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Eintritt und Austritt im Judentum

Eintritt

Das Judentum ist keine missionarische Religion. Manche Religionsvertreter stehen Übertrittswilligen skeptisch bis ablehnend gegenüber und können darauf verweisen, dass von Nicht-Juden lediglich die Einhaltung der sieben noachidischen Gebote gefordert wird, nicht aber eine formelle Konversion. Prinzipiell steht Nichtjuden jedoch ein Übertritt zum Judentum (Gijur) offen.

Die Konversion ist in der Regel ein mehrjähriger Prozess, der von intensiven Studien geprägt ist und der von einem Rabbiner oder einer Rabbinerin begleitet wird. Auf ausdrücklichen Wunsch der übertrittswilligen Person und auf Empfehlung des Rabbiners bzw. der Rabbinerin wird dann vor einem aus mindestens drei Gelehrten bestehenden Rabbinatsgericht eine Prüfung abgelegt, an die sich das Untertauchen in der Mikwa (rituelles Tauchbad) anschließt. Bei Männern ist zuvor eine Brit Mila (Beschneidung) erforderlich.

Männer und Frauen erhalten bei ihrem Übertritt einen hebräischen Namen. Während nicht-orthodoxe Bewegungen gegenseitig Übertritte anerkennen, gilt der Orthodoxie nur derjenige als jüdisch, der vor einem anerkannten orthodoxen Rabbinatsgericht konvertiert ist.

Austritt

Mitglieder einer jüdischen Gemeinde können ihren Austritt aus der Gemeinde in der dafür zuständigen städtischen Behörde erklären. Obschon man formalrechtlich aus einer jüdischen Gemeinde austreten kann, ist ein Austritt aus der jüdischen Gemeinschaft aus inner-jüdischer Sicht nicht möglich.