lehre), den Fünf Büchern Mose. Sie wird mehrmals pro Woche in der Synagoge gelesen. Der Tanach ist die Hebräische Bibel, das „Alte Testament“. Er besteht aus der Tora, den Newi´im (Propheten) und Ketuwim (Schriften).

Nach dem Auszug aus Ägypten unter der Führung von Mosche (Mose) geloben die Kinder Israel in einem Bundesschluss Gehorsam gegenüber den Mizwot, den göttlichen Geboten. Gott bekundet, Israel als sein Volk anzunehmen und ihm das verheißene Land zu geben. Mosche darf als einzig Lebender Gottes Gegenwart gewahr werden und wird damit zum größten Propheten. 

In das heilige Land gelangen die Kinder Israel nach Mosches Tod unter seinem Nachfolger Jehoschua (Josua). Zu einem späteren Zeitpunkt werden zunächst Schaul (Saul), dann David zu ersten Königen der Geschichte Israels. Unter König David entsteht im 10. Jahrhundert vor der Zeitenrechnung ein territorial gesichertes Großreich Israel mit der Hauptstadt Jerusalem, die zum religiösen Zentrum wird. 

Davids Sohn Schlomo (Salomo) regiert das Königreich zunächst noch als ein Ganzes und errichtet in Jerusalem einen zentralen Tempel. Im Jahr 928 vor der Zeitenrechnung zerfällt das Großreich in zwei Hälften: Im nördlichen Teil entsteht das Nordreich Israel, im Süden Juda.

Das Nordreich wird etwa 200 Jahre Heimat für zehn der zwölf Stämme Israels. Nach mehrjährigen Konflikten erobern es die Assyrer und verschleppen den Großteil der Bevölkerung, deren Verbleib ungeklärt bleibt. Damit endet die Geschichte des Nordreichs. 

Das Südreich Juda behauptet sich nach der Reichstrennung fast 350 Jahre. Zu Beginn des 6. Jahrhunderts vor der Zeitenrechnung nehmen die Babylonier das Land ein, erorbern Jerusalem und zerstören den Tempel.

 

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